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Amokläufe - Wieso, weshalb, warum?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Urgs schrieb:
Scapegoat schrieb:
Ist das noch Kunst oder Gewaltverherrlichung bzw potentielles Material für Amokläufer??

Kunst ist es nicht, denn dafür ist einfach zu schlecht. Gewaltverrlichung ist es schon, weil das Gerechtigkeitsempfinden des Amokläufers in den Mittelpunkt stellt und alles andere aussen vor lässt. Es ist sicherlich Material für den kleinen Amokläufer, der in jedem von uns steckt, der sich aber höchstwahrscheinlich nie rauswagen wird. Für den ist es sozusagen ne geistige Wichsvorlage, die einen tröstenden, seelischen Orgasmus und damit Linderung verspricht. Sozusagen. :D

Wieso? Ich seh in dem Lied keine Wertung, sondern nur eine Schilderung der Gedankengänge eines Amokläufers.
Und mit deinem Argument kommen ebenso immer wieder die Pfeiffers: Keine Reflektion über Gerechtigkeit bei Spielen, die einzige Möglichkeit um voranzukommen ist das Töten, etcpp...
Nach deine Definition von Gewaltverherrlichung wären 99% aller Actionspiele gewaltverherrlichend ;)
 
Zum Thema: "Wer ist jetzt Schuld, Videospiele oder Hip-Hop": Wenn ich mir einen aussuchen müsste und da pragmatisch rangehe (Opportunist,der ich bin), muss ich nur die Konsequenzen vergleichen. Wenn man Videospiele als Sündenbock auserwählt, gehen die Herren uns nur wieder mit irgendwelchen Reglementierungen auf den Senkel, unser Ruf leidet und im allgemeinen wird die Lage für Videospieler wieder nerviger oder schlechter.

Wenn man Hip-Hop als Sündenbock nimmt, hat das für die Künstler keine besonderen Nachteile, ganz besonders nicht, wenn es um US-Hip-Hop geht. Deren Ruf leidet nicht im Geringsten, das Gegenteil ist der Fall. Die Verbreitung leidet auch nicht, höchstens die Verkäufe im Falle eines Verbots, was bei US-Künstlern wieder egal ist.
Und was noch wichtiger ist: Ich hab dadurch keinen Nachteil. Also wenn´s eins von beidem sein muss dann bitte die Musik.
 
wie gesagt wer meint videospiele sind nich an amokläufen schuld dann aber auf der anderen seite musik veruteilt, da kann dann auch irgendwas nicht stimmen
 
el_barto schrieb:
Urgs schrieb:
Scapegoat schrieb:
Ist das noch Kunst oder Gewaltverherrlichung bzw potentielles Material für Amokläufer??

Kunst ist es nicht, denn dafür ist einfach zu schlecht. Gewaltverrlichung ist es schon, weil das Gerechtigkeitsempfinden des Amokläufers in den Mittelpunkt stellt und alles andere aussen vor lässt. Es ist sicherlich Material für den kleinen Amokläufer, der in jedem von uns steckt, der sich aber höchstwahrscheinlich nie rauswagen wird. Für den ist es sozusagen ne geistige Wichsvorlage, die einen tröstenden, seelischen Orgasmus und damit Linderung verspricht. Sozusagen. :D

Wieso? Ich seh in dem Lied keine Wertung, sondern nur eine Schilderung der Gedankengänge eines Amokläufers.
Und mit deinem Argument kommen ebenso immer wieder die Pfeiffers: Keine Reflektion über Gerechtigkeit bei Spielen, die einzige Möglichkeit um voranzukommen ist das Töten, etcpp...
Nach deine Definition von Gewaltverherrlichung wären 99% aller Actionspiele gewaltverherrlichend ;)

Ja, das sind sie ja auch, wobei ich das nicht immer abwertend begreife. 99% aller Actionspiele sind defintiv gewaltverherrlichend.
 
