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Der Politikthread

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So sieht’s aus! Man könnte ja erfahren, daß es zu Hause doch gar nicht so übel ist und wer will sich das eingestehen?

Nur weil es im Gesamten gut ist heißt dass ja nicht dass nicht unheimliche Baustellen gibt und D wird ja auch als wirtschaftlicher Verlierer der nächsten Jahre gesehen......eben weil alles so hakt.
 
Das Schlimmste an Deutschland sind die "Lahmarschigkeit" , Bürokratie und fehlende "Innovationsfreude"!
Und das liegt auch daran weil es vielen in D zu gut geht und alles so schön bequem ist...
Der Trend ist jedes Jahr immer deutlicher seit vielen Jahren erkennbar. Man hat den Eindruck, wir werden irgendwie in der Komfortzone "weichgespült", das betrifft die Motivation, die "Selbstständigkeit", die Eigenverantwortung und vor allem die Ausbildung und Schule. Wir beschäftigen uns lieber mit Nebelkerzen als mit echten Problemen. Die Mandanten sind in letzter Zeit spürbar immer abgewandter von deutscher Politik und beklagen die eigene fehlende Identität, die die deutsche Politik in ihren Augen derzeit verursacht. Wir hätten uns mittlerweile immer mehr vom Land der Unternehmer zu den Sesselpupsern entwickelt. So ganz widersprechen kann ich da leider nicht. Es ist ähnlich wie bei einem Fußballverein, der eine tolle erste Mannschaft "hatte", aber nicht genug in die Jugendarbeit oder Transfers investiert - irgendwann steht der Verein vor dem Aus oder versinkt in der Bedeutungslosigkeit und kann nur noch in der Kreisklasse mithalten. Deutschland ist derzeit m. E. in diese Richtung unterwegs.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Trend ist jedes Jahr immer deutlicher seit vielen Jahren erkennbar. Man hat den Eindruck, wir werden irgendwie in der Komfortzone "weichgespült", das betrifft die Motivation, die "Selbstständigkeit", die Eigenverantwortung und vor allem die Ausbildung und Schule. Wir beschäftigen uns lieber mit Nebelkerzen als mit echten Problemen. Die Mandanten sind in letzter Zeit spürbar immer abgewandter von deutscher Politik und beklagen die eigene fehlende Identität, die die deutsche Politik in ihren Augen derzeit verursacht. Wir hätten uns mittlerweile immer mehr vom Land der Unternehmer zu den Sesselpupsern entwickelt. So ganz widersprechen kann ich da leider nicht. Es ähnlich ist wie bei einem Fußballverein, der eine tolle erste Mannschaft "hatte", aber nicht genug in die Jugendarbeit oder Transfers investiert - irgendwann steht der Verein vor dem Aus oder versinkt in der Bedeutungslosigkeit und kann nur noch in der Kreisklasse mithalten. Deutschland ist derzeit m. E. in diese Richtung unterwegs.

Der "Trend" ist schon seit über 15 Jahren erkennbar...

Wenn Deutschland nicht die starke Automobilbranche und (noch!) die Maschinenbaubranche hätte sehe es noch viel düsterer für die Zukunft aus.
Außerdem zehrt man auch immer (noch!) von dem Ruf der Qualität "Made in Germany". Wobei da der Ruf auch schon seit ein paar Jahren die Realität überholt hat!

Wenn wir zum dritten Mal einer Meinung sind musst du einen ausgeben...;):p
 
Wobei passend dazu heute Linde Aktionäre mit großer Mehrheit dafür gestimmt haben, den Dax bzw. die Deutsche Börse zu verlassen. Als derzeit mit Abstand größter deutscher Börsenkonzern. Eher eins von vielen Symptomen. So wie sich auch Bayer, BASF & Co. bei neuen Investitionen hauptsächlich im Ausland engagieren wollen (was ja bei Bayer bisher auch sehr gut gelaufen ist... :D) .

Wird letztendlich in Zukunft denke ich schlicht an den Energiepreisen festgemacht werden. Wenn wir die mittel- und langfristig wieder runter bekommen, dann kann man hier wirtschaftlich die Kurve kriegen. Falls nicht, dann wird es nen Exodus von allem geben, was produziert. Und somit "echtes" Geld verdient. Daran hängt dann auch die Wettbewerbsfähigkeit in allen anderen Bereichen.
 
