Die Position gönne ich mir, weil mich die inszenierten Wahlkampfthemen des Wahlkampfs in Berlin nicht erreicht haben. Grüne und CDU haben es geschafft die Stadt zu spalten, in Lager innerhalb und außerhalb des S-Bahnrings. Das hat sich in der Wahl von vor 1,5 Jahren noch nicht so drastisch abgebildet. Die CDU hat sich die sogenannten Silvesterkrawalle und die angeblich drangsalierten Autofahrer zum Thema genommen. Die Grünen haben die Koalition damit belastet, die Friedrichstraße wieder für den Autoverkehr zu sperren, um ihre Klientel zu bedienen. Eine lächerliche Straße, durch die ich weder mit dem Auto fahren, noch als Fußgänger flanieren möchte. Daher betrachte ich die politische Situation vor allem aus der strategischen Perspektive. Ich fand, die bisherige Regierung hat keine schlechte Arbeit geleistet, aber ich sehe auch, dass diese Parteien nicht mehr vertrauensvoll miteinander arbeiten können. Da ich davon ausgehe, dass abseits dieser öffentlich ausgetragenen Konflikte, es einen internen Konsens darüber gibt, was getan werden muss, wie z.B. eine umfassende Verwaltungsreform, bin ich für mich persönlich einfach damit zufrieden, dass die SPD weiterhin in der Verantwortung steht. Das links-grüne Berlin wird sich mit auch weiterhin Gehör verschaffen, sowohl als Opposition im Senat, als auch außerparlamentarisch über zivilgesellschaftliche Initiativen. Drei Jahre sind keine Ewigkeit, da geht die Welt nicht unter.