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Nochmals viel Kraft. Mich erinnert das an die Geschichte meiner Oma. Ihre Therapie hatte zunächst gut angeschlagen, und nach einem Jahr galt sie als geheilt. Doch nur einen Monat nach der Nachuntersuchung kam die neue Diagnose: „Sie haben noch 1-2 Monate zu leben.“Danke euch allen für eure lieben Worte. Ich schreib mir ja nicht oft was von der Seele, aber diesmal war es mir irgendwie ein Anliegen..
Ich plane momentan die Trauerfeier.
Annonce für die Zeitung, Bestattungsart, bin mit der Kirche am korrespondieren um einen Priester zu organisieren, weil meine Mutter da wert drauf gelegt hat. Dazu möchte ich die Feier eher klein halten obwohl meine Mutter hier regional bekannt war wie ein bunter Hund. Aber ich will halt nicht dutzende für mich Fremde dabei haben, die mir dann Beileid bekunden..
In den letzten Monaten hat sich auch gut herausgestellt, wer wirklich für meine Mutter da war. Da sollen dann auch die Prioritäten liegen. So fühlt es sich für mich richtig an. Ihre besten Freunde sind seit Wochen nicht von ihrer Seite gewichen und waren teilweise mit mir 10 Stunden im Krankenhaus.
Alles nicht so einfach gerade.. Meine Mutter und ich hatten ja auch oft ein schwieriges Verhältnis und waren vom Typ Mensch schon sehr unterschiedlich. In solchen Momenten ist aber alles vergangene total irrelevant und es schmerzt einfach ungemein. Sie wird mir sehr fehlen.
Krebs ist einfach so ne Dreckskrankheit. Alle Therapien haben im Fall meiner Mutter kaum Wirkung gezeigt. Und sie hat wirklich gekämpft und alles über sich ergehen lassen. Die zweite Chemo hat sie im letzten Monat ins Krankenhaus gebracht, welches sie dann nicht mehr verlassen hat. Das ist so ungemein frustrierend.
Im Mai kommt unser zweites Kind welches sie unbedingt noch kennenlernen wollte. Ich hoffe Sie schaut vielleicht von irgendwo anders zu.
Da kann ich mir gut vorstellen, was da in einem vor sich geht... Sehr rührendAls sie schließlich starb, habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, ihr selbstgeschriebenes Adressbuch durchzutelefonieren, um allen Bescheid zu geben. Dabei habe ich von jedem, den ich erreicht habe, eine kleine Geschichte über sie gehört. Es hat mich überwältigt, wie viel sie für andere getan und geholfen hatte, Dinge, die ich selbst gar nicht mitbekommen hatte. In diesem Moment habe ich verstanden, warum Beileidsbekundungen so wichtig sein können. Denn diese „Fremden“ hatten oft einen ganz anderen Bezug zu ihr und haben sich durch ihre Erinnerungen noch einmal erkenntlich gezeigt. Gerade in der schweren Krankheitsphase würde ich mich auch eher zurückhaltend und denjenigen nicht noch zusätzlich belasten.. Bekomme es auch aktuell bei einem Freund mit, wo seine Mutter nun die Therapie begonnen hat und es ihr zunehmend schlechter geht..
Das "Gute" an so einer Nachricht ist, dass man die verbleibende Zeit noch bewusst und intensiv nutzen kann – anders als bei einem plötzlichen Verlust. Mir war zwar klar, dass es ein großes Loch in mir hinterlassen würde, jeden Tag bei ihr zu sein, aber genau das habe ich damals gebraucht und auch so für mich entschieden. Wenn ich daran zurückdenke, wie schwer es war, die Anrufe zu machen, bekomme ich direkt wieder einen Kloß im Hals. Ob ich es heute wieder genauso machen würde, weiß ich nicht, aber am Ende hat es mich mit Stolz erfüllt. Ich habe mir gesagt, dass ich mehr so sein möchte wie meine Oma.Da kann ich mir gut vorstellen, was da in einem vor sich geht... Sehr rührend![]()
gut das ich gewechselt habe.Wir verwenden essentielle Cookies, damit diese Website funktioniert, und optionale Cookies, um den Komfort bei der Nutzung zu verbessern.
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