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Den angeblichen Abwärtstrend, den @Cybernet1000 und @Vetulus erkennen wollen, hat mein Vater bereits in den 90er Jahren gesehen und stetig vom Abstieg Deutschlands geredet. Und ich habe vor einiger Zeit einen deutschen Roman aus den 70er Jahren gelesen. Und guess what? Auch da gab es einen Charakter, der vom unvermeintlichen Niedergang Deutschlands gesprochen hat. Der SS-Offizier Heinz Macher beschreibt in seinem Buch, wie dessen Vater ihm in den 30er Jahren eingetrichtert hat, dass Deutschlands einstige Stärke dahin sei und mit der heutigen Jugend ohnehin nichts mehr anzufangen sei und der Niedergang daher unausweichlich sei.

Und die Moral von der Geschichte: Die "Deutschland ist doomed"- und "Früher war alles besser"-Fraktionen sind mindestens so alt wie das Deutsche Reich.
 
Es wird doch jedes Jahr vom Untergang Deutschlands lamentiert. Die Wirtschaft wird einbrechen etc. …

Ich warte immer noch drauf.

Das nicht alles super läuft steht ja auf einem ganz anderen Blatt.
 
Den angeblichen Abwärtstrend, den @Cybernet1000 und @Vetulus erkennen wollen, hat mein Vater bereits in den 90er Jahren gesehen und stetig vom Abstieg Deutschlands geredet. Und ich habe vor einiger Zeit einen deutschen Roman aus den 70er Jahren gelesen. Und guess what? Auch da gab es einen Charakter, der vom unvermeintlichen Niedergang Deutschlands gesprochen hat. Der SS-Offizier Heinz Macher beschreibt in seinem Buch, wie dessen Vater ihm in den 30er Jahren eingetrichtert hat, dass Deutschlands einstige Stärke dahin sei und mit der heutigen Jugend ohnehin nichts mehr anzufangen sei und der Niedergang daher unausweichlich sei.

Und die Moral von der Geschichte: Die "Deutschland ist doomed"- und "Früher war alles besser"-Fraktionen sind mindestens so alt wie das Deutsche Reich.
  • Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
  • „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“ (Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
  • „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (Watzlawick, 1992, ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel).
  • „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider die Mutter, die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter“ (Micha 7, Altes Testament um 725 v. Chr.)
  • „Nicht ist der Vater dem Kind, das Kind dem Vater gewogen – Nicht ist der Bruder lieb, wie er doch früher gewesen; bald versagen sie selbst den greisen Eltern die Ehrfurcht“ (Hesoid, vor 700 v. Chr.)
  • „Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer“ (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
  • „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
  • „[…] die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat“ (Platon, 427-347 v. Chr.)
Und es gäbe noch viel mehr Beispiele.
 
  • „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
Und es gäbe noch viel mehr Beispiele.

Wobei ich erst vor kurzem erfahren habe, dass es dieses Zitat von Sokrates überhaupt nicht gibt. Das stammt wohl von um 1900 von irgendeinem, der durch den Bezug auf Sokrates der Aussage so Gewicht geben wollte.
 
So tief habe ich jetzt natürlich nicht nachgeforscht :schreck:.
Die angestrebte Aussage bleibt aber gleich, über die Jugend wurde schon immer geschimpft.
 
