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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das sind eben Einzelschicksale, wo einiges zusammenkommt.
Einer, der sich von der Gesellschaft unverstanden und ausgeschlossen vorkommt (was in der Pubertät aber wohl auch mal jedem so geht),
keine (oder wenig) Freunde,
unaufmerksames Elternhaus, die die soziale Verwahrlosung nicht mitbekommen und reagieren,
der Wunsch sich zu Rächen und die bekannten Szenarien nachzustellen,
und schliesslich der Zugang zu Handfeuerwaffen.

Ich denke nicht, dass man das auf eine einzelne Stelle abwälzen kann.
Da kannst du nicht nur die Lehrer verantwortlich machen, oder die Mitschüler, oder die Eltern.
Da hakt es an vielen Stellen, die sowas evtl hätten verhindern und den Jungen vorher auffangen können.
 
@Zicke
Tja ich weis nicht .
Also in meiner Schulzeit hatten wir schon 36 Schüler in unserer Klasse und Lehrpläne die nur eingehalten werden konnten wenn man einfach stumpf den Lehrstoff durchprügelt .
Die leher konnte ich nur auf Klassenfahreten wirklich als Menschen kennenlernen , im normalen schulalltag war dafür einfach keine Zeit .
Und auch der Umgang mit den Mitschülern spiegelt doch nur unsere Gesellschafft wieder . Wir sind ein ellenbogen Gesellschaft , dasi ist eine lektion die jeder in seiner Schulzeit lernt . Wenn irgendwo schwäche erkannt wird , prügelt man gnadenlos drauf ein um selber einen vorteil daraus zu ziehen .
Ich war bis zur ~7. Klasse auch ein sehr ruhiger und zurückhaltenden Schüler , ich hatte kein mangeldes Selbstbewustsein , ich war einfach ruhig .
Auch da wurde sofort versucht mich als "Opfer" zu nutzen . Ich bin nicht der Typ der sich sowas gefallen lässt und habe mich gewehrt . Aber das zeigt doch die reaktion unserer Gesellschaft , wenn man vermutet das jemand "schwächer" als man selber ist .

Das kann man nun nicht an den Lehrern , an den Mitschülern , den Eltern , den Medien festmachen . Das ist eine kombination aus allem .
Und ich frage mich auch wie es sein kann das die Schulen die Erziehung übernehmen sollen ? Die Schule muß da auch einen teil von übernehmen , aber erzogen wird doch wohl normalerweise zuhause .
Also wenn ich nach der Schule nach hause kamm und bedrückt war , hatte das meine Mutter sofort gemerkt und mit mir gesprochen . Aber bei den Amokläufern will nie jemand bemerkt haben das die Ernsthafte probleme haben ? Das ist doch schwachsinn !
 
Was man bei diesem Herstellungsverbots-Quatsch nicht vergessen sollte (der Vorschlag stammt übrigens vom bayr. Innenminister Huber): Er will dieses Verbot auf Länderebene durchsetzen, d.h. über den Bundesrat. Nun darf man nicht vergessen, dass die FDP im Moment durch die vielen Koalitionen einen nicht gerade kleinen Einfluß hat. Will heißen, wenn die FDP sich im Bundesrat querstellt, dann wird daraus auch nix, da in den Koalitionsverträgen festgehalten wird, dass sich das Land bei Uneinigkeiten enthalten muss. Und eine Enthaltung wird im Bundesrat als Nein gewertet.
Und wenn eine Partei sicherlich gegen Verbote ist, dann die FDP :D
 
Die Schule muß da auch einen teil von übernehmen , aber erzogen wird doch wohl normalerweise zuhause .
Also wenn ich nach der Schule nach hause kamm und bedrückt war , hatte das meine Mutter sofort gemerkt und mit mir gesprochen . Aber bei den Amokläufern will nie jemand bemerkt haben das die Ernsthafte probleme haben ? Das ist doch schwachsinn !

Willkommen in unserer modernen Gesellschaft, wo Frauchen und Herrchen beide den Anspruch haben ihre Karriere auszuleben (sind ja schliesslich beide jahrelang zur Schule gegangen), aber Kinder zu haben ist ja ein Naturrecht, von daher müssen natürlich auch diese her... Versteht mich nicht falsch, ich bin keiner, der Frauen hinter den Herd schicken will, aber: Egal ob Vater oder Mutter, jemand MUSS Zeit für seine Kinder haben (und entgegen vieler bin ich der Ansicht, dass diese Pflicht nicht irgendwie mit 10 Jahre alten Kindern aufhört, die dann ja schon "recht" selbständig sind... Nein, Kinder brauchen Liebe, Pflege, Betreuung u.v.a. Gespräche mit Vertrauenspersonen auch danach und dies huete mehr denn je). Wenn aber Vater und Mutter 10 Stunden am Tag arbeiten, nach Hause kommen, die Schnauze vom Alltag voll haben und dann auch noch die lieben Kinder ihre Aufmerksamkeit wollen, kommt irgendetwas zu kurz... Und jetzt ratet mal, was das ist.

