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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Habt ihr gewusst, dass der erste Polizist der dort in der Schule aufgetaucht ist, dass seine Frau dort Lehrerin war und unter den Opfern ist? :( Ich weiß nicht was ich an der Stelle gemacht hätte. Er wurde dann aus dem Team genommen. So was ist sehr hart. Kann mir schon vorstellen wie das ist wenn man auf Streife ist und dann ein Amoklauf an der Schule per Funk kommt.
 
de.news.yahoo.com Eltern von Tim K. dementieren psychiatrische Behandlung

Fassen wir zusammen:
* Counterstrke (Frank Plasberg, Bild), World of Warcraft (RTL), FarCry 2 u. Tactical Ops (Spiegel)?
* Internet Vorwarnung in Chat Foren (Innenmenister BW) oder möglicher Internet Fake (Polizei)?
* psychiatrische Behandlung oder nicht?
* Frauen Hasser oder nicht? (15 Opfer insg., viele Verletzte und Schwerverletzte)
* Freundin, unglücklich verliebt oder "Bondage Fotos" (Spiegel)?

Deutscher Journalismus..?
 
Der Bosbach ist übrigens eine ganz linke Bazille. In "Hart aber fair" hat er ein generelles Verbot von "Killerspielen" noch abgelehnt (auf den Vorwurf des Spielefachmanns, der auch der Runde angehörte ), in einem Interview von Gestern hat er es wieder klipp und klar formuliert, dass diese "vom Markt genommen und verboten gehören".

Da wird man doch zum Amokläufer....
 
BAZONG schrieb:
Der Bosbach ist übrigens eine ganz linke Bazille. In "Hart aber fair" hat er ein generelles Verbot von "Killerspielen" noch abgelehnt (auf den Vorwurf des Spielefachmanns, der auch der Runde angehörte ), in einem Interview von Gestern hat er es wieder klipp und klar formuliert, dass diese "vom Markt genommen und verboten gehören".

das beide habe ich auch gesehen :vogel:
 
boones schrieb:
Sehr spannender Videobeitrag auf gamestar.de - Sündenbock Computerspiele!

Die Chefredakteure diskutieren den Medienhype und die vielen falschen Vorurteile, der aktuellen Pressehysterie um das Thema.

Teil 1
Teil 2
Teil 3

Echt schön gemacht. Zumindest sitzen hier wirklich Leute die Ahnung haben und hätten sicherlich in einer Diskussion mit Herrn Pfeiffer passende Argumente parat und würde nicht zu kurz kommen.
 
2nrm3dg.jpg


Wolfgang Bosbach (CDU) in Frank Plasbergs "Hart aber fair"

"Es gibt Spiele - keine Sorge, den Namen will ich gar nicht nennen - da fliehen Menschen vor Foltermaschinen, rufen halbnackt um Hilfe und jetzt ist es Aufgabe des Spielers zu töten! Aber nicht die Angreifer, sondern die ihn um Hilfe anflehen. Je mehr Hilfesuchende er töten, desto höher steigt er im Level, desto erfolgreicher ist er in Anführungszeichen"

Frank Plasberg "Hart aber fair" (Teil 1)
Frank Plasberg "Hart aber fair" (Teil 2)
 
bei bem Satz hätt ich fast vor den Bildschirm gekotzt... Verleumdung allererster Kajüte...
Entweder er hat sich eine billige Hinterhofproduktion zeigen lassen, die aber dann nicht mehr Menschen als er und die Programmierer kennen oder er hat hier gezielt gelogen, um einen schockierenden Eindruck zu hinterlassen...

In beiden Fällen war seine Aussage Schwachsinn und ich finde es schade, dass der Westerholt hier nicht eingehakt hat, er hat schließlich Expertenwissen auf diesem Gebiet und WEISS, dass es ein solches Spiel nicht oder zumindest nicht kommerziell gibt.

Und wenn kranke Leute sowas als Mod programmieren, kann das Medium nix dafür. Man macht schließlich auch nicht das Medium des Films dafür verantworlich, dass irgendwo kranke Geschöpfe Vergewaltigungen und Morde auf Film aufzeichnen...
 
