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Der Sexualitätsthread (Hetero, Bi, Homo, Trans, LGBTQ, ...)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Wir haben in unseren alten Berichten des Öfteren "weiblicher Betreuer" geschrieben oder halt Betreuerin. Das war früher nicht viel anders.

Ich bin sowieso absolut dagegen Geschlechter in Berufsbezeichnungen hervorzuheben, wenn es nicht sein muss. Sprache ist Sprachgebrauch. Wenn ich permanent unter Betreuer Frauen kennengelernt habe, assoziiere ich höchstwahrscheinlich mit dieser Berufssparte trotz "der Betreuer" den Beruf mit Frauen - das merke ich sogar durch ältere Klienten von uns, die mit Betreuer Frauen meinen. Wir sollten eher schauen, dass jegliche Geschlechter alle Berufsgruppen ausüben können, um so pseudo Begrifflichkeiten nicht nutzen zu müssen, sondern die Wahrnehmung mit Taten ändern.
 
Was bin ich froh das mich das absolut gar nicht kümmert.
Weder Beruflich noch Privat
Und umso mehr das der ganze Scheiß nicht aufkam, als ich auf der Schule war.
Beides zu benennen, also z.B "Liebe Lehrer und Lehrerinnen" absolut okay. Gerne.
Aber dieses "LehrerInnen" boooah. Schriftlich absolut nervig und akustisch klingts auch bescheuert, vorallem wenn da gefühlt eine Sekunde Pause zwischen ist

ist aber trotzdem schneller gesprochen. und wie gesagt, schau mal Magazin Royale, ich wüsste echt nicht was daran störend.
 
Also genauso wie vorher mit den ganzen Dialekten in Deutschland?

Komplett anders.

Edit:

Aus dem Stehgreif...

In meiner Fortbildung hat jemand das Wort "Mentor" verwendet. Er hat es nicht gegendert und nur die Berufsgruppe gemeint. Er wurde, von einer Feministin, sofort schnippisch gefragt, ob er nur Männer meint... Sie hat dadurch sich nicht angesprochen gefühlt und dadurch auch nicht den Inhalt verfolgt.

Im Erste Hilfekurs redet ein junger Pfleger über Ärzte im Einsatz und wie toll sie ihren Job machen - rate mal was angekreidet wurde? Stimmt... Es gibt nicht nur gute Ärzte sondern ÄrztInnen.

Ich kann z.B. sagen "Frauen sind die besseren Autofahrer" und es wird für Leute wie mich verständlich sein. Wenn ich das in Zukunft bei Leuten sagen würde, die mit Binnen I oder Doppelnennung aufgewachsen sind, dann wird der Satz keinen Sinn machen, da Autofahrer ja nur Männer sind. Es gibt so unzählige Beispiele, aber das hat nichts mit Dialekte zu tun.

Wie gesagt ich bin kein Fan davon.
 
Wenn ich das in Zukunft bei Leuten sagen würde, die mit Binnen I oder Doppelnennung aufgewachsen sind, dann wird der Satz keinen Sinn machen, da Autofahrer ja nur Männer sind. Es gibt so unzählige Beispiele, aber das hat nichts mit Dialekte zu tun.
Wie gesagt ich bin kein Fan davon.

Sprache entwickelt sich aber auch immer weiter und wird durch äußere Einflüsse verändert, wenn Goethe bspw. sagte "etwas ist merkwürdig", dann meinte er es so wie es da steht: Würdig sich zu merken. Eine komplett andere Bedeutung als heute das Wort "merkwürdig". Niemand von uns würde den heute wirklich verstehen. Ob man das Gendern als etwas was von oben herab eingebaut wird als solches akzeptieren kann ist sicherlich debatierwürdig, aber nehmen wir bspw. Frankreich. Dort versucht der Staat meines Wissens nach für alles was aus anderen Sprachen in der Gesellschaft genutzt wird französische Wörter zu finden und praktisch vorzuschreiben, teilweise mit Erfolg, teilweise auch gescheitert.

Es ist also nicht so das dies nur das Deutsche betrifft. Die Welt wird globaler, Internet, Migration, Jugendkultur, etc. werden die Anzahl der Sprachen weltweit immer mehr verkleinern, und viele Dialekte in Deutschland sind schon verschwunden ohne das irgendjemand einen Finger dafür gerührt hat. Sorbisch bspw. existiert kaum noch, und das steht hier sogar noch auf den Strassenschildern. Die deutsche Sprache ist sowieso ein Sprachbastard, da sind Wörter u.a. aus dem Englischen drinn [Feuer ist bspw. davon rübergeschwappt soweit ich weiss]. Ein Politiker hatte mal im Bundestag dazu eine tolle Rede gehalten, leider finde ich sie nicht mehr um sie zu verlinken.

