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Der "Ich könnte kotzen" Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Das ist ja alles korrekt so.
Denke es sagt keiner was anderes. Ob du ja Elternzeit nimmst oder viel über Überstunden und Urlaub regelst, ist die Intention am Ende gleich, nur der Weg zum Ziel ist ein anderer.
Nö, ich find das überhaupt nicht das gleiche. In der Elternzeit ruht mein Arbeitsverhältnis. Das ist was komplett anderes als Überstunden abzufeiern.
Sowohl psychisch als auch rechtlich.

Um zwei Monate mit Überstunden ausgleichen zu können, musst du vorher ranklotzen - was deutlich weniger Zeit für die Familie bedeutet. Also ein Nullsummenspiel im Vergleich zu einfach ohne Elternzeit weiterarbeiten.
 
Nö, ich find das überhaupt nicht das gleiche. In der Elternzeit ruht mein Arbeitsverhältnis. Das ist was komplett anderes als Überstunden abzufeiern.
Sowohl psychisch als auch rechtlich.

Na ja ob das Arbeitsverhältnis ruht ist mir wayne solange ich Zeit habe, mich um meine Bande zu kümmern und die erste Zeit zu erleben.
Ich meine nicht eine Woche sondern mehrere Wochen mit Urlaub verbunden.

Aber hey, jeder wie er mag.
Wir werden es nicht mehr erleben dann das Kapitel ist zu :D
 
Ganz einfach, weil meine Freundin stillt und nicht zufüttert. Außerdem ist es nach dem Tod des ersten Kindes wichtiger dass sie die Zeit mit dem Kind hat. Mir fehlt das Kind zwar auch aber lieber soll sie zu Hause bleiben als ich. Geldverlust ist eine Sache aber sie soll lieber die Zeit mit dem Kind genießen. Die ist viel wertvoller

So sehe ich das ja auch, solange ihr (trotz Geldverlust) gut wirtschaften könnt, ist doch alles in Butter?!
 
Was meinste, warum ein Kind im Schnitt 130k kostet, das sind nicht alles Windeln und Klassenfahrten... :O_o:

Der Verdienstausfall bei einem Elternteil kommt noch dazu. Meine Frau arbeitet seit dem 1. Kind nur noch halbtags, dadurch sind schon mal >1000€ im Monat weg. Beim zweiten Kind wird dann auch noch das Elterngeld am Halbtagsjob bemessen.

Warum gehst du nicht in Elternzeit, wenn sie mehr verdient :?


Ein Baby kostet bis auf Windeln doch gar nichts. Das kommt erst mit dem Alter. Klar, wenn es nur neueste Tommy Hilfiger Klamotten tragen muss ich ich auch noch meinen Porsche unterhalten muss, kann es mal ganz schön knapp werden. Aber dann sind vielleicht die Prioritäten etwas falsch gesetzt, zumal der Großteil unter der Obergrenze sein dürfte. Trifft aber auf euch nicht zu. Ist halt immer schwierig, dass für alle gerecht zu machen.

in USA gibts einen scheiß, die lachen die Deutschen eher aus, dass die überhaupt Elterngeld bekommen.
 
Was quatscht du da? Natürlich wissen wir das es nicht finanziell so bleibt aber als wir von der Deckelung gehört haben waren wir schon angenervt. Du wirst als besserverdiener einfach finanziell bestraft. Das ist alles was ich sagen wollte. Wären wir frech gewesen hätte sich meine Freundin auch kündigen lassen können für das Jahr und hätte Arbeitslosengeld kassiert. Da wäre mehr raus gekommen. Aber wir sind ehrlich geblieben und haben weniger raus. Das nervt nur.

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Sorry, aber da hast du den Sinn von dem Elterngeld, so wie es jetzt gehandhabt wird, einfach nicht verstanden.
Und zur zweiten Aussage sag ich mal lieber nichts.

Grundsätzlich ist doch alles transparent und du kannst entscheiden, ob es dir wert ist, Zeit zu haben?
 
