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Amerika, we have a problem (5 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

  • Leute das steht hier absolut außer Frage dass es ein Mord war und er war feige. Das hat auch absolut nichts damit zu tun ob man seine Aussagen widerlich fand oder andere diese Aussagen sogar unterstützen.

    Man ermordet niemanden nur weil man nicht einer Meinung ist oder andere Ansichten hat egal wie widerlich oder abartig die einem vorkommen. Da wird ganz klar und eindeutig eine Grenze ultra weit überschritten.

    Nur weil ich mit einigen hier vielleicht teilweise im Clinch liege, wünsche ich keiner einzelnen Person was schlimmes. Es sind Meinungen die unterschiedlich sind darüber kann man sich streiten anpöbeln und sonst was aber Gewalt … auf gar keinen Fall sollte das irgendwie in Ordung sein.

    Ich hoffe da sind wir uns hier alle im Forum einig egal ob wir uns verstehen oder nicht.
     
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    Vater und Mutter sind beide eigentragende Republikaner, er selbst möglicherweise auch. Vater war auch Sheriff...
     
    Kann man sich nicht drauf einigen, dass Morde und auch politische Morde schlecht für jede Gesellschaft sind und zu verfolgen sind? Dass man bestimmten Menschen aber gleichzeitig keine Träne nachweinen muss?

    Klar, niemand muss einem Menschen nachweinen, den er nicht mochte. Aber gesellschaftlich ist entscheidend: Jeder Mord ist ein Angriff auf uns alle. Sobald wir anfangen, zwischen tragischem Mord und halb so schlimmem Mord zu unterscheiden, verlieren wir genau das Fundament, das uns schützt. Und diese Banalisierung findet hier bei einigen Usern statt. Können wir uns bitte darauf einigen, dass wir uns auf universelle Grundwerte berufen – und dass kein Mord und kein Tod eines Menschen banalisiert oder kleingeredet werden darf, nur weil er eine andere Meinung hatte? Sind wir uns da einig?

    Nee. Das steht ja da mit keiner Silbe.
    Das legst Du mir ja so in den Mund.

    Mag sein, dass du das so nicht gemeint hast. Aber wenn du sagst "Mord geht nicht, der Spruch ist aber geil", dann wirkt es eben so, als würdest du Gewalt relativieren. Und genau das ist das Problem. Da schwang eine Prise Zynismus mit. Aber korrigiere mich gerne, wenn ich falsch lag ;)
     
    Klar, niemand muss einem Menschen nachweinen, den er nicht mochte. Aber gesellschaftlich ist entscheidend: Jeder Mord ist ein Angriff auf uns alle. Sobald wir anfangen, zwischen tragischem Mord und halb so schlimmem Mord zu unterscheiden, verlieren wir genau das Fundament, das uns schützt. Und diese Banalisierung findet hier bei einigen Usern statt. Können wir uns bitte darauf einigen, dass wir uns auf universelle Grundwerte berufen – und dass kein Mord und kein Tod eines Menschen banalisiert oder kleingeredet werden darf, nur weil er eine andere Meinung hatte? Sind wir uns da einig?
    Sorry, aber es gibt einfach Menschen, um die ist es nicht tragisch (wobei ich das Wort auch nicht richtig finde, mir fällt nur kein besseres ein): Kinderschänder, Mörder, Vergewaltiger, Menschen denen Empathie absolut abgeht und die andere Menschen indoktrinieren, dass es okay ist, wenn im Jahr einige andere abgeknallt werden, damit sie selbst weiterhin Waffen tragen dürfen. Disclaimer: die genannten Beispiele sind in ihrer Wertigkeit nicht gleichzusetzen.

    Würde ich den Abzug drücken? Niemals. Würde ich versuchen, den Mord an einem solchen Menschen zu verhinden, wenn es in meiner Macht steht? Definitiv. Gehört solch ein Mörder angeklagt und mit aller Härte des Gesetzes bestraft? Ja.

    Dennoch werde ich einfach bei bestimmten Menschen nur mit der Schulter zucken.