Man kann die harmlosesten Inhalte so interpretieren, daß einem die Haare zu Berge stehen. Vor vielen Jahren, zu Ps1-Zeiten, hab ich in ner ZeugenJehovas-Zeitschrift einen Artikel über böse Videospiele gelesen. Darin wurde auch eines der populärsten Videospiele erwähnt, aber nicht namentlich, in dem man dabei zusehen und sich daran ergötzen kann, wie eine Frau auf unterschiedlichste Art und Weise zu zu Tode gequält wird. Sogar die Anzahl der Tode wurde genannt. Wir brauchten ne ganze Weile, um darauf zu kommen, daß da Tomb Raider gemeint war ... :D
 
Darko schrieb:
de.news.yahoo.com Eltern von Tim K. dementieren psychiatrische Behandlung

* psychiatrische Behandlung oder nicht?


Deutscher Journalismus..?

Naja, das ist jetzt schon juristische Haarspalterei.
Unbestritten ist wohl, dass der Typ mehrmals ambulant wegen seinen Depressionen behandelt wurde. Die Eltern wehren sich wohl gegen die Bezeichnung 'psychiatrische Behandlung', weil das ja nen dauerhaften Aufenthalt in ner Klinik impliziert.
Da gehts sicher um den Vater. Denn wenn der Junge ne psychiatrische Behandlung hatte, und der Vater (logischerweise) davon wusste und trotzdem die eine Waffe frei rumliegen liess, könnte man ihm ne Teilverantwortung zuschieben und ihn wegen fahrlässiger Tötung verklagen.
 
Find ich nicht, es ist doch echt völlig normal, dass man eine Waffe neben seinen Bett lagert, falls Einbrecher kommen, ich bezweifle auch das der Vater auch nur daran gedacht hat, dass sein Sohn sowas tun würde. Das ist halt blöd gelaufen, der Mann ist genauso ein Opfer wie alle anderen.
 
Zimtzicke schrieb:
Der Vater gehört IMO auf jeden Fall bestraft.

Ist halt die Frage, ob wegen ner einfachen Ordnungswidrigkeit oder wegen fahrlässiger Tötung...

@Iro: in nem Ort wie Winnenden ist das ganz sicher nicht 'normal'. Behüteter gehts ja schon gar nicht mehr...
Davon ab ist das so oder so gegen das Gesetz. 'normal' hin oder her.
 
Iro schrieb:
Find ich nicht, es ist doch echt völlig normal, dass man eine Waffe neben seinen Bett lagert, falls Einbrecher kommen, ich bezweifle auch das der Vater auch nur daran gedacht hat, dass sein Sohn sowas tun würde. Das ist halt blöd gelaufen, der Mann ist genauso ein Opfer wie alle anderen.

:staun:

Meinst du das ernst?
Wer ne Waffe nicht in einem Safe lagert (plus 160 Schuss Munition), der hat einen an der Waffel, und zwar eindeutig.
Der lebt im Schwabenland und nicht im New Yorker Ghetto oder im paraguayanischen Urwald, wo man eine Waffe im Schlafzimmer benötigen würde...
Aber klar, es ist ja völlig normal, Waffen im Schlafzimmer zu haben :lol:
Ich hab mir grad gestern ne Panzerabwehrrakete nebens Bett gestellt, falls die Russen einrücken :roll:

Ich denke auch nicht, dass der Vater an sowas gedacht haben könnte, aber trotzdem. Sowas macht man nicht. Und wenn der Sohn auch nur ambulant in Behandlung wegen Depressionen war, dann MUSS man daran denken, dass depressive Personen leicht labil werden können. Die Sorge, dass sich sein Sohn mal in den Kopf ballert, wenn er down ist, hätte er haben müssen, wenn er weiß, dass er psychische Probleme hat.

Für mich ist der Vater ganz klar mitschuldig und sollte wegen fahrlässiger Tötung vors Gericht gezerrt werden (diesen Vorwurf überprüft übrigens auch grade die Staatsanwaltschaft), wenn das ausscheidet aber auf jeden Fall wegen schweren Verstoßes gegen unser Waffenrecht.
 
