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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Gab nen ganz guten entgeisterten Kommentar kürzlich beim Spiegel. Nach dem Motto "wie können die Leute nur vergessen, wie einer wie Söder dahin gekommen ist, wo er ist. Und ihm auch noch die Kanzlerschaft zutrauen. Im Gegensatz zu einer Opportunistin wie Merkel ist er auch bereit, seine Partei, die Demokratie und den Rechtsstaat zu opfern, wenn es ihm nur irgendeinen persönlichen Vorteil brächte. "
 
Gab nen ganz guten entgeisterten Kommentar kürzlich beim Spiegel. Nach dem Motto "wie können die Leute nur vergessen, wie einer wie Söder dahin gekommen ist, wo er ist. Und ihm auch noch die Kanzlerschaft zutrauen. Im Gegensatz zu einer Opportunistin wie Merkel ist er auch bereit, seine Partei, die Demokratie und den Rechtsstaat zu opfern, wenn es ihm nur irgendeinen persönlichen Vorteil brächte. "

der?

Imo ein guter Beitrag was uns mit einem Kanzler(kanditat) Söder blühen würde.....

Wir kennen diesen Mann

Ein Gastbeitrag von Joachim Behnke

Offenbar leidet das halbe Land unter Gedächtnisverlust – anders ist nicht zu erklären, dass viele Markus Söder ernsthaft für einen guten Kanzlerkandidaten halten. Schon oft hat er bewiesen, dass er für das Amt nicht taugt.

https://www.spiegel.de/politik/deut...eitrag-a-8219dc45-a3ee-4930-b126-2122b5341573

Man kann nur hoffen dass es Laschet wird und das ist eigentlich schon absurd genug :ugly:
 
In den Corona-PKs hat imho Michael Müller die beste Figur abgegeben und nicht Söder. Und ich bin wahrlich kein Fan von Müller. Ruft jetzt auch keiner, der Müller soll Kanzler werden.
 
Na hoffentlich geht heut mehr bei CDU/CSU...wird fast wieder langweilig. Go for it Laschet. Kann mir keinen Geeigneteren vorstellen, wenn man bei Putin, Erdogan oder Jinping auf Sessel/Sofa sitzt um eigene Interessen zu besprechen.
 
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Die Miet-Deckel Problematik noch mal aus spieltheoretischer Sicht.


Das Problem an der ganzen Debatte eigentlich ist, dass man den ganzen Wohnraummangel und die Mietpreis Situation aus rein Marktökonomischer Sicht erklärt (ergibt ja auch Sinn: Angebot und Nachfrage halt), es sich dann aber einfach macht und es dann auch ausschließlich mit rein Marktökonomischen Mechanismen lösen will. Gleichzeitig das Soziale (der Menschen, die Gesellschaft) einfach stumpf beiseite geschoben wird, beziehungsweise bei dieser rein Marktökonomischen Lösung nur noch als Schachfigur und auf sein Kapital reduziert wird. Es geht hier nicht mehr um den Mensch, sondern um ein paar Schachfiguren. Diese lassen sich auch sehr viel einfacher verschieben. Die Kapital schwachen (Bauernopfer) kommen ins Umland - völlig egal ob sie in der Stadt gebraucht werden oder nicht (Lehrer, Frisöre, Bäcker, Handwerker ect.) und die Kapitalstarken verschiebt man einfach in die Mitte um den König.

Viele Menschen wollen in die Stadt und der Platz fehlt halt.
So betrachtet löst man das Problem natürlich äußerst effizient und zügig.
Was diese Lösung dann natürlich auch so äußerst attraktiv macht, da so simpel und einfach.


Dann erzählt der Typ, dass der Mietpreisdeckel eine Art Teilenteignung ist, weil hier ja massiv in den Cashflow der Eigentümer eingegriffen wird. Da man mit solch Eingriff nicht mehr das Einfahren kann was der Markt nach rein (freier-)Marktökonomischer Sicht hergeben würde. Und dann erdreistet er sich noch das Ganze salopp mit diesen Worten zu garnieren: "Dann heißt das, dass die Differenz aus diesem Cashflow, wird Ihnen weggenommen und den Mietern übergeben", "Der Mietpreisdeckel ist eine Teilenteignung des Vermieters und ein teilweise Eigentumsübergang an den Mieter". Rahmt das Ganze geschickt als etwas unethisches ein, weil die de-facto anhaltende Umverteilung von Unten nach Oben gebremst wurde. Zur Erinnerung:

Anhang anzeigen 138570
https://de.statista.com/statistik/d...e/mietpreise-auf-dem-wohnungsmarkt-in-berlin/



Ich finde auch nicht, dass die steigenden Mieten und eine Anpassung des Markts das Problem an sich sind.
Viel mehr die Schnelligkeit, der Härte und Brutalität in der dies in Deutschlands Städten gerade geschieht, weil sie vielen Mietern einfach gerade kaum Raum zum Atmen, Entfalten und Entwickeln gibt und einfach seitens Mietern Sicherheit fehlt. Diese Entwicklung im Turboschritt ist einfach eine Sozioökonomische Katastrophe. Und ich bin der Meinung, dass hier irgendwie - für den gesellschaftlichen frieden und einer gewissen Stabilität - eingreifen werden muss. Die angespannte Wohnungssituation (zu wenig Wohnraum) muss nicht mit der Brechstange durch eine Turbo-Gentrifizierung gelöst werden, in den man einfach in Rekordzeit die Mieten in die Höhe schnellen lässt und Altmieter reihenweise auf die Straße setzt.