    Du hattest außerdem in einem vorherigen Post erwähnt, dass du auch Menschen verteidigen würdest, auch wenn sie nicht deine Weltanschauung teilen. Ich meine mich zu erinnern, dass du im Militärdienst bist, oder?
    Mir geht es da ähnlich. Ich bin Krankenpfleger und ich pflege jeden Menschen gleich, ganz egal, was er für ein Mensch vor seiner Pflegebedürftigkeit war, oder wie er sich evtl. danach verhält. Das ist für mich eine Selbstverständlichkeit und gehört zu meinem Job. Ich habe schon Nazis versorgt, hatte mit Schwerverbrechern zu tun und begegne während meiner Arbeit immer wieder Menschen, die völlig andere Ansichten haben als ich. Sie alle erhalten die gleiche Pflege. Aber natürlich nimmt mich der Tod von Oma Edeltraut, die in ihrem Leben 5 Kinder großgezogen hat und am Ende allein und einsam in einem Pflegebett stirbt mehr mit, als der Nazi, der nach einem missglücktem Anschlag seiner ehemaligen Kameraden im Koma liegt und jämmerlich an seinen Brandwunden stirbt. Auch er erhielt Pflege, auch er hat Schmerzmittel und eine haltende Hand erhalten. Am Ende sind meine Gedanken dennoch bei Oma Edeltraut und der Nazi schnell "vergessen".
     
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    beim mutmaßlichen Mörder paßt für mich irgendwie gar nichts zusammen. Jung, gebildet, gläubig, Familienmensch, Eltern konservativ
     
    Schlimm finde ich wie jetzt die Meinungsfreiheit in Amerika massiv eingeschränkt wird. Wie viele jetzt aus Angst alles Negative was sie über Kirk gesagt haben zurücknehmen weil die Gefahr besteht durch den Staat verfolgt zu werden.
     
    Das man sich nicht lustig macht ist klar und dass muss auch die Trump Familie selber lernen. Vielleicht erinnert sich noch der ein oder andere an den Post den Donald Trump Jr. nach dem Attentat auf den Demokraten Paul Pelosi abgesetzt hat genauso Verachtungswürdig wie alles was jetzt über Kirk belacht wird.

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    Kann man sich nicht drauf einigen, dass Morde und auch politische Morde schlecht für jede Gesellschaft sind und zu verfolgen sind? Dass man bestimmten Menschen aber gleichzeitig keine Träne nachweinen muss?

    Eben. Damit ist doch auch eigentlich schon alles gesagt.

    Einige wollen hier zu Staatsphilosophen mutieren und kriegen Schnappatmung, als hätte irgendwer gefordert, dass die Tat bitte straffrei bleiben soll, weil es ja ein rechtes Arschloch* getroffen hat (* = scheinbar, hab nicht ausreichend Interesse und Zeit das gerade zu verifizieren). Hat aber keiner.

    Und die "linke" Seite hat doch auch in offziellen Meldungen der Reihe nach ausgesagt wie falsch das ist. Obama, Newsom, Sanders....schauen wir mal zurück wie die führenden Köpfe der anderen Seite reagiert haben bei Pelosi, Kapitol, Hortman, ... und es in Zukunft tun werden. Wie sehr wurden da ständig Polarisierung und Verrohung gefördert.
     
    Eines der Dinge die ich auch nicht verstehen kann. Aber erschreckenderweise habe ich mich inzwischen auch mit der AfD als stärkste Partei bei den nächsten Wahlen abgefunden. Nicht zu glauben eigentlich.

    Ich mag Menschen grundsätzlich aber trotzdem weiterhin.
     
    Den Diskurs verschieben beide Seiten an den jeweiligen Rand und leider tummeln sich an den Rändern immer mehr Menschen, weil man sich gegenseitig nicht zuhört, im Gegenteil Feindbilder aufbaut und kommunikationsschwächer geworden ist. Die Verschiebung des Klimas ist mitnichten nur ein Effekt durch die rechte Seite. Die Rechtsverschiebung folgt auch durch die debattenlose Ignoranz der linken Seite und vice versa. Man eskaliert sich immer weiter in die Ecken und schließt so den Dialog langsam immer mehr aus, eine Debattenkultur, die man mittlerweile bei vielen Themen beobachten kann. Um es sich einfacher zu machen, werden auch andere Themen einfach links oder rechts verortet, das nimmt die Komplexität aus der eigenen Betrachtung und macht es einfacher, sich mit den Themen auseinanderzusetzen, weil die Position nur noch schwarz oder weiß ist.

