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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Urgs schrieb:
Bart Wux schrieb:
Urgs schrieb:
Mit was für einer entladenden Energie dort auf Polizisten geschossen wird, da hab ich sofort ne Gänsehaut gekriegt! :staun:
Did you kill someone?
Couple cops.
No real people?
Just cops.

Best dialogue ever!:D

Einfach krass auch, wie beiläufig das fällt. :D
Ich kann mir wirklich vorstellen, Polizisten schalten in dem Moment aus.
Ist halt aus deren Sicht geschrieben und beinhält sogar eine gewisse Moral. Die Cops haben es sich zum Beruf gemacht, Verbrecher zu jagen, also müssen die auch damit leben, dass sich die Verbrecher leben. Die Trennung in echte Menschen und Cops macht von daher durchaus Sinn. Oder anders:

The choice between doing ten years and taking out some stupid motherfucker, ain't no choice at all.
 
Oxblood schrieb:
Der Reflex, bei Konflikten diplomatisch vorzugehen ist bei weitem nicht so alt, wie der Gewaltreflex. Wenn man etwas haben will, dann nimmt man es sich. Und zwar so lang, wie man damit durchkommt. Erst, wenn das nicht geht, wenn man die Konsequenzen fürchtet, sucht man sich andere Wege.

An diesen Punkt ist der Mensch wahrscheinlich sehr früh gelangt. Zuerst war ein auf den Bäumen sitzender Aasfresser, der sich auf Überreste stürzte und fraß, was andere übrig ließen. Seine Entwicklung zum richtigen Menschen began erst dann richtig, als er anfing, Tiere zu jagen. Und das wiederum ging nur in der Gruppe, mit Planung, Werkzeugen etc. Deswegen würde ich sagen, daß die Erkenntnis, alleine mit seiner Gewalt nicht weit zu kommen, ein der allerersten des Menschen gewesen sein muß. Und daraus lässt sich ganz bestimmt schlußfolgern, daß der Mensch vor allem ein soziales Wesen ist. Nur mal so als Anmerkung, wenn wir schon dabei sind, auf die Ursuppe zurückzublicken.
 
Scapegoat schrieb:
Schnoddel schrieb:
Urgs schrieb:
Scapegoat schrieb:
Ist das noch Kunst oder Gewaltverherrlichung bzw potentielles Material für Amokläufer??

Kunst ist es nicht, denn dafür ist einfach zu schlecht.

Sagt wer? Du?:dhoch:
Ok dann kann das Lied nur schlecht sein.:skep:

@Urgs: Hörst du Hip Hop?
Zum Thema Kunst gibts bestimmt mehrere Meinungen. Hip Hop Fans werden das Lied vermutlich gut finden, denn für sie zählt nicht der Inhalt des Liedes sondern auch der Beat, meiner Meinung nach ist ein Lied nur gut wenn der Beat auch was hat. Aber die meisten Politiker sehen darin nur den Text, der in dem Fall wohl ziemlich krass zu sein scheint.
Gibt auch Interpreten die wegen Volksvehetzung (keine Rechtsradikalen, Stichwort Hirntot Records, Hassrapper usw. war soweit ich weiss auch im Fersehen) angeklagt und verurteilt wurden.

Ja, ich höre auch HipHop und die Jungs sind halt noch Amateure. Aber ich kann durchaus verstehen, warum sowas aufm Schulhof als real und athentisch gehandelt wird. Ich will den Songs auch keineswegs unterstellen, daß sie irgendwie falsch sind. ;)
 
Ich finde, das sieht man ganz nett daran, was China manchmal gern tut. Da beschwert sich ein Bauer, daß sein Dorf demnächst unter Wasser liegt und er zwangsumgesiedelt wird. Anstatt, daß die Lokale Regierung sich jetzt denk "Hm, hören wir uns den Mann mal an und gucken, was sein Problem ist", drücken die einfach nur auf den Knopf für "Schlägertrupp" und Ende. Gewalt als simple Lösung eines Problems.

Ist vereinfacht und vermutlich auch etwas übertrieben, aber im Grunde stimmt es.

Edit:

@Urgs:
Was du sagst ist sicherlich richtig, allerdings haben wir uns damals zusammengetan, damit wir als Menschen uns besser gegen andere Tiere oder auch Gruppierungen behaupten können. Wir haben quasi Masse erzeugt mit der man dann auch wieder eine Form von Gewalt ausüben kann und wenn es nur Präsenz ist. Im Endeffekt geht es heute wie damals darum, SEINEN Willen durchzusetzen, was dann auch wieder Zwang ist und wiederum zur Gewalt zurückführt. Ich mach mir deswegen aber trotzdem keine Sorgen, da ich es ja als etwas natürliches ansehe. Ich denke, wir können heute eher froh sein, daß alles noch so gut funktioniert und wir nicht wie die Ghoule übereinander herfallen :D
 
