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Der Politikthread

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Bei uns wird der komplette Bezug zuerst 6 Wochen beim 2 Verstoss 8 Wochen gestrichen und trotzdem haben wir die selbe Diskussion das doch alles viel zu lasch ist.
 
Es ist fast immer ein Garant für faire Bezahlung, natürlich nur, wenn die Qualifikation auch gesucht und benötigt wird. Was nutzt Dir ein Master in französischer Lyrik des 15.Jhds, wenn sowas niemand sucht? Klar kriegt man dann als Taxifahrer nicht mehr Kohle.

Klar gibt es brotlose Studiengänge, wie von dir genannt. Aber auch im Handwerk ist eine Unterbezahlung trotz Fachausbildung und Berufserfahrung nicht unüblich. Auch wenn man es kaum glauben möchte. Und dann kommen noch solche Geschichten wie Leiharbeit hinzu, wo die Vermittler auch noch was aus dem Topf der AN bekommen. Equal Pay ist hier für viele Unternehmen kein Thema.
 
Na zum Glück nicht. Zumindest von der Idee. Denn da sind im Regelsatz ja zB auch satte 1,62 Euro im Monat für Bildung enthalten, damit die Leute sich herausarbeiten können.

Die Weiterbildung sollte selbstverständich gefördert werden, da bin ich bei Dir.

"Die Würde des Menschen..." und so...kennste?

Mit diesem Argument kannst Du dann aber so gut wie sämtliche Kürzungen abblocken, womit du quasi ein BGE hast.

Drittens das, was Johnny sagt. Was erträumst du dir denn bitte für unzählige verlorene Steuermilliarden, die ein ganz geringer (!) Teil der Empfänger da "unterschlägt"? Und darauf müsstest du richtig viel gut ausgebildetes Personal ansetzen, das richtig viel Geld kosten würde.

Hier wird immer unterstellt, dass es ein ganz geringer Teil der Empfänger wäre, der tatsächlich Sozialbetrug begeht. Das mag prozentual stimmen, in absoluten Zahlen wird es vermutlich trotzdem nicht ganz wenig sein. Ich habe nur kurz gegoogelt und u.a. folgendes gefunden:

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2018-11/sozialbetrug-hartz-4-banden-staat-millionenschaden?page=25&utm_referrer=https://www.google.com/ (allein hier 50 Millionen)

https://www.focus.de/politik/deutsc...en-deutschen-staat-ausnehmen_id_11389970.html (auch hier wieder professionell organisiert, auch wenn der Focus jetzt nicht meine bevorzugte Informationsquelle ist)

Auch möchte ich garnicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer dabei ist.

Natürlich verhält sich jeder bewusste Schmarotzer asozial, aber du fährst da n Film gegen eine Gruppe in der vermutlich durch spezielle Medien entfachten falschen Hoffnung, dort auch nur ansatzweise was gegen die großen, gesamtgesellschaftlichen Probleme tun zu können.

Keine Ahnung was für "spezielle Medien" Du meinst, aber wenn ich Dich richtig verstehe, sagst Du, dass es keinen Sinn hat gegen die Probleme anzukämpfen, da es eh aussichtslos ist? Na dann Prost.

Insgesamt verdammt eklig, was du schreibst und man nur froh sein, dass du diesbezüglich nichts zu sagen hast.

Was genau ist eklig daran, wenn man fordert, dass gegen Sozialbetrug und ungerechtfertigte Alimentierung konsequent und mit aller Härte vorgegangen wird? Ich finde es immer wieder faszinierend, wie man damit ernsthaft ein Problem haben kann. Aber gut, wenn ich mir die Umverteilungsfantasien so mancher hier anschaue, wundert es mich überhaupt nicht mehr, dass dieses Land auf dem absteigenden Ast ist. Oft wird dabei leider vergessen, woher unser Wohlstand kommt. Aber viele müssen das wohl wirklich erst wieder auf die harte Tour lernen, nachdem uns unser Sozialsystem komplett um die Ohren geflogen ist. Was imho nur eine Frage der Zeit ist.
 
@Smirvenge

Sorry, du springst mir zu sehr hin und her. Erst sprichst du nach dem Beispiel von ein paar Hanseln, die nicht zu einem Vorstellungstermin gehen davon, dass bei sowas "knallhart" vorgegangen werden sollte und man spricht darüber, dann geht es in der Argumentation aber plötzlich um organisiertes Verbrechen im großen Stil, wo man vorher gar nicht drüber geredet hat. Und was dann auch Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist und nichts mehr mit Sanktionen zu tun hat.

Organisiertes Verbrechen ist natürlich immer zu verfolgen und das eine hat mit dem anderen doch gar nix zu tun.
 
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Dem schließe ich mich mal an. Ist ja echt gruselig, was man hier lesen kann.

Ahoi Mädels (`・ω・)ゞ

Ernsthaft? Soweit ich das erkennen kann, wurde hier keiner von Euch persönlich oder in anderweitig unangebrachter Form angegangen. Es wurden lediglich unterschiedliche Ansichten diskutiert. Wenn Ihr derart dünnhäutig seid, dass Ihr andere Meinungen nicht ertragt, dann solltet Ihr vielleicht ganz grundsätzlich einmal Euer eigenes Diskussionsverhalten überdenken.
 
