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80 Mrd. Streichliste der Bundesregierung - ausgewogen oder nicht?

Ist die 80 Mrd. Streichliste ausgewogen?


  • Umfrageteilnehmer
    49

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Zimtzicke:

Du musst allerdings bedenken, dass ein weiterer großer Teil der Einnahmen für die Schulden drauf geht, die wiederum zu einem beachtlichen Teil für Sozialausgaben verwendet wurden. Sicher gibt es auch woanders Sparpotentiale, etwa bei Subventionen und im Gemeinwesen (wobei das dann auch niemand will). Aber ohne Berücksichtigung des Sozialstaats ist ein Spoarprogramm nur Kosmetik.

Die Einnahmeseite zu erhöhen, halte ich erst mal auch für falsch. Fakt ist, dass bei ständiger Erhöhung der Einnahmen schlicht nicht gespart werden wird. Es sit ein Teufelskreis aus dem wir raus müssen. Es werden neue Subventionen, Sozialleistungen etc. eingeführt und die können dann nicht mehr abgeschafft werden, weil sonst das Wahlvolk die Regierung abstraft. Also wird immer weiter die Einnahmeseite erhöht.
Gespart wird immer erst, wenn es zu spät ist und der Druck groß ist. In dieser Stimmung sind wir gerade und ich bin froh, dass überhaupt mal ernsthaft mit Konsequenzen über das Sparen nachgedacht wird. Bisher ist das ganze sicherlich nciht 100% gerecht, aber ich sehe den aktuellen Entwurf nur als Anfang.
 
Sehe ich auch so. Sparen tut halt mehr weh als einfach die Einnahmen zu erhöhen. Aber ich finds gut. Das geht bei uns in Saarbrücken sogar so weit, dass es kein Public Viewing zur WM geben wird, weil es der Stadt zu teuer ist. Finde ich zwar Schade, aber angesichts unserer Haushaltsprobleme genau den richtigen Weg.
 
In Stuttgart auch nicht, was der Attraktivität der Stadt ohnehin nicht förderlich ist.
Übrigens ist es eine riesen Sauerei, dass Heizkosten abgeschnitten werden, und dem Hotelgewerbe 12% Steuern schenkt.
 
@ Nas

Weisst du, vielleicht sehe ich es auch nur zu romantisch.

Ich hatte in meiner Familie zwei Fälle von Hartz IV. Dummerweise gehörten die zwei Fälle NICHT zu den Schmarotzern und es gab Monate, wo man ab dem 15. des Monats gucken musste, dass man was zu Essen hatte.

Ich arbeite nunmehr seit 16 Jahren, zahle jeden Monat brav meine Steuern, meine Sozialabgaben, meine Versicherungen, mein Haus. Du willst, dass die Pendlerpauschale abgeschafft wird. Schön für die, die es wirklich auf sich nehmen, jeden Tag zig Kilometer zu fahren, damit sie überhaupt zur Arbeit kommen (damit sie kein ALG-Fall werden). Sollen sie halt umziehen, gell? Ich habe ein Kind (irgendwer muss ja später meine Rente bezahlen, die deiner Ansicht nach ja gekürzt werden soll), welches jeden Monat Kosten verursacht. Ja, das ist unser persönlicher "Luxus", den wir uns leisten wollte. Jaaaaaa, wir wollten als Ehepaar ein Kind. Ok, ich schicke meine Frau am besten nach 8 Wochen wieder arbeiten, denn bei den unheimlich hohen Elterngeldsätzen kann man als Mann heute selbst für ein Jahr kaum eine Familie alleine ernähren. Aber dann kürzen wir das Elterngeld lieber weiter und sorgen gleichzeitig dafür, dass Eltern ihre Kinder bereits nach wenigen Monaten Lebenszeit in die Betreuung geben... was dummerweise den Staat VIEL (!!!) mehr Geld kostet, als das Elterngeld.

Das alles ist aber Makulatur, denn ich kann ja trotzdem leben. Müssen wir uns halt einschränken.