Ein Baby kostet bis auf Windeln doch gar nichts. Das kommt erst mit dem Alter. Klar, wenn es nur neueste Tommy Hilfiger Klamotten tragen muss ich ich auch noch meinen Porsche unterhalten muss, kann es mal ganz schön knapp werden. Aber dann sind vielleicht die Prioritäten etwas falsch gesetzt, zumal der Großteil unter der Obergrenze sein dürfte. Trifft aber sicher nicht euch zu.

in USA gibts einen scheiß, die lachen die Deutschen eher aus, dass die überhaupt Elterngeld bekommen.

Die laufenden Kosten sind noch nicht so hoch, aber Erstausstattung, Ersttrimesterscreening (bitte keine Grundsatzdiskussion), Windeln, evtl. Pre-Nahrung ist für manche sicherlich auch kein vernachlässigbarer Posten.

Aber wie gesagt, dickster Posten -> Gehaltswegfall

EDIT: ... und es kann halt auch immer "irgendwas" sein. Meine Tochter brauchte z.B. eine Helmtherapie, das waren mal-eben 1800€ + 2x monatlich eine 300 km Tour in die Spezialklinik zur Nachjustierung, über 6 Monate.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz einfach, weil meine Freundin stillt und nicht zufüttert. Außerdem ist es nach dem Tod des ersten Kindes wichtiger dass sie die Zeit mit dem Kind hat. Mir fehlt das Kind zwar auch aber lieber soll sie zu Hause bleiben als ich. Geldverlust ist eine Sache aber sie soll lieber die Zeit mit dem Kind genießen. Die ist viel wertvoller


Was quatscht du da? Natürlich wissen wir das es nicht finanziell so bleibt aber als wir von der Deckelung gehört haben waren wir schon angenervt. Du wirst als besserverdiener einfach finanziell bestraft. Das ist alles was ich sagen wollte. Wären wir frech gewesen hätte sich meine Freundin auch kündigen lassen können für das Jahr und hätte Arbeitslosengeld kassiert. Da wäre mehr raus gekommen. Aber wir sind ehrlich geblieben und haben weniger raus. Das nervt nur.

Arbeitslosengeld ist auch nur 67% vom dem, was die als Netto ausrechnen. Also wie beim Elterngeld. Was wäre daran besser?
Im Übrigen kannst du da auch nicht einfach dein Netto vom Lohnzettel nehmen und davon 67% nehmen. Die berechnen das anhand Pauschalen Beträgen.

Finds jetzt tatsächlich auch vermessen sich zu beschweren, dass ein Elternteil 'nur' 1.800€ Elterngeld bekommt. Das ist mehr als doppelt soviel als meine Frau hatte. Und unsere Kosten liefen auch weiter, so wie bei jedem.
Und Elterngeld ist auch nicht dazu da, eure Hochzeit nächstes Jahr zu bezahlen sondern euch Zeit mit eurem Kind zu ermöglichen, ohne das ihr am Hungertuch nagen müsst.
Was meinst du eigentlich mit 'Marburger Bund'? Den Mitgliedsbeitrag kannst du kaum meinen, der kostet irgendwas um die 250€ im jahr, das sollte auch mit Elterngeld zu stemmen sein. Und wenn ich das recht weiß, wird der Beitrag während der Elternzeit sogar reduziert. Kann mich aber täuschen, meine aber, dass ne befreundete Ärztin sowas mal erzählt hat.

@snowman
Klar vermindert Elterzeit den Urlaubsanspruch. Aber wenn man z.b. 2 Monate nimmt, hat man nur 5 Tage weniger Jahresurlaub, aber das ist doch immer noch ein guter Schnitt. Ich hatte in den Jahren, in denen ich Elternzeit genommen hatte, im Gegenteil immer Probleme meinen (reduzierten) Urlaub überhaupt nehmen zu können.
 
Ja ist schon krass, was so ein Kind so über die Zeit "kostet". Wie Tim schreibt, das sind dann nicht nur die höheren Verbrauchskosten, sondern auch der teilweise Gehaltswegfall. Ist bei uns auch so. Früher hat meine Frau Ganztags gearbeitet jetzt nur Halbtags. Das führt entsprechend auf Sicht auch zu weniger Rente. Klar bekommt man etwas Kindererziehungszeit angerechnet, aber ob irgendwann mal wieder an ne Ganztagsbeschäftigung zu denken ist steht in den Sternen. Der Wohnraum muss üblicherweise auch noch vergrößert werden. Bei Leuten mit drei Kindern muss dann auch ein anderes Auto her. Urlaube die auch alle weiterhin brauchen werden auch nicht günstiger. Hobby die Geld kosten kommen auch noch dazu mit der Zeit. Das ist schon echt sehr heftig wenn man sich das in der Summe alles ansieht.

