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Der Politikthread (5 Betrachter)

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Es geht ja auch darum, dass viele Sozialhilfeempfänger aufgrund des Bürgergelds erst gar keinen Job annehmen, obwohl sie einen haben könnten. Siehe auch dazu der von mir verlinkte Handelsblatt-Artikel.

Der wo es um Strom geht? Da find ich nichts zu Bürgergeldempfängern, die keinen Job annehmen. Meintest du noch einen anderen Artikel?

Jetzt wirst Du mir sicher gleich erzählen, dass das ja garnicht möglich ist da angeblich genau vom Amt kontrolliert. Im Endeffekt bezweifle ich aufgrund Deines Jobs aber auch, dass Du da wirklich neutral bist.

Natürlich ist meine Wahrnehmung rein subjektiv. Es ist auch nicht mein Job, Menschen in Arbeit zu bringen. Aber der ultimative Drang ist eher vom Stigma Jobcenter wegzukommen. Nahezu niemand fühlt sich da wohl. Natürlich gibt es die Fälle, ich kenne hier in der Grundsicherung im Alter und bei der Hilfe zum Lebensunterhalt für Erwerbsgeminderte natürlich auch Leute, die sich einfach ihr Leben lang halb tot gesoffen haben und heute nicht mehr arbeiten können... ja, die gibt es. Und es gibt bestimmt auch irgendwo den Klischee-Punker mit rotem Iro, der möglichst versucht sich vor allem zu drücken.

Aber du nutzt das als Argumentationsgrundlage um nahezu den gesamten Sozialstaat abzuschaffen und dafür wiederum ist dieser Anteil an Personen in der großen Masse verschwindend gering. Egal, wie das Handelsblatt das formuliert :)
 
Der wo es um Strom geht? Da find ich nichts zu Bürgergeldempfängern, die keinen Job annehmen. Meintest du noch einen anderen Artikel?

Sorry, der war tatsächlich schon etwas weiter hinten: https://www.konsolentreff.de/themen/der-politikthread.29715/seite-1469#post-5091354

Aber du nutzt das als Argumentationsgrundlage um nahezu den gesamten Sozialstaat abzuschaffen und dafür wiederum ist dieser Anteil an Personen in der großen Masse verschwindend gering. Egal, wie das Handelsblatt das formuliert :)

Es geht mir ganz eindeutig nicht darum, den kompletten Sozialstaat abzuschaffen. Ich hatte hier bereits geschrieben, dass Menschen die krank sind oder aus anderen Gründen wirklich nicht arbeiten können, definitiv unterstützt werden müssen. In solchen Fällen sogar gerne auch über das aktuelle Niveau hinaus.

Was mir stinkt sind Leute, die arbeiten könnten, es sich aber aus unterschiedlichsten Gründen in der sozialen Hängematte gemütlich machen. Es gab hier erst vor ein oder zwei Tagen einen verlinkten Artikel, in dem geschrieben wurde, dass 60% (!!!) der unter 25-jährigen Sozialhilfeempfänger unentschuldigt bei Pflichtterminen im Jobcenter fernbleiben. Aufgrund lascher Sanktionen sind den Ämtern in solchen Fällen wohl die Hände gebunden.
Ganz ehrlich, sowas ist in höchstem Maße asozial. Solchen Leuten würde ich spätestens beim zweiten Vertoß konsequent sämtliche Sozialleistungen auf unbestimmte Dauer streichen. Außerdem würde ich die darüber zwingen, sofort den erstbesten Job anzunehmen, der sich ihnen bietet.

Kurz gesagt: Wer arbeiten kann, der MUSS arbeiten und vom Amt entsprechend dazu gedrängt werden. Und sobald ein Empfänger seinen Pflichten wiederholt nicht nachkommt, sofort sämtliche Leistungen streichen. Und zwar konsequent und nicht wieder mit zig Ausnahmen und Schlupflöchern.
 

