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Vom Flexitarier zum Vegetarier - Kampf gegen den Geschmack

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Vollkommen richtig. Ich hab wirklich lang gebraucht um mich davon zu lösen. Bzw bin ich immer noch dabei.
Ich auch, esse ab und an auch noch Fleisch.
Habs halt noch nicht richtig verinnerlicht bzw. mein Mindset macht ab und an ein Strich durch die Richtung. Gerade wenn essen bestellt wird. Pizza z. B.
Aber ich reduziere meinen Fleischkonsum Tag für Tag.
Vegan werde ich, stand jetzt, aber nie schaffen :ugly:
 
Ich auch, esse ab und an auch noch Fleisch.
Habs halt noch nicht richtig verinnerlicht bzw. mein Mindset macht ab und an ein Strich durch die Richtung. Gerade wenn essen bestellt wird. Pizza z. B.
Aber ich reduziere meinen Fleischkonsum Tag für Tag.
Vegan werde ich, stand jetzt, aber nie schaffen :ugly:

Pizza ist doch vegetarisch echt kein Ding. Brokkoli, Spinat, Champignons, Zwiebeln
Schön chilli und Knoblauchöl drüber
 
Esse mittlerweile auch sehr selten Fleisch. Mal was wenn was bei den Kids übrig bleibt. Ansonsten bin ich eher veggie als Vegan. Allein der Krampf mit dem Magerquarkersatz mochte ich nicht. Ist so viel entspannter.
 
Wenn ihr eine gute veggie TK pizza essen wollt, probiert Mal die von Capital bra aus.

Kostet zwar bisschen mehr, sind aber auch 500gramm feiner Geschmack.
 
Vegan ist tatsächlich einfacher als gedacht. Freundin und ich essen zu Hause schon das ganze Jahr ausschließlich vegan. Außerhalb esse ich manchmal Milchprodukte. Aber 99% vegan gesamt.

Wir kaufen auch keine Produkte von Fleischherstellern (Rügenwalder Mühle zB oder Produkte deren Hersteller Tierversuche durchführen (Mars zb, also Onkel Bens, etc).
Sehr viel Alnatura Soja und Haferprodukte. Und zum Beispiel den Tofu vom Aldi, paniert mit Hafermilch Mehl und Panko, in der Heißluftristöse gemacht, das schmeckt geiler als die Nuggets vom Mc.

Ich kann wegen dem Handybug nicht mehr reinschreiben, den Tofu muss man halt in Nuggetgröße schneiden.
 
Ich hab mir heute spontan von Beyond Meat die Beyond Burger mitgenommen.

Eben zubereitet und probiert. Erstaunlich gut muss ich sagen. Die Konsistenz ist nicht mit Rind-Patties vergleichbar, der Geschmack trifft es auch nicht zu 100%, aber durchaus lecker!

Leider mit 4€ für zwei Patties nicht für jede Familie machbar, daher hoffe ich, dass die Nachfrage weiterhin steigt.
 
Wie gesagt: ich finde, die KOnsistenz ist durchaus mit RInd-Patties vergleichbar, wenn diese medium gebraten wurden. Wenn das Rind durch ist, wird es fester als die Beyond.

Aber zum Preis muss man sagen: Er ist hoch, aber richtig gutes RIndfleisch ist auch nicht günstiger. Bioland oder Naturland Rinderhack kostet auch 4,50 € für 400 Gramm und Demeter ist noch teurer.
Aber ich denke mit steigender Nachfrage und höherer Produktionsmenge skaliert der Preis sicher noch nach unten.
 
Laut Ethan Brown, Gründer von Beyond Meat, sollte das längerfristig möglich sein:

https://finance.yahoo.com/news/beyo...ng-cheaper-than-animal-protein-140141254.html

Beyond Meat founder: Our plant-based meat is on its way to being cheaper than animal protein

[...]

Sozzi: You actually think you can make your meat cheaper than traditional meat?

Brown: Absolutely. We have to get back to the basic idea of water through an animal. We're taking the core parts of meat. Those five names — and we talked about it a lot — you know acids, trace minerals, vitamins and water are taken directly from the plant — and we're organizing community architecture. So we’re skipping all of that. And we're going right to the production of meat right on the plant. And so the reason we're not less expensive today and the reason we're quite a bit more expensive is as simple as scale.

Sozzi: How are you more aggressively ramping up production?

Brown: We are right now, so the opening of the facility in Europe is an example of that. We're going to be making some additional investments that we mentioned in China. We're going to make investments by the end of the year in production infrastructure. So into 2021 and 2022, you'll see us start to hit higher volumes, which will give us the opportunity to look more aggressively at pricing. That's actually critical, we have to deliver what we call the trinity of benefits — or trending value — of continuing to close the gap between our product and regular protein.

[...]
 
