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Der Politikthread

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Russland kann zwar fast alles zerstören mit ihren Fernwaffen/Luftwaffe aber Kiev etc. vollkommen zu besetzen und die Stadt überhaupt zu kontrollieren wird nicht klappen.
Das könnte ein ewiger Konflikt mit Strassenkämpfen werden, da sehe ich für die Russen dann fast keine Chance. Die Moral der russischen Bodentruppen will ich da mal sehen wenn es Monate dauert. Und dann wird die russische Wirtschaft zusammenbrechen.
Bin mal gespannt wie lange es dauert bis dort leere Regale sind.
90% der russischen Medikamente kommen aus Europa.
Naja denen geht doch das essen und wasser aus, es gibt keinen nachschub, deswegen umkreisen sie ja die stadt.
 
Lukaschenko hat seine Armee um sein Land zu unterdrücken, wie will Putin die neue Ukraine unterdrücken, wenn nicht mit seiner unfähigen Armee?

Die Ukrainische Armee wird nicht plötzlich die Seiten wechseln, oder denkt das Putin möglicherweise tatsächlich?
 
Lukaschenko hat seine Armee um sein Land zu unterdrücken, wie will Putin die neue Ukraine unterdrücken, wenn nicht mit seiner unfähigen Armee?

Die Ukrainische Armee wird nicht plötzlich die Seiten wechseln, oder denkt das Putin möglicherweise tatsächlich?

Rate mal, warum Russland so viele Männer mit 150.000 geschickt!?
Putin dachte, die Nummer ist nach 3 Tage ohne viel Kampf durch und der Rest der Leute ist erstmal zur Invasion gedacht.
 
Aber sein Plan geht ja offensichtlich nicht auf und er hält trotzdem daran fest.
Was will er machen, wenn der die Regierung tatsächlich zerstört hat, wie sieht sein schlauer Plan für die Zeit danach aus?
 
Die Frage ist einfach: Was sind realistische Zukunftsoptionen?
Ich bin überzeugt, dass Putin das Land nicht dem Erdboden gleich machen will. Ukraine ist der Ursprung der Rus und damit DAS kulturelle Erbe Russlands. Und Kiew dabei als kompletter Mittelpunkt.
Ich bin aber auch überzeugt, dass Putin für seine Ziele über Leichen geht - seine eigenen Soldaten und die ukrainische Bevölkerung.

Was Putin will, ist Belarus 2.0. Ein treuer Vasallenstaat ohne eigene Meinung, dafür mit kompletter UNterstützung aus dem Mutterland und kulturell angeglichen.

Was Putin vermeiden will, ist dass die Ukraine zu einem westlich beeinflussten Schnitt in traditionell russisches Gebiet (damit meine ich die ehem. UdSSR) wird.
Keine Ahnung, ob es daher das beste wäre, wenn die Ukraine es versucht, mit einer vertraglich festgeschriebenen Neutralität (keine NATO, keine EU) ihre UNabhängigkeit zu wahren und die Separatistengebiete (und Krim) abzuschreiben?
Ist das eine himmelschreiende Ungerechtigkeit? Ja, eindeutig.
Aber ist es unvermeidbar, um in den nächsten Wochen nicht riesiges Leid über das Land zu bringen? Ich glaube fast...

Und klar - jedes Land hat ein Recht auf Verteidigung. Wenn aber der Angriff von einem um ein Vielfaches übermächtigen Gegner kommt, verteidigt man sich eventuell nicht bis auf den letzten Tropen Blut. Vor allem, wenn es dabei nicht um das Blut eines Entscheiders geht, sondern um ein komplettes Volk, das schon in einer siebenstelligen Kopfzahl aus dem Land vertrieben wurde.

Doch genau so wird es kommen, bis auf den letzten Tropfen Blut, das wird ein 2. Afghanistan für Putin. Sobald die Vasallenregierung sitzt wird die Bevölkerung sich mit Nadelstichen, Attentaten etc. wehren und das wird sich im Endeffekt über Jahre hinziehen.
 
