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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Bart Wux schrieb:
Vor allem: Was darf gekillt werden? Ist Dead Space ein Killerspiel? Was wäre mit einem Jagdspiel? Was ist menschenähnlich genug? In jedem RTS Game löscht du zig Tausende mit einem Kommando aus. Das kriegen die alles geregelt.

Der Begriff ist so schwammig das die Gipsköppe sich nicht einmal darüber einig sind ob sie damit jetzt nur Computerspiele, Paintball bzw. Gotcha oder beides zusammen meinen. Selbst DAS ist nichtmal geklärt. Aber was will man da auch klären? Du kannst zu einem Bier auch giftige Pisse sagen und es bleibt trotzdem "nur" ein alkoholisches Getränk.
 
Bart Wux schrieb:
Vor allem: Was darf gekillt werden? Ist Dead Space ein Killerspiel? Was wäre mit einem Jagdspiel? Was ist menschenähnlich genug? In jedem RTS Game löscht du zig Tausende mit einem Kommando aus. Das kriegen die alles geregelt.

Das ist der Punkt, wieso solche Konzepte niemals in die Tat umgesetzt werden können. Das können die niemals so in Gesetze fassen, dass es grundgesetzkonform und gleichzeitig umfassend ist.
Nach einer allgemeinen Regelung ala "Alle Spiele, in denen Gegner getötet werden" wäre selbst Super Mario Brothers ein Killerspiel. Ich springe Gegnern auf den Kopf und sie sterben.
So eine Definition und Einschränkung der persönlichen Freiheit wäre aber nicht wirklch zulässig in unserem Staat...

Somit wird es bei unserem Gewaltverherrlichungsparagraph bleiben, der bereits existiert und wenn die CSU merkt, dass das öffentliche Interesse wieder nachlässt. halten die auch wieder den Rand.

EDIT: Was ich lustig finde: Irgendein Politiker (Schäuble?) hat gesagt, dass es nicht sein kann, dass ein Spiel mit Bewertung durch die USK der Möglichkeit der Indizierung durch die BPjM entzogen wird.
Kann sich noch jemand dran erinnern, wann diese Regelung eingeführt wurde? Das war nach dem letzten Amoklauf und sollte den Jugendschutz verbessern...
 
Seo schrieb:
Osa-chan schrieb:
Der Innenminister von Baden-Württemberg fällt auf einen Fake auf krautchan.net rein... *lol*

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613038,00.html

Das ist wohl nun der entgültige Beweis, dass die "alte Garde" an Politikern solchen "modernen" Sachverhalten nicht mehr gewachsen ist. Es wird Zeit für die Wachablöse.

Ich glaub kaum, dass das auf seinen Mist gewachsen ist. Der hat wohl auch nur weitergegeben, was ihm die Beamten gesagt haben.
Peinlich isses aber so oder so.

Ist in meinen Augen unerheblich. Denn wenn ich soetwas "nur" weiterverbreite, würde ich mich zuvor auch selbst schnell informieren, wie verlässlich diese Info ist.
Einfach aus dem Grund, weil mir klar wäre, dass ich bei sowas mal einen näheren Blick drauf werfen muss.

Und wenn es nur so ist, dass ich das von meinem "Internetexperten", der wirklich einer ist, überprüfen lasse. Dann müsste ich schon mal nicht von einem "Internet-Chat" reden.

Natürlich kann man argumentieren, solche Fehler lägen am Zeitmangel des Ministers, der nicht "alle Infos" prüfen könne, aber ich sage, dass das nicht stimmt.
Mit der entsprechenden Kompetenz und Organisation wäre es möglich gewesen, es lag einfach nur am mangelnden Fachwissen, von der unteren Ermittlungsebene bis hinauf zum Innenminister.
 
Oha oder mit einem Kabel erwürgen ganz üble Sache :grins:
Edit:
Aber dieses Jahr wird es ganz besonders übel und dann erscheint auch noch Postal 3.
Ich sehe schon wenn ich aus Holland wiederkomme werde ich an der Grenze vom SEK erwartet ;)
 
el_barto schrieb:
Bart Wux schrieb:
Vor allem: Was darf gekillt werden? Ist Dead Space ein Killerspiel? Was wäre mit einem Jagdspiel? Was ist menschenähnlich genug? In jedem RTS Game löscht du zig Tausende mit einem Kommando aus. Das kriegen die alles geregelt.