Wie gesagt: ich finde, die KOnsistenz ist durchaus mit RInd-Patties vergleichbar, wenn diese medium gebraten wurden. Wenn das Rind durch ist, wird es fester als die Beyond.

Aber zum Preis muss man sagen: Er ist hoch, aber richtig gutes RIndfleisch ist auch nicht günstiger. Bioland oder Naturland Rinderhack kostet auch 4,50 € für 400 Gramm und Demeter ist noch teurer.
Aber ich denke mit steigender Nachfrage und höherer Produktionsmenge skaliert der Preis sicher noch nach unten.
Beyond Meat ist auch mein Fav in Pattieersatz, einzig die Zutatenliste macht mir bisschen Sorge: Minearlölbestandteile und Hefeextrakt.
https://www.oekotest.de/essen-trink...est-Wie-gut-ist-der-Hype-Burger-_10937_1.html
 
Wie gesagt: ich finde, die KOnsistenz ist durchaus mit RInd-Patties vergleichbar, wenn diese medium gebraten wurden. Wenn das Rind durch ist, wird es fester als die Beyond.

Aber zum Preis muss man sagen: Er ist hoch, aber richtig gutes RIndfleisch ist auch nicht günstiger. Bioland oder Naturland Rinderhack kostet auch 4,50 € für 400 Gramm und Demeter ist noch teurer.
Aber ich denke mit steigender Nachfrage und höherer Produktionsmenge skaliert der Preis sicher noch nach unten.

Das ist zwar richtig, allerdings meinte ich auch eher weniger uns als Maßstab.

Ich kann 12€ für sechs Patties ausgeben. Viele Familien können das aber nicht. Einige wollen es nicht.

Um den Bogen aber etwas weiter zu spannen, müssen solche Produkte mittelfristig wahrscheinlich sogar günstiger als das billigste Fleisch sein. Denn solche Produkte werden ja nicht nur für Veganer/Vegetarier/Flextarier gebraucht, die Welt wird sie für ALLE Menschen brauchen, um z.B. klimaneutraler zu werden.

Da sind wir noch ganz am Anfang der Entwicklung.
 
Das ist zwar richtig, allerdings meinte ich auch eher weniger uns als Maßstab.

Ich kann 12€ für sechs Patties ausgeben. Viele Familien können das aber nicht. Einige wollen es nicht.

Um den Bogen aber etwas weiter zu spannen, müssen solche Produkte mittelfristig wahrscheinlich sogar günstiger als das billigste Fleisch sein. Denn solche Produkte werden ja nicht nur für Veganer/Vegetarier/Flextarier gebraucht, die Welt wird sie für ALLE Menschen brauchen, um z.B. klimaneutraler zu werden.

Da sind wir noch ganz am Anfang der Entwicklung.
das sehe ich ganz anders. Nicht die Preise müssen sich anpassen, sondern die Selbstverständlichkeit, jeden Tag 250 Gramm Fleisch pro Person auf dem Teller zu haben, muss enden. Fleischkonsum muss eine Besonderheit werden, keine Grundlage jeder (oder fast jeder Mahlzeit). Das, was man jetzt fancy "Flexitarier" nennt, muss der Normalfall werden.

Denn klar - nicht jeder kann sich ständig 12 € für sechs Burger-Patties leisten. Da darf aber die Schlussfolgerung nicht sein, dass es günstiger werden muss, sondern sie muss lauten, dass man seinen Fleischkonsum entsprechend an sein Budget anpasst. Man lebt sowieso gesünder, wenn man die Fleischgerichte auf 1-2mal pro Woche reduziert.

Ich denke nicht, dass man gute Fleischersatzproduke mit hochwertigen Zutaten zu Discounterfleisch-Preisen produzieren kann. Auch die Surrogate sollten Luxus bleiben und nicht tägliche Ernährung.
Die Lösung der Ernährungsprobleme ist nicht, sich nicht zu hinterfragen, einfach weiterzuessen wie bisher nur halt mit "Kunstfleisch". Die Lösung ist, seine Ernährung im Ganzen zu hinterfragen und zu ändern - und gerade wir Deutschen müssen diese ziemlich radikal ändern, weil wir eine sehr, sehr fleischzentrierte Ernährungsweise haben
 
@el_barto

Für Deutschland, vielleicht sogar für Europa, stimme ich dir zu. Wobei es schon hier schwierig wird. Du siehst ja, dass fleischlose Ernährung aktuell oft mit Ersatzprodukten einhergeht. Aber bei uns ist das eine Sache, die sich vielleicht stemmen lassen würde.

Global gesehen sehe ich es schwieriger. Arme Länder, aufstrebende Länder, Länder, wo der Fleischkonsum jetzt erst ins Rollen kommt... da wäre es schon cool, wenn man eine nicht teurere Alternative hätte. Fleischkonsum ist oft auch ein Zeichen für steigenden Wohlstand.

