Foren Aktuelles Erstellen Mitglieder Anmelden

Der Politikthread (1 Betrachter)

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Jep, das ist ein Punkt... Dafür hätte sie oder die Partei sorgen müssen aber spätestens das Lektorat...
Meine Frau ist ja Lektorin und bei denen ist eine Plagiatskontrolle der Manuskripte Standard - man will sich ja auch als Verlag nicht angreifbar machen.

Können sich alle Beteiligten schön an die Nase fassen.
Ebenso beim Timing. Keine Ahnung, ob das als Wahlkampfwaffe gedacht war, aber dass eine Buchveröffentlichung mitten im Wahlkampf eine offene Flanke wie ein Scheunentor lässt für berechtigte und unberechtigte Kritik sowie allen Grautönen dazwischen muss doch jedem denkenden Menschen klar sein.
 
Ich finde es nur schade das es jetzt wieder nur um sowas dann geht. Mir persönlich geht das Buch an allen Seiten vorbei...ich will persönlich das es um Sachthemen geht, Probleme haben wir immerhin genug
 
Einerseits ja, andererseits wirft es schon Schatten auf eine Partei, die gerne den Kanzler stellen will. Baerbocks Problem ist ja, daß sie in der Praxis wenig vorzuweisen hat, außer ihrer Kompetenz als akribische Politikerin. Und dann kommt in kurzer Folge ein aufgehübschter Lebenslauf, "vergessene" Zahlungen, ein Copy&Paste-Buch ... . Alles nicht hilfreich, wenn man sich als Regierungschefin bewerben will. Die (meisten) Deutschen wollen da eine eher bodenständige Person sehen, Schröder war damals schon eine Aussnahme. Und wenn man das mal mit Merkel vergleicht, trennen die beiden schon ein paar Ligen.
 
Man darf das Buch aber auch nicht überbewerten... das ist keine Doktorarbeit und auch keine wissenschaftliche Schrift.
Klar ist es unschön wenn da manche Sachen übernommen wurden... aber man sollte schon den Unterschied zu den ganzen anderen Plagiats-Geschichten sehen.
 
Najaa ... ich bin ja selbst in dem Bereich tätig. Und es ist nun mal so, dass jedes wortgleiche Übernehmen von Textstellen ein Plagiat darstellen kann. Da ist der Hinweis "Es sei kein Sachbuch" eigentlich egal, denn es geht ja nicht um wissenschaftliches Arbeiten, sondern schlicht um die Tatsache, Textstellen von anderen Urhebern geklaut zu haben. Das ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht und könnte damit durchaus auch Gerichte beschäftigen, sollten die Urheber klagen.

Mal anders gesagt: Wenn ich einen Fantasy-Roman veröffentliche und darin Textstellen sind, die man fast wortgleich bei Herr der Ringe findet, rettet mich auch kein Verweis darauf, dass es keine wissenschaftliche Arbeit sei.

Ich bin ja Mitglied bei den Grünen, aber auch ich wünsche mir Annalena nicht als Kanzlerin. Sie ist einfach noch nicht so weit, das ist mehr als offenkundig. Ich bin zwar kein Fan von Laschet, aber unter einem Kanzler Laschet könnte sie als Ministerin Erfahrungen sammeln und dann sieht die Sache in vier Jahren vielleicht schon anders aus.
 
aber man sollte schon den Unterschied zu den ganzen anderen Plagiats-Geschichten sehen.

Ist der Unterschied so groß? Auf der einen Seite ein paar Doktorarbeiten, die abseits der jeweiligen Fakultät (und der Plagiatsjäger) niemand jemals gelesen hat und wo der Doktortitel auch bestenfalls schmückendes Beiwerk war. Auf der anderen Seite ein druckfrisches Buch, mit dem sich Jemand als die zukünftige Kanzlerin empfehlen will und was ihre politischen Absichten verdeutlichen soll.

Für mich, als Wähler, fällt das mehr oder weniger in die gleiche Kategorie, was die Relevanz angeht. Vielleicht ist Letzteres sogar relevanter. Vom rein akademischen Standpunkt wird man das sicher anders sehen, aber das sollte dann auch im Elfenbeinturm bleiben.
 
Najaa ... ich bin ja selbst in dem Bereich tätig. Und es ist nun mal so, dass jedes wortgleiche Übernehmen von Textstellen ein Plagiat darstellen kann. Da ist der Hinweis "Es sei kein Sachbuch" eigentlich egal, denn es geht ja nicht um wissenschaftliches Arbeiten, sondern schlicht um die Tatsache, Textstellen von anderen Urhebern geklaut zu haben. Das ist ein Verstoß gegen das Urheberrecht und könnte damit durchaus auch Gerichte beschäftigen, sollten die Urheber klagen.

Mal anders gesagt: Wenn ich einen Fantasy-Roman veröffentliche und darin Textstellen sind, die man fast wortgleich bei Herr der Ringe findet, rettet mich auch kein Verweis darauf, dass es keine wissenschaftliche Arbeit sei.

