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Amerika, we have a problem (2 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Irgendwann steht in Geschichtsbüchern nichts mehr von Kolonien und Sklaverei, weil man alles politisch korrekt zensiert hat. Dann kam nur noch der Storch aus Übersee.
 
Ich finde es gut dass aufgeräumt wird, gerade bei der filmware obwohl man sagen muss, die alten filme sterben eh aus. Es passiert in amerika jetzt einen kleinen kahlschlag und das ist mehr als erstrebenswert. Kosmetik extra für schwarze waren im walmarkt in einer geschlossenen vitrine während die Kosmetik für weisse normal verfügbar war? Wollen die einen verarschen? Ich glaube wir wissen gar nicht wie perfide dort der rassismus ist, vor allem im süden denk ich wo es noch mal schlimmer sein müsste.
 
Sehe ich genauso... Schon vor ein paar Jahren hat man ja "Huckleberry Finn" in den USA zensiert indem mal alle "N*****" ersetzt hat. Völlig unnötiger populistischer Schritt, vor allem weil Huck Finn inhaltlich ja eben nicht rassistisch ist und eigentlich genau das Gegenteil ausdrückt. Das Buch wurde wurde übrigens bei Erscheinen verboten weil es die Freundschaft zwischen einen weißen und einen schwarzen Jungen zum Inhalt hat. Und später wurde es wegen seiner rassistischen Ausdrucksweise zensiert. Völlig verrückt... zeigt aber die Affigkeit von political correctness im Wandel der Zeit.
Anstatt Medien in den Giftschrank zu sperren oder zu zensieren muss man sich damit auseinandersetzten... wirklich rassistische Medien und Hassschriften gibt es zuhauf die man verbieten kann. Zeitgenössische Filme und Bücher gehören da nicht unbedingt dazu.
  1. Man ersetzt das N-Wort nicht ohne Grund sondern aufgrund der Vermeidung von 'Re-Traumatisierung im Kleinen' (so will ich es mal nennen), die durch dieses Wort ausgelöst wird. Das Wort wurde einzig und alleine erschaffen um rassistisch herabzuwürdigen. An diese historische kollektiv-rassistische Herabwürdigung Schwarzer Menschen wird mit jedem Nennen dieses Wortes erinnert. Mit dem Ausschreiben oder dem Aussprechen des N-Wortes nimmst du eine solche Re-Traumatisierung billigend in Kauf (Stichwort Mikroaggressionen).
  2. Huckleberry Finn wurde niemals zensiert. Es mag eine editierte Ausgabe geben, in der man aus oben genannten Motiven bestimmte Wörter ersetzt hat (und ich gehe jede Wette ein: nicht ohne entsprechende Kommentierung), die kenne ich allerdings nicht. Ganz im Gegenteil, das Buch ist in seiner ursprünglichen Version frei verfügbar, da das Urheberrecht abgelaufen ist: Huckleberry Finn als eBook.
  3. Das Buch wurde auch niemals flächendeckend verboten, schon gar nicht im selbsternannten Land of the Free.
  4. So viel zum "unnötigen Populismus".
  5. Auch heute landet das Buch nicht im "Giftschrank", siehe Punkt 2.
  6. Ja, man muss sich damit auseinandersetzen (Ich habe das btw im Zuge meiner Facharbeit zur Abi-Zeit getan, ist also schon ein paar Jahre her). Das bedeutet aber nicht, dass man zu dem Schluss kommen muss, dass das Buch in seiner ursprünglichen Version und nur in seiner ursprünglichen Version veröffentlicht werden sollte. Ich würde sogar sagen: wenn das der Schluss ist, zu dem man kommt, hat man sich vielleicht nicht genug damit auseinandergesetzt
 
Also, ich bin absolut dagegen, dass Filme, Bücher etc. nachträglich zensiert oder gar verboten werden - aber beides erkenne ich in der derzeitigen Diskussion nicht. Little Britain kann überall auf DVD erworben werden. Es hat sich nur ein Streaming-Anbieter dazu entschlossen, die Serie aus dem Programm zu nehmen aus nachvollziehbaren Gründen. Finde ich soweit okay.

Gut finde ich, dass wir auf alte Werke heute mit neuem kritischen Blick schauen - und in diesem Zuge halte ich es für sinnvoll, dass Anpassungen vorgenommen werden oder solche Werke mit entsprechenden Kommentaren versehen werden. Anpassungen halte zum Beispiel bei Pippi Langstrumpf für angebracht, wo man den Negerkönig ersetzt hat. Meine Tochter (7) fängt gerade an zu lesen, die muss dann nicht mit solchen Wörtern in Kinderbüchern konfrontiert werden. Und bevor die Zensurunken wieder schreien: Pippi Langstrumpf ist nach wie vor auch in der Originalfassung überall verfügbar. Die nachgebesserte Version gibt mir aber die Möglichkeit, meinen Kindern ein Buch zu präsentieren, das auf rassistische Wortgebilde verzichtet. Genauso wie in meinen Augen Jud Süß zwar verfügbar sein sollte, aber mit entsprechender Einordnung, müssen auch Filme, die Rassismus transportieren, entsprechend kommentiert werden.
 