Der Mann hatte aber höchstwahrscheinlich keine Tötungsabsicht, also gehört er auch nicht bestraft.

Ich wette tausende, wenn nicht sogar Millionen machen das und werden deshalb nicht bestraft, nur weil sie keinen irren Sohn hatten?
 
Iro schrieb:
Find ich nicht, es ist doch echt völlig normal, dass man eine Waffe neben seinen Bett lagert, falls Einbrecher kommen, ich bezweifle auch das der Vater auch nur daran gedacht hat, dass sein Sohn sowas tun würde. Das ist halt blöd gelaufen, der Mann ist genauso ein Opfer wie alle anderen.

Meinst du das jetzt ernst...:? In meinen Augen ist es alles andere als normal, geschweige denn verantwortungsbewusst oder vernünftig, eine Waffe neben seinem Bett zu lagern. Vor allem, wenn andere Leute im gleichen Haus wohnen: Laut "Bowling for Columbine" wird sowieso in 98% aller Fälle dabei nicht der Einbrecher sondern die eigene Ehefrau erschossen, die kurz in den Keller wollte. Ist auch absolut nachvollziehbar. In einem Magazin sind mehrere Kugeln, ein ausgelöster Schuss (was schnell geschieht), kann einen sofort niederstrecken oder schwer verletzen. Das kann quasi nur schief gehen. Der Glaube, sich mit einer Waffe neben dem Bett mehr Sicherheit zu verschaffen ist imo vollkommen naiv und zeugt ganz einfach von Paranoia...

Und Tötungsabsicht wohl nicht: Aber wer eine Waffe hat, der wird damit jedenfalls nicht das Licht auf eine einfachere Weise auslöschen wollen (ausser man ist Homer Simpson). Entsprechend verantwortungsbewusst ist damit umzugehen. Der Grund, warum bei mir son Teil erst gar nicht ins Haus käme.
 
el_barto schrieb:
Für mich ist der Vater ganz klar mitschuldig und sollte wegen fahrlässiger Tötung vors Gericht gezerrt werden (diesen Vorwurf überprüft übrigens auch grade die Staatsanwaltschaft), wenn das ausscheidet aber auf jeden Fall wegen schweren Verstoßes gegen unser Waffenrecht.

Bin nicht sicher, aber zweiteres wäre lediglich ne Ordnungswidrigkeit.
 
Iro schrieb:
Der Mann hatte aber höchstwahrscheinlich keine Tötungsabsicht, also gehört er auch nicht bestraft.

Ja, genau, keine Tötungsabsicht, deswegen ja FAHRLÄSSIGE Tötung.

Sollte ein Autofahrer, der jemanden umfährt, weil er gerade unaufmerksam war, auch nicht bestraft werden, weil er niemanden töten wollte?

Das Tatbestandsmerkmal der Fahrlässigkeit ist gerade das 'nicht wollen'

EDIT: @Seo: Kann sein, weiß ich auch nicht. Aber seine Waffenbesitzkarte dürfe er auch jeden Fall los sein...
Ich fände strafrechtliche Konsequenzen hier angebrachter. Wer unbedingt als Privatmensch Waffen haben will, muss damit verantwortungsbewusst umgehen, und weil er das nicht gemacht hat, sind jetzt 16 Menschen tot.
 
Iro schrieb:
Der Mann hatte aber höchstwahrscheinlich keine Tötungsabsicht, also gehört er auch nicht bestraft.

Ich wette tausende, wenn nicht sogar Millionen machen das und werden deshalb nicht bestraft, nur weil sie keinen irren Sohn hatten?

Es ist aber ein verstoß gegen geltendes Recht, 'irrer' Sohn hin oder her.
Und Unwissenheit schützt so oder so nicht gegen Strafe.
 
Die Waffe war nicht da, wo sie hingehörte. Über die Munition wollen wir dann noch nichtmals reden.

Selbst die Ehefrau dürfte die Kombination des Safes nicht kennen, da sie nicht befugt ist, die Waffe zu nutzen. Der Sohn, der nichtmals volljährig ist, erst recht nicht.

Hätte die Waffe nicht im Schlafzimmer gelegen, wäre mit dieser Waffe kein Mensch erschossen worden.
 
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