Leute wie Gerri machen sich über Geld und ihre Zukunft anscheinend garkeine Sorgen. Sie sind (afair) alleine, verdienen gutes Geld, wurden letztes Jahr vom Staat schön subventioniert, damit der Job auch sicher bleibt... haben auch keine Angst davor, dass auch sie mal arbeitslos werden könnten und dann von viel weniger Geld leben müssten, was nach jetzigem Stand dann noch weniger sein wird...

Auch egal. Ist nicht mein Problem, auch wenn ich seine Ansichten nicht verstehen kann.

Mich nervt es nur, nein, es kotzt mich an, dass die Menschen, wo sich das Geld jeden Monat auf dem Konto anhäuft, heute recht herzlich über uns normalen Menschen lachen werden.
 
Mach auch derzeit nachm Studium ein Praktikum und muss jeden Tag eine Strecke 70km fahren. Seh jetzt ja schon kein Land mehr, aber ohne Pendlerpauschale nächstes Jahr in der Steuererklärung wirds noch dusterer.
 
MouseMan schrieb:
Frystil schrieb:
Mal was anderes: Ich dachte immer, Elterngeld wäre für Berufstätige Paare gedacht, damit auch der Mann zu Hause bleiben kann und das Kinderkriegen somit attraktiver wird. Wieso bekommen das Arbeitslosen-Geld-2-Empfänger?

Hierauf hätte ich auch gerne eine Antwort. Ich wusste nicht warum ALG2-Empfänger Elterngeld bekommen, weil es macht ja mit dem mir bekannten Zweck einfach keinen Sinn. Denn als Arbeitsloser ist man ja sowieso daheim um auf die Kinder aufzupassen, das muss ja nicht noch finanziell von staatlicher Seite aus attraktiver gemacht werden.
Elterngeld ist der nachfolger vom Erziehungsgeld. In erster linie ging es darum mit dem Elterngeld einen anreiz zu geben, damit die Geburtenraten in Deutschland steigen. Beim Erziehungsgeld gab es früher meine ich 600 DM monatlich für bis zu 18 Monate. Das Elterngeld richtet sich nach dem einkommen welches die gebärende Mutter vorher hatte,aktuell glaube ich 60% vom Nettoeinkommen. Also bekommt eine frisch gebackene Mutter die vorher 1200 netto hatte dann knapp 720 euro Elterngeld. So, und jetzt schau dir mal die Hartz IV sätze für ein Neugeborenes an und dann fragst du noch wieso ein Hartz IV-Empfänger überhaupt 300 euro Elterngeld bekommt bzw. bald NICHT mehr bekommt ??????
Die Oberschicht bleibt oben und die Unterschicht verarmt immer mehr !!!!
 
Naja , grade die Pendlerpauschale ist IMO eine zwiespältige sache .
Klar ist das ein muß für jemanden der nicht viel verdient , aber weit zur Arbeit fahren muß . Nur stellt sich die frage ob man gut verdienenden da unter die Arme greiffen muß ? IMO nein . Und dann ( was man grade im Berliner raum extrem oft sieht ) die leute die in Berlin arbeiten aber ins Umland ziehen da die Mieten/Grundstücke da Preiswerter sind , sich den dadurch entstandenen langen Fahrweg aber über die Pendlerpauschale Subventionieren lassen .
Ich bin einfach der Meinung das der Steuerzahler nicht für selbst verursachte höhere Fartkosten aufkommen sollte .
 
Zimtzicke schrieb:
Ich arbeite nunmehr seit 16 Jahren, zahle jeden Monat brav meine Steuern, meine Sozialabgaben, meine Versicherungen, mein Haus. Du willst, dass die Pendlerpauschale abgeschafft wird. Schön für die, die es wirklich auf sich nehmen, jeden Tag zig Kilometer zu fahren, damit sie überhaupt zur Arbeit kommen (damit sie kein ALG-Fall werden). Sollen sie halt umziehen, gell? Ich habe ein Kind (irgendwer muss ja später meine Rente bezahlen, die deiner Ansicht nach ja gekürzt werden soll), welches jeden Monat Kosten verursacht. Ja, das ist unser persönlicher "Luxus", den wir uns leisten wollte. Jaaaaaa, wir wollten als Ehepaar ein Kind. Ok, ich schicke meine Frau am besten nach 8 Wochen wieder arbeiten, denn bei den unheimlich hohen Elterngeldsätzen kann man als Mann heute selbst für ein Jahr kaum eine Familie alleine ernähren. Aber dann kürzen wir das Elterngeld lieber weiter und sorgen gleichzeitig dafür, dass Eltern ihre Kinder bereits nach wenigen Monaten Lebenszeit in die Betreuung geben... was dummerweise den Staat VIEL (!!!) mehr Geld kostet, als das Elterngeld.