Andere Frage: Wenn es um die Einfachheit und Schnelligkeit geht, warum nicht auch weiterhin Zigeuner sagen/schreiben anstatt Sinti und Roma? Nur weil die sich vieleicht beleidigt fühlen könnten?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach, da find ich LehrerInnen eigentlich ganz ok. Warum nicht.

Ich komme ganz gut mit sowas wie "lehrende Person" oder so klar. Das hat sich mittlerweile so eingebügert und fällt scheinbar auch nicht so vielen auf wenn man nicht drüber diskutiert, für sich einen Weg gefunden hat und sich nicht ständig über alles eschauffieren muss.

Weiterhin habe ich im Schriftverkehr mit Gleichstellungsämtern kennengelernt, das sie die Person halt mit Namen ohne "Herr" oder "Frau" im Vorfeld ansprechen und das in sämtlichen Texten. Ist ja auch irgendwo Blödsinn "der" oder "die" vor Namen zu setzen und das Geschlecht vor dem Namen irrelevant und nicht nötig.

So einfach kann es manchmal gehen, aber lässt sich halt auch nicht so gut darüber aufregen und lustig machen.
 
Andere Frage: Wenn es um die Einfachheit und Schnelligkeit geht, warum nicht auch weiterhin Zigeuner anstatt Sinti und Roma?

Berechtigte Frage. Darüber kann und sollte man vlt reden. Es gibt aber viele Dinge über die man reden kann aber die ich dennoch für schwachsinnig erachte oder unnötig.

Ich wäre z.B. bei "Schwarzfahrer" nie auf die Idee gekommen, dass ich damit Menschen aus Afrika diskreditieren könnte (meine schwarzen Kumpels übrigens auch nicht).

Sprache verändert sich und man muss immer wieder über einiges diskutieren und anpassen. Wie du erwähnt hast empfinde ich das Gendern von oben herab und teile es nicht. Ich hab mich so viel damit beschäftigt. Mit den ganzen Kinderstudien, mit der Genderbewegung aus den 70ern und halt Meinungen von Pro Gendern Leuten.

Für mich ist eine natürliche Entwicklung der Sprache wie es gerade die Jugend durch die Globalisierung erlebt. Ich könnte zwar die Jugend in meinem Gym manchmal ohrfeigen, wenn ich höre "Yo Bro, ich muss nach meinem awesome Legtraining meine Macros und Micros hitten.", aber ich erkenne es als Entwicklung an... Auch wenn ich es nicht leiwand finde (um wienerischen Dialekt zu verwenden).
 
Eltern sollen Geschlecht ihres Kindes selbst bestimmen
9.5.2023


Das Bundesjustizministerium hat heute den Referentenentwurf für ein neues Selbstbestimmungsgesetz veröffentlicht. Kern der Regelung ist die Möglichkeit, dass jeder künftig sein Geschlecht ändern kann – auch wenn er gar nicht unter einer Störung seiner geschlechtlichen Identität leidet. Eine bloße Eigenerklärung soll reichen. Für Kinder unter 14 Jahren sieht der Gesetzentwurf vor, dass Eltern ihrem Kind quasi nach Belieben ein Geschlecht zuweisen können.

Natürlich ist es auch heute schon möglich, dass Eltern ein Mädchen wie einen Jungen (oder umgekehrt) erziehen. Oder sich nach Kräften um eine genderfluide Entwicklung des Kindes bemühen. Neu an dem Entwurf ist allerdings, dass Eltern diese Entscheidung nun auch nach außen „rechtssicher“ dokumentieren können, und zwar durch einen geänderten Geschlechtseintrag für ihr Kind. Theoretisch, ich korrigiere praktisch kann also schon einem Neugeborenen von den Eltern künftig ein anderes Geschlecht „zugewiesen“ werden, passender Vorname inklusive. Einer wie auch immer gearteten Überprüfung, ob das Ganze auch tatsächlich dem Wohl des Kindes dient, soll das nicht unterliegen.