    Und wer jetzt wieder mit dem Totschlagargument kommt, mit Rechtextremisten diskutiert man nicht, muss sich die Frage stellen, wann man den Zeitpunkt verpasst hat, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die inhaltlich sehr wohl von Belang sind und standardmäßig aus dem „rechten“ Lager gekommen sind. Rechts ist nicht grundsätzlich schlecht und gehört zu einer Demokratie genau wie Links. Am Rand spielt die Musik.

    Die Debattenkultur, die Kirk an den Unis eröffnet hat und vielfältigen Meinungen, den er sich tagtäglich gestellt hat, machen seine erzkonservativen Standpunkte sicher nicht richtiger, aber verdienen Respekt, weil er den Dialog gezielt „gesucht“ hat und immer auf der sachlichen Ebene geblieben ist. Ich habe mir seit Do. mal einiges von ihm angeschaut, um mir persönlich ein Bild zu machen und er war überwiegend respektvoll und hat seine Gesprächspartner*innen zu Wort kommen lassen. Einen Menschenfeind, wie z. B. Hayali ihn genannt hat, habe ich dabei nicht wahrgenommen - wohl aber einen Menschenfeind im linksextremen Sinn mit völlig verschrobenen Ansichten, die aber jeder Mensch haben und sie auch jederzeit äußern darf.
     
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    Einen Menschenfeind, wie z. B. Hayali ihn genannt hat, habe ich dabei nicht wahrgenommen - wohl aber einen Menschenfeind im linksextremen Sinn mit völlig verschrobenen Ansichten, die aber jeder Mensch haben und sie auch jederzeit äußern darf.
    Das ist dann wohl klassische Projektion. Die Frau ist unerträglich und meiner Meinung nach auf ihre Art ebenso gefährlich.
     
    Wenn Du hochintelligent, äußerst links und in machtvoller Medienposition als gefährlich bezeichnen willst, bin ich bei Dir. Aber ich schätze sie genauso für viele ihrer Argumente und die Art, wie sie sie vertritt. Ob das angemessen i. S. einer objektiven Berichterstattung des ÖRR ist lasse ich mal offen.
     
    Also davon ab, dass ein Mordanschlag jetzt nichts besser macht, wird die Sache ja weiter eskalieren.

    Inzwischen kann ich die amerikanische „Kultur“ auch nicht mehr erkennen. Historisch gewachsen hin oder her.

    An die Gewaltverbrechen hat man sich ja gewöhnt. Aber der Aufbau der Diktatur durch Trump und seine ICE Gestapo, die auf offener Straße unbegründet „Verdächtige“ abknallt, wie jetzt schon öfter geschehen - zuletzt in Illinois - macht mir schon zu schaffen.

    Gestern gab es ein Interview auf Fox News, wo jemand vorgeschlagen hat, Obdachlose und Behinderte einfach umzubringen.

    In der Schule habe ich mich immer gefragt, wie das mit dem 3. Reich eigentlich angefangen hat und muss leider auch feststellen, dass es in Deutschland in der Weimarer Republik mehr Widerstand dagegen gab, als jetzt in den USA.

    Auch das Gefasel vom 2nd Amenment kann ich nicht mehr ernst nehmen. Wenn es mal einen Zeitpunkt in der Geschichte gab, wo das Amerikanische Volk eine autokrate Regierung vom Hofe putscht, dann wäre das wohl jetzt. Trump ist noch nicht mal 1 Jahr im Amt und hat die USA innenpolitisch und außenpolitisch langfristig geschädigt. Glaubt hier auch wer, dass der in 4 Jahren aufhört bzw. Seine Nachfolge nicht anders regelt? Also ich nicht.
     
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