Das ist der Punkt, wieso solche Konzepte niemals in die Tat umgesetzt werden können. Das können die niemals so in Gesetze fassen, dass es grundgesetzkonform und gleichzeitig umfassend ist.
Nach einer allgemeinen Regelung ala "Alle Spiele, in denen Gegner getötet werden" wäre selbst Super Mario Brothers ein Killerspiel. Ich springe Gegnern auf den Kopf und sie sterben.
So eine Definition und Einschränkung der persönlichen Freiheit wäre aber nicht wirklch zulässig in unserem Staat...

Somit wird es bei unserem Gewaltverherrlichungsparagraph bleiben, der bereits existiert und wenn die CSU merkt, dass das öffentliche Interesse wieder nachlässt. halten die auch wieder den Rand.

EDIT: Was ich lustig finde: Irgendein Politiker (Schäuble?) hat gesagt, dass es nicht sein kann, dass ein Spiel mit Bewertung durch die USK der Möglichkeit der Indizierung durch die BPjM entzogen wird.
Kann sich noch jemand dran erinnern, wann diese Regelung eingeführt wurde? Das war nach dem letzten Amoklauf und sollte den Jugendschutz verbessern...

Und auch da stellt sich wieder die Frage was eine Indizierung mit Jugendschutz zu tun hat .
Gut , CS hat nun eigenartigerweise eine 16er einstufung . Der großteil der Shooter hat aber sowieso keine jugendfreigabe . Die dürfen also ohnehin nicht an Jugendliche verkauft werden . Für Jugendliche würde sich also garnichts ändern .
 
DaMeep schrieb:
Und auch da stellt sich wieder die Frage was eine Indizierung mit Jugendschutz zu tun hat .
Gut , CS hat nun eigenartigerweise eine 16er einstufung . Der großteil der Shooter hat aber sowieso keine jugendfreigabe . Die dürfen also ohnehin nicht an Jugendliche verkauft werden . Für Jugendliche würde sich also garnichts ändern .

Genau. Und vor ein paar Jahren hat die Frau von der Leyen da einen guten Vorschlag gebracht (wahrscheinlich der einzige gute Vorschlag ihrer Amtszeit...). Man sollte zur Überwachung unserer strengen und ausreichenden Jugendschutzmaßnahmen minderjährige Testkäufer unter Erlaubnis der Eltern und Aufsicht des Ordnungsamtes in Läden schicken zum Kaufen von USK18-Spielen.
Nur so kann man die tatsächliche Durchsetzung der Gesetze überwachen und die Händler durch drohende (schwere) Strafen abschrecken.
Da ist schon der nächte Punkt: Was kümmert es ein Media Markt, wenn er mal ne Strafe über 2000 Euro oder so zahlen muss, weil ungeeignete Spiele an Minderjährige verkauft werden, wenn im Monat davor ein vielfaches davon an Jugendlichen verdient wurde, die sich 18er Spiele kaufen?
Da muss halt ne Strafe her wie 10% von den durchschnittlichen Tageseinnahmen, dann würde man kleine Händler nicht unverhältnismäßig hart treffen aber auch beim MM würde es +ber die Schmerzgrenze gehen.

Aber nein, Testkäufer einsetzen ist ja unmoralisch und es wird so getan, als würde man die Jugendlichen zum Drogen kaufen in die dunkelsten Ecken schicken...
Was bringen solche Gesetze, wenn niemand überwacht, ob sie eingehalten werden?

Zimtzicke schrieb:
Bei der Indizierung werden dir Richtlinien halt nochmals verschärft.

Und damit triffe man ausschließlich Spiele, die eh eigentlich nicht in D auf dem Markt sind. Alles was mit Freigabe auf dem Markt ist, darf nicht mehr indiziert werden.

Deswegen wäre es sinnvoller, die Einhaltung des Jugendschutzes zu verbessern.
 
Zimtzicke schrieb:
Man konnte doch bei Hart aber Fair sehen, wie sich der Einzelhandel an den Jugendschutz hält. Bei der Indizierung werden dir Richtlinien halt nochmals verschärft.

Tja , die einhaltung der Gesetze zu überprüfen kostet halt wieder Geld ...
Aber man muß bei Indizierungen auchnoch bedenken das diese ja immer erst nach dem release erfolgen können und bis dahin ist der drops doch längst gelutscht .
Das ist doch ein Typisches beispiel dafür wie nach verschärften Gesetzen gerufen wird , wo man aber von vornherrein weis das diese ech nichts bringen .

