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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Sehe ich ganz genauso. Oder wie Voltaire es sinngemäß ausdrückte: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde bis zum Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ Dass er nun den Tod gefunden hat, nur weil es Menschen gibt, die anderer Meinung sind, ist ein grober Angriff auf unser aufgeklärtes Denken. Ich kann einfach nicht begreifen, wie man das in irgendeiner Form relativieren will. Hier geht es nicht nur um eine individuelle Tragödie, sondern um eine rote Linie für die Gesellschaft.
 
Leider wird sein Tod im Netz auch noch von vielen gefeiert. Und das ist für mich eine klare Grenzüberschreitung und zeigt wie sehr das Gewaltpotential in der linksextremen Szene gestiegen ist.
Ah, wurde der Täter schon gefasst?

Solche Aussagen find ich halt auch schwierig so lange kein Täter gefunden wurde, da sollte man doch erstmal die Ermittlungen abwarten.
 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie es hier im Forum geschafft wird, Rassisten und Populisten zu
Leider wird sein Tod im Netz auch noch von vielen gefeiert. Und das ist für mich eine klare Grenzüberschreitung und zeigt wie sehr das Gewaltpotential in der linksextremen Szene gestiegen ist.
Du meinst so wie Charlie Kirk den feigen Angriff auf Nancy Pelosis Mann gefeiert hat? Oder die ganzen anderen Republikaner, die den Angriff gefeiert, relativiert, oder sich drüber lustig gemacht haben?

Keine Seite ist da auch nur einen Deut besser. Ist es gut, dass sein Tod im Netz gefeiert wird? Nein ist es nicht! Aber es ist genauso wenig in Ordnung seinen Tod jetzt zu überhöhen, es als "rote Linie" zu bezeichnen, oder die Reaktionen darauf als "Grenzüberschreitung". Die Rote Linie wäre demnach schon lange überschritten, die Grenzen schon seit einer Ewigkeit überschritten.
 
Ich finde, Ritter d. K. hat es schon wunderbar geschrieben. Mir fällt dazu nur eine Geschichte ein, die ich vor vielen Jahren in der Bücherei gelesen habe. Sie handelte entweder von Sokrates oder Aristoteles. Einer von beiden ging mit einem Freund eine Straße entlang. Auf dem Weg begegneten sie einem Bettler, der einen sehr schlechten Ruf hatte. Der Freund meinte nur: „Lass uns weiterziehen.“
Aristoteles blieb jedoch kurz stehen, nickte dem Bettler zu und gab ihm etwas Geld in die Hand. Der Freund war sehr überrascht, teilweise sogar empört, und fragte Aristoteles, ob er tatsächlich mit diesem Bettler Mitleid habe – mit jemandem, der sich einen so schlechten Ruf aufgebaut hat?
Aristoteles begegnete seiner Frage mit einem kurzen Kopfschütteln und sagte:
„Nein, ich habe kein Mitleid mit dem Bettler. Der ist mir egal. Aber ich habe Mitleid mit dem Menschen.“

Es ist fast 20 Jahre her, dass ich sie in einem sehr alten Werk gelesen habe - daher o. Gewähr wegen Richtigkeit.
Aber im Grunde eine Geschichte, die ich mir sehr zu Herzen genommen haben. Mir ist der Politiker extrem egal und von seinen gelesenen Äußerungen halte ich absolut nichts, aber dennoch wurde mit seinem Tod eine Linie überschritten, die niemals überschritten werden darf. Sein Tod ist kein Tag der Freude, es zeigt leider nur wie traurig die ganze Situation auf der Welt ist.
 
Ich bin immer wieder erstaunt, wie es hier im Forum geschafft wird, Rassisten und Populisten zu

Du meinst so wie Charlie Kirk den feigen Angriff auf Nancy Pelosis Mann gefeiert hat? Oder die ganzen anderen Republikaner, die den Angriff gefeiert, relativiert, oder sich drüber lustig gemacht haben?