Meiner Meinung nach muss das Thema fehlender Wohnraum in den Ballungsgebieten auf höchster Ebene erstmal als essenzielles Problem Anerkannt werden um es dann auch auf Bundesebene anzugehen. In der Stadt, auf dem Land und Kommunen fehlt es einfach an Geld um hier schnell für Entspannung zu sorgen. Sind daher viel zu abhängig von der Privatwirtschaft, die halt überwiegend alles andere baut als gebraucht wird.



Allgemein müsste man aber mal Gesellschaftlich klären wie wir in einer Gemeinschaft in den Städten mit dem Thema Mangel an Wohnraum umgehen wollen. Da auch die Städte durch den Geringverdiener (Pädagogen, Handwerker, Bäcker ect.) erst lebt. Sollen die alle in 20 Jahren am Stadtrand in Käfighochhaus wohnen?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das Ganze auf Bundesebene zu verlagern heißt primär erstmal, daß Andere für die Versäumnisse in Berlin bezahlen sollen. Halten wir das mal fest. Wohlgemerkt zusätzlich zum Länderfinanzausgleich, aus dem Berlin schon jedes Jahr Milliarden € einsackt. Ich hätte damit nicht so ein Problem, wenn ich mir nicht solche ideologischen Abenteuer wie jetzt mit dem Mietdeckel ansehen müßte. Die haben gerade 2 Jahre damit vergeudet, daß Problem massiv zu verschärfen, anstatt an echten Lösungen zu arbeiten.

Wenn man das Ganze in den Bund verlagert, dann nur mit Kompetenzabgabe von den Ländern an den Bund, und ich bezweifle, daß sich die Länder darauf einigen können.
 
Das Ganze auf Bundesebene zu verlagern heißt primär erstmal, daß Andere für die Versäumnisse in Berlin bezahlen sollen. Halten wir das mal fest. Wohlgemerkt zusätzlich zum Länderfinanzausgleich, aus dem Berlin schon jedes Jahr Milliarden € einsackt. Ich hätte damit nicht so ein Problem, wenn ich mir nicht solche ideologischen Abenteuer wie jetzt mit dem Mietdeckel ansehen müßte. Die haben gerade 2 Jahre damit vergeudet, daß Problem massiv zu verschärfen, anstatt an echten Lösungen zu arbeiten.

Wenn man das Ganze in den Bund verlagert, dann nur mit Kompetenzabgabe von den Ländern an den Bund, und ich bezweifle, daß sich die Länder darauf einigen können.

Das ganze auf Bundesebene zu verlagert heißt erstmal Menschen und Bürgern in Not zu helfen um ein Problem zu lösen / zu entspannen.
Und es betrifft ja nicht nur Berlin.
 
Das wäre eigentlich die Aufgabe des Senats in Berlin gewesen, aber die verzetteln sich ja lieber in inkompetentem Symbolismus, als sich den echten Problemen zu widmen. Ja well....
 
Das wäre eigentlich die Aufgabe des Senats in Berlin gewesen, aber die verzetteln sich ja lieber in inkompetentem Symbolismus, als sich den echten Problemen zu widmen. Ja well....

Okay dein Berlin Groll beiseite.
Ich finde das treiben muss irgendwie reguliert werden und das Problem (weil es Länderübergreifend existiert) auf die Agenda der Bundesebene, weil du ja richtig erkennst Berlin mangels Geldes das Problem nicht in den griff bekommt. Bald sind die Städte auch einfach zugebaut und dann hilft es auch nicht mehr Anreize zu schaffen. Der Wohnraum in den Städten wird immer ein knappes Gut sein. Also die Frage, lassen wir das Kapitel alles regeln oder schaffen wir einen sozialen und gerechten Mittelweg?
 
Für einen Mittelweg bin ich immer zu haben! Und es ist kein genereller Berlingroll, sondern ein Groll gegen Ideologen und Populisten, die halt keinen Mittelweg wollen. Offensichtlich.

Und wie Du richtig erkannt hast, Berlin hat nicht das Kapital um das Problem zu lösen. Und weißt Du was, der Bund auch nicht. Dazu brauchen wir die freie Wirtschaft. Natürlich nicht völlig frei, keine will Raubtierkapitalismus. Aber es geht auch anders, als es Berlin hier versucht hat. Nur muß man dazu kompromißbereit sein und an der Lösung interessiert sein, nicht an Ideologien. Ich bin durchaus dabei, die Übergangsschmerzen zu lindern, aber daß Alle für kleines Geld in der Innenstadt wohnen können, wird nie passieren.
 
Und wie schon so oft geschrieben - das Problem hat sich Berlin 2004 selbst erschaffen - unter einer Rot Grünen Regierung.

Ganz davon abgesehen kann man Wohnungsnot durch eine Maßnahme begegnen - neue Wohnungen bauen und dazu muss es ein Anreiz geben. Oder der der Senat macht es selbst.. oh wait.....
 
Die beste Lösung für Berlin ist unattraktiver zu werden und der Marktmechanismus macht genau das. Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich, sondern dauert sehr lange, aber irgendwann ist Berlin nicht mehr interessant und dann kann man da auch wieder mit den dort bezahlten Gehältern Miete zahlen.

Ist halt die Frage, ob das die Lösung ist, die die Gesellschaft haben möchte.

Berlin ist ja so Hip geworden, da nach der Wiedervereinigung der Wohnraum so unglaublich günstig war und es den Kreativen leicht gemacht hat sich dort zu hauf anzusiedeln. Berlin hat davon jetzt 3 Jahrzehnte profitiert.
Irgendwann ist damit auch Mal Schluss und Berlin ist dann so international anziehend wie jede andere deutsche Großstadt.
 
Ich glaube nicht das so eine Stadt wie Berlin sich unattraktiver machen kann - da wird genau so weiter gehen wie eben in München, Hamburg, Frankfurt etc.
 
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