Meine Freundin unterrichtet an der Oberstufe und es ist teils echt derbe, was von den Schulen an Erziehungsdienst erwartet wird, während die Eltern die Hände in den Schoss zu legen scheinen - anders ist die Natur vieler Kids heute nicht erklärbar (Einfluss der Gesellschaft hin oder her...).

Nur dass das niemand missversteht, ich beziehe das nicht auf die aktuellen Ereignisse, kenne weder den Täter noch dessen Eltern - masse mir da kein Urteil an.
 
DaMeep schrieb:
Also wenn ich nach der Schule nach hause kamm und bedrückt war , hatte das meine Mutter sofort gemerkt und mit mir gesprochen . Aber bei den Amokläufern will nie jemand bemerkt haben das die Ernsthafte probleme haben ? Das ist doch schwachsinn !


In diesem speziellen Fall wurde es doch bemerkt. Der Junge war ja in Behandlung wegen seinen Depressionen.
 
@ DaMeep

Ich hab nicht gesagt, dass es nur an den Lehrern liegt. Aber als Schüler verbringt man viele Stunden des Tages in der Schule. Wo ich früher um 13 Uhr heim kam und meine Mutter auf mich gewartet hat, sind Mütter heute quasi gezwungen zu arbeiten, damit das Geld passt. Der Vater ist sowieso arbeiten. Die Ganztags-Schule wird ja überall als Alleheilmittel gefordert, somit werden Jugendliche noch mehr Zeit mit diesen "Pädagogen" und Mitschülern verbringen.

Der Fehler ist im System zu suchen, nicht alleine in der Schule.
 
Wenn das stimmt, was man so hört und liest, war die Schule in Winnenden eine Art Vorzeigeobjekt.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,613056,00.html
 
Seo schrieb:
DaMeep schrieb:
Also wenn ich nach der Schule nach hause kamm und bedrückt war , hatte das meine Mutter sofort gemerkt und mit mir gesprochen . Aber bei den Amokläufern will nie jemand bemerkt haben das die Ernsthafte probleme haben ? Das ist doch schwachsinn !


In diesem speziellen Fall wurde es doch bemerkt. Der Junge war ja in Behandlung wegen seinen Depressionen.

Die er abgebrochen hat und sich ( so heist es zumindest ) immer weiter zurück gezogen .
Was soll er denn noch machen , sich ein Schild an die Stirn tackern auf dem drauf steht " ich habe ernsthafte probleme" ?
Also wenn ich wüsste das mein Sohn psyschiche probleme hat , sich immer weiter zurück zieht und seine Wände mit Waffen ( wenn auch Softair ) tapeziert , müßen doch bei jedem die Alarmglocken läuten .

@wil
Meine Mutte war/ist auch ihr leben lang befrufstätig , das darf keine ausrede sein .
Wenn man Arbeiten will/muß und eine Famile haben möchte , ist das nunmal extrem anstregend . Kinder haben nunmal viele banal wirkende probleme und brauchen Aufmerksamkeit . Dabei kommen die Eltern mit ihren privaten intressen dann oft zu kurz , aber das ist nunmal so wenn man Kinder hat . Kinder kosten vor allem Zeit .

Die hatten die psyschiche probleme des jugen wohl auch geheim gehalten damit kein schlechtes licht auf die Familie fällt . Das sagt doch auch schon wieder einiges .
1. Ist der schein nach außen wohl das wichtigste . Und 2. wird man in unserer Gesellschafft doch schief angeguckt wenn man zugibt dass das eigene Kind probleme hat .
 
@ DaMeep
Das letzte was ich will, ist Ausreden suchen... Mein Vater war auch immer berufstätig, meine Mutter relativ früh auch wieder. Mir hat's (IMO?) nicht geschadet. Das gilt aber leider nicht für alle. Wie Du sagst brauchen Kinder viel Zeit und es ist gerade Sache der Eltern herauszufinden, wie viel Zeit genau.

Und was das Argument betrifft: Manche brauchen das Geld... Klingt brutal, aber wer sich Kinder und die nötige Zeit nicht gleichzeitig leisten kann, sollte auf die Kinder verzichten. Ich gebe allen jetzt Aufschreienden recht, dass dann irgendetwas an unserem System nicht stimmen mag, das ändert aber nichts daran, dass unter diesem Missstand die Kinder als letztes leiden sollten.
 
Auszug aus dem Spiegelartikel zur gestrigen Illner-Talkrunde:

Immerhin: Das Wort Killerspiele wird in der Sendung nur ein einziges Mal erwähnt, eher in einem Nebensatz von Polizeigewerkschafter Konrad Freiberg. Ansonsten scheint sich, zumindest bei den Beteiligten dieser Runde, die Erkenntnis durchgesetzt zu haben, dass schlichte, monokausale Erklärungen für etwas so Unbegreifliches wie ein Schulmassaker nicht zu haben sind, dass wohl doch tiefer liegende, langfristige Ursachen verantwortlich sein müssen.
 
wil schrieb:
@ DaMeep
Das letzte was ich will, ist Ausreden suchen... Mein Vater war auch immer berufstätig, meine Mutter relativ früh auch wieder. Mir hat's (IMO?) nicht geschadet. Das gilt aber leider nicht für alle. Wie Du sagst brauchen Kinder viel Zeit und es ist gerade Sache der Eltern herauszufinden, wie viel Zeit genau.