@Smirvenge

Sorry, du springst mir zu sehr hin und her. Erst sprichst du von ein paar Hanseln, die nicht zu einem Vorstellungstermin gehen und willst bei denen halt "knallhart" vorgehen, dann geht es in der Argumentation plötzlich um organisiertes Verbrechen im großen Stil, wo man vorher gar nicht drüber geredet hat. Und was dann auch Aufgabe der Staatsanwaltschaft ist und nichts mehr mit Sanktionen zu tun hat.

Organisiertes Verbrechen ist natürlich immer zu verfolgen und das eine hat mit dem anderen doch gar nix zu tun.

Unter dem Strich haben wir aber doch in beiden Fällen Sozialbetrug, wodurch auch ein entsprechender Schaden entsteht. Und darum ging es mir.
 
Einen Termin nicht wahrnehmen ist kein Sozialbetrug.

Das kommt drauf an. Zuerst einmal sabotiert es die Erfolgsaussichten eine neue Anstellung zu bekommen, was dann wiederum die Steuerzahler belastet. Geht jemand wiederholt nicht zu derartigen Terminen, muss man schon davon ausgehen, dass es ihm lediglich um den Bezug von Leistungen und weniger darum geht, auch wirklich eine neue Anstellung zu finden. Er nutzt also ein System aus, welches primär darauf ausgerichtet ist, die Zeit bis zur nächsten Anstellung zu überbrücken. Ich sage auch garnicht, dass sofort beim ersten Fernbleiben komplett die Bezüge gestrichen werden sollen. Aber sobald hier ein Muster erkennbar wird, sollte der Staat imho handeln.
 
Mit diesem Argument kannst Du dann aber so gut wie sämtliche Kürzungen abblocken, womit du quasi ein BGE hast.

Nein, aber es stellt eine Art Untergrenze dar. Zwei Brote pro Woche in die Aufenthaltszelle werfen ist kein würdiges Dasein.



Natürlich muss gegen ausufernde Fälle vorgegangen werden. Natürlich muss organsierte Kriminalität bekämpft werden. Als wenn das jemand in Abrede stellt. Aber es ist ne völlige Illusion, dass wir damit die Abermilliarden gutmachen können, die dann den Staat retten.

Du gehst mit deinen Formulierungen aber ja viel mehr in die Breite der Gruppe und scheinst vor allem maßlos hohe Erwartungen an derartige Sanktionen (in der Breite) zu stellen (ohne wie gesagt die Kosten zu berücksichtigen).

Das Eklige ist vor allem aber deine Tonalität, die den Empfängern ganz grundsätzlich schon nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnt. Nach dir wäre die Versorgung noch geringer, ein großer Staatsapparat zur Kontrolle der Ärmsten einzurichten...und dann darauf geifern, dass man welche zum Bestrafen findet.
 
Das Eklige ist vor allem aber deine Tonalität, die den Empfängern ganz grundsätzlich schon nicht den Dreck unter den Fingernägeln gönnt. Nach dir wäre die Versorgung noch geringer, ein großer Staatsapparat zur Kontrolle der Ärmsten einzurichten...und dann darauf geifern, dass man welche zum Bestrafen findet.

Alright, einen Schritt zurück bitte ;). Es geht mir keinesfalls darum, den Empfängern ein menschenwürdiges Leben abzusprechen. Natürlich muss es auch mit HartzIV möglich sein, vernünftig seinen Alltag zu bestreiten. Das da keine großen Sprünge drin sind, versteht sich aber denke ich von selbst. Auch es ist immer ein Geben und Nehmen. Im Gegenzug sollte ein Empfänger auch alles dafür tun müssen, dass er aus dieser "Alimentierung" möglichst zeitnahe wieder heraus kommt, auch wenn das bedeutet, möglicherweise erst einmal einen Job annehmen zu müssen, der einem nicht so zusagt. Meiner Ansicht nach ist in Fällen wo es Sinn macht auch eine Umschulung vollkommen in Ordnung. Diese Anstrengungen ist man seinen steuerzahlenden Mitbürgern in dem Moment einfach schuldig.
Ich bin mir auch sicher (bzw. hoffe es), dass ein Großteil der Leistungsempfänger auch entsprechende Bestrebungen hat. Aber bei denen, die das System tatsächlich ausnutzen, sollten es imho keine Nachsicht geben. Und ja, sowas muss auch effektiv überwacht werden können. Das ist der Staat wiederum den Steuerzahlern schuldig.
 
Das wundert mich aber ernsthaft, gerade da wird doch ohne Ende gesucht? Wie muß man drauf sein, um da unterbezahlt zu sein?

Ich kenne das von Freunden und Verwandten aus Ostdeutschland. Da ist Ausbeutung der AN, auch im Handwerk, noch ein großes Thema.
Wenn man die Umgebung nicht verlassen kann/möchte, ist man in diesem Sumpf gefangen.
 
Natürlich. Aber wenn man mit den Löhnen unzufrieden ist, obwohl überall dringend Leute gesucht werden, dann muß man halt einen Tod sterben. Bewegen oder mit den geringeren Löhnen leben. Wobei ich das hier im Osten auch nicht bestätigen kann, in meinem Umkreis.
 
Ich hätte auch keinen Bock, aus der Gegend hier ganz wegzuziehen. Aber verglichen mit anderen Ländern ist das ein reines Luxusproblem. Erzählt das mal den Spanierinnen, die hier in Deutschland in der Pflege arbeiten, weil es zu Hause keine Jobs gibt.
 
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