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Die große Sexismus-Debatte

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich finde das ganze kann man doch gar nicht so einfach beantworten.

Menschen die sich einer Geschlechtsangleichung unterziehen haben gleich mehrere Probleme, aus meiner Sicht jedenfalls:

- durch Hormontherapie dürfte ein Mann, welcher sich in Transition zu einer Frau befindet, weniger Leistungsfähig im Vergleich zu anderen Männern sein
- gleichzeitig dürfte er aber immernoch leistungsfähiger sein, als die meisten Frauen
- für eine Trans-Division bei Sportarten ist die Anzahl der Transsexuellen Menschen einfach zu gering, könnte evtl. bei bestimmten Sportarten klappen, gerade wenn es kein Mannschaftssport ist, aber zB Fußball?

Finde das wirklich ein heikles Thema, was man nicht mal eben mit "dieser Mensch darf nicht an dem Wettkampf teilnehmen, dieser Mensch muss an diesem Wettbewerb teilnehmen dürfen" abgetan ist.

Evtl. sollte man Fristen einführen, wie lange eine Transition zurückliegen muss und evtl. sollte eine Transition auch notwendig sein, um eben bei dem jeweiligen Geschlecht mitmachen zu dürfen.
 
Das alles wird doch erst zum Problem, weil alle großen Sportverbände sich selbst ein weltoffenes Image auferlegen und ihnen Menschenrechte wichtig seien und Sport überhaupt dafür da ist unterschiedlichste Menschen zusammen zu bringen und nebenbei Weltfrieden bringt.

Natürlich glaubt das kein Mensch, aber damit bekommt man große Sponsoren.

Würden sie auf die großen Sponsoren scheißen, könnten sie einfach sagen, dass es nicht ihre Aufgabe ist Menschen zusammen zu bringen, Diskriminierung und politische Konflikte ihnen scheiß egal sind und ihre Aufgabe allein Entertainment für die Zuschauer ist.

Sie bevorzugen es aber nach außen hin das schöne Image aufrecht zu erhalten, dass alle willkommen sind, bis auf Transgender, die sollen gefälligst weg bleiben.
 
Was ich mich frage und ich meine das wirklich nicht spottend ist:

- Wenn Manuel Neuer sich Morgen als Frau fühlt und er im Standesamt erwirkt, dass er von nun an eine Manuela ist, darf er dann in die Frauenmannschaft? Gut, ist vermutlich Quatsch.

- Manuel Neuer lässt sich zur Manuela um operieren? Darf sie dann bei den Frauen mitmachen? Sie hat ja praktisch durch die Gene noch die Kraft eines Mannes.

Ich führe es noch weiter... Russland und China stehen sicherlich schon mit eigenen Programmen dafür am Start, die mit gewissen Druckmitteln Menschen zu Operationen und anderen "Veränderungen" zwingen werden, damit man sich mehr Medaillen in die Liste schreiben lassen kann. Aber auch in anderen Ländern ist doch nicht auszuschließen, dass Frauen wie Männer ohne Identitätsproblem, sich auch durch Medikamente "tunen" werden. Irgendwann darf dann ein Mann, der mit seinem Geschlecht nichts reißen konnte, dann auch bei den Frauen mitlaufen...

Einziger Ausweg? Leistungs-/Gewichts- statt Geschlechts-Kategorien.
 
Ich bin ja sowieso dafür im Teamsport nur noch gemischte Teams zu machen ^^ Hälfte Frauen, hälfte Männer und das ganze hat sich erledigt. Noch eine prozentuale Höchstgrenze für Transpersonen, damit jetzt nicht ein Team die Hälfte der Frauen nur mit Trans-Frauen voll macht.
 
Ich führe es noch weiter... Russland und China stehen sicherlich schon mit eigenen Programmen dafür am Start, die mit gewissen Druckmitteln Menschen zu Operationen und anderen "Veränderungen" zwingen werden, damit man sich mehr Medaillen in die Liste schreiben lassen kann. Aber auch in anderen Ländern ist doch nicht auszuschließen, dass Frauen wie Männer ohne Identitätsproblem, sich auch durch Medikamente "tunen" werden. Irgendwann darf dann ein Mann, der mit seinem Geschlecht nichts reißen konnte, dann auch bei den Frauen mitlaufen...

Comedy–Gold :lol:

Glaubst du davon ernsthaft auch nur einen Millimeter?
 