Keine Seite ist da auch nur einen Deut besser. Ist es gut, dass sein Tod im Netz gefeiert wird? Nein ist es nicht! Aber es ist genauso wenig in Ordnung seinen Tod jetzt zu überhöhen, es als "rote Linie" zu bezeichnen, oder die Reaktionen darauf als "Grenzüberschreitung". Die Rote Linie wäre demnach schon lange überschritten, die Grenzen schon seit einer Ewigkeit überschritten.
Bitte führe Deinen ersten Satz fort, damit wir alle wissen, was hier im Forum geschafft wird :cool:
Dieses reflexhafte Beißen war zwar berechenbar, aber muss das wirklich sein? Wo habe ich denn behauptet, dass das die erste Grenzüberschreitung war oder die Rechten es besser machen? Denk bitte noch mal darüber nach.
 
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Und der Vollständigkeit halber:
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Richtig feiner Mensch war das.
 
Bitte führe Deinen ersten Satz fort, damit wir alle wissen, was hier im Forum geschafft wird :cool:
Dieses reflexhafte Beißen war zwar berechenbar, aber muss das wirklich sein? Wo habe ich denn behauptet, dass das die erste Grenzüberschreitung war oder die Rechten es besser machen? Denk bitte noch mal darüber nach.
Nein, ich werde den Satz nicht beenden. Ich denke es ist offensichtlich, dass ich mich dagegen entschieden habe ihn abzuschicken. Mein Arbeitslaptop hatte scheinbar andere Pläne. Manchmal will man etwas schreiben und entscheidet sich dann dagegen, findest du das verwerflich?

Auf deine restlichen rethorischen Spizfindigkeiten gehe ich nicht ein. Es ist nichts neues, dass du bewusst formulierst um dir genau solche Antwortmöglichkeiten zu eröffnen. In Sachen Rethorik bist du nunmal sehr gut.

Vielleicht ist mein Englisch zu schlecht oder mir fehlt hier einfach der Kontext. Aber sagt er nicht, die Kaution des Angreifers sollte bezahlt werden, sodass man ihn dann verhören kann?
Verhört wird ein Täter von der Polizei in Gewahrsam und nicht, wenn er von jemandem auf Kaution frei kommt. Es ging darum, dass in rechten Kreisen die Verschwörungstheorie umging, dass der Täter eine homosexuelle Beziehung zu Pelosis Mann hatte, oder ein Prostituierter gewesen sein soll, darüber wollte Kirk ihn "befragen". Was einfach nur ein schlechter Scherz gewesen ist. Auch schürte er bewusst Zweifel an den Untersuchungen, wonach der Täter aus MAGA Kreisen kommen würde. Die Webseiten, die er nachweislich aufgerufen hatte, wären alle fake und so...

Eine Quelle.
 
Ich glaube an deinen Englischkenntnissen haperts hier nicht, eher am lesen der Mimik, die er dabei macht.
Würde mann hier genau den gleichen Spruch bringen, mit genau dem gleichen Unterton, dann dürfte man sich von den üblichen Verdächtigen mit dem schlimmsten bezeichnet werden.

Es ist schon absolut ironisch, was hier passiert. Es wurde ja jemand laut Trump festgenommen. Hätte hier Kirk auch seine Patrioten aufgefordert die Kaution zu hinterlegen um ihn befragen zu können? Rein hypothetisch natürlich.
 
