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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Was ich ja auch immer schlimm finde, ist das Gefühl, was unsere Mitmenschen an sich aber auch durch die rechten Tendenzen und Parolen empfinden. Ein Bekannter - "systemrelevant" wie es bei Corona so schön hieß, also wichtiger und produktiver Bestandteil unserer Gesellschaft und der benötigt wird um manches positives im Land aufrecht zu erhalten - hat mir das geschrieben, da er sich Sorgen um Remigration macht auf die Frage ob er das ernst meint:

Naja, ich bin weder im Aussehen noch im Pass biodeutscher. Ausweise habe ich beide, aber das ist ja für die AfD kein Hinderungsgrund. Bevor eine Gefahr für mich oder meine Familie entsteht muss ich mir überlegen wohin. Denn meine Ausbildung erlaubt es mir einfach zu gehen. Ich strebe es nicht an. Aber ich werde dafür offener, egal was ich mir erarbeitet habe.
Ich möchte in der Gesellschaft in der ich lebe nicht geduldet werden, ich möchte akzeptiert und integriert sein.

Da muss ich schlucken und bin mehr als traurig.
 
ich hätte auch Angst als Nichtdeutscher, mich graust es ja schon davor wie es für "uns" Biodeutsche bald aussieht. Ich will nicht in einer Gesellschaft leben in der mehrheitlich die AFD gewählt wird, denn dort regiert nur Hass und Wut.

Der Osten hängt sich ja auch noch mehr ab weil durch die Wahlen und die Ereignisse dort ja auch keine qualifizierten Migranten dorthin wollen.
 
Wenn die Kluft zwischen Ost und West so groß ist, dann wird Deutschland wohl nicht um die Erfahrung kommen, von der AfD regiert zu werden. Gemeinsam durch Scheiße gehen hilft aber bekanntlich. Danach kommt die AfD weg, weil auch der Osten am eigenen Leib erfährt was Sache ist und es kann endlich und zusammen nach vorne geschaut werden. Allerdings sind dann wieder 16 Jahre rum.
 
ich hoffe ja dass 1-2 ostdeutsche Bundesländer diese Erfahrung allein machen. das reicht vollkommen aus wenn sie es so wollen.

Was man ja auch nie vergessen sollte. Ja, Corona hat viel in der Gesellschaft zerstört aber die AFD hat da kräftig migeholfen und v.a. vieles sagbar gemacht und Hass befördert.
 
Aus Ohnmacht. Der Osten hat lange CDU, SPD und Linke gewählt und keine Partei hatte oder konnte etwas ändern. Jetzt versuchen sie es mit der AfD, weil es die einzige Partei ist, deren Wahl in Berlin zu Reaktionen führt und tatsächlich die Bundespolitik beeinflusst.

Und natürlich gehört auch eine Ecke Romantisierung & Verklärung dazu. Die AfD wird den Osten nicht retten. Aber sie versteht es als einzige Partei, genau diese von mir beschriebene Gefühlslage zu adressieren und die Menschen emotional abzuholen.

:ugly: Ernsthaft ?

Sorry ,aber wer sich von der AfD "emotional abholen" lässt KANN doch nicht alle Tassen im Schrank haben!

Womit der Kreis sich dann wieder schließt:

AfD Wähler ("ohne rechte Tedenzen") = Vollidiot!

AfD Wähler ("nur aus Protest") = Vollidiot!

Es gibt einfach Dinge die kann man nicht mehr "schönreden"!
 
Zum Thema Ostdeutschland gibt es auch gerade einen schönen Kommentar in der Wirtschaftswoche:

Es geht wieder los. Hat es überhaupt jemals aufgehört? Wieder wird mit dem Finger auf die neuen Bundesländer gezeigt. „Die da“, heißt es in den Medien, heißt es auf der Straße, heißt es beim Feierabendbier. „Die da“ haben die AfD in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen zur Siegerin der Europawahl gemacht.

In den meisten Landkreisen lag das Ergebnis weit über der 30-Prozent-Marke. Deutschland ist schwarz-blau gespalten.

Kein Wunder, die Ostdeutschen seien allesamt unbedarft und rechtsradikal, tönt es folglich vielerorten. Zu Unrecht werden mindestens zwölf Millionen Menschen über einen Kamm geschert. Von jungen Menschen, die etwa in Hessen oder Nordrhein-Westfalen geboren sind, und die die neuen Bundesländer maximal von Kurzurlauben kennen. Oder älteren Akademikern, die wegen der billigen Mieten ins arme Nach-Wende-Berlin gezogen und in ihrer heilen Großstadt-Blase geblieben sind.

Sie alle maßen sich an, „die Ossis“ abzustempeln – ohne jemals dort gelebt oder sich deren Gedanken und Probleme angehört zu haben. Aus der Ferne Behauptungen aufzustellen, ist immer einfach.

Ich bin selbst gebürtige Brandenburgerin, komme aus einem Dorf, in das sich nicht einmal mehr Hase und Igel zum „Gute Nacht“-Sagen verirren. Nach dem Abitur habe ich mich direkt nach Berlin verzogen. Ich möchte die Ergebnisse nicht beschönigen oder die AfD-Wähler in Schutz nehmen. Als ich die Wahlergebnisse in den Kommunen meiner Familie gesehen habe, war ich erschrocken. Auch meine Familie war schockiert, meine Schulfreunde. Rund ein Drittel der Bürger hat in meinem Landkreis die AfD gewählt – aber eben auch zwei Drittel nicht!