Und was das Argument betrifft: Manche brauchen das Geld... Klingt brutal, aber wer sich Kinder und die nötige Zeit nicht gleichzeitig leisten kann, sollte auf die Kinder verzichten. Ich gebe allen jetzt Aufschreienden recht, dass dann irgendetwas an unserem System nicht stimmen mag, das ändert aber nichts daran, dass unter diesem Missstand die Kinder als letztes leiden sollten.

Das war ja auch nicht an dich gerichtet .
Sondern eher an das Argument das die Eltern ja aufgrund ihrer Arbeit nicht soviel zeit für ihre Kinder haben und die Schulen das übernehmen müßen . Die Schule ist auch ein wichtiger faktor da hier auch das miteinander erlernt wird . Aber die Schule kann nict die Erziehung übernhemen .

Wenn das stimmt, was man so hört und liest, war die Schule in Winnenden eine Art Vorzeigeobjekt.
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,...56,00.html

Da kann man doch schön sehen das auch eine ( wie es aussieht ) sehr gute Schule nicht die lösung für dieses problem bringen kann .
Man versucht immer das problem an einer bestimmte stelle zu suchen . Sei es die Schule , die Lehrer , die Eltern , die Medien oder sonst was .
Es gibt aber IMO nicht DAS problem , das ist immer eine verkettung vieler umstände .
Und man wird sowas nie ganz vermeiden können , man muß nun sehen wo man etwas verbessern kann um das problem evtl. zumindet abmildern zu können . Aber ganz kann man sicher nicht verhindern das ein Mensch einfach durchdreht .
 
DaMeep schrieb:
Seo schrieb:
DaMeep schrieb:
Also wenn ich nach der Schule nach hause kamm und bedrückt war , hatte das meine Mutter sofort gemerkt und mit mir gesprochen . Aber bei den Amokläufern will nie jemand bemerkt haben das die Ernsthafte probleme haben ? Das ist doch schwachsinn !


In diesem speziellen Fall wurde es doch bemerkt. Der Junge war ja in Behandlung wegen seinen Depressionen.

Die er abgebrochen hat und sich ( so heist es zumindest ) immer weiter zurück gezogen .
Was soll er denn noch machen , sich ein Schild an die Stirn tackern auf dem drauf steht " ich habe ernsthafte probleme" ?
Also wenn ich wüsste das mein Sohn psyschiche probleme hat , sich immer weiter zurück zieht und seine Wände mit Waffen ( wenn auch Softair ) tapeziert , müßen doch bei jedem die Alarmglocken läuten .

Hmm....weiß ned. Depressionen ist ja eine recht nebulöse Diagnose, daraus abzuleiten, dass der dann so austickt, ist wohl schwer. Die Therapeuten, die ihn da behandelt haben, hatten ja auch nix gemerkt.
Ich geb dir aber recht, dass er die Therapie abgebrochen hat und dagegen nichts gemacht wurde, war schlecht.

Aber letztlich wird es wohl immer unbegreiflich bleiben, wieso ein mensch sowas macht.
 
Seo schrieb:
Hmm....weiß ned. Depressionen ist ja eine recht nebulöse Diagnose, daraus abzuleiten, dass der dann so austickt, ist wohl schwer. Die Therapeuten, die ihn da behandelt haben, hatten ja auch nix gemerkt.
Ich geb dir aber recht, dass er die Therapie abgebrochen hat und dagegen nichts gemacht wurde, war schlecht.

Aber letztlich wird es wohl immer unbegreiflich bleiben, wieso ein mensch sowas macht.

Natürlilch kann man nicht ahnen das er auf einmal einen Amoklauf startet .
Aber das sind doch deutliche zeichen das er probleme hatte und evtl. Hilfe braucht .
Und jeder normale Mensch hätte dann doch umso mehr darauf geachtet das man seine Waffen sicher verwahrt . Ich hätte da als Vater doch auch angst das er sich zumindest selbst mit der Waffe was antut wenn wer eine depression hat .
 
Bart Wux schrieb:
el_barto schrieb:
KaKun schrieb:
CSU fordert ein Herstellungsverbot von Killerspielen...

:I:):D:grins::lol::lachweg:

Sollen sie mal fordern...

1) Wieviele "Killerspiele" werden pro Jahr in Deutschland hergestellt? So ziemlich keins?
Nebenbei fehlt immer noch die Definition. Bestimmtheitsgebot zählt noch, oder?

Richtig, wenn jetzt fast jedes Spiel über 16 Jahre und mit ein bisschen Blut ein Killerspiel ist, dann gute Nacht... Aber naja, Import ftw.
 
Vor allem: Was darf gekillt werden? Ist Dead Space ein Killerspiel? Was wäre mit einem Jagdspiel? Was ist menschenähnlich genug? In jedem RTS Game löscht du zig Tausende mit einem Kommando aus. Das kriegen die alles geregelt.
 
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