Ich bin ja sowieso dafür im Teamsport nur noch gemischte Teams zu machen ^^ Hälfte Frauen, hälfte Männer und das ganze hat sich erledigt. Noch eine prozentuale Höchstgrenze für Transpersonen, damit jetzt nicht ein Team die Hälfte der Frauen nur mit Trans-Frauen voll macht.
Nein das würde eigentlich gar nichts bringen, da ist man dann beim gleichen Problem.
 
Nein das würde eigentlich gar nichts bringen, da ist man dann beim gleichen Problem.

Inwiefern? Ich möchte ja Transpersonen nicht komplett ausschließen und im Teamsprot würden sich gemischte Teams ja gegenseitig ausgleichen. Aber man müsste halt dennoch Regelungen finden um ungünstige Vorteile zu verhindern.

Aber prinzipiell war das auch nicht wirklich ernst gemeint. Ich finde das Thema extrem schwierig und habe ehrlich gesagt keine Ahnung, wie man da als Gesellschaft eine Lösung finden kann, mit der alle zufrieden sind. Ich denke das kann es auch gar nicht geben. Irgendwer wird am Ende immer der Leidtragende sein.
 
Comedy–Gold :lol:

Glaubst du davon ernsthaft auch nur einen Millimeter?
Sowas nennt sich schon seit Jahrzenten Gender-Bending und es wurde schon zig Frauen überführt, die keine waren (sogar schon 1960 bei Russland) oder durch Medikamente oder Hormontherapien, um Testosteronlevel, Muskelskelettmasse und Fettverteilung an die eines Mannes heranzubringen.

Das wird noch viel extremer, wenn man nicht nach Geschlechtern trennen wird und dann natürlich auch wieder erst in bestimmten Staaten. China zwingt doch auch jetzt schon Kindern und junge Menschen bestimmte Wege einzuschlagen und drillt sie in Trainingslagern inkl. Nachmittagsspritze für jeden. Von Zwangsterilisationen ganz zu schweigen, um bestimmtes Erbgut nicht zu verteilen. Das geht auch gezielt in eine andere Richtung.

In welche Welt lebt man eigentlich, den nächsten logischen Schritt als Comedy abzutun? Oder muss man dafür Putin, Trump und Xi-Fan sein? (ernstgemeinte Frage).
 
Ich denke nur an Schwangerschafts-Doping. Sowas ist nicht weit von den oben beschriebenen Maßnahmen entfernt und hat bzw. hatte leider auch rein gar nichts mit Comedy zu tun.
 
Um es kurz zu machen.

Männer, die Leistungssportler sind und beschließen eine Geschlechtsumwandlung zu machen, und dann bei den Frauen mitzumachen, ist ein großer Rückschlag für alle Frauen. Es geht nicht darum, dass solche Menschen "schlechte" Menschen sind, aber der Vorteil von Männern gegenüber Frauen ist enorm. Da muss eigene Klassen oder irgendeine Form von Punktesystem eingeführt werden. Das hat nicht nur mit Hormone, sondern auch mit Muskelmasse, Knochendichte etc. zu tun.

Manuel Neuer als Frau wäre ein gewaltiger Unterschiedspieler. Er würde wahrscheinlich auf jeder Position bei den Frauen der beste oder einer der besten Spieler sein.

Nichtsdestotrotz ist die Nummer mit dem schwedischen Team etwas herb bzw. fehlt mir noch mehr Informationen, um das Ganze besser bewerten zu können.
 
@Mingo, hast du nicht sogar Sport studiert?

Wie lautet denn deine, fachlich fundierte Meinung zu den Ausführungen im obigen Beitrag?

Dass diese Menschen einen nicht unerheblichen körperlichen Vorteil gegenüber ihren neuen Geschlechtsgenossen hätten, ist doch nicht zu verleugnen, oder?

Ganz unabhängig von der Frage wie man das soziopolitisch löst.
 
@Mingo, hast du nicht sogar Sport studiert?

Wie lautet denn deine, fachlich fundierte Meinung zu den Ausführungen im obigen Beitrag?

Dass diese Menschen einen nicht unerheblichen körperlichen Vorteil gegenüber ihren neuen Geschlechtsgenossen hätten, ist doch nicht zu verleugnen, oder?

Ganz unabhängig von der Frage wie man das soziopolitisch löst.

Ja, ich habe Sportwissenschaft und Sportsoziologie studiert und arbeite momentan für eine inklusive Sportorganisation (kleiner Veranstaltungshinweis, in den nächsten 10 Tagen kann man bei den Special Olympics World Games - in Berlin und im TV - Sportwettbewerbe verfolgen, die Leistung und Erfolg anders denken und konzeptualisieren).