Und selbst wenn die Indizierung durch ist und ein Jugendlicher das spiel haben möchte gibt es immernoch mehr als genug möglichkeiten . Das Internet lässt sich nunmal nicht überwachen . Und grade das Internet ist doch das Medium wo die sich bewegen .

Die herrangehensweise vieler Politiker ist hier einfach Weltfremd .
 
Na, ich finde den Jugendschutz schon wichtig. Dass man das Internet nicht überwachen kann, ist klar. Aber der Einzelhandel verkauft ja auch fleissig. Deswegen muss es, wie barto schon sagte, mehr Kontrollen und deutlich höhere Strafen bei Verstoss geben.
 
Zimtzicke schrieb:
Na, ich finde den Jugendschutz schon wichtig. Dass man das Internet nicht überwachen kann, ist klar. Aber der Einzelhandel verkauft ja auch fleissig. Deswegen muss es, wie barto schon sagte, mehr Kontrollen und deutlich höhere Strafen bei Verstoss geben.

Tja , die einhaltung der Gesetze zu überprüfen kostet halt wieder Geld ...

Gesetze kosten kein ( bzw, kaum ) Geld , die einhaltung zu überwachen aber schon , also wird in der Richtung auch nicht wirklich was passieren .
 
Im Endeffekt geht es doch nur darum, daß erwachsene Menschen nicht mit dem Jugendschutz belästigt werden. Schützt die Jugend so viel ihr wollt, liebe Politiker, aber schränkt nicht die Möglichkeiten der erwachsenen Bevölkerung ein.
 
Sollen sie halt eine zwingende Alterskontolle einführen wenn jemand spiele kauft, aber was soll das bringen? Es ist doch eh Schwachsinn zu meinen, dass ein spiel ab 16 für einen 15 Jährigen nicht geeignet ist. Es gibt bestimmt auch 40 Jährige die so zurück geblieben sind dass sie ein 16 Jähriges Spiel nicht checken und Realität und Virtuelle Welt nicht unterscheiden können, sogar genau das trifft bei alten Herren häufiger vor. Pfeiffer, der kann überhaupt nicht von Spielen und realität unterscheiden aber dafür kann ja ein Spiel nichts, also statt ein Verbot von Spielen müsste man den Herrn entmündigen weil ich mir bei ihm mehr Sorgen machen würde als wenn ein 14 Jähriger GTA spielt, der weiß wenigstens dass es nur ein Spiel ist. Das geistige Alter lässt sich nicht messen.
Auch Testkäufer bringen nichts und welcher Counterstrike Spieler hat bitte ein Original zuhause? Keiner! Das wird doch nicht gekauft also bringen deren Regelungen eh nichts sondern die Verbote werden alles noch schwieriger machen. Wenn Spiele tatsächlich ein Ventil für einige Menschen sind wo sie gewissen Frust mal Dampf ablassen können um ein Erfolgserlebnis zu bekommen, wofür Spiele ja durchaus fähig sind, was passiert dann, wenn man dies tatsächlich allen jungen Menschen nehmen würde? Was dann? Durch die Ganze Hetze schrecken doch alle Mütter auf und schauen ab jetzt ins Kinderzimmer oder nehmen denen gleich den ganzen Computer weg, das ist purer Horror für jedes Kind, ich kenne es gut und ich glaube, ich wäre damals handgreiflich geworden wenn man mir mein Hobby weggenommen hätte. Das ist das Gleiche wie wenn man seinen Eltern den Alk nehmen würde, sie würden ausrasten.

Die wissen alle nicht, was sie tun. Schuluniform find ich übrigens witzig. :lol: HÄauptsache ich bin kein Kind mehr aber eventuell kann man gewissen Druck aus den Kindern nehmen wenn dieser echt so hoch ist dass man schon schief angeschaut wird wenn man die falschen Schuhe hat, so darf es echt nicht sein.
 
Ich bin halt gespannt, wie wir denken, wenn mal noch 10 oder 15 Jahre vergehen. Wenn sich die Gewalt in den Medien auf ein neues, uns unheimliches Niveau hochgearbeitet hat. Ich denke, jeder Mensch hat eine Grenze dessen, was er als gut und vertretbar betrachtet.