Wie in dem von mir vor ca. drei Trillionen Seiten geposteten Lied:
"...und Computerspiele und Rapmusik, Rambo, Rocky und Rammstein
müssen als Sündenböcke hinhalten, wer das feiert muss krank sein"
 
Wenn man "Gewaltverherrlichung" darin sieht, daß ein Medium Gewalt als Möglichkeit zur Konfliktbewältigung darstellt...dann sind alle Actionspiele und -filme gewaltverherrlichend.

ABER. Gewalt IST ein Mittel zur Konfliktbewältigung. Das älteste der Welt sogar. Das ignorieren die hochzivilisierten Herrschaften nur zu gern. Bedeutet nicht, daß ich Gewalttätigkeit befürworten würde, aber es ist ein seit Jahrtausenden gut funktionierender Weg durch´s Leben. Genug Staaten der Erde gründen sich sogar auf Gewalttätigkeit (und Zwang). Von daher finde ich es immer etwas putzig, wenn die ganze Sache als unmenschlich dargestellt wird, denn es gibt kaum etwas menschlicheres als Gewalt.
 
DaMeep schrieb:
Seo schrieb:
Hat heute jemand zufällig SWR3 gehört? Zwischen 13 und 14 Uhr?
War sehr interessant. Weiß noch jemand den namen dieses Professors, mit dem die das sehr lange Interview geführt haben?

Ne , worum ging es da ?


Da hat ein Professor gesprochen, wohl ein medienwissenschaftler. In einem teil des Interviews gings um die 'Mediengeilheit' gewisser Experten, die nach so einer Tragödie immer im Dutzend aus ihren Löchern gekrochen kommen und alle möglichen diffusen Aussagen tätigen.
Leider hab ich seinen namen nicht verstanden.
 
oxblood:

Das ist halt auch Unsinn. Gewalt hat nichts mit der Natur des Menschen zu tun, das ist reine Spekulation. Fehler begehen, das liegt in der Natur des Menschen, nicht aber explizit Gewalt ...
 
Oxblood schrieb:
Wenn man "Gewaltverherrlichung" darin sieht, daß ein Medium Gewalt als Möglichkeit zur Konfliktbewältigung darstellt...dann sind alle Actionspiele und -filme gewaltverherrlichend.

*lol*...unsere geliebten Spiele stellen Gewalt aber nicht nur als Möglichkeit zur Konflikbewältigung dar, sondern als einzige, ja notwendige und unterhaltsame Möglichkeit der Konfliktbewältigung. Ich denke, wenn das nicht gewaltverherrlichend ist, was dann?

Und genau das ist es doch, was wir daran lieben. Ich hab neulich zum ersten Mal Reservoir Dogs gesehen. Mit was für einer entladenden Energie dort auf Polizisten geschossen wird, da hab ich sofort ne Gänsehaut gekriegt! :staun:
 
@elterrible

Irgendwie hatte ich deinen beitrag vorher wohl komplett falsch gelesen .
Zwichen 2 Kunden posten sollte ich bei einem solchen thema wohl sein lassen ...


Aber um nochmal auf die frage zurück zu kommen ob jemand wie Kaas die kompetenz hat sich an ein solches thema zu wagen . Ich denke ja , zumal er das ganze ja nur aus einer sichtwiese "erzählt" , ohne jezt die Schuldfrage damit beantworten zu wollen .
 
Ich find man muss auch einfach mal lernen genau hinzuschauen. Gewaltspiele und Musik mit "gewaltverherrlichenden" Texten sind ja offenbar sehr beliebt bei einem Großteil der Männlichen Bevölkerung. Ich steh ja auch auf den Scheiss ^^. Man erfreut sich oft an der Action und Gewalt, ja vieleicht geilt man sich sogar dran auf. Was man nicht tut, was einem aber oft durch medien sugeriert wird ist, dass man sich an dem Leid virtueller und realer Figuren erfreut.
 