Ich finde, Ritter d. K. hat es schon wunderbar geschrieben. Mir fällt dazu nur eine Geschichte ein, die ich vor vielen Jahren in der Bücherei gelesen habe. Sie handelte entweder von Sokrates oder Aristoteles. Einer von beiden ging mit einem Freund eine Straße entlang. Auf dem Weg begegneten sie einem Bettler, der einen sehr schlechten Ruf hatte. Der Freund meinte nur: „Lass uns weiterziehen.“
Aristoteles blieb jedoch kurz stehen, nickte dem Bettler zu und gab ihm etwas Geld in die Hand. Der Freund war sehr überrascht, teilweise sogar empört, und fragte Aristoteles, ob er tatsächlich mit diesem Bettler Mitleid habe – mit jemandem, der sich einen so schlechten Ruf aufgebaut hat?
Aristoteles begegnete seiner Frage mit einem kurzen Kopfschütteln und sagte:
„Nein, ich habe kein Mitleid mit dem Bettler. Der ist mir egal. Aber ich habe Mitleid mit dem Menschen.“

Es ist fast 20 Jahre her, dass ich sie in einem sehr alten Werk gelesen habe - daher o. Gewähr wegen Richtigkeit.
Aber im Grunde eine Geschichte, die ich mir sehr zu Herzen genommen haben. Mir ist der Politiker extrem egal und von seinen gelesenen Äußerungen halte ich absolut nichts, aber dennoch wurde mit seinem Tod eine Linie überschritten, die niemals überschritten werden darf. Sein Tod ist kein Tag der Freude, es zeigt leider nur wie traurig die ganze Situation auf der Welt ist.
Also die Moral deiner Geschichte ist: Der Politiker ist dir egal, aber der Mensch nicht. Sehe ich das richtig? Ich kann das nicht voneinander trennen. Ein Mensch definiert sich durch das, was er tut. Natürlich war das ein feiger Mordanschlag, und das sollte man nicht feiern. Aber großes Mitgefühl kann man von mir jetzt auch nicht erwarten, außer für die Familienangehörigen.
 
Muss halt noch immer den Kopf schütteln – sei es hier oder in den sozialen Medien. Ich merke, dass mir das Internet nicht guttut und meiner mentalen Gesundheit schadet. Doch müde genug, um zu schweigen, bin ich noch nicht.

Die Gefahr der Entmenschlichung ist leider sehr real. Man sieht es bei Kommentaren wie denen von @Zerfikka , dessen geschmackloser Beitrag sogar noch Zustimmung findet. Kopfschütteln. Wahnsinn.

Sobald Menschen anfangen, ein Leben nur nach seiner politischen Haltung zu bewerten, ist ein Dammbruch eingeläutet. Genau diese Logik führt zu Extremismus und Gewalt – rechts wie links, religiös wie säkular, historisch wie aktuell. Im Kern geht es um Grundwerte. Manche unserer „moralschwingenden“ User sind in ihrem Denken erschreckend nah an einem mittelalterlichen Gesinnungszustand. Ein Menschenleben ist unantastbar – unabhängig von Meinung oder Charakter. Mord oder Gewalt dürfen niemals durch „falsche Überzeugungen“ relativiert oder gar gerechtfertigt werden.

Eine wehrhafte Demokratie lebt davon, dass wir einander widersprechen dürfen, ohne dass daraus Gewalt legitimiert wird. Wer einen Mord banalisiert, weil das Opfer aus seiner Sicht ein „schlechter Mensch“ war, zeigt nur, wie tief die Polarisierung schon reicht: Aus Gegnern werden Feindbilder, und aus Feindbildern irgendwann Unmenschen.

Die eigentliche Stärke liegt darin, Prinzipien nicht nach Sympathie oder politischer Nähe anzuwenden, sondern universell. Seid euch sicher: Ich würde einen linksorientierten Menschen genauso entschieden verteidigen – egal, ob er bei einer Kundgebung vor Andersdenkenden sich unangenehmen Meinungen stellt und hinterrücks erschossen wird oder bei einem Poetry Slam in einer kleinen Gasse. Es ist vollkommen egal. Denn am Ende bleibt es, wie oben geschrieben, eine individuelle Tragödie, schlimm genug für sich genommen. Noch schwerer wiegt für mich aber die Debatte und Banalisierung, die daraus gemacht wird. Wo führt das hin? Ernstgenommen...
 
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