Meinung zu Folge 6:
Der Anfang der Folge war für mich noch schwerer zu ertragen als das Ende der letzten Folge.
Was man gesehen hat ist, dass Stefan vor der Gruppe genau einmal die Verantwortung für den Unfall mit dem Feuer übernommen hat, und zwar als er bereits den gelben Knopf gedrückt hatte und die Gruppe gemeinsam auf dessen Abholung gewartet hat. Da hat er gesagt, es war Sau gefährlich, es hätte nicht passieren dürfen, er ist froh dass bei der Sache niemand zu Schaden gekommen ist. Das war so was wie ein ehrliches: Es tut mir leid. Allerdings zu dem Zeitpunkt viel zu spät und dann eben nicht mehr geeignet um die Situation vor Ort noch irgendwie gerade zu biegen.
Was er dann im Interview mit Fritz geschildert hat ist dann absolut ekelhaft, ehrenlos, ehrverletzend gegenüber Joe und menschlich maximal enttäuschend gewesen.
Man merkt spätestens jetzt, dass Stefan ein notorischer Lügner ist, der sich in ein Netz von Unwahrheiten verstrickt um sein Selbstbild gegenüber der Außenwelt zu wahren.
Das mag vermutlich tiefenpsychologische Gründe haben, er kann da - für ihn: leider - ja auch gar nicht aus seiner Haut und anders, er hat es offensichtlich in 48 oder wie vielen Jahren nicht anders gelernt.
Aber, die Verantwortung für dieses Verhalten hat nunmal nur er selbst zu tragen und niemand sonst. Dass er auch ein halbes Jahr später erkennbar nicht in der Lage oder Willens ist, im Gegenteil nun noch von seiner willfährigen Community in seinem Bild von sich gestärkt wird, sich auch nur einen Millimeter zu reflektieren und mehr zu machen als lediglich das unleugbare nicht zu leugnen (und selbst das macht er ja teilweise) ist maximal tragisch.
Die Heldenerzählung über seine Löschaktion und das gleichzeitige angeblich unverantwortliche Handeln von Joe wird sich durch die Berichte von vor allem Uwe, aber auch natürlich Joe (in Bezug auf Nachvollziehbarkeit, Konsistenz etc., nicht in Bezug auf Objektivität) und den anderen, die zumindest indirekt beteiligt waren, sehr leicht als blanke Lügen bloßstellen lassen. Das ist wie gesagt sowas von unterste menschliche Schublade, dass ich Schwierigkeiten hatte nicht vor Wut in den Fernseher zu springen.
Nochmal zur Klarstellung: Hat Joe in den 3 bis 4 Tagen alles richtig gemacht? Nein, natürlich nicht. Hat Stefan alles falsch gemacht? Nein, natürlich nicht.
Aber in der Gesamtbetrachtung und angesicht der bis zu diesem Tag verfolgten Strategie der Uneinsichtigkeit und Lügenerzählung muss die Beurteilung aber eindeutig ausfallen.
Ich stimme außerdem
@Urgs zu: Von nun an freue ich mich auf Feel-Good-Folgen und die Harmonie in der Gruppe.
Den Kontrast kann man nur allzu gut gebrauchen.