Aber das Problem liegt bei deiner Schilderung doch ganz woanders. Das Problem ist der Wandel in der Arbeitswelt, die extrem hohe Flexibilität und Mobilität fordert. Eine Arbeitswelt, die elternfeindlich ist. Eine Arbeitswelt, die bindungsfeindlich ist.

Da helfen auch Pendlerpauschale oder Elterngeld nichts, wenn an andere Stelle die neue flexible Wirtschaftswelt in der Globalisierung gepredigt und gefördert wird. So ist es ja mit den meisten Subventionen, sie sind Flickwerk, das an dem eigentlichen Problem meilenweit vorbei geht.
 
Pendlerpauschale oder allgemein Unterstützung für diejenigen die auf die einen längeren Arbeitsweg haben finde ich absolut notwendig und zurecht Werbungskosten. In Großsstädten mag das vielleicht nicht so das Thema sein, aber in ländlicheren Gegenden gehts einfach nicht anders als mit dem Auto auf die Arbeit zu fahren. Wäre für mich auch das komplett falsche Signal gewesen.
 
DaMeep schrieb:
Naja , grade die Pendlerpauschale ist IMO eine zwiespältige sache .
Klar ist das ein muß für jemanden der nicht viel verdient , aber weit zur Arbeit fahren muß . Nur stellt sich die frage ob man gut verdienenden da unter die Arme greiffen muß ? IMO nein . Und dann ( was man grade im Berliner raum extrem oft sieht ) die leute die in Berlin arbeiten aber ins Umland ziehen da die Mieten/Grundstücke da Preiswerter sind , sich den dadurch entstandenen langen Fahrweg aber über die Pendlerpauschale Subventionieren lassen .

So sehe ich das auch. Arbeitslose und Berufsplatzwechsler können ja zum Antritt ihrer Stelle gerne Förderung bekommen. Aber nicht jeder Pendler muss auf Dauer staatlich gefördert werden.
 
Niedersachsens-Abgeordnete-sollen-405-Euro-mehr-bekommen_ArtikelQuerKlein.jpg

Diätenerhöhung - Niedersachsens Abgeordnete sollen 405 Euro mehr bekommen
Auf Betreiben der beiden großen Fraktionen CDU und FDP wird Niedersachsens Landtag am Dienstag eine kräftige Anhebung der Abgeordneteneinkünfte beschließen – von derzeit 5595 Euro monatlich auf 6000 Euro ab 1. Januar kommenden Jahres. In einem ersten Schritt werden die Diäten zum Juni dieses Jahres auf 5800 Euro angehoben und dann noch einmal um 200 Euro. Zur Jahresmitte 2012 soll die Grundentschädigung für Abgeordnete, zu der noch eine steuerfreie Aufwandsentschädigung von 1048 Euro zählt, an die allgemeine Einkommensentwicklung angepasst werden – auch um jährlich wiederkehrende Debatten um die Diätenerhöhungen zu vermeiden.
Klick
 
DaMeep schrieb:
Naja , grade die Pendlerpauschale ist IMO eine zwiespältige sache .
Klar ist das ein muß für jemanden der nicht viel verdient , aber weit zur Arbeit fahren muß . Nur stellt sich die frage ob man gut verdienenden da unter die Arme greiffen muß ? IMO nein . Und dann ( was man grade im Berliner raum extrem oft sieht ) die leute die in Berlin arbeiten aber ins Umland ziehen da die Mieten/Grundstücke da Preiswerter sind , sich den dadurch entstandenen langen Fahrweg aber über die Pendlerpauschale Subventionieren lassen .
Ich bin einfach der Meinung das der Steuerzahler nicht für selbst verursachte höhere Fartkosten aufkommen sollte .