Und dafür wird man dann ständig von den Kleinen angemotzt und muss zurück motzen :lol:
 
Richtig teuer wird es doch erst wenn das Kind irgendwann mal studieren geht...in einer Großstadt und am besten noch an einer privaten Hochschule. Rechnet schonmal mit mindestens 2000 Euro im Monat für den Zeitraum des Studiums. Bei Bachelor und Master sind wir da bei Gesamtkosten von 120.000 Euro. Da könnt ihr die ersten 18 Jahre schonmal 600 Euro monatlich nur fürs Studium zurücklegen. :ugly:
Sind übrigens Kosten die ich tatsächlich immer einplanen würde.
Die Entscheidung für ein Kind ist eine "rein egoistische Entscheidung". Man sollte also seinem Kind auch jegliche Bildungsoptionen nach der Schulzeit finanzieren können.

Ja im Leben nicht.
Ich pack ja jetzt nicht x Kröten bei Seite für den Fall, dass ein Kind irgendwann den Bachelor machen möchte.
Ganz klar werden sie für den Fall gut unterstützt aber abseits davon heißt es dann schön Cheeseburger verkaufen bei Burger King, Bafög etc.
Jetzt schauen wir, dass wir jeden Monat bei Seite legen und das klappt auch ganz gut aber das ist primär nicht für die Bildung irgendwann mal sondern für alle Belangen.
 
Naja, kein Kind wird vorher gefragt ob es auf die Welt kommen möchte - daher für mich eine "rein egoistische Entscheidung". In unserer heutigen Welt ist Bildung nunmal alles, dementsprechend muss ich meinem Kind auch den höchsten Bildungsweg finanzieren können um ihm alle Chancen zu ermöglichen. Wenn ich das nicht kann setze ich kein Kind in die Welt und muss mir einen anderen Lebenssinn suchen.

Das ist aber schon eine ganz heftige Sichtweise.

Ich übersetze:
Entweder ich kann allen Kindern ein Bachelorstudium vollumfänglich bezahlen oder sie werden das Licht der Welt nicht erblicken.

Das ist nicht nur eine sehr krasse Sichtweise sondern eine absolut schallende Ohrfeige für alle Normalverdienenden,
die nach dieser Theorie besser keine Kinder hätten bekommen sollen.
Das ist ethisch latent grenzwertig.
 
Ich habe mehrere Freunde deren Eltern Ihnen immer wieder vorgeworfen haben wie teuer doch ihr Studium (gewesen) sei und bin deshalb sehr voreingenommen. Für die Eltern-Kind-Beziehung sind solche Vorwürfe auch im Erwachsenenalter extrem toxisch. Entscheide ich mich für Kinder muss ich ihnen auch Bildung ermöglichen.

NIEMALS wäre ich auch nur auf die IDEE gekommen, meinen Eltern vorzuwerfen, dass sie mir keine Privatuni finanzieren konnten.
Ich hab ein wenig Geld während dem Studium (an einer normalen Uni) bekommen, aber auch längst nicht alles. Und ich hab jahrelang nebenbei im McD gearbeitet...

Und ich hätte mich auch niemals beschwert und es hätte auch nicht die Eltern-Kind-Beziehung belastet, wenn sie gesagt hätten "sorry, wir haben nicht so viel Kohle, wir können dir nix/nicht viel dazu geben".

Wie - sorry - asozial muss man denn sein, seinen Eltern vorzuwerfen, wie teuer ein eigenes Studium ist?
Gehts noch?
 
Ich übersetze:
Entweder ich kann allen Kindern ein Bachelorstudium vollumfänglich bezahlen oder sie werden das Licht der Welt nicht erblicken.

Studium finanzieren ≠ private HS

Wie gesagt, kein Kind wird vor der Geburt gefragt und es sind die Eltern die sich mit dem Kinderwunsch verwirklichen möchten.

Kannst ja mal ne Umfrage starten:

"Wärt ihr jetzt gerne tot, weil eure Eltern keine 2000€-HS finanzieren konnten?"
 
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