nochmal zum thema gewaltfreier protest und wohin er so führen kann
funktioniert ganz offensichtlich super...
Der Footballer Colin Kaepernick hat gewaltfrei gegen Rassismus protestiert - Donald Trump erklärte ihn zur unerwünschten Person. Doch nun, da die Gewalt eskaliert, schätzen ihn auch viele Gegner.
Die Aufnahme von Kaepernick aus dem Jahr 2016 ist auch deshalb im Moment so bedeutsam, weil US-Präsident Donald Trump am Montag behauptete, nichts gegen friedliche Proteste zu haben - die Leute sich aber nun an all das erinnern, was Trump damals über Kaepernicks eindeutig friedlichen Protest gesagt hat: "Wäre das nicht großartig, wenn ein Vereinsbesitzer sagen würde: Schafft diesen Hurensohn vom Feld!" Oder: "Du solltest für die Hymne stehen, oder du solltest nicht spielen. Vielleicht solltest du überhaupt nicht in diesem Land sein."
https://www.sueddeutsche.de/sport/nfl-protest-rassismus-kaepernick-1.4924932Trump hat Kaepernick damals beleidigt und zur unerwünschten Person erklärt, in der Footballliga NFL und in den USA, und genau das ist passiert: Kaepernick bekam Morddrohungen, es hieß, er sei gegen Polizisten und Soldaten und gegen das ganze Land; ein ranghoher Mitarbeiter der Liga schimpfte ihn "Verräter". Als sein Vertrag mit den 49ers im März 2017 endete, wollte ihn keines der 32 NFL-Teams verpflichten. Er ist seitdem arbeitslos, obwohl sich fast alle Experten einig sind, dass Kaepernick auch jetzt, mit 32 Jahren und nach drei Jahren Pause, ein besserer Quarterback wäre als rund ein Viertel der Stammspielmacher. Und angesichts brennender Städte stellt sich die Frage: Hat Kaepernick nicht damals gezeigt, wie das funktioniert mit friedlichem und doch kräftigem Protest?
funktioniert ganz offensichtlich super...