Diese zwei Drittel darf man nicht vergessen. Ihnen zuzuschreiben, sie wären unbedarft und rechtsradikal, ist schlichtweg falsch. Aber das wird gerade getan. Alle werden in einen Topf geworfen. Dass es vielerorts Initiativen gibt, die sich gegen Rechtsextremismus einsetzen oder im Januar nach den Correctiv-Recherchen zum AfD-Geheimtreffen Hunderte und Tausende auf die Straßen gegangen sind, um mutig und mit Klarnamen gegen ihre Nachbarn zu demonstrieren, daran erinnert sich scheinbar gerade niemand mehr. Die Ossis seien schließlich schuld am Rekordergebnis der AfD. Diskussion beendet!

Alle reden über den Osten Deutschlands. Niemand redet mit dem Osten Deutschlands. Was die Bundesregierung für ganz Deutschland entscheidet, hat wenig mit der Lebensrealität in der sächsischen Kleinstadt oder dem 500-Seelen-Ort in Mecklenburg-Vorpommern zu tun. Die Kabinette in den Landesparlamenten bestehen zu einem nicht unerheblichen Teil aus Menschen, die im Westen Deutschlands Karriere gemacht und vor Jahren in die ostdeutsche Landespolitik gegangen sind. Eine Hamburger Volkswirtin hat kürzlich fünf Jahre lang über das Bildungssystem in Brandenburg entschieden. Ein ehemaliger Theaterleiter aus dem Allgäu ist Umweltminister in Thüringen.

Hören Sie bitte auf, das Bild des rechtsradikalen, trotzigen Ostdeutschen als Abziehbild auf zwölf Millionen Menschen zu übertragen. Gehen Sie lieber in den Dialog. Und keine Angst: Die Ostdeutschen beißen nicht.

Quelle: https://www.wiwo.de/politik/deutsch...-fuer-zwoelf-millionen-menschen/29843866.html
 
:ugly: Ernsthaft ?

Sorry ,aber wer sich von der AfD "emotional abholen" lässt KANN doch nicht alle Tassen im Schrank haben!

Womit der Kreis sich dann wieder schließt:

AfD Wähler ("ohne rechte Tedenzen") = Vollidiot!

AfD Wähler ("nur aus Protest") = Vollidiot!

Es gibt einfach Dinge die kann man nicht mehr "schönreden"!

Jo, jeder dritte Wähler in den neuen Ländern ist ein Vollidiot. Großbuchstaben. Ausrufezeichen. Du hast es erkannt. Case closed :fp:
 
:ugly: Ernsthaft ?

Sorry ,aber wer sich von der AfD "emotional abholen" lässt KANN doch nicht alle Tassen im Schrank haben!

Womit der Kreis sich dann wieder schließt:

AfD Wähler ("ohne rechte Tedenzen") = Vollidiot!

AfD Wähler ("nur aus Protest") = Vollidiot!

Es gibt einfach Dinge die kann man nicht mehr "schönreden"!

Mit genau dieser Einstellung wird sich aber nie was ändern. Die Gründe dafür wurden hier im Thread ja schon zur Genüge von mehreren Leuten beschrieben. Dein Post zeigt nur, dass Empathie leider nicht gerade eine Stärke von Dir ist.
 
Mit genau dieser Einstellung wird sich aber nie was ändern. Die Gründe dafür wurden hier im Thread ja schon zur Genüge von mehreren Leuten beschrieben. Dein Post zeigt nur, dass Empathie leider nicht gerade eine Stärke von Dir ist.

LOL! Das ist (oft) eine meiner größten "Schwächen"... zu viel Empathie.

Und nein, für Nazis,deren Unterstützer und/oder Vollidioten mit Ansage und/oder Anlauf habe ich keine! Warum auch?
 
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da wächst der nächste nationalistische Staat heran, herrlich....

:homer:

edit: ab Minute 37 sieht man dann auch zu was das führt....
 
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da wächste der nächste nationalistische Staat heran, herrlich....

:homer:

edit: ab Minute 37 sieht man dann auch zu was das führt....

Das hatte John Oliver kürzlich auch zum Thema

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da wächste der nächste nationalistische Staat heran, herrlich....

:homer:

edit: ab Minute 37 sieht man dann auch zu was das führt....
Bei sowas abartigem verliere ich echt jeglichen Glauben an die Menschheit.
 
Ich finde die aktuelle Entwicklung sowie Wahlergebnisse sehr besorgniserregend. Meine Partnerin zB hat keinen deutschen Pass und bekommt langsam Angst vor der Zukunft.

Oder wenn ich da an meine Kinder denke. Ich weiß genau wie deren Mutter politisch tickt und wenn die in ein paar Jahren den Käse nachplappern weiß ich noch nicht wie ich damit umgehen werde.

Bin da bei der Diskussion zwischen @Gerri und @Mandos drauf gekommen. Wenn der eigene Nachwuchs in diese Kerbe schlägt, dann MUSS man in den Dialog gehen.
 
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