Ich belebe mal den Thread wieder:
Ich hab da eine kennengelernt, die ist echt super. Nehmt zum Beispiel den vergangenen Sonntag: Ich hatte das volle Programm: Ausschlafen. Sex. Frühstück. Und eine gemeinsame 2h Zock-Session. Divinity 2 im Couch-Coop. Und da war es noch nicht mal 13 Uhr. Sie spielt das auch noch genauso, wie ich das gerne hätte. Jede Kiste öffnen, mit jedem labern. Zudem versteht sie sich noch prächtig mit meinem Hund. Entspannt, locker, eigenständig, emotional ausgeglichen, hat Freunde, und viele Interessen. Schenkel, hart wie Stein.
Sie ist Informatikerin, redet nicht viel. Geil. Auf die lockere und spontane Frage, was sie denn von Sex im Freien hielte, nahm sie sich einen kurzen Moment zurück, kniff die Augen zusammen und sagte ruhig: Ja, aber nicht auf Sand. KANN ich ECHT mit arbeiten.
Ja, und nun fragt Ihr euch sicher, warum schreibst du denn hier rein, du Nappel. Läuft doch! Und ja, und wie das läuft! Das macht die ganze Sache auch so schwierig. Denn wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Bzw. ein einziger Schatten: Die Nachwuchsfrage.
Während ich mich inzwischen, mit 33, langsam mit dem Gedanken anfreunde, mal (vielleicht) ein Kind in die Welt zu setzen, wenn die Umstände passen, ist sie da noch ganz anders unterwegs. Sie sieht sich da (momentan?) einfach nicht in der Mutterrolle. Das hänge, da stimmten wir ja überein, natürlich auch vom Partner ab, ob man solche Gedanken habe, aber es ist natürlich vor allem eine Frage der persönlichen Lebensführung. Kann ich auch nachvollziehen und will ich auch nicht abwerten.
Es ist bitter. Oder fühlt sich zumindest so an. Ich überlege natürlich, wie intensiv dieser Kinderwunsch wirklich ist, denn den habe ich ja auch erst seit Kurzem, wenn überhaupt. Ich kann und will mich nicht darauf verlassen, dass sie noch einmal ihren Kurs wechselt, da ist sie mit 31 sicherlich schon viel früher intensiv über diese Frage gestolpert.
Wir kennen uns auch erst 9 Wochen. Vielleicht kommt dieses Thema eh ein wenig früh? Oder schon zu spät? Ich will auch nicht Jahre investieren, um es dann scheitern zu sehen. Da sollte man vorher die Reißleine ziehen.
Aber das ist der Moment, den die alten Griechen immer vor Augen hatten: Da arbeitet man sich so ab, findet jemanden, auf den man richtig Bock hat und vice versa und dann hat das unter Umständen gar keine Zukunft. Tragödie.
Tja, musste mal raus. Danke fürs Zuhören.