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Amerika, we have a problem

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Herr Gott Pil, dass kann doch nicht so schwer sein diese Kausalität zumindest anzuerkennen.
Wenn du auf der einen Seite ein systematisches Gewalttätiges System hast erzeugt das irgendwann auch eine gewisse Gegenreaktion.
So wie der Antifaschismus die Antwort auf den Faschismus ist.

Du kannst doch nicht sagen "das eine darf es nicht geben", wenn das andere was nicht sein darf existiert.
Sag mal im ernst, jetzt verarscht du mich? Niemand wundert sich hier über die ausschreitungen. Du unterstellst mir dass ich kein verständnis habe für die gegenwehr? Hackt es bei dir eigentlich? Sorry bei dem bin ich dann wirklich draussen, du siehst wohl nur was du sehen willst.
 
Erstens, Deutschland wurde nach dem ersten Weltkrieg nicht "unterdrückt". Deutschland musste Reparationszahlungen leisten für einen WELTKRIEG, den Deutschland maßgeblich zu verantworten hatte. Es war also keine Unterdrückung sondern die gerechte Strafe für die eigenen Verbrechen.
Zweitens fällst du damit auf DIE zentrale Propaganda der Nationalsozialisten herein, die überhaupt erst ihren politischen Aufschwung ermöglicht hat (Stichwort Dolchstoßlegende).
Drittens solltest du vielleicht zukünftig auf solche aberwitzigen historischen Analogien verzichten, wenn du offensichtlich so wenig Ahnung von der deutschen Geschichte hast.
Ich habe von der Geschichte Deutschlands wirklich nicht gross Ahnung. Wieso kamen dann die Nazis an die Macht? Aufgrund der florierenden Wirtschaft und dem Wohlstand? Und wieso wurde es von den Alliierten nach dem Ende des 2. Weltkrieges dann anders gehandelt, wenn die Strafen nach dem Ende des 1. Weltkrieges so gerecht gewesen sind?

Fakt ist doch, dass die Nazis (zumindest zu einem grossen Teil) an die Macht gekommen sind, weil sie viele Leute für ihre Ideologie gewinnen konnten. Dazu gab es massive Einschüchterung. Auch mit Gewalt. Damals gab es sicherlich auch Leute, welche voll auf den Nazi-Zug abgefahren sind à la „Gewalt ist super, ohne das anzünden von Geschäften gibt es sowieso nie Änderungen. Ich marschiere mal schön mit bei den Novemberpogrome.“

Jaja ich weiss, man darf und sollte es nicht vergleichen, aber ich habe einfach Mühe damit, dass man diese Gewalt gegen völlig Unbeteiligte so verharmlost bzw. sogar gutheisst. Das widerspricht mir persönlich einfach.
 
Sag mal im ernst, jetzt verarscht du mich? Niemand wundert sich hier über die ausschreitungen. Du unterstellst mir dass ich kein verständnis habe für die gegenwehr? Hackt es bei dir eigentlich? Sorry bei dem bin ich dann wirklich draussen, du siehst wohl nur was du sehen willst.

Also ich bin tatsächlich nicht der einzige der sich über deine Antworten und Likes die du von einer bestimmten richtung ergatterst wundert.
Vieleicht solltest du Mingo wirklich mal zuhören.
 
Die Forderung, die auch jetzt wieder überall auf Amerikas Straßen zu hören ist, lautet "No Justice, No Peace". Es gibt hier eine kausale Richtung: zuerst die Gerechtigkeit, dann der Frieden. Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben. Den vermeintlichen Frieden, den wir erleben solange es keinen Protest gibt, kein Aufbegehren, kein Sich-zur-Wehr-Setzen, das ist ein durch Ungerechtigkeit erzwungener Frieden. Und das ist der Frieden, den du gerne wieder hergestellt hättest, ganz gleich ob damit die ihm vorausgehende Ungerechtigkeit beseitigt wird oder nicht.

Martin Luther King hat im Jahr 1963 aus dem Gefängnis einen Brief geschrieben, indem u.a. folgendes steht:
"First, I must confess that over the past few years I have been gravely disappointed with the white moderate. I have almost reached the regrettable conclusion that the Negro's great stumbling block in his stride toward freedom is not the White Citizen's Counciler or the Ku Klux Klanner, but the white moderate, who is more devoted to 'order' than to justice ..."

Besagter Martin Luther King ist bekanntlich das prominenteste Gesicht des friedlichen Protestes der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre. Und guess what: selbst sein gewaltloser Protest mündete in seinem gewaltsam herbeigeführten Tod. Die Gewalt ist also immer da