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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Hervorragende Satire auf die heuchlerische Berichterstattung der letzten Tage. Vor allem der nach Aufmerksamkeit geradezu flehende Christian Pfeiffer ist ja gerade wieder omnipräsent in allen Talkshows und Nachrichten.

Mal wieder traut sich keiner, den "Opfern" der betreffenden Schule eine Mitschuld zu unterstellen. Man glaubt wohl immer noch, dass Mediengewalt Menschen eher beeinflussen würde als tagtägliche Spießrutenläufe in der Schule oder sonstwo.
 
Colony W. schrieb:
Das Stadtamt Bremen kann Zahlen vorlegen. Es sind 21227 legale Waffen im Umlauf,
die meisten der 7200 Inhaber sind Sportschützen und Jäger.
Bremen hat gerade mal 550.000 Einwohner, wenn man das mal auf ganz Deutschland hochrechnet, wundert mich eigentlich das nicht mehr passiert.

Die weltweit grösste Waffenmesse IWA findet übrigens gerade in Nürnberg statt. :ugly:

Ich wundere mich eh das mal keiner gefragt hat was der mit 4600 Schuss Munition zuhause anfängt.
Hab ich was verpasst und die Russen stehen vor der Tür oder was :vogel:
 
Insane Kraut schrieb:
...Mal wieder traut sich keiner, den "Opfern" der betreffenden Schule eine Mitschuld zu unterstellen. ...

Deiner Aussage muss ich widersprechen, weil damit Täter- und Opferrolle umgekehrt werden. Wer hat denn geschossen und hat sich demzufolge schuldig gemacht?!?

Verantwortung oder Schuld zu übernehmen ist in unserer Gesellschaft nicht üblich, Beispiel gefällig!?! Ein Tourist (Ministerpräsident) fährt eine andere Touristin über den Haufen, die dabei stirbt. Er übernimmt die Verantwortung, was aber keinesfalls ein Schuldeingeständnis sein soll!

Das Denkschema "Die anderen sind Schuld, weil es mir so und so geht ..!" ist leider weit verbreitet. Für viele Reaktionen des eigenen Umfelds ist man selbst verantwortlich. Außerdem erweckt es den Anschein, dass der Täter nicht der absolute "Looser" ohne Freunde war. Er kam aus einem guten Elternhaus, kannte keine finanziellen Probleme und war sportlich auch erfolgreich.
Es gibt keine Entschuldigung und Verteidigung für diese schreckliche Reaktion, egal was der Täter vorher erlebt haben sollte.

Mich ärgert auch, dass wieder Schuld bei Schule und Lehrern gesucht wird. Die grundsätzliche Prägung von Charakter und Einstellung (Moral) erfolgt im Elternhaus. Pädagogen können dies nur weiterentwickeln oder versuchen, Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Anton
 
:dhoch: Ich würde auch bei der Familie ansetzen und nicht nur bei dieser Familie. War schon eine gute Zeit als nur 1 Familienmitglied arbeiten musste um Geld zu verdienen. Bei mir war das so und ich habe in der Kindheit so verdammt viel gesehen und kennen gelernt, da schätzt man Leben sehr, aber man muss die Schönheit der Welt gezeigt bekommen. Nur eine lebendige Welt ist schön und das hat der Amokschütze wohl nie gelernt.
 
Ne, der Vater. Die Mutter wahrscheinlich auch, nehme ich einfach an. :D

3 Geschwister hatte ich, schon cool gewesen wenn die Mutter einem vorm c64er wegholt hat um Himbeeren pflücken zu gehen um danach Marmelade zu kochen. :sabber: So was sollten Mütter mit ihren Kindern eigentlich öfters machen, raus aus dem Haus und die Natur zeigen und das machen viel zu wenige Leute. Ich kenne das von den jungen Menschen die ich so kennen lerne von absolut keinem. Überhaupt bin ich erstaunt wie wenig manch Eltern mit ihren Kindern machen, klar, die Zeiten haben sich geändert aber man darf die Kinder sich nicht selbst überlassen und sie vom Internet erziehen lassen. Das bekommt ganz vielen nicht. Ich hab ja mit dem Internet erst super spät angefangen und buin richtig froh dass ich das in meiner Jugend nicht hatte. Als ich 17 war gabs gerade mal BTX in der Post und ich hab gleich mal nem Schulfreund ein Brockhaus für 1000DM bestellt. :P Kam auch an. :lol:
 
Ja bemerkt, keine Ahnung, wird nicht verraten, ist ja auch kein wichtiges Detail das ein bisschen Aufschluß geben könnte und es könnte die Diskussion in eine ganz falsche Richtung lenken. Viel wichtiger ist, dass der Schütze Jigsawmasaker1 als Nick hatte und jetzt bitte wieder alle losgoogeln und Einträge in Spieleblogs finden, damit man der Ursache auf den Grund gehen kann.
 
