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80 Mrd. Streichliste der Bundesregierung - ausgewogen oder nicht?

Ist die 80 Mrd. Streichliste ausgewogen?


  • Umfrageteilnehmer
    49

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Subvention ist es natürlich nicht.

Und wenn du niedrige Steuern machst und dafür nichts mehr zum Abzug zulässt bist du genausoweit. Dann hat das Kind keinen Namen mehr - aber die Steuerungerechtigkeit ist noch größer. Der wer wie ich jeden Tag zu Fuss auf die Arbeit gehen kann und keinen Cent Benzin zahlt freut sich in den Sack und derjenige der 75 Km fahren und alles aus eigener Tasche zahlen muss bei gleichem Gehalt hat wesentlich weniger als ich am Ende eines Monats im Sack. Das ist dann die berühmte Steuererklärung aufm Bierdeckel.
 
Dita666 schrieb:
Mandos schrieb:
Das hat doch mit staatlicher Förderung nichts zutun. Wenn du eine Beruf hast, bei dem sich ständig Vorschriften oder technisches Wissen ändert und du daher gezwungen bist Unsummen für Literatur auszugeben um auf dem aktuellen Stand zu sein, während dein Arbeitgeber dies dir nicht erstattet, ist das dann auch in Ordnung? Da geht es einfach um das Prinzip dass du die Aufwendungen die du im Zusammenhang mit deinem Einkommen hast auch abziehen darfst. Wäre ja noch schöner wenn man egal was für Kosten man für seine Arbeit hat, diese nicht gegenrechnen könnte.

Und die Pendlerpauschale ist doch keine Subvention.. Wenn mann kaum was verdient kann mann auch kaum was absetzen:? Du bist doch der Profi...

Na klar ist das faktisch eine Subvention. Rechtlich gesehen sind es natürlich Werbungskosten. Was aber nichts daran ändert, daß man die Pendlerpauschale möglichst schnell abschaffen sollte. Wenn einer meint, im Grünen wohnen und in der Stadt arbeiten zu müssen, soll das doch bitte auch selber bezahlen. Bei den meisten Beschäftigten wird der Großteil ohnehin von der Werbungskostenpauschale abgedeckt.

Nasreddin schrieb:
Damit wäre allen geholfen, außer dem Steuerberater und den Fndigen unter den höheren Einkommensschichten. ;)

Nicht Allen, aber den Meisten. Man hat halt nur die Wahl: einfach und ein wenig ungerechter oder kompliziert und ein wenig gerechter.
 
Äh, hallo? Ich bin auf die Pauschale angewiesen! 40% meines Praktikumslohns gehen fürs Fahren drauf. Ob mit Auto oder Bahn, die Kosten sind exakt die selben. Und umziehen mit einer gemeinsamen Wohnung ist nicht nur nicht möglich, sondern wegen des beschränkten Zeitraums hinrissig. Geschweige davon, dass meine Freundin dann 200km täglich aufm Buckel hätte.

Wenn du also zuviel verdienst und keine Pauschale brauchst, geb ich dir gerne für Überweisungen meine Kontonummer.
 
Frystil schrieb:
Äh, hallo? Ich bin auf die Pauschale angewiesen! 40% meines Praktikumslohns gehen fürs Fahren drauf. Ob mit Auto oder Bahn, die Kosten sind exakt die selben. Und umziehen mit einer gemeinsamen Wohnung ist nicht nur nicht möglich, sondern wegen des beschränkten Zeitraums hinrissig. Geschweige davon, dass meine Freundin dann 200km täglich aufm Buckel hätte.

Wenn du also zuviel verdienst und keine Pauschale brauchst, geb ich dir gerne für Überweisungen meine Kontonummer.

Äh hallo, und deshalb soll ich Dir das (als Steuerzahler) bezahlen? Da muß man halt für den beschränkten Zeitraum eines Praktikums in den sauren Apfel beißen. Ich wohne (deutlich teurer) in der Stadt und habe deshalb natürlich keine langen Anfahrtswege - bezahlt mir auch keiner ;)
 
Ein Abschaffen der Pauschale schließt doch nicht die Förderung von wirklich Bedürftigen aus (meinetwegen Praktikanten, Azubis, Familien deren Arbeitsplätze weit auseinander liegen, Übergangsgelder bei Antritt einer neuen Arbeitsstelle). Aber warum müssen denn die Besserverdienenden mit ihrem Häuschen auf dem Land und dem Job in der Stadt auch noch in ihrem Luxus bestärkt werden?
 
