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Der Politikthread

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Die Konzentration sollte man dann aber durch die Erbschaftssteuer abbauen. Jemandem im Laufe seines Lebens die (bereits versteuerten) Früchte seiner Arbeit wegzunehmen ist leistungsfeindlich, ungerecht und steigert gesellschaftliche Spaltung statt sie abzubauen. Und mit dieser destruktiven Neid-Debatte arbeiten die Linken und auch die SPD ganz gezielt. Und während sie ihren Wählern die Geschichte von "denen da oben auftischen, die allen Wohlstand kontrollieren" wundern sie sich gleichzeitig, dass so viele Leute an Verschwörungstheorien glauben...

Die Erbschaftssteuer müsste reformiert werden, aber sie ist meiner Ansicht nach der beste und fairste Weg.

Die Vermögenssteuer (falls es das ist worauf du ansprichst) ist für mich auch erstmal nur eine Korrektur um jenen nachträglich das Geld ab zu nehmen die Jahrzehnte lang durch eine Schieflage der Steuer- und Abgabenlast (immens) profitiert haben [Das was ich tatsächlich eher als Leistungsfeindlich und als Ungerecht einstufen würde]. Die wäre ja nicht Nötig, wenn die Aufstiegschancen fair verteilt gewesen wären (zumindest in jenem Maß, welches ein aufklaffen zwischen Arm und Reich nicht immer weiter gefördert hätte). Man kann sich aber natürlich drüber Streiten ob das im Nachhinein noch so Fair ist. Ich würde jetzt aber sagen, 5% auf alles über die 1 Millionen (so wie es die Linke fordert) ist auszuhalten. Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es für eine solche Abgabe sogar unter Superreichen eine Mehrheit die dafür wäre.

Bei der Erbschaftssteuer gäbe es aber tatsächlich viel zu holen.
Irgendwo mal gelesen das 9/10 aller Multimillionäre angegeben haben, dass deren Großteil des Vermögens auf eine Erbschaft zurück zuführen ist.
 
Die Vermögenssteuer (falls es das ist worauf du ansprichst) ist für mich auch erstmal nur eine Korrektur um jenen nachträglich das Geld ab zu nehmen die Jahrzehnte lang durch eine Schieflage der Steuer- und Abgabenlast (immens) profitiert haben

Das Rad in Gegenrichtung zu überdrehen, nur weil etwas deiner Meinung nach falsch gelaufen ist, ist eine dumme Idee! Es ist nicht nur moralisch und politisch unredlich, es ist auch gesellschaftlich gefährlich. Die nächste Regierung schafft dann nicht nur die Steuer wieder ab, sie entlastet dann die Reichen nochmal ordentlich, um den Schaden wieder gut zu machen. Und bei der Gelegenheit kann man ja gleich noch ein paar andere Sachen widerrufen. Und die Nachfolger überdrehen wieder in Gegenrichtung, nur etwas stärker. Und schwups, bist du in einem katastrophalen Hamsterrad gefangen!

Nee, wirklich nicht. Wenn etwas falsch läuft, mach es ab jetzt richtig. Falsch plus falsch ergibt nicht richtig, wie hier jemand gepostet hat.
 
Ich würde es rein als Katastrophenzuschauer sogar gern sehen, mit all den Konsequenzen. Mir ists egal, ich bin safe, aber der Moment wenn sie ihren Fehler bemerken und es aber zu spät ist umzusteuern wäre zu köstlich.
 
Zuletzt bearbeitet:
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:lol:
 
Ich würde es rein als Katastrophenzuschauer sogar gern sehen, mit all den Konsequenzen. Mir ists egal, ich bin safe, aber der Moment wenn sie ihren Fehler bemerken und es aber zu spät ist zum umsteuern wäre zu köstlich.

So in etwa sehe ich das mittlerweile auch. Soll man sie einfach mal machen lassen, die zerlegen sich schon selbst. Nur werden es am Ende tragischerweise mal wieder die Schwächsten sein, die die Zeche zahlen.
 
Das Rad in Gegenrichtung zu überdrehen, nur weil etwas deiner Meinung nach falsch gelaufen ist, ist eine dumme Idee! Es ist nicht nur moralisch und politisch unredlich, es ist auch gesellschaftlich gefährlich. Die nächste Regierung schafft dann nicht nur die Steuer wieder ab, sie entlastet dann die Reichen nochmal ordentlich, um den Schaden wieder gut zu machen. Und bei der Gelegenheit kann man ja gleich noch ein paar andere Sachen widerrufen. Und die Nachfolger überdrehen wieder in Gegenrichtung, nur etwas stärker. Und schwups, bist du in einem katastrophalen Hamsterrad gefangen!