Ich bin ja Mitglied bei den Grünen, aber auch ich wünsche mir Annalena nicht als Kanzlerin. Sie ist einfach noch nicht so weit, das ist mehr als offenkundig. Ich bin zwar kein Fan von Laschet, aber unter einem Kanzler Laschet könnte sie als Ministerin Erfahrungen sammeln und dann sieht die Sache in vier Jahren vielleicht schon anders aus.
Nur das bei deinem Beispiel Fiktion übernommen wurde, die sich jemand ausgedacht hat und darauf ein Urheberrecht hat. Bei Fakten gibt es kein Urheberrecht, da bleibt es bei ein paar Formulierungen die übernommen wurden, die Fakten wiedergeben. Also Äpfel und Birnen und so.
Kann man beides Vergleichen, muss aber am Ende trotzdem nicht passen.
Ich finde auch nicht, dass man das im Text mit Fußnoten bei so einem Buch angeben muss, aber man hätte es irgendwo am Ende erwähnen sollen, dann hätte man sich viel unnötigen Ärger erspart.
 
Ist der Unterschied so groß?

Ja ist er. Bei einer Dissertation, die zum Tragen eines hohen Titels berechtigt, werden hohe wissenschaftliche Standards gefordert. Diese müssen eingehalten werden. Das gleiche bei anderen wissenschaftlichen Texten die man veröffentlicht.
All das trifft hier nicht zu. Es ist "nur" ein Buch... ohne jeglichen wissenschaftlichen Anspruch und ohne dessen Regelwerk.

Wenn ich in meiner Dissertation falsch oder gar nicht zitiere, und das anhand des Umfangs auch noch wissentlich, dann ist das schlicht Betrug.
Wenn ich in einem 08/15 Buch irgendwas reinschreibe was evtl. schon woanders stand dann ist das im schlimmsten Falle eine Copy-Right-Geschichte. Und selbst das trifft hier wohl nicht zu. Von daher ist das hier schlicht und ergreifend... nix.

Aber das weißt du alles... von daher ist das mal wieder eine dieser typischen Scheindebatten...
 
Naja, eine Partei die auch immer dem erhobenen Zeigefinger rumläuft, muss sich dann nicht wundern, das sie selbst diesem Zeigefinger ausgesetzt wird.
Und es geht ja jetzt nicht nur um die Buchveröffentlichung, sondern da reiht sich ja (wie auch bei anderen Parteien) ein Thema nahtlos an das nächste Thema....
 
Wobei da imo schon jeder Scheiß gerade rausgekramt wird während die CDSU gerade ne Maskenaffäre hinter sich hat und Leute wie Scheuer und Klöckner im Amt sind die z.b. im Falle Scheuer hunderte Millionen € verplempern. Ein Mann wie Laschet der Noten gewürfelt hat....Währenddessen ist das Topthema ob in einem Buch ein paar Passagen kopiert wurden.....ernsthaft?
 
Nur das bei deinem Beispiel Fiktion übernommen wurde, die sich jemand ausgedacht hat und darauf ein Urheberrecht hat. Bei Fakten gibt es kein Urheberrecht, da bleibt es bei ein paar Formulierungen die übernommen wurden, die Fakten wiedergeben. Also Äpfel und Birnen und so.
Kann man beides Vergleichen, muss aber am Ende trotzdem nicht passen.
Ich finde auch nicht, dass man das im Text mit Fußnoten bei so einem Buch angeben muss, aber man hätte es irgendwo am Ende erwähnen sollen, dann hätte man sich viel unnötigen Ärger erspart.

Tut mir leid, aber das stimmt so nicht. Es geht nicht um die Wiedergabe von Fakten. Es geht darum, dass Textstellen wortgleich oder annähernd wortgleich übernommen wurden. Und das verletzt das Urheberrecht, egal ob Fiktion oder nicht. Es gibt eben sehr wohl ein Urheberrecht auf seine eigenen Texte, egal ob Fiktion oder Fachartikel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wobei da imo schon jeder Scheiß gerade rausgekramt wird während die CDSU gerade ne Maskenaffäre hinter sich hat und Leute wie Scheuer und Klöckner im Amt sind die z.b. im Falle Scheuer hunderte Millionen € verplempern. Ein Mann wie Laschet der Noten gewürfelt hat....Währenddessen ist das Topthema ob in einem Buch ein paar Passagen kopiert wurden.....ernsthaft?
MIr ist das ziemlich egal - Sie möchte Bundeskanzlerin werden - dann soll Sie sich so bitte verhalten. Und ansonsten nehmen ja gerade die Grünen:innen auch kein Blatt vor dem Mund bei Verfehlungen der anderen. Eat you own dogfood.
 
Wobei Verfehlung nicht gleich Verfehlung ist....

Das würde ich jetzt wirklich gerne nochmal unterstreichen. Das was sich andere Parteien und vor allem die CDU/CASU so alles erlaubt, da ist diese Plagiatsaffäre wohl wirklich ein Witz. Aber klar man kann jetzt auch Äpfel mit Birnen vergleichen und dann auch noch anführen, dass ausgerechnet die Grünen angeblich immer diejenigen. sind, die anderen auf die Finger klopfen. Ich glaube im Austeilen nehmen sich die Parteien alle nichts. Und ich möchte auch nochmal an die Wahl der Kanzlerkandidatin erinnern, die bei den Grünen sehr harmonisch abgelaufen ist. Auch sowas darf man ruhig mal bewerten und positiv beurteilen.
 
Tut mir leid, aber das stimmt so nicht. Es geht nicht um die Wiedergabe von Fakten. Es geht darum, dass Textstellen wortgleich oder annähernd wortgleich übernommen wurden. Und das verletzt das Urheberrecht, egal ob Fiktion oder nicht. Es gibt eben sehr wohl ein Urheberrecht auf seine eigenen Texte, egal ob Fiktion oder Fachartikel.
Ich wünschte das würde vor Gericht geklärt weden, auch wenn es dazu wohl nicht kommen wird.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück
Oben