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Der Politikthread

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Finde ich ein überragendes Interview mit einem der besten Politiker die Deutschland seit langem hatte.

In normalen Zeiten wäre er für mich definitiv der richtige Kanzler. Er erklärt die Probleme und seine Lösungen aber fast zu sehr.
Aber er lässt einen Einblick in die Politikwelt die ich sonst bei keinem sehe. Er ist für mich der einzige echte Mensch in dem Zirkus,
bzw. war es bis vor 1 Jahr.
.
Als Wirtschaftsminister hat er aber echt seine Aufgabe erfüllt, wir kommen ohne Probleme durch den Winter.
Aber er ist um 10 Jahre gealtert.

PS: Beste Aussage, Politik ist das große Kuddelmuddel zu gestalten. Ja da ist er jetzt drin.


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In „normalen“ Zeiten kann jeder Kanzler. Ich bin froh, daß wir in diesen Zeiten einen Olaf Scholz als Kanzler haben! Ja, sein Kommunikationsstil ist nicht nichts für Menschen jenseits der Küste, aber ich würde zur Zeit keinen Anderen an der Position haben wollen. Er weiß, was er tut, und schert sich nicht um die Schwätzer.

Ich schätze Habeck (genauso wie Baerbock) für seinen Pragmatismus, hätte ich ihm vorher nicht zugetraut und es ist eine positive Überraschung. Das gilt aber genauso für Christian Lindner! Alle sind bereit Kröten zu schlucken und über ihre Schatten zu springen, mit der Sicht auf das große Ganze. Und wer ohne ideologische Scheuklappen auf das Ganze blickt, weiß das zu würdigen. Aber keinen von ihnen würde ich gerne auf dem Kanzlerposten sehen, denn sie würden versagen.
 
Ja Scholz ist wie Merkel, an den zwei prallt einfach alles ab und sie wirken immer seriös.

Trotzdem wünsche ich mir manchmal jemanden wie Gerhard Schröder zurück der mal auf das Rednerpult haut und uns erklärt wie der Hase läuft.
Auch wenn ich jetzt absolut kein Gerhard Freund bin.
 
Ich bin ein Gerhard-Fan :D

Okay, seine Nähe zu Putin ist/war -jetzt- ein Problem. Aber ich gestehe ihm zu, daß er das, wie 99% der Rest der Welt, nicht so gesehen hat, wie es jetzt offensichtlich ist. Dumm gelaufen, aber passiert. Klugscheißer dürfen jetzt die Steine schmeißen.

Aber davon abgesehen, hat er das getan, was nötig war, ohne Rücksicht auf seine Person oder seine Partei. Und das nötigt Respekt ab. Es gibt nur Wenige, die dazu heute noch dazu bereit wären. Und die Wenigen heute sind Scholz, Habeck und ja, auch Lindner. Deal with it….
 
Wo auch immer Lindner und seine "Der Kampf gegen die Armen geht immer weiter!"-FPD bereit ist oder war Kröten zu schlucken geschweige denn über seinen Schatten zu springen muss mir entgangen sein, und passend dazu hat Tilo Jung gerade FDP-Politikerin Katja Adler im Interview gehabt wo man so richtig schön sehen kann was mit dieser Partei alles daneben geht wenn man sie u.a. mit ihren eigenen Aussagen konfrontriert:

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Das ist halt wieder Twitter, wo das alles stimmen kann oder gar nichts. Das Video mit Lindner fragt nur nach in D arbeiten. Da melden sich bestimmt einige nicht, weil sie nicht angesprochen werden möchten, weil das absehbar gefilmt wird. Andere melden sich nicht, weil sie vielleicht lieber woanders arbeiten möchten, aber das kann sehr viele Gründe haben. Da kann der von der Retweeterin erwähnte Rassismus ein Grund sein, muss aber nicht. Video beweist also gar nichts.

Ich weiß nicht, auf welchen Daten diese Feststellung mit "Deutschland wird in vielen Staaten außerhalb Europas als ein Land gesehen, in dem Rassismus ein größeres Problem ist als in anderen Einwanderungsländern." beruhen soll. Dazu macht die Aussage schon zwei starke Einschränkungen! Quelle bekommt man ja nicht, sondern da wird lieber 2x NSU und 2x Silvester geschrieben. Ich kann mir aber vorstellen, dass z.B. in Russland die Leute denken, dass in Deutschland Rassismus herrscht. Staat außerhalb Europas und zählt damit zu den Vielen. In irgendeinem anderen Land wird man vielleicht aufgrund der medialen Unterhaltung denken, Deutschland = Nazis, usw.
Als bleibt die Aussage, dass Rassismus in Deutschland ein größeres Problem sei als in Frankreich oder USA, die beide unter das Statement fallen, wo die entsprechenden Leute sogar an die Macht gewählt wurden oder kurz davor sind ... also ich weiß nicht so recht. Scheint mir wenig glaubhaft zu sein.

Das Ding ist halt: ja, es gibt in Deutschland Fremdenfeindlichkeit und sicherlich auch Rassismus. Es ist in D sicher nicht so unbedeutend, dass man es klein reden kann. Da sollte man auch etwas machen, selbst wenn es woanders schlimmer ist. Der Umkehrschluss, dass Deutschland hier das worst country ever hinsichtlich Rassismus darstellt, erscheint mir allerdings höchst fragwürdig und führt bei vielen dann wieder zum Backlash, wie bei vielen Themen.

Im übrigen hat Social Media (e.g., Facebook) gerade in Afrika den Rassismus in einigen Gebieten unter den Leuten verstärkt und sogar zu Toten geführt. Beispiel: https://www.nytimes.com/2018/10/15/technology/myanmar-facebook-genocide.html
Auch Twitter ist da schon immer gut dabei gewesen und das nimmt jetzt auch wieder zu, weil "lustig":
https://www.washingtonpost.com/technology/2022/10/28/musk-twitter-racist-posts/

Von daher ... bei aller berechtigten Kritik an Ländern: Insgesamt verstärken und multiplizieren Twitter und Facebook Rassismus weltweit mehr als deutlich und die Maßnahmen dagegen sind monetären Interessen untergeordnet, wie wir bei Facebook von den whistleblowern wissen. Es entbehrt daher nicht einer gewissen Ironie, dass über Twitter jetzt das angeblich rassistischste Einwanderungsland Deutschland angeprangert wird. Aber ja, die geilen social media Sachen dürfen nicht kritisiert werden, ich weiß schon. Nur leider stellen die in vielen Ländern den Ersatz für die Nachrichten da und richten daher grausamen Schaden an. :(
 
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