Aber sein Plan geht ja offensichtlich nicht auf und er hält trotzdem daran fest.
Was will er machen, wenn der die Regierung tatsächlich zerstört hat, wie sieht sein schlauer Plan für die Zeit danach aus?

Wirklich Sinn macht das alles auch nicht mehr und spricht nur noch mehr dafür, dass Putin sich komplett verkalkuliert und festgefahren hat. Den Rückzug wird er nicht freiwillig antreten, da er dann sein Gesicht verlieren würde und selbst wenn er es schafft, Kiew zu erobern, wird er die dann notwendige, dauerhafte Besatzung auf Dauer finanziell und wohl auch in Bezug auf die Moral der russischen Streitkräfte nicht durchhalten. Wird sehr interessant, wie sich das alles am Ende auflöst.

Das Beste wäre wohl mittelfristig ein Putsch. Da würde dann wohl auch China, welches die Situation sehr genau beobachtet, ziemlich mit den Ohren schlackern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wirklich Sinn macht das alles auch nicht mehr und spricht nur noch mehr dafür, dass Putin sich komplett verkalkuliert und festgefahren hat. Den Rückzug wird er nicht freiwillig antreten, da er dann sein Gesicht verlieren würde und selbst wenn er es schafft, Kiew zu erobern, wird er die dann notwendige, dauerhafte Besatzung auf Dauer finanziell und wohl auch in Bezug auf die Moral der russischen Streitkräfte nicht durchhalten. Wird sehr interessant, wie sich das alles am Ende auflöst.

Glaube das "danach" wird ihm auch erstmal egal sein. Er will erobern und das dem Volk als Erfolg verkaufen. Den Rest kriegen die doch dann gar nicht mehr mit, ist seine Einschätzung.
 
Oh man... Herr, lass Hirn regnen...


"Querdenker" für Putin
Stand: 04.03.2022 12:16 Uhr
Verschiedene "Querdenker" und Rechtsradikale verteidigen den Überfall Russlands auf die Ukraine. Viele von ihnen sehen in Putin einen Widerstandskämpfer gegen "Multi-Kulti" und "Gendern".

https://www.tagesschau.de/investiga...rdenkern-und-verschwoerungsideologen-101.html

Joa, was will man dazu noch sagen außer vielleicht den berühmten Satz von Einstein mit dem Weltall und der Dummheit der Menschen zu zitieren? ;)
 
Bzgl Regimesturz und Sanktionen:

Rogoff: Je länger die Sanktionen aufrechterhalten werden, desto eher werden die Russen Wege finden, damit zu leben. Das Zahlungsverkehrssystem Swift zu ersetzen, ist teuer, aber machbar. Die Zentralbank hat einen Teil ihrer Reserven eingebüßt, aber längst nicht alle. Es ist dem Westen bislang nur selten gelungen, ein Regime mithilfe von Sanktionen zu stürzen. Das hat weder in Nordkorea noch in Kuba noch in Venezuela oder in Iran funktioniert. Zudem profitiert Russland davon, dass der Ölpreis weiter steigt.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/k...kriegs-a-f47cc792-1093-4e09-915d-c85b35daaa19
 
Das hatte LN auch gestern bei Lanz geäußert.

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Wobei die russischen Unternehmen derzeit weder die Möglichkeit haben, die Dollar in Rubel umzusetzen noch im Ausland auszugeben.

Solange die Sanktionen bleiben, ist das totes Kapital. Und damit ein Druckmittel für Gazprom, Rosneft etc.
 
Wobei die russischen Unternehmen derzeit weder die Möglichkeit haben, die Dollar in Rubel umzusetzen noch im Ausland auszugeben.

Solange die Sanktionen bleiben, ist das totes Kapital. Und damit ein Druckmittel für Gazprom, Rosneft etc.