Mal schauen, wie wir reagieren, wenn diese Grenzen für uns mal überschritten werden. Ob dann immernoch gefordert wird, dass dem Erwachsenen alles zugänglich sein muss?

Ich meine, ich spiele selbst Killerspiele, gucke Horror-Filme. Aber die Eltern, die damals den Rock 'N' Roll bis aufs Blut verteidigt haben (als diese Musik noch "Teufelswerk" war), die verteufeln heute Killerspiele. Ob wir uns als erste Generation von dieser Denke befreien können?
 
Nö. Geschichte wiederholt sich zwangsläufig immer und immer wieder. Aber eher in der Hinsicht, daß es etwas gibt, was wir nicht so besonders toll finden, was unsere Kinder dann wiederum verteidigen. Ich denke nicht, daß das der Gewaltgrad in einem Spiel oder Film sein wird.
 
Ich würde eher den Alk verbieten und das jetzt schon, da sehe ich das viel größere Problem bei Jugendlichen und natürlich die daraus resultierende Gewalt. Amok ist ein extrem, es gibt noch ganz andere Gewalt die aber jeden Tag vorkommt, die ganzen Medien sollten sich nicht auf Amok einschießen und die wahren Probleme nicht sehen wollen. I'ch sehe die jedes Wochende, besoffene Mädchen, besoffene Jungs, nur besoffene und die sind alle sau jung und uberechenbar. Ich hätte mich ja letztens fast geprügelt mit einem halb so alten wie ich bin. Er hatte ne halbe Wodka Flasche getrunken und so aggressiv, das ist nicht mehr normal. Der Staat muss da endlich eingreifen, wie lange muss ich denn die Wodga Penner mit Saft noch ertragen? Das ist ja ne Volksseuche unter Jugendlichen um sich billig komatös zu saufen, wo sind da die Eltern wenn die eine Fahne wie ein Penner haben und das mit 18 oder jünger? Soll der Statt harten Alkohol bitte 5 mal so teuer machen wie jetzt, sollen die jungen Leute doch wieder Bier trinken, das hilft schon mal. Seit dem das Bier in den Dissen so teuer ist merkt man es richtig wie vorgeglüht wird mit billigem Zeug.
 
Zimtzicke schrieb:
Ich bin halt gespannt, wie wir denken, wenn mal noch 10 oder 15 Jahre vergehen. Wenn sich die Gewalt in den Medien auf ein neues, uns unheimliches Niveau hochgearbeitet hat. Ich denke, jeder Mensch hat eine Grenze dessen, was er als gut und vertretbar betrachtet.

Mal schauen, wie wir reagieren, wenn diese Grenzen für uns mal überschritten werden. Ob dann immernoch gefordert wird, dass dem Erwachsenen alles zugänglich sein muss?

Ich meine, ich spiele selbst Killerspiele, gucke Horror-Filme. Aber die Eltern, die damals den Rock 'N' Roll bis aufs Blut verteidigt haben (als diese Musik noch "Teufelswerk" war), die verteufeln heute Killerspiele. Ob wir uns als erste Generation von dieser Denke befreien können?

Aber es ist ja IMO nicht so das der Gewaltgrad in spielen immer höher wird .
Spiele wie Postal gibt es schon ewig , nur die Grafik wird besser .

Und ich denke es ist nur wichtig offen mit neuen sachen umzugehen . Irgendwann wird es sachen geben die die Jugend toll findet , wo wier aber wohl nurnoch mit dem Kopf schütteln werden . Das passiert wohl jeder Generation .
Man darf nur nicht in das "Verbotsdenken" zu rutschen und alles verbieten zu wollen was man nicht versteht .

Ich kann es ja durchaus verstehen das "nicht spieler" nicht verstehen können was uns an einem DeadSpace spass macht , da man das einfach nicht erklären kann .


Ich erinner mich hier an das Interview mit dem USK prüfer der erzählte wie die verklemmten Kirchenverteter und ähnliche , nach einer halben stunde CS auf einmal einen riesen spass damit hatten .
Als "zuschauer" wirkt das Medium videospiele einfach ganz anders , als wenn man es selber spielt . Dann merkt man erst das es nicht darum geht Menschen möglichst Brutal zu töten , sondern ( im falle von CS ) sich miteinander zu messen und dabei spass zu haben .
 
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