Ache schrieb:
Ich find man muss auch einfach mal lernen genau hinzuschauen. Gewaltspiele und Musik mit "gewaltverherrlichenden" Texten sind ja offenbar sehr beliebt bei einem Großteil der Männlichen Bevölkerung. Ich steh ja auch auf den Scheiss ^^. Man erfreut sich oft an der Action und Gewalt, ja vieleicht geilt man sich sogar dran auf. Was man nicht tut, was einem aber oft durch medien sugeriert wird ist, dass man sich an dem Leid virtueller und realer Figuren erfreut.

Ja das ist auchnoch so ein punkt .
Im alter lässt das zwar nach ( bei mir zumindest ) , aber die faszination an waffen und Gewalt ist normal bein Jungen . 99,999% können damit umgehen , einige wenige aber nicht . Hier ist die Medienkompetenz wieder das stichwort .
 
Schnoddel schrieb:
Urgs schrieb:
Scapegoat schrieb:
Ist das noch Kunst oder Gewaltverherrlichung bzw potentielles Material für Amokläufer??

Kunst ist es nicht, denn dafür ist einfach zu schlecht.

Sagt wer? Du?:dhoch:
Ok dann kann das Lied nur schlecht sein.:skep:

@Urgs: Hörst du Hip Hop?
Zum Thema Kunst gibts bestimmt mehrere Meinungen. Hip Hop Fans werden das Lied vermutlich gut finden, denn für sie zählt nicht der Inhalt des Liedes sondern auch der Beat, meiner Meinung nach ist ein Lied nur gut wenn der Beat auch was hat. Aber die meisten Politiker sehen darin nur den Text, der in dem Fall wohl ziemlich krass zu sein scheint.
Gibt auch Interpreten die wegen Volksvehetzung (keine Rechtsradikalen, Stichwort Hirntot Records, Hassrapper usw. war soweit ich weiss auch im Fersehen) angeklagt und verurteilt wurden.
 
Sir N schrieb:
oxblood:

Das ist halt auch Unsinn. Gewalt hat nichts mit der Natur des Menschen zu tun, das ist reine Spekulation. Fehler begehen, das liegt in der Natur des Menschen, nicht aber explizit Gewalt ...

Findest du? Fehler begehen liegt auch in unserer Natur, weil wir nicht so instinktgesteuert sind, wie die anderen Tiere da draussen, das eröffnet Raum für Fehler, ja. Aber seit wir denken können ist Gewalt fast immer die Wahl Nr. 1 zur Bewältigung von Problemem gewesen. Das hat sich erst in den letzten paar hundert Jahren etwas gelegt und auch bei weitem nicht überall auf der Welt.

Der Reflex, bei Konflikten diplomatisch vorzugehen ist bei weitem nicht so alt, wie der Gewaltreflex. Wenn man etwas haben will, dann nimmt man es sich. Und zwar so lang, wie man damit durchkommt. Erst, wenn das nicht geht, wenn man die Konsequenzen fürchtet, sucht man sich andere Wege.
Große Teile der modernen Welt verfahren immer noch so. Solange man stark ist, ist Gewalt (zu der auch der Zwang gehört) das Werkzeug der Wahl. Mittlerweile haben wir uns hier in der Gegend aber so an die friedlichere Art und Weise gewöhnt, daß wir diese als die Natürliche ansehen. Dennoch hat sich diese Verfahrensweise und die damit einhergehende Moral vom Wert des (fremden) Lebens erst wirklich etabliert, als die Strukturen zu groß wurden.
Die wenigsten können es sich noch leisten, sich einfach zu nehmen, was sie wollen, weil die Konsequenzen zu schwerwiegend sind. Und so haben wir über die Jahrhunderte gelernt, friedlich miteinander umzugehen. Dennoch ist die Ansicht, sich für das Wohlbefinden eines völlig Fremden zu interessieren nicht naturgegeben, sondern erlernt.

Das ist die Ansicht, die ich vertrete und ich halte sie für logisch.
 
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