Die Strompreise, für den Betrieb von Wärmepumpen entscheidend, steigen teils sogar deutlich steiler als die Gaskosten. Die Preise werden auch noch länger so hoch bleiben, mindestens bis 2025, warnen Experten. Die von der Bundesregierung zur »Schlüsseltechnologie« für die Energiewende erklärte Wärmepumpe, die »als klimaneutrale Standardheizung in Deutschland« etabliert werden soll, wirkt damit gerade nicht sonderlich zukunftsträchtig.
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Und nicht nur das: Die ganze Energiewende scheint zunehmend wackelig. Denn sie war immer vor allem auf Strom gebaut, der günstig und grün sein sollte. Beides ist auf absehbare Zeit nicht der Fall.
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»Die Preissteigerungen, die jetzt auch auf die Endverbraucherpreise durchschlagen, sind ein echtes Problem«, sagt Andreas Löschel, Professor für Umweltökonomik und Nachhaltigkeit an der Ruhr-Universität Bochum. »Sowohl Wärmepumpen als auch Elektroautos hängen an einem vergleichsweise günstigen Strompreis. Diese Technologien werden unattraktiv für viele Konsumenten, wenn Strom auch perspektivisch teuer bleibt.«
Und in den kommenden Jahren könnten sich die Preisverhältnisse weiter verschieben. »Wenn die entsprechende Infrastruktur einmal aufgebaut ist, werden wir perspektivisch wohl wieder sinkende Erdgaspreise in
Europa sehen. Mit den Strompreisen könnte es schwieriger werden«, so Löschel. Denn die hängen massiv am Ausbau der erneuerbaren Energien.
Deswegen findet es der Chef der Stadtwerke München »ziemlich unfair, wenn die Stromversorger nun zum Sündenbock gemacht werden.« Natürlich müsse es dringendes politisches Ziel sein, »den Strompreis wieder wettbewerbsfähig zu kriegen«, sagt Florian Bieberbach. »Sonst funktioniert die gesamte Energiewende nicht.«
Mittelfristig brauche es dazu aber bundesweit ausreichende Strommengen aus erneuerbaren Energien – und zwar insbesondere im Winter, wenn einerseits die Wärmepumpen auf Hochtouren liefen und andererseits die Fotovoltaik nicht mehr viel bringe. »So weit sind wir in Deutschland aber nicht«, so Bieberbach. »Für die geplante Wärmepumpenrevolution geht der benötigte Ausbau erneuerbarer Energien nicht ausreichend schnell voran.« Es gebe zwar genügend Projekte, so der Stadtwerke-Chef, aber die Verfahren und Prozesse seien »wahnsinnig langsam«.
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