Amokläufer verbrachte Abend vor der Tat mit Killerspiel

Auf dem Bildschirm wollte er einen Waffenhändler töten: Nach Informationen des SPIEGEL hat der Amokläufer von Winnenden, Tim K., noch am Abend vor der Tat das Computerspiel "Far Cry 2" gespielt. Auch soll der 17-Jährige in der Schule über Amokläufe diskutiert haben.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613288,00.html


pil schrieb:

Puzzle-massaker? :skep:

der hiess JawsPredator1, wie im oben steht.
 
pil schrieb:
Ne, der Vater. Die Mutter wahrscheinlich auch, nehme ich einfach an. :D

3 Geschwister hatte ich, schon cool gewesen wenn die Mutter einem vorm c64er wegholt hat um Himbeeren pflücken zu gehen um danach Marmelade zu kochen. :sabber: So was sollten Mütter mit ihren Kindern eigentlich öfters machen, raus aus dem Haus und die Natur zeigen und das machen viel zu wenige Leute. Ich kenne das von den jungen Menschen die ich so kennen lerne von absolut keinem. Überhaupt bin ich erstaunt wie wenig manch Eltern mit ihren Kindern machen, klar, die Zeiten haben sich geändert aber man darf die Kinder sich nicht selbst überlassen und sie vom Internet erziehen lassen. Das bekommt ganz vielen nicht. Ich hab ja mit dem Internet erst super spät angefangen und buin richtig froh dass ich das in meiner Jugend nicht hatte. Als ich 17 war gabs gerade mal BTX in der Post und ich hab gleich mal nem Schulfreund ein Brockhaus für 1000DM bestellt. :P Kam auch an. :lol:

Und heute sitzte trotzdem den ganzen Tag vorm Bildschirm und surfst im Internet, anstatt mal in Wald zu gehen und Pilze zu sammeln. Man sollte schon viel mit seinen Kindern machen und ich denke, das machen die meisten auch. Es gibt schliesslich ne ganze Industrie, die davon lebt. Ab nem bestimmten Alter wird das aber schwierig und nicht zuletzt mischt sich die Industrie mittels der Medien auch immer stärker in die Formung des Charakters mit ein, je älter das Kind wird. Für Eltern ist das sehr schwer, dagegen anzukommen, wenn Kinder erstmal anfangen sich eigene Meinungen zu bilden. Niemand will sein Kind schließlich zum "Guten" zwingen.

So was sollten Mütter mit ihren Kindern eigentlich öfters machen, raus aus dem Haus und die Natur zeigen und das machen viel zu wenige Leute.

Väter übrigens auch ;)
 
Also hätte ich Kinder, ich würde hier nicht abhängen, ich pass mich einfach an meine Situation an, ich komm auch jeden Tag genug raus und im Sommer flack ich stets auf der Terrasse in der Sonne. :D Und anderseits hat mein Hobby Videoschnitt viel mit Computer zu tun und mich dazu eh erst gebracht. I'ch hab ständig ein Schnittprogramm im Hintergrund.
 
pil schrieb:
Also hätte ich Kinder, ich würde hier nicht abhängen, ich pass mich einfach an meine Situation an, ich komm auch jeden Tag genug raus und im Sommer flack ich stets auf der Terrasse in der Sonne. :D Und anderseits hat mein Hobby Videoschnitt viel mit Computer zu tun und mich dazu eh erst gebracht.

Das ist nicht der Punkt. Die Sicht deiner Mutter wäre da interessant, die sich möglicherweise fragt, wozu hab ich dir das alles gezeigt, wenn du es als Erwachsener nicht umsetzt und weiterführst.
 
Die Himbeerfelder sind im Schwabenländle und ich hab meine Mom hier in Berlin schon 10 mal gefragt, ob wir mit ihrem Auto nicht raus fahren könnten um sammeln zu gehen. :p BAM! Ich hab kein Auto und muss mich damit abfinden, dass ich ohne gewisse Dinge nichts machen kann. Und das ist auch keine Aufgabe die man alleine macht sondern jemanden braucht, Familie und Kinder. Hab ich aber nicht. Kumpels würden mit einen Vogel zeigen. Aber ich habe auf meiner Terrasse Stachelbeeren und Himbeeren so wie Wein usw. Nicht schlecht oder? :D Also da ist genug hängen geblieben. Und 6 Rosen hab ich. Ich werde alt. :heul:
 
pil schrieb:
Die Himbeerfelder sind im Schwabenländle und ich hab meine Mom hier in Berlin schon 10 mal gefragt, ob wir mit ihrem Auto nicht raus fahren könnten um sammeln zu gehen. :p BAM! Ich hab kein Auto und muss mich damit abfinden, dass ich ohne gewisse Dinge nichts machen kann. Und das ist auch keine Aufgabe die man alleine macht sondern jemanden braucht, Familie und Kinder. Hab ich aber nicht. Kumpels würden mit einen Vogel zeigen.