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Also, ich weiss nicht... ich bin zwar 23 Jahre im Job, war seit meinem Realschulabschluss nicht einen Tag arbeitslos, hab hier täglich mit Leuten zu tun, die ich - wenn sie so wären, wie du sie größtenteils beschreibst - regelrecht hassen müsste und trotzdem find ich diese Klotze-und-Maloche-egal-was-irgendwas-mit-Zwang-sonst-stirb-obdachlos-du-Asozialer-Mentalität schon fast irgendwie traurig.

Also ich würde mich richtig schütteln, wenn solche Arbeitsanweisungen "von oben" kämen und dann auch noch Worte wie asozial, Zwang und sofort konsequent Leistungen streichen (Stempel, rot: Sofortsache!) enthalten wären. Was wäre das für eine Behördenkälte, und für ein sippenhaftgeiles, hasserfülltes Deutschland.

Und die Superreichen lachen sich derweil ins Fäustchen, wohin der Hass gelenkt wird... das ist immer das Traurigste an der ganzen Sache.
 
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Also bei uns im Haus wohnt ein Paar, sie mitte 30, er ende 20, beide seit knapp 2 Jahren ohne Arbeit, und man sieht regelrecht, das die auch keine Arbeit suchen, dazu ist sie noch Schwanger.
Die sind die Tage mal zum Bummeln und Shoppen nach Luxemburg gefahren, sind generell viel Unterwegs, er hat sich vor 4 Wochen ne PS5 Digital gekauft, und die Erstausstattung fürs kommende Kind wurde auch vom Amt bezahlt.
Da sie beide Rauchen, ist fast immer das Küchenfenster offen, da an diesem Geraucht wird, Heizkosten zahlt ja eh das Amt.
Die freuen sich jetzt schon auf die Erhöhung ihres Bürgergeldes zum 1.1.24 :ugly:
Wenn ich dann morgens um 7.00 Erkältet zur Arbeit gehe, grüssen sie mich wenigstens Freundlich vom Küchenfenster aus, Rauchend mit einer Tasse Kaffee in der Hand :D
 
Also, ich weiss nicht... ich bin zwar 23 Jahre im Job, war seit meinem Realschulabschluss nicht einen Tag arbeitslos, hab hier täglich mit Leuten zu tun, die ich - wenn sie so wären, wie du sie größtenteils beschreibst - regelrecht hassen müsste und trotzdem find ich diese Klotze-und-Maloche-egal-was-irgendwas-mit-Zwang-sonst-stirb-obdachlos-du-Asozialer-Mentalität schon fast irgendwie traurig.

Also ich würde mich richtig schütteln, wenn solche Arbeitsanweisungen "von oben" kämen und dann auch noch Worte wie asozial, Zwang und sofort konsequent Leistungen streichen (Stempel, rot: Sofortsache!) enthalten wären. Was wäre das für eine Behördenkälte, und für ein sippenhaftgeiles, hasserfülltes Deutschland.

Leute, die nicht arbeiten, obwohl sie arbeiten könnten und gleichzeitig Sozialhilfe kassieren, leben auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. So etwas muss, allein schon um den sozialen Frieden zu wahren, verhindert werden. Das hat auch überhaupt nichts mit "Klotze und Maloche" zu tun, sondern schlicht damit, dass nunmal jeder in einer Gesellschaft seinen Beitrag leisten muss. Von nichts kommt nichts.

Eigentlich unfassbar, dass man über so etwas fundamentales überhaupt diskutieren muss. Aber das es nötig ist, sagt schon eine Menge über den aktuellen Zeitgeist aus.

Typische Wohlstandsgesellschaft, bei der die meisten mittlerweile nicht mehr wissen, woher der Wohlstand kommt. Wie war das doch gleich? Eine Generation baut auf (unsere Großeltern), die zweite verwaltet (unsere Eltern) und die dritte verprasst es bis nix mehr da ist (wir).
 
Also, ich weiss nicht... ich bin zwar 23 Jahre im Job, war seit meinem Realschulabschluss nicht einen Tag arbeitslos, hab hier täglich mit Leuten zu tun, die ich - wenn sie so wären, wie du sie größtenteils beschreibst - regelrecht hassen müsste und trotzdem find ich diese Klotze-und-Maloche-egal-was-irgendwas-mit-Zwang-sonst-stirb-obdachlos-du-Asozialer-Mentalität schon fast irgendwie traurig.