Wer sein Geschlecht ändern möchte, soll künftig nur eine entsprechende Erklärung abgeben müssen. Bei jungen Menschen im Alter von 14 bis 18 Jahren bedarf es der Zustimmung der Eltern oder, sofern diese sich weigern, des Gerichts. Eine wie auch immer geartete Überprüfung der Entscheidung Erwachsener ist nicht vorgesehen. Auch soll es bei der Möglichkeit bleiben, den Geschlechtseintrag jährlich zu ändern. Nach einer beim Standesamt eingetragenen Änderung soll es mit einem Bußgeld bedroht sein, wenn man nicht mehr aktuelle Geschlecht des Betreffenden benennt (Offenbarungsverbot). Das Bußgeld soll bis zu 10.000,00 € betragen.

Einen automatischen Zugang zu „Schutzräumen“, also etwa Toiletten, Umkleiden oder Frauenhäusern, soll der neue Geschlechtseintrag nicht gewähren. Vielmehr soll das allgemeine Hausrecht gelten. Damit wird die Verantwortung also in die Hände des Hausrechtsinhabers gegeben. Dieser muss künftig den schwierigen Spagat zwischen Schutzbedürfnis und Selbstbestimmungsgesetz hinbekommen.

Für den Sport soll „die Bewertung sportlicher Leistungen unabhängig von dem aktuellen Geschlechtseintrag geregelt werden“ können. Auch hier wird also die Verantwortung auf die Vereine und Verbände abgewälzt. Diese müssen künftig eigenständig und im Vorfeld Vorgaben machen, wie sie es mit Sportlern halten wollen, die ihren Geschlechtseintrag geändert haben. Tun sie dies nicht, gilt der Geschlechtseintrag.

Bei Frauen- und anderen Gleichstellungsquoten sieht der Entwurf im wesentlichen vor, dass eine Änderung des Geschlechtseintrags sich auf laufende Verfahren nicht auswirkt, aber eben nur auf diese. Für den Strafvollzug soll der Geschlechtseintrag nicht verbindlich sein, wenn Sicherheitsinteressen und die Persönlichkeitsrechte anderer Gefangener gefährdet sind. Hier soll es nach der Begründung Entscheidungen im Einzelfall geben.

Quelle:https://www.lawblog.de/archives/202...-ihres-kindes-selbst-bestimmen/#disqus_thread


Wir haben anscheinend keine anderen Probleme mehr.


Wenn einfach Eltern sagen können, mein Sohn ist jetzt ein Mädchen oder umgekehrt. Wo soll das denn hinführen? Ich bin mir sicher es gibts solche LBTQ Eltern die zB. finden weil ihr Sohn mit Barbies spielt und Strumphosen anzieht fühlt es sich als Mädchen.
Den Schaden den das auf die Kinder haben wird kann ich gar nicht in Worte fassen.
Wie kommt so ein Gesetz durch den Bundestag/rat?




"Nach einer beim Standesamt eingetragenen Änderung soll es mit einem Bußgeld bedroht sein, wenn man nicht mehr aktuelle Geschlecht des Betreffenden benennt (Offenbarungsverbot). Das Bußgeld soll bis zu 10.000,00 € betragen."

Heilige Scheisse, man sieht es ja auch jedem an das er äusserlich was anderes ist wie auf dem Standesamt eingetragen.
 
Das hat niemand gesagt, trotzdem wäre ich dafür das sowas erst ab 18 entschieden werden kann. Und zwar von einem selbst....

bei so einer Entscheidung werden diverse Institutionen befragt, das ist alles Andere als leicht. Da kommen auch Psychologen/Therapeuten hinzu, das Jugendamt etc. imo ist deine Angst unbegründet.

da schürst oder hast du Ängste die völlig an der Realität vorbei sind.

reale Gefahren gehen zb von Familienmitgliedern aus die Kinder vergewaltigen….
 
bei so einer Entscheidung werden diverse Institutionen befragt, das ist alles Andere als leicht. Da kommen auch Psychologen/Therapeuten hinzu, das Jugendamt etc. imo ist deine Angst unbegründet.

da schürst oder hast du Ängste die völlig an der Realität vorbei sind.

reale Gefahren gehen zb von Familienmitgliedern aus die Kinder vergewaltigen….

Es soll keine Psychologische Überprüfung mehr geben habe ich gehört. Quelle habe ich keine. Soweit mein Stand, ansonsten kann ich dem eher noch zustimmen-
 
"Nach einer beim Standesamt eingetragenen Änderung soll es mit einem Bußgeld bedroht sein, wenn man nicht mehr aktuelle Geschlecht des Betreffenden benennt (Offenbarungsverbot)."

Ich verstehe diesen Satz nicht. :???:
 
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