Meine sind da anders, aber egal. Das erinnert mich an die geniale Szene in Trainspotting, wo der eine Typ auf die Idee kommt, man könne ja mal mit der Bahn in die Natur fahren. Und da sitzen sie dann und haben die schlechteste Laune ihres Lebens. Ich glaube, von einem wird er dann auch noch angebrüllt "MACH DAS NIE WIEDER MIT UNS!" oder so ähnlich. Aber so ist das heute leider. Die Natur ist kein Allheilmittel, so wie uns das übrigens auch die Nazis weißmachen wollten. ;) Gibt genug Kids vom Lande, die in die Stadt kommen und dann völlig durchdrehen, schlimmer als jeder Großstädter.
 
Ob Mutter oder Vater arbeiten gehen ist doch irrelevant.

Meine Eltern waren vollbeschäftigt (war normal im Osten), wir wussten uns aber sinnvoll zu beschäftigen. Nach den Hausaufgaben ging es raus mit den Freunden zum Fußballspielen (oder einfach was anderes draußen anstellen) und vor dem Abendbrot mussten wir nicht zurück sein. Wir kannten auch noch Bücher! Das Fernsehen bot erst ab dem späten Nachmittag ein Programm. Ich bin irgendwie so froh, ohne Computer und Spielkonsole aufgewachsen zu sein!

Der Ablauf nachmittags bei vielen Jugendlichen heute - heim, Glotze, Konsole oder PC anstellen und dabei bis zum Abend bleiben - das ist schon traurig.

Anton
 
antonrumata schrieb:
Deiner Aussage muss ich widersprechen, weil damit Täter- und Opferrolle umgekehrt werden. Wer hat denn geschossen und hat sich demzufolge schuldig gemacht?!?

Verantwortung oder Schuld zu übernehmen ist in unserer Gesellschaft nicht üblich, Beispiel gefällig!?! Ein Tourist (Ministerpräsident) fährt eine andere Touristin über den Haufen, die dabei stirbt. Er übernimmt die Verantwortung, was aber keinesfalls ein Schuldeingeständnis sein soll!

Das Denkschema "Die anderen sind Schuld, weil es mir so und so geht ..!" ist leider weit verbreitet. Für viele Reaktionen des eigenen Umfelds ist man selbst verantwortlich. Außerdem erweckt es den Anschein, dass der Täter nicht der absolute "Looser" ohne Freunde war. Er kam aus einem guten Elternhaus, kannte keine finanziellen Probleme und war sportlich auch erfolgreich.
Es gibt keine Entschuldigung und Verteidigung für diese schreckliche Reaktion, egal was der Täter vorher erlebt haben sollte.

Mich ärgert auch, dass wieder Schuld bei Schule und Lehrern gesucht wird. Die grundsätzliche Prägung von Charakter und Einstellung (Moral) erfolgt im Elternhaus. Pädagogen können dies nur weiterentwickeln oder versuchen, Fehlentwicklungen zu korrigieren.

Anton

Ich will nicht Täter- und Opferrolle umkehren. Man sollte sich jedoch imo nicht aus vermeintlicher Pietät oder falschem Anstand davor scheuen, auch bei den ehemaligen Mitschülern von Tim nach Verantwortung zu suchen.

Meiner Meinung nach sollte man Umfeld und Aktivitäten des Täters in folgender Reihenfolge untersuchen, um sich dem Motiv zu nähern: Elternhaus und Verwandte, Schule und Freunde, Hobbies und Freizeit.

Insofern stimme ich Dir vollkommen zu, dass man die Schuld nicht auf andere abwälzen kann. Andererseits weiß ich auch, wie sehr der tägliche Aufenthalt in der Schule für Nichtangepasste zur Hölle werden kann. (Jedoch nicht aus Selbsterfahrung, sondern durch Gespräche mit Betroffenen.) Psychische Gewalt ist oft noch sehr viel grausamer als physische.

Das soll keine Entschuldigung sein, wie es kein Motiv für einen Amoklauf sein kann, aber für ohnehin psychisch labile Geister kann Gewalt in Schule wie Elternhaus nach meiner Auffassung nach meiner Auffassung verheerende Folgen haben.

Das soll keine Unterstellung eines Motivs sein. Damit muss man sich als Außenstehender ohnehin zurückhalten und die Ermittlungsergebnisse der Polizei abwarten.
 
Es wird doch immer geiler .....

Er hat am Vorabend ein Killerspiel gespielt.
Es läge nun an der Politik diese gänzlich zu verbieten.

Alter Schwede wann wachen diese Honks mal auf ?
 
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