Kennst du die Zukunft? Nur weil es jetzt noch niemand macht ... mich würde in dieser Welt nichts mehr wundern. Wer Kinderbücher zensiert, der macht noch ganz andere Sachen.
Du solltest mal den Unterschied zwischen Edition und Zensur nachschlagen.

Außerdem werden Geschichtsbücher bereits und schon immer nach deiner Definition 'zensiert'. Deswegen wird in unseren Geschichtsbüchern z.B. Christopher Kolumbus als "Entdecker" besprochen und nicht als Imperialist und Initiator einer Invasion und eines Völkermordes. Und amerikanische Geschichte in europäischen Geschichtsbüchern fängt 1492 überhaupt erst an, weil jegliche bis dato bereits existierende Geschichte mit der Invasion schlicht ausgelöscht (ergo 'zensiert') wurde.
Nur als kleines Beispiel.
 
Kennst du die Zukunft? Nur weil es jetzt noch niemand macht ... mich würde in dieser Welt nichts mehr wundern. Wer Kinderbücher zensiert, der macht noch ganz andere Sachen.

das macht aber in dem zusammenhang keinen sinn. wenn aktuell literatur, filme usw auf rassismus untersucht werden, wäre eine streichung des themas sklaverei aus den geschichtsbüchern das genaue gegenteil davon. da wird ja auf rassismus hingewiesen, mißstände werden aufgezeigt.
 
Also, ich bin absolut dagegen, dass Filme, Bücher etc. nachträglich zensiert oder gar verboten werden - aber beides erkenne ich in der derzeitigen Diskussion nicht. Little Britain kann überall auf DVD erworben werden. Es hat sich nur ein Streaming-Anbieter dazu entschlossen, die Serie aus dem Programm zu nehmen aus nachvollziehbaren Gründen. Finde ich soweit okay.

Gut finde ich, dass wir auf alte Werke heute mit neuem kritischen Blick schauen - und in diesem Zuge halte ich es für sinnvoll, dass Anpassungen vorgenommen werden oder solche Werke mit entsprechenden Kommentaren versehen werden. Anpassungen halte zum Beispiel bei Pippi Langstrumpf für angebracht, wo man den Negerkönig ersetzt hat. Meine Tochter (7) fängt gerade an zu lesen, die muss dann nicht mit solchen Wörtern in Kinderbüchern konfrontiert werden. Und bevor die Zensurunken wieder schreien: Pippi Langstrumpf ist nach wie vor auch in der Originalfassung überall verfügbar. Die nachgebesserte Version gibt mir aber die Möglichkeit, meinen Kindern ein Buch zu präsentieren, das auf rassistische Wortgebilde verzichtet. Genauso wie in meinen Augen Jud Süß zwar verfügbar sein sollte, aber mit entsprechender Einordnung, müssen auch Filme, die Rassismus transportieren, entsprechend kommentiert werden.

Empfinde ich als sehr guten Punkt. Was soll ich meinen Sohn mit so einem Unsinn konfrontieren? Das macht weder das Buch lesenswerter, noch bringt es die Handlung voran, noch profitiert der Wortschatz meines Sohnes davon.
 
  1. Man ersetzt das N-Wort nicht ohne Grund sondern aufgrund der Vermeidung von 'Re-Traumatisierung im Kleinen' (so will ich es mal nennen), die durch dieses Wort ausgelöst wird. Das Wort wurde einzig und alleine erschaffen um rassistisch herabzuwürdigen. An diese historische kollektiv-rassistische Herabwürdigung Schwarzer Menschen wird mit jedem Nennen dieses Wortes erinnert. Mit dem Ausschreiben oder dem Aussprechen des N-Wortes nimmst du eine solche Re-Traumatisierung billigend in Kauf (Stichwort Mikroaggressionen)

Sollten sie dann nicht auch aufhören sich gegenseitig so zu nennen:?
 
wäre eine streichung des themas sklaverei aus den geschichtsbüchern das genaue gegenteil davon
Für mich ist das genaue Gegenteil schon Huckleberry Finn umzuschreiben. Man kann ja gerne eine redaktionelle Variante herausbringen mit Anmerkungen, damit sich der neue Leser mit den Gegebenheiten auseinandersetzt. Aber alles politisch korrekt umzuschreiben wirkt gerade bei solchen Werken schon absurd.
 
Passt aber nicht, ich hab keine Ahnung wenn du damit meinst.

So als würdest du sagen wollen, die PoC sollten erst mal vor ihrer eigenen Türe kehren;)
Digger du hast doch mit deinem "sie" eine Gruppe markiert, zu der du dich offensichtlich nicht zugehörig fühlst.
Wie wenig selbstreflektiert und selbstkritisch kann man sein bitte.
Zwinkersmileys sind übringes canceled fyi
 
Für mich ist das genaue Gegenteil schon Huckleberry Finn umzuschreiben. Man kann ja gerne eine redaktionelle Variante herausbringen mit Anmerkungen, damit sich der neue Leser mit den Gegebenheiten auseinandersetzt. Aber alles politisch korrekt umzuschreiben wirkt gerade bei solchen Werken schon absurd.
Du, mein freund, bist aber auch weiß.
 
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