Ja, auch wenn ich jetzt auch nicht dran glaube, dass Putin durch die Sanktionen gestürzt wird, dann sind die Chancen für mich hier aber höher als bei den vorher genannten - denn die kannst du gar nicht vergleichen. Die waren schon immer eher vom Westen distanziert bzw. wirtschaftlich eher uninteressant. Da ist Russland eine ganz andere Nummer.
 
Ich finde diesen Spagat auch in Ordnung. Wir haben jetzt schon Inflation ... was wenn die Preise in Europa noch stärker klettern? Dann könnte die Einigkeit bei den Sanktionen schnell bröckeln, wenn der Druck aus der Bevölkerung wächst. Dennoch haben die Europäer den Knall gehört, und ich bin mir sicher dass ab jetzt mit jedem Quartal, das ins Land zieht, die Abhängigkeit von Russland abnehmen wird.
 
+++ 09:37 Merz schließt NATO-Einsatz nicht mehr aus +++
CDU-Chef Friedrich Merz schließt nicht mehr aus, dass die NATO direkt in den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine verwickelt werden könnte. "Die Angriffe und die Art und Weise, wie dieser Krieg geführt wird, nehmen Formen an, die zum Nachdenken zwingen", sagt Merz im Gespräch mit NDR Info. "Es kann eine Situation geben, in der dann auch die NATO Entscheidungen treffen muss, Putin zu stoppen."

Merz kritisiert auch den russischen Angriff auf das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja: "Wenn sich so etwas wiederholen sollte, wenn möglicherweise sogar die Reaktorblöcke getroffen werden sollten, sind wir unmittelbar bedroht von den Auswirkungen dieses Krieges. Das wäre dann eine neue Eskalationsstufe, in der die NATO nachdenken müsste, ob dies nicht ein Angriff auch auf das eigene Territorium darstellt."

https://www.n-tv.de/politik/10-13-P...krainische-Fluechtlinge--article23143824.html

giphy.gif
wen interessiert was merz sagt? selbst die baerbock hustled den aktuell ohne probleme weg
 
Ich finde diesen Spagat auch in Ordnung. Wir haben jetzt schon Inflation ... was wenn die Preise in Europa noch stärker klettern? Dann könnte die Einigkeit bei den Sanktionen schnell bröckeln, wenn der Druck aus der Bevölkerung wächst. Dennoch haben die Europäer den Knall gehört, und ich bin mir sicher dass ab jetzt mit jedem Quartal, das ins Land zieht, die Abhängigkeit von Russland abnehmen wird.
Ja. Auch Habeck sagt das ja. Wir brauchen momentan noch Gas aus Russland - die Fehler sind in den letzten Jahren zu suchen, als man sich immer mehr davon abhängig machte.

Hätte Merkel (zugegebenermaßen natürlich mit Unterstützung der jetzigen Regierungsparteien) damals nach Fukushima nicht holterdipolter alle AKWs vom Netz nehmen wollen, könnten wir uns wohl jetzt bequem zurücklehnen. Aber damals war das ja a la mode und CO2 hat noch niemanden interessiert außer KLimaforscher, die gebehtsmühlenartig warnten, dass und das noch um die Ohren fliegen wird.
Und hätte man nach dem Atom-Moratorium folgerichtig in regenerative Energien investiert und hier ausgebaut anstatt der Kohleindustrie im Arsch zu hängen, wäre auch das heute längst nicht mehr so ein Problem.


Ich würde es einsehen, wenn wir aus Prinzip sagen "ab morgen kein russisches Gas mehr" und die Preise explodieren. Aber viele Menschen würden das NICHT einsehen, der soziale Friede wäre gefährdet und wenn die Industrie dann nicht mehr an Gas als Rohstoff (nicht Heizmittel) kommt, dann wäre das ein krasser Schlag für unsere Chemieindustrie.
Denn bei einer Knappheit wird die Bevölkerung priorisiert versorgt und die Industrie geht zur Not leer aus.
 
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