Wie lautet denn deine, fachlich fundierte Meinung zu den Ausführungen im obigen Beitrag?

Dass diese Menschen einen nicht unerheblichen körperlichen Vorteil gegenüber ihren neuen Geschlechtsgenossen hätten, ist doch nicht zu verleugnen, oder?

Ich kann dir ganz allgemein dazu sagen, dass Sport per se und immer auf unfairen und ungleichen körperlichen Voraussetzungen aufbaut. Wenn du sehr groß bist, hast du einen erheblichen Vorteil beim Basketball gegenüber kleineren Gegenspieler*innen. Wenn dein Körper natürlicherweise eine hohe Produktion an roten Blutkörperchen hat, dann hast du einen erheblichen Vorteil in Ausdauersportarten gegenüber Sportler*innen, deren Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes geringer ist. Und so weiter und so fort.

Dass es diese Unterschiede innerhalb von historisch gewachsenen Leistungsklassen (allem voran Männer/Frauen, aber auch beispielsweise Altersklassen) gibt wird gemeinhin akzeptiert und idR nicht problematisiert. Im Gegenteil, besondere körperliche Voraussetzungen werden bewundert und positiv herausgestellt.
Zumindest wenn es sich um Männer handelt, weil für den Männersport kann man quasi nicht männlich genug sein. Für Sportlerinnen kann es mitunter aber durchaus zum Problem werden, wenn ihr Körper beispielsweise Testosteron produziert, das über einem bestimmten Grenzwert liegt.
Und genau da liegt halt das Dilemma des Sports, der Geschlecht dichotom denkt (und damit gleichzeitig auch die Vorstellung von Geschlecht gesellschaftlich mitkonstruiert). Geschlecht ist aber nun mal ein Spektrum, so dass unweigerlich blinde Flecken erzeugt werden, die in der Kategorie Mann/Frau nicht abgebildet werden.
Das ist einerseits ein Problem für den Sport, der nicht weiß wie er mit solchen Fällen umgehen soll. Und es ist ein Problem für die Sportler*innen, die außerhalb von diesen Kategorien verortet werden und die so vom sportlichen Wettbewerb ausgeschlossen werden und die damit umgehen müssen, dass ihr Körper und ihre geschlechtliche Identität und damit ein ganz privater Bereich mitunter Gegenstand öffentlicher Diskussionen wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Genetik ist immer ein entscheidener Faktor im Sport aber auch im Leben. Das Leben ist daher schon von Geburt an nicht "fair".

Der Unterschied zwischen Mann und Frau ist aber nochmal ein irrsinniger Faktor, der wahrscheinlich nicht mal mit dem besten Stoff der Welt ausgeglichen werden kann.

Das muss angesprochen und das muss diskutiert werden. Es sollte aber nicht der Mensch angegriffen werden, sofern er nicht ein A.loch ist, der diese Lücke bewusst ausnutzt.
 
Man muss(te) aber irgendwo eine Unterscheidung bei vielen Sportarten zwischen den Geschlechtern machen. Sport ist seit der Antike ein Wettbewerb und wenn es dort dann Personen gibt, deren biologischer Vorteil so immens ist, dass es für alle anderen Teilnehmer ohne biologisch abweichende Merkmale völlig unmöglich ist, da jemals heran zu kommen - wie bei der einen Läuferin in den letzten Jahren - dann zerstört das imo für jede biologische Frau die Motivation, sich überhaupt noch wettkampfmäßig mit dem Sport zu befassen. Jetzt könnte man sagen Wettbewerb ist ein unnötiges Konstrukt, aber psychologisch funktioniert das imo nur so. Wenn man so viel Zeit seines Lebens in etwas investiert, dann will man sich ganz natürlich mit anderen messen. Körpergröße etc. was du als übliche biologische Unterschiede/Vorteile anführst kann man damit imo auch nicht so ganz vergleichen.
 
Wieso wird hier oft gefordert, dass es bestimmte Regeln hierzu geben sollte? Das hört sich so an, als gäbe es diese diskriminierenden Regeln nicht bereits.:?

Deshalb fordere ich ja, dass die Sportverbände damit aufhören sollen pro Menschenrechte und Antidiskriminierung zu sein und sich und der Öffentlichkeit eingestehen, dass sie pure Unterhaltung sind mit keinerlei weltverbessernden Ansprüchen.
 
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