Nee, wirklich nicht. Wenn etwas falsch läuft, mach es ab jetzt richtig. Falsch plus falsch ergibt nicht richtig, wie hier jemand gepostet hat.

Okay, ich Versuchs mal anders.

Zum Thema: Die anhaltende Entwicklung der aufklaffenden Schere Arm-Reich.
Die zunehmende Armut in Deutschland, die stagnierende, tendenziell aber eher abrutschende Mitte ([Einkommen/Ausgaben] zunehmend durch rasant steigenden Mieten), die Gewinner (die Oberen 10%, die von sich häufig fälschlich behaupten die Mitte zu sein) und die "to-the-moon-and-beyond" Spitzenverdiener (Oberen 1%).

Diese Entwicklung teilst du, oder siehst das Ganze anders?
Weil... Ich bin mir gerade nicht ganz sicher, wenn du mir mit "deiner Meinung nach falsch gelaufen ist." und von "Rad in die Gegenrichtung zu überdrehen" antwortest. Ich Frage deshalb weil es bei mir erstmal so klingt, als wärst du der Meinung, dass man diesen fortlaufenden Umstand auf garkeinen Fall verändern/antasten dürfte. Insbesondere wenn du bei Ideen zur Umverteilung mit "moralisch und politisch unredlich" und "gesellschaftlich gefährlich" antwortest. Möglicherweise verstehe ich dich aber einfach nur falsch, weil du dich nicht am Weg sondern nur an den Methoden störst. Fair.

Mich würde dann aber ernsthaft Interessieren welchen Weg du vorschlagen würdest.
Anbetracht der großen wirtschaftlichen Herausforderungen des nächsten Jahrzehnt/Jahrhunderts (die wirtschaftlichen Folgen durch Corona, den wirtschaftlich Geopolitischen Veränderungen, dem Demographische Wandel und der Klimakrise). Wer soll die kommende Last tragen? Wieder "fair" auf die Bevölkerung verteilen? ["fair" = sarkasmus]

Edit: Die Methoden wären mir nämlich im Grunde auch völlig egal, Hauptsache der Weg stimmt -> Bremsen oder am besten Stoppen der zunehmenden Entwicklung von Arm zu Reich. Bonus wäre natürlich eine funktionierende, leicht korrigierende Umverteilung vom Ist-Zustand.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Konzentration sollte man dann aber durch die Erbschaftssteuer abbauen. Jemandem im Laufe seines Lebens die (bereits versteuerten) Früchte seiner Arbeit wegzunehmen ist leistungsfeindlich, ungerecht und steigert gesellschaftliche Spaltung statt sie abzubauen. Und mit dieser destruktiven Neid-Debatte arbeiten die Linken und auch die SPD ganz gezielt. Und während sie ihren Wählern die Geschichte von "denen da oben auftischen, die allen Wohlstand kontrollieren" wundern sie sich gleichzeitig, dass so viele Leute an Verschwörungstheorien glauben...

Die Erbschaftssteuer müsste reformiert werden, aber sie ist meiner Ansicht nach der beste und fairste Weg.

Sorry, hier muss ich nochmal kurz nachhaken. Erbschaftssteuer mal ganz bei Seite, da bin ich ganz bei dir.

Du meinst also eine fairere Besteuerung von Gut- und Spitzenverdiener (also bei jener Gruppe die seit Jahrzehnten zu den wenigen Gewinnern des Systems gehören, bei jenen denen die größten Möglichkeiten und Aufstiegschancen zur Verfügung stehen) wäre A) Leistungsfeindlich und Ungerecht und B) würde dass die Spaltung der Gesellschaft fördern? Weil man dann ein bisschen weniger reich ist oder ein bisschen weniger Gut verdient? :skep:

Glaubst du nicht jene deutlich größere Gruppe dessen Einkommen/Vermögen stagnieren (weil durch steigende Fixkosten und Mieten bedroht sind) und Geringverdiener hier eher Grund zur Unzufriedenheit haben? Also wenn hier etwas das Land Spaltet, dann doch eher der Umstand jene großen Gruppe die tatsächlich so etwas wie Leistungsfeindlichkeit durch das System erfahren und nicht jene Gruppe die um ihr Ruhestandsziel der vollen Millionen fürchten? Das wäre ja maximal Schade, wenn es am Ende "nur" 950k werden statt 1 Million.
 