Schäuble gegen schärfere Waffengesetze
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat im tagesschau.de-Chat betont, der Grund für den Amoklauf in Baden-Württemberg sei "nicht der Waffenbesitz" gewesen. "Wir wollen privaten Waffenbesitz nicht gänzlich verbieten", so Schäuble. "Wir haben ja ganz strenge Begrenzungen." Und auch die strengsten Vorschriften könnten nicht verhindern, dass dagegen verstoßen werde. Man dürfe nicht glauben, der Grund für das "schreckliche Geschehen" sei privater Waffenbesitz.
Das eigentliche Problem seien vielmehr die Gewaltdarstellungen. Deswegen sei seiner Ansicht nach nun nicht der Staat gefordert, schärfere Gesetze zu erlassen. Das würde Freiheiten einschränken. Vielmehr stelle sich die Frage, wie wir mit diesen Freiheiten umgehen, sagte Schäuble: "Wenn durch Killerspiele solche Mechanismen in jungen Menschen aktiviert werden: Machen wir von unserer Freiheit in Zeiten moderner Medien nicht einen zu exzessiven Gebrauch?"
Quelle: tagesschau.de

:staun: :nein:

Man dürfe nicht glauben, der Grund für das "schreckliche Geschehen" sei privater Waffenbesitz.

Der Grund vielleicht nicht, aber es macht es für den Täter erheblich leichter.
 
Ich dachte du bsit n alter Sack und hörst nur noch Oldies und so Urgs ;) :knuddel:

Das Problem daran ist dass man das entweder als Musik ansieht oder schon als Lebensstil oder was weiss ich also die Texte und Aussagen richtig ernst nimmt.
 
@Cluberer
Bald ist ja wieder Wahl. :deal: Eine andere Aussage käme in allen deutschen Schützenvereinen doch auch alles andere als gut an.
 
Heißt also, geißelt euch selbst einmal täglich und betet 20 Rosenkränze in der kleinen Zelle auf dem hohen Berge St. Erebus und kehret zurück zu Ackerbau und Demut?
 
Cluberer schrieb:
Schäuble gegen schärfere Waffengesetze
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble hat im tagesschau.de-Chat betont, der Grund für den Amoklauf in Baden-Württemberg sei "nicht der Waffenbesitz" gewesen. "Wir wollen privaten Waffenbesitz nicht gänzlich verbieten", so Schäuble. "Wir haben ja ganz strenge Begrenzungen." Und auch die strengsten Vorschriften könnten nicht verhindern, dass dagegen verstoßen werde. Man dürfe nicht glauben, der Grund für das "schreckliche Geschehen" sei privater Waffenbesitz.
Das eigentliche Problem seien vielmehr die Gewaltdarstellungen. Deswegen sei seiner Ansicht nach nun nicht der Staat gefordert, schärfere Gesetze zu erlassen. Das würde Freiheiten einschränken. Vielmehr stelle sich die Frage, wie wir mit diesen Freiheiten umgehen, sagte Schäuble: "Wenn durch Killerspiele solche Mechanismen in jungen Menschen aktiviert werden: Machen wir von unserer Freiheit in Zeiten moderner Medien nicht einen zu exzessiven Gebrauch?"
Quelle: tagesschau.de

:staun: :nein:

Die Waffen-Lobby ist ja auch nicht ganz so bequem anzupissen wie das noch recht junge Medium Video/PC-Spiele. Schliesslich bezahlen die Schäubles Wahlkampf. Vielleicht sollten EA, Ubisoft und Co. auch mal so einen "Witwen und Waisenfond" einrichten und sich das ein oder andere Äffchen im Bundestag halten.:motz:
Aber wie heißt es so schön beim amerikanischen Pedant. " Nicht Waffen töten Menschen, sondern Menschen töten Menschen" Die Logik ist schlicht atemberaubend.:?
 
Cluberer schrieb:
straikar schrieb:
@Cluberer
Bald ist ja wieder Wahl. :deal: Eine andere Aussage käme in allen deutschen Schützenvereinen doch auch alles andere als gut an.
Dort sollten aber meiner Meinung nach die Waffen sicher verschlossen aufbewahrt werden und nicht zu Hause.

Du willst allen Ernstes feuerbereite Schusswaffen gesammelt an einem mehr oder weniger schlecht gesicherten Ort aufbewahren, deren Betreiber den Großteil des Jahres sturzbesoffen sind? :lol:

Ja, ich habe schwerste Vorurteile gegen Schützenvereine...grüne Traditionalistenclowns...
 
Oxblood schrieb:
Cluberer schrieb:
straikar schrieb:
@Cluberer
Bald ist ja wieder Wahl. :deal: Eine andere Aussage käme in allen deutschen Schützenvereinen doch auch alles andere als gut an.
Dort sollten aber meiner Meinung nach die Waffen sicher verschlossen aufbewahrt werden und nicht zu Hause.

Du willst allen Ernstes feuerbereite Schusswaffen gesammelt an einem mehr oder weniger schlecht gesicherten Ort aufbewahren, deren Betreiber den Großteil des Jahres sturzbesoffen sind? :lol:

Ja, ich habe schwerste Vorurteile gegen Schützenvereine...grüne Traditionalistenclowns...

Naja bei der Bundeswehr klappt´s doch auch. ;)
 
Mir reicht ein Blick in die Schaufensterauslage von Otto Boenicke und danach in die Tagespresse, um nach Messerstechereien zu suchen, um zu wissen, daß eine Verschärfung des Waffenrechts durchaus auf die Tagesordnung gehört. ;)
 
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