Also ich würde mich richtig schütteln, wenn solche Arbeitsanweisungen "von oben" kämen und dann auch noch Worte wie asozial, Zwang und sofort konsequent Leistungen streichen (Stempel, rot: Sofortsache!) enthalten wären. Was wäre das für eine Behördenkälte, und für ein sippenhaftgeiles, hasserfülltes Deutschland.

Und die Superreichen lachen sich derweil ins Fäustchen, wohin der Hass gelenkt wird... das ist immer das Traurigste an der ganzen Sache.

Amen.

Da kloppt man auf die Sozialhilfeempfänger ein und vor ein paar Tagen kam raus "Huch, Deutschlands Milliardäre besitzen 500 Milliarden mehr als angenommen" und in Statistiken geführt.
Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/superreiche-vermoegen-deutschland-100.html

Da sitzen Leute mit riesigen Vermögen - teils in der Politik -, Leute im Mittel- und gehobenen Stand, schwadronieren über soziale Gerechtigkeit, hier finden es Leute so unsäglich unfair wenn (im Vergleich) ein paar Leute schmarotzen und das System ausnutzen, während andere im Geld schwimmen, herumwirtschaften um Steuern nicht zahlen zu müssen und es nicht mal merken würden, würden sie die Probleme der Welt verschwinden lassen... ja geschweige denn eine blöde Reichensteuer nicht merken würden.

Aber ja, der Bürgergeldler und andere Sozialhilfeempfänger sind die Dreckschweine :O_o:

Eigentlich unfassbar, dass man über so etwas fundamentales überhaupt diskutieren muss. Aber das es nötig ist, sagt schon eine Menge über den aktuellen Zeitgeist aus.

Hah! Da sagste was. Endlich kann ich dir mal zustimmen.
 
Amen.

Da kloppt man auf die Sozialhilfeempfänger ein und vor ein paar Tagen kam raus "Huch, Deutschlands Milliardäre besitzen 500 Milliarden mehr als angenommen" und in Statistiken geführt.
Quelle: https://www.zdf.de/nachrichten/wirtschaft/superreiche-vermoegen-deutschland-100.html

Da sitzen Leute mit riesigen Vermögen - teils in der Politik -, Leute im Mittel- und gehobenen Stand, schwadronieren über soziale Gerechtigkeit, hier finden es Leute so unsäglich unfair wenn (im Vergleich) ein paar Leute schmarotzen und das System ausnutzen, während andere im Geld schwimmen, herumwirtschaften um Steuern nicht zahlen zu müssen und es nicht mal merken würden, würden sie die Probleme der Welt verschwinden lassen... ja geschweige denn eine blöde Reichensteuer nicht merken würden.

Aber ja, der Bürgergeldler und andere Sozialhilfeempfänger sind die Dreckschweine :O_o:

Hach ja, nun werden wieder einmal die Superreichen als Feindbild herangezogen. Hierzu einmal die folgende Übersicht (zwar von 2018, aber die Grundaussage sollte klar sein):

Im Jahr 2018 hatten die oberen 10 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen einen Anteil von 36,6 Prozent am Gesamtbetrag der Einkünfte. Ihr Anteil am gesamten Einkommensteueraufkommen lag mit fast 55 Prozent noch mal deutlich höher. Bei den untersten 50 Prozent der Einkommensteuerpflichtigen lag der Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte bei 17,2 Prozent. Ihr Anteil am Einkommensteueraufkommen betrug lediglich 6,4 Prozent. Durch die sogenannte Steuerprogression werden hohe Einkommen also relativ stärker besteuert als niedrige Einkommen.

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Deine "Reichen" zahlen bereits heute mehr als die Hälfte am Gesamtsteueraufkommen. Und in der Regel haben die auch was dafür getan, dass sie in diese Position gekommen sind. Ganz davon abgesehen, dass sie vielen anderen Menschen durch ihre Unternehmen überhaupt erst ermöglichen, ebenfalls zu arbeiten und Geld zu verdienen.