Ich zieh mir seit Std. den Live-Stream auf Bild.de rein.
Alter Falter...was ist da in der CDU nur los? Das ist ja der pure Wahnsinn. In dem Zustand muss man wirklich die Frage stellen, ob diese Partei eigentlich eine gute Zukunft hat. Chaos :ugly: :ugly:
 
oder siehst das Ganze anders?
Nein, ich sehe das Problem ähnlich wie Du.
Ich Frage deshalb weil es bei mir erstmal so klingt, als wärst du der Meinung, dass man diesen fortlaufenden Umstand auf garkeinen Fall verändern/antasten dürfte.
Nein, wie gesagt, ich sehe das Problem auch. Definitiv muß man was machen.
Insbesondere wenn du bei Ideen zur Umverteilung mit "moralisch und politisch unredlich" und "gesellschaftlich gefährlich" antwortest.
Warum es gefährlich ist, habe ich doch schon erläutert.

Ich habe ein Problem damit, wenn Du versuchst, die Fehler aus der Vergangenheit jetzt mit umgedrehten Vorzeichen wieder machen willst, quasi als nachträgliche Wiedergutmachung. Sowas funktioniert nicht und ist ein moralisches Armutszeugnis. Mach eine faire und gerechte Politik jetzt und vergiß die Vergangenheit. Wenn man versucht, nachträglich „Unrecht“ wiedergutzumachen (was es nicht war, denn die Gesellschaft hat es nun mal so beschlossen. Es immer noch eine Demokratie hier, keine Diktatur), dann kriegst Du die gleiche Eskalationsspirale, die man gut in den USA beobachten kann.

In der Vergangenheit ist nicht alles perfekt gelaufen, okay. Bestreite ich nicht. Lernen wir daraus und machen es jetzt richtig und schlagen nicht gleich in die andere Richtung aus, sonst kriegen wir die Balance nie wieder und der Egoismus verfestigt sich immer mehr.
Wieder "fair" auf die Bevölkerung verteilen? ["fair" = sarkasmus]
Ja, und zwar ganz ohne Sarkasmus. Ich habe kein Problem damit, meinen Teil zu schultern, ich habe auch kein Problem mit höheren Steuern, die die reicheren Schichten zahlen müssen. Zu denen gehöre ich auch, dessen bin ich mir bewußt. Und ich denke, die Meisten in meiner Einkommensklasse auch. Aber Alles hat Grenzen und die liegen bei mir zB bei der Vermögenssteuer. Ich nutze auch längst nicht alle Möglichkeiten aus, die mir (legal) zur Verfügung stehen, aber dann würde ich damit anfangen.

Noch haben wir die Möglichkeit einvernehmlich eine gerechte Lösung zu finden, aber man darf das Blatt nicht überreizen. Schau über den Teich und Du siehst, was dann passiert.
 
Sorry, hier muss ich nochmal kurz nachhaken. Erbschaftssteuer mal ganz bei Seite, da bin ich ganz bei dir.

Du meinst also eine fairere Besteuerung von Gut- und Spitzenverdiener (also bei jener Gruppe die seit Jahrzehnten zu den wenigen Gewinnern des Systems gehören, bei jenen denen die größten Möglichkeiten und Aufstiegschancen zur Verfügung stehen) wäre A) Leistungsfeindlich und Ungerecht und B) würde dass die Spaltung der Gesellschaft fördern? Weil man dann ein bisschen weniger reich ist oder ein bisschen weniger Gut verdient? :skep:

Glaubst du nicht jene deutlich größere Gruppe dessen Einkommen/Vermögen stagnieren (weil durch steigende Fixkosten und Mieten bedroht sind) und Geringverdiener hier eher Grund zur Unzufriedenheit haben? Also wenn hier etwas das Land Spaltet, dann doch eher der Umstand jene großen Gruppe die tatsächlich so etwas wie Leistungsfeindlichkeit durch das System erfahren und nicht jene Gruppe die um ihr Ruhestandsziel der vollen Millionen fürchten? Das wäre ja maximal Schade, wenn es am Ende "nur" 950k werden statt 1 Million.

Wir brauchen das gar nicht fortführen. Was du als "fairere Besteuerung" von Gutverdienern und "Vermögenden" ansiehst ist ungefähr so weit weg von meinen Vorstellungen wie die Erde von einer Scheibe. Aber sollen sie mal machen, dann werden sie schnell lernen dass Rache am besten kalt serviert wird.
 
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