  • Die Jugend achtet das Alter nicht mehr, zeigt bewusst ein ungepflegtes Aussehen, sinnt auf Umsturz, zeigt keine Lernbereitschaft und ist ablehnend gegen übernommene Werte“ (Keller, 1989, ca. 3000 v. Chr., Tontafel der Sumerer).
  • „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe“ (Keilschrifttext, Chaldäa, um 2000 v. Chr.)
  • „Die heutige Jugend ist von Grund auf verdorben, sie ist böse, gottlos und faul. Sie wird niemals so sein wie die Jugend vorher, und es wird ihr niemals gelingen, unsere Kultur zu erhalten“ (Watzlawick, 1992, ca. 1000 v. Chr., Babylonische Tontafel).
  • „Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter steht wider die Mutter, die Schwiegertochter wider die Schwiegermutter“ (Micha 7, Altes Testament um 725 v. Chr.)
  • „Nicht ist der Vater dem Kind, das Kind dem Vater gewogen – Nicht ist der Bruder lieb, wie er doch früher gewesen; bald versagen sie selbst den greisen Eltern die Ehrfurcht“ (Hesoid, vor 700 v. Chr.)
  • „Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer“ (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
  • „Die Jugend von heute liebt den Luxus, hat schlechte Manieren und verachtet die Autorität. Sie widersprechen ihren Eltern, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer. (Sokrates, 470-399 v.Chr.)
  • „[…] die Schüler achten Lehrer und Erzieher gering. Überhaupt, die Jüngeren stellen sich den Älteren gleich und treten gegen sie auf, in Wort und Tat“ (Platon, 427-347 v. Chr.)
Und es gäbe noch viel mehr Beispiele.

“Die Jugend hat kein Ideal, keinen Sinn für Werte. Den jungen Leuten gehts zu gut, Sie kennen keine Härte” - Wolfgang Ambros und Georg Danzer, 1975
 
Um die aktuelle Jugend geht es eigentlich gar nicht so sehr, auch wenn uns hier vielleicht noch ein dickes Ende durch die letzten 3 Jahre erwartet, wenn wir da nicht aktiv gegensteuern.

Es geht vielmehr um die Ausbildung und Bildung der Menschen, die derzeit auf der politischen Leiter nach oben rutschen, die Menschen, die hoffnungslos mit der Abstraktion von Zusammenhängen, (Aneignung von) Fachwissen, Deutung geschichtlicher Prozesse u.v.m. überfordert sind, sich aber selbst gut präsentieren können. Das ist auch messbar und es gibt ja das Prinzip Ursache-Wirkung. Der erste deutsche PISA-Schock ist jetzt 22 Jahre her und nun muss man nur die Augen öffnen und 1+1 zusammenzählen. Danach hat sich einiges, aber m. E. nicht genug getan.

Die wichtigste Ressource, um wichtige Entscheidungen treffen zu können ist die (gelernte) Information. Wenn diese auf Grund fehlender Bildung nicht oder nicht ausreichend vorhanden ist, kann ich heute vielleicht zwei zusammenhängende Sätze auf Twitter von mir geben und Fakten mit Google suchen, aber für das Erkennen komplexer Zusammenhänge reicht es eben nicht, und das nehme zumindest ich derzeit in vielen politischen Diskussionen war.

Ein ganz wichtiger Punkt sind dazu noch die "Lehren" aus der Geschichte, schließlich liegt da das Potenzial für die Zukunft. Was, wenn ich mich mit Zusammenhängen geschichtlicher Prozesse nie richtig beschäftigt habe oder einfach nicht das Wissen habe, diese richtig zu deuten? Die Deutungen erreiche ich nur halbgar durch die Lektüre von Wikipedia-Artikeln o. ä. sondern viel mehr durch erlernten und geübten Wissenstransfer, der sowohl wirtschaftlich als auch politisch m. E. leider an Bedeutung verloren hat, auch, weil es vielleicht immer mehr darum geht, in einem Diskurs aus der Hüfte auf Informationen in der Social Media-Bubble ohne die nötige Fachkompetenz zu reagieren. Das ist aber m. E. ein Problem für sich mit anderen bzw. erweiterten Lösungsansätzen.

So ganz schwarz sehe ich da aber nicht und früher war auch nicht alles besser, aber gerade die Bildungspolitik hat in den nächsten Jahren weiterhin ein ganz dickes Brett zu bohren, um die entstandenen Schäden zu reparieren. Das ist m. E. der wichtigste Schlüssel für die Entwicklung der Zukunft. Sozusagen erleben wir derzeit hoffentlich nur das "Loch" vieler Ungebildeten, über den verursachten Schaden der schlechten Bildungspolitik reden wir dann noch nicht.
 
Man sollte sich besser Fragen, warum sich sich anderen Systemen statt unseren zuwenden.
 
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