Und dann nimm mal z.B. die Amerikaner. Völliger Verzicht auf Fleisch ist selbst bei den jüngeren Amis nicht denkbar. Aber Fleischersatz boomt da. Ich glaube kaum, dass die ohne Ersatzprodukte weiterhin so gelassen verzichten würden.
 
@el_barto

Für Deutschland, vielleicht sogar für Europa, stimme ich dir zu. Wobei es schon hier schwierig wird. Du siehst ja, dass fleischlose Ernährung aktuell oft mit Ersatzprodukten einhergeht. Aber bei uns ist das eine Sache, die sich vielleicht stemmen lassen würde.

Global gesehen sehe ich es schwieriger. Arme Länder, aufstrebende Länder, Länder, wo der Fleischkonsum jetzt erst ins Rollen kommt... da wäre es schon cool, wenn man eine nicht teurere Alternative hätte. Fleischkonsum ist oft auch ein Zeichen für steigenden Wohlstand.

Und dann nimm mal z.B. die Amerikaner. Völliger Verzicht auf Fleisch ist selbst bei den jüngeren Amis nicht denkbar. Aber Fleischersatz boomt da. Ich glaube kaum, dass die ohne Ersatzprodukte weiterhin so gelassen verzichten würden.
Naja es ist doch auch eine Sache der Erziehung und bewussten Umgang- wo es herkommt.
Keiner braucht es, viele wollen es einfach, weil sie es so kennen. Erster Schritt muss sein, dass Fleisch weltweit teurer wird. Teurer als die Ersatzprodukte etc.
Es soll nichts mehr selbstverständliches sein sondern etwas bewusstes und weiß, was man da gerade isst und wo es herkommt.
Zum Glück kommt dieses bewusstsein langsam, aber bei vielen ist es halt noch selbstverständlich und das darf und kann imo nicht sein.

Gerade in Dland ist es ja locker möglich fleischlos zu leben - wenn man es nur möchte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@el_barto Das ist aber mehr Wunschdenken als das es praktikabel ist. Ich würde da eher @Zimtzicke zustimmen. Will man dass der Konsum sich ändert, muss man den Verbrauchern dafür etwas bieten.
Den Verbrauchern WIRD etwas geboten. Jede Menge Nahrungsmittel, die vegetarisch und vegan sind. Jede Menge kostenlose Rezepte im Internet, um einen super abwechslungsreichen Speiseplan zu schaffen - für jeden Geldbeutel!
Ich denke, es war in den letzten Jahrzehnten noch nie so einfach wie jetzt, den Fleischkonsum zu reduzieren.

Nur wollen es halt viele Verbraucher nicht annehmen.
Und ein bisschen Eigeninitiative kann nie schaden.
Jeder weiß, dass die jetzige Fleischindustrie schädlich für Umwelt und Mensch ist, es ist bekannt, wie Tiere gequält werden, um die Kilo Grillplatte für 4€ anbieten zu können.
Den Leuten ists nur einfach scheißegal.
 
Nunja, gäbe es Fleischersatz der Fleisch näher kommen würde als er es in den meisten Fällen aktuell tut, wäre das sicher ne andere Sache. Vom Preis ganz zu schweigen.
 
Nunja, gäbe es Fleischersatz der Fleisch näher kommen würde als er es in den meisten aktuell tut, wäre das sicher ne andere Sache. Vom Preis ganz zu schweigen.
Mein Punkt ist ja gerade, die Ernährung so umzustellen, dass man weder Fleisch noch direkten Ersatz für die tägliche Ernährung braucht.

Aber unter der Prämisse, dass man Fleischersatz als "Grundnahrungsmittel" wie jetzt Fleisch nutzen will, gibt es auch Probleme.
Die jetzigen Makel wie Preis und Konsistenz/Geschmack werden sich schon noch ergeben. Bei richtig fortschrittlichen Fleischimitaten wie Beyond steht die Entwicklung ja noch ganz am Anfang. Da wird sich noch einiges tun.

Aber: wenn jeder Mensch seinen Fleischkonsum im jetzigen Maße darauf umstellen würde, müsste man erst mal die Unmengen Rohstoff (bei Beyond hauptsächlich Erbse) anbauen. Erbsen sind ein saisonales Gemüse, das in weiten Teilen der Welt nicht ganzjährig geerntet werden kann, der Bedarf ist aber ganzjährig gegeben.

Und was für manche auch ein Problem ist: Fleischimitate sind hochverarbeitete Lebensmittel, die mit Natur nicht mehr viel gemein haben. Man macht damit die Lebenamittelversorgung noch abhängiger von Konzernen als jetzt sowieso schon und die Rohstoff liefernden Landwirte rutschen in der Kette noch weiter nach hinten.
 
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