Frystil schrieb:
Was Meep aber meint ist, dass es auch nicht richtig ist, dass sich Leute aufgrund billigerer Baukosten sich auf dem Land einen fetten Bunker hinstellen und für den längeren, selbst ausgesuchten Fahrtweg Subventionen vom Staat kassieren. Natürlich sollte man auch hier abwägen und könnte ab einer gewissen Einkommensgrenze die Pendlerpauschale schrittweise (muss ja nicht gleich ganz sein) kürzen.

Hier will ich aber auch noch was zu sagen.

Ich habe keine Bunker auf dem Land, ich habe ein "normales" Haus auf'm Land.

Das habe ich a) weil es die Heimat meiner Frau ist und b) mich die Finanzierung des Hauses pro Monat ungefähr soviel kostet wie eine kleinere Mietwohnung in der Stadt, in der ich arbeite.

Die 22 Kilometer Strecke kann ich geradeso absetzen. Gibt ungefähr 500€ im Jahr zurück. Wow. Ok, verzichte ich halt drauf, ich hab's ja.

In unserem Freundeskreis sind drei Krankenschwestern. Zwei davon wohnen bei ihren Eltern im Haus, denn von dem luxuriösen Gehalt einer Krankenschwester fällt es einem schwer, 500€ Miete aufwärts zu bezahlen. Sie müssen (!) jeden Tag ~100km nach Trier fahren, damit sie einen Job haben. In Trier kosten Wohnungen aber noch viel mehr als bei uns in der Gegend.

Und denen Leuten nehmen wir die "Subventionen" dann auch noch weg?
 
Deswegen, was für ein Einkommen haben denn die Reichen überhaupt? Da kann man doch dann ansetzen und abastufen. Dass jemand 2000€ im Monat verdient und gestrichen wird, mein ich doch gar nicht. Aber wenn wir von 10000€/Monat reden, sieht das schon ganz anders aus, oder?
 
Ich zitiere mich kurz selbst:


Zimtzicke schrieb:
Nein, es wäre einfach mal eine Idee zu sagen: "Hör mal, du verdienst über Summe X pro Jahr, DIR streichen wir Zuschüsse und nehmen uns noch ein Bisschen (!) mehr von deinem Geld, damit wir es den Ärmeren nicht nehmen müssen".

Es gibt für alles Grenzen und Freibeträge. Aber wir trauen uns nicht zu sagen, dass jemand, der 5.000€ im Monat verdient, finanziell einfach besser gestellt ist als jemand, der mit 1.000€ im Monat heim geht...
 
Schön wieder die Diskussion - wenn man ansatzweise erwähnt dass es Hartz4ler gibt die Schmarotzer sind gehts rund. Aber jeder der ein Haus auf dem Land hat, hat dort eine Palast und ist reich. :nein: Wenn ich in meinem Umfeld schaue, gehen diejenigen aufs Land weil sie sich die Hauspreise in der Stadt nicht leisten können. Nur außerhalb bekommt man noch Häuser zu mehr oder weniger vernünftigen Preisen. Ach ne, ich vergaß ja wieder - jeder der sich ein Haus leisten kann ist ja reich.
 
Zimtzicke schrieb:
In Trier kosten Wohnungen aber noch viel mehr als bei uns in der Gegend.

Aber sicher nicht so viel mehr, dass sich täglich 100 km Fahrt rechnen. Und ne 500-Euro-Wohnung in Trier für eine Person ist auch vom Luxus her viel mehr als man im Elternhaus bekommt (es sei denn Mama und Papa haben ne Villa).
 
Ich wohne in der Stadt und fahre 30 tkm mit meinem Privatwagen zu den Baustellen/Büro. Immer schön flexibel sein sagt der Staat.... Aber das wäre gerecht da ich ja schon genug Miete zahle als ein Landei.. :nein:
 
Zimtzicke schrieb:
Nein, es wäre einfach mal eine Idee zu sagen: "Hör mal, du verdienst über Summe X pro Jahr, DIR streichen wir Zuschüsse und nehmen uns noch ein Bisschen (!) mehr von deinem Geld, damit wir es den Ärmeren nicht nehmen müssen".