Dein "Reichenbashing" ist einfach nur billig. Denn nur durch deren Steuern sind Dinge wie Dein heißgeliebtes Bürgergeld überhaupt erst möglich.
 
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Hach ja, nun werden wieder einmal die Superreichen als Feindbild herangezogen. Hierzu einmal die folgende Übersicht (zwar von 2018, aber die Grundaussage sollte klar sein):


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Deine "Reichen" zahlen bereits heute mehr als die Hälfte am Gesamtsteueraufkommen. Und in der Regel haben die auch was dafür getan, dass sie in diese Position gekommen sind. Ganz davon abgesehen, dass sie vielen anderen Menschen durch ihre Unternehmen überhaupt erst ermöglichen, ebenfalls zu arbeiten und Geld zu verdienen.

Dein "Reichenbashing" ist einfach nur billig. Denn nur durch deren Steuern sind Dinge wie Dein heißgeliebtes Bürgergeld überhaupt erst möglich.

Puh. Die Gegenargumente sind ja sogar noch älter als die 2018er Statistik da. Ein Hoch auf "meine" Reichen welche die Arbeitsplätze für Statistiken der Niedriglöhner stellen :dhoch:

Denn "meine" Reichen verdienen auch mal eben im Verhältnis "die oberen 10 % zu sein" einen Großteil des Geldes hier in Deutschland. Ich glaube, das war bei 30 %. Mag sein, das sie höhere Steuern zahlen, aber im Verhältnis fällt das gar nicht auf weil ein Großteil im Niedrig- bis Mittellohnsektor arbeitet und ist ja nicht so das der Niedriglöhner bei 5 % ist weil er weniger verdient.

Du könntest die Quelle oben auch einfach mal lesen als den Staub von der Statistiken da zu pusten.
 
Der Start der Beitrittsgespräche ist doch ein rein symbolischer Akt, ein Mittelfinger gen Russland (und Ungarn) und ein Tätscheln der beiden Staaten. Effektive Auswirkungen für die EU erstmal Null und das vermutlich noch eine Dekade lang. Keine Ahnung, warum sich darüber echauffieren muß.
 
Der Start der Beitrittsgespräche ist doch ein rein symbolischer Akt, ein Mittelfinger gen Russland (und Ungarn) und ein Tätscheln der beiden Staaten. Effektive Auswirkungen für die EU erstmal Null und das vermutlich noch eine Dekade lang. Keine Ahnung, warum sich darüber echauffieren muß.

Wir wissen doch beide dass am Ende die Aufnahme stattfindet, wenn die Ukraine und Moldau dann in der Form noch existiert. Selbst wenn es ein paar Jahre dauert, bis sie ihre Probleme "in den Griff" bekommen haben und ein paar Gefälligkeiten in der EU hin und her geschoben worden sind.
 
Dagegen habe ich nicht mal was, wir sollten dem Land so oder so helfen. Aber wir leben in einer EU, die bis in den Kern nachgewiesenermaßen korrupt ist, die sich von eigenen Mitgliedern erpressen lässt, die spätestens seit Corona so ziemlich alles an fiskalpolitischen Vertragsklauseln gebrochen hat, was je aufgestellt worden ist, die in Teilen undemokratisch ist und die auf politischer Ebene durch die Vetorechte schon seit langem dysfunktional ist. So eine EU kann keine neuen Mitglieder aufnehmen und hätte auch viele der letzten Mitglieder nie in der Form aufnehmen dürfen.
 
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Dagegen habe ich nicht mal was, wir sollten dem Land so oder so helfen. Aber wir leben in einer EU, die bis in den Kern nachgewiesenermaßen korrupt ist, die sich von eigenen Mitgliedern erpressen lässt, die spätestens seit Corona so ziemlich alles an fiskalpolitischen Vertragsklauseln gebrochen hat, was je aufgestellt worden ist, die in Teilen undemokratisch ist und die auf politischer Ebene durch die Vetorechte schon seit langem dysfunktional ist. So eine EU kann keine neuen Mitglieder aufnehmen und hätte auch viele der letzten Mitglieder nie in der Form aufnehmen dürfen.

Schön zusammengefasst.
 
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