Nein, es wäre einfach mal eine Idee zu sagen: "Hör mal, du verdienst über Summe X pro Jahr, DIR streichen wir Zuschüsse und nehmen uns noch ein Bisschen (!) mehr von deinem Geld, damit wir es den Ärmeren nicht nehmen müssen".

Es gibt für alles Grenzen und Freibeträge. Aber wir trauen uns nicht zu sagen, dass jemand, der 5.000€ im Monat verdient, finanziell einfach besser gestellt ist als jemand, der mit 1.000€ im Monat heim geht...
 
Was Meep aber meint ist, dass es auch nicht richtig ist, dass sich Leute aufgrund billigerer Baukosten sich auf dem Land einen fetten Bunker hinstellen und für den längeren, selbst ausgesuchten Fahrtweg Subventionen vom Staat kassieren. Natürlich sollte man auch hier abwägen und könnte ab einer gewissen Einkommensgrenze die Pendlerpauschale schrittweise (muss ja nicht gleich ganz sein) kürzen.

Über was für einem Einkommen sprechen wir eigentlich bei den Reichen im Jahr?


Find das ganze schon derbe. In die Banken wurden zig Milliarden gempumpt und sollen erst ab nächstes Jahr(?) mit 2Mrd. zu Seite stehen? Hm... angeischts der vermeldeten Gewinne der Deutschen Bank dieses Jahr blanker Hohn. Was lernt uns das für künftige Generationen? Nur mit bescheißen kommst weiter und als Ehrlicher (armer) der Sündenbock. Klasse:kotz:
 
Das hat doch mit staatlicher Förderung nichts zutun. Wenn du eine Beruf hast, bei dem sich ständig Vorschriften oder technisches Wissen ändert und du daher gezwungen bist Unsummen für Literatur auszugeben um auf dem aktuellen Stand zu sein, während dein Arbeitgeber dies dir nicht erstattet, ist das dann auch in Ordnung? Da geht es einfach um das Prinzip dass du die Aufwendungen die du im Zusammenhang mit deinem Einkommen hast auch abziehen darfst. Wäre ja noch schöner wenn man egal was für Kosten man für seine Arbeit hat, diese nicht gegenrechnen könnte.
 
Mandos schrieb:
Das hat doch mit staatlicher Förderung nichts zutun.

Aber sicher doch. Frystil hat sehr schön gezeigt, dass es sich in der Realität um eine Förderung (der Suburbanisierung) handelt. Dieses ganze Absetzen von der Steuer wird doch endlos missbraucht. Dann lieber niedrigere Steuersätze und weniger Ausnahmen.
 
Mandos schrieb:
Das hat doch mit staatlicher Förderung nichts zutun. Wenn du eine Beruf hast, bei dem sich ständig Vorschriften oder technisches Wissen ändert und du daher gezwungen bist Unsummen für Literatur auszugeben um auf dem aktuellen Stand zu sein, während dein Arbeitgeber dies dir nicht erstattet, ist das dann auch in Ordnung? Da geht es einfach um das Prinzip dass du die Aufwendungen die du im Zusammenhang mit deinem Einkommen hast auch abziehen darfst. Wäre ja noch schöner wenn man egal was für Kosten man für seine Arbeit hat, diese nicht gegenrechnen könnte.

Und die Pendlerpauschale ist doch keine Subvention.. Wenn mann kaum was verdient kann mann auch kaum was absetzen:? Du bist doch der Profi...
 
Zimtzicke schrieb:
Ach ja, Abgabe für Brennelemente... glaubt irgendjemand, dass dieses Geld von den Energieerzeugern bezahlt wird? Strompreiserhöhungen für's Volk halte ich da für wahrscheinlicher. ;)

Selbstverständlich würde das Preiserhöhungen bedeuten. Sollten die Regierenden das in weiser Voraussicht unterbinden (obwohl ich nicht dran glaube und auch nicht wüßte, wie man das konkret anstellen soll), gäbe es für die Stromkonzerne keinen Grund, die Dinger weiter laufen zu lassen.
Also gleich zu machen, die strahlenden Kästen. Ist ohnehin die Mehrheit dafür :kaffee:
 
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