Es gibt für alles Grenzen und Freibeträge. Aber wir trauen uns nicht zu sagen, dass jemand, der 5.000€ im Monat verdient, finanziell einfach besser gestellt ist als jemand, der mit 1.000€ im Monat heim geht...

Jep , gut zusammen gefasst .
Jemandem der wirklich gut verdient muß der weg zur arbeit nicht auchnoch bezuschusst werden . Darum gehts mir doch .
Jemand der mit 900€ Netto nach Hause geht kann gerne zuschüsse und Steuererleichterungen bekommen .

Wir sind ein Sozialstaat und das ist auch gut so .Aber dann sollte man zusehen das man denen die wenig verdienen möglicht gut hilft und nicht denen die genug verdienen um selber sehr gut über die Runden zu kommen . Aber aber da diese Mittelschicht bei Wahlen sehr wichtig ist , wird da auch ungerne gespart .


Und bevor mir jemand was vorwerfen möchte . Ich gehöre wohl auch zu dem was man als Mittelschicht bezeichnet ...
 
Tja, so steuern wir mehr und mehr in eine Zeit, in der die Reichen sich zweimal überlegen müssen, ob die gnädige Frau abends wirklich alleine am Geldautomaten halten sollte.....

Die Kinder werden an den Wochenenden mit ihren Marken Sachen auch mehr und mehr Spaß haben....

Und die Sachbeschädigung von denen, die sich so fülen, wie man sich als Mensch zweiter Wahl halt fühlt wird sicher auch nicht weniger.

Top! :nein:
 
straikar schrieb:
Na logo! Gut finde ichs ja, dass sich in den nächsten Jahren die Gehälter automatisch erhöhen. :ugly:

Muss ja auch. Wenn hier in den kommenden Jahren die Superinflation einsetzt und das Volk Brot gegen Autos eintauscht muss zumindest gewährleistet werden, dass vom Olymp aus weiter regiert werden kann.
 
Zimtzicke schrieb:
Leute wie Gerri machen sich über Geld und ihre Zukunft anscheinend garkeine Sorgen. Sie sind (afair) alleine, verdienen gutes Geld, wurden letztes Jahr vom Staat schön subventioniert, damit der Job auch sicher bleibt... haben auch keine Angst davor, dass auch sie mal arbeitslos werden könnten und dann von viel weniger Geld leben müssten, was nach jetzigem Stand dann noch weniger sein wird...

Auch egal. Ist nicht mein Problem, auch wenn ich seine Ansichten nicht verstehen kann.

Mich nervt es nur, nein, es kotzt mich an, dass die Menschen, wo sich das Geld jeden Monat auf dem Konto anhäuft, heute recht herzlich über uns normalen Menschen lachen werden.

hör ma , du weißt garnicht wie viele Sorgen ich mir mache in (ferner) zukunft mal arbeitslos zu werden.
Gerade letztes Jahr war das näher als man sich je hätte ausmalen können aber warum muss ich deshalb deine soziale Meinung vertreten?

Ich finde das man für sein Geld arbeiten muß und ansonsten eben nur am Existenzmininum leben kann. Was in Dtld. läuft ist einmalig in der Geschichte der Menschheit und es gibt auch kein vergleichbares Land das es nur annähernd so macht.

Mich lassen dann wie gesagt solche Stories mit der Gebäudereinigungsfirma aus Berlin aufhorchen wenn da hunderttausende Arbeitslose sind und die nichtmal die 100 Jobs besetzt bekommen.....
 
Ich finde das man für sein Geld arbeiten muß und ansonsten eben nur am Existenzmininum leben kann. Was in Dtld. läuft ist einmalig in der Geschichte der Menschheit und es gibt auch kein vergleichbares Land das es nur annähernd so macht.

Und das ist imo auch so ziemlich der einzige Grund warum man stolz darauf sein kann hier zu leben.
Was ich damit sagen will:
Es gibt sicherlich viele Dinge die man an Deutschland kritisieren kann...aber das wir (noch) ein brauchbares soziales Auffangnetz haben für Leute denen es temporär nicht so gut geht (und ich vertrete nicht die Ansichten der Bild und RTL2, dass alle Hartz 4 Empänger Schmarotzer sind die nicht arbeiten wollen), und diese nicht wie Dreck behandeln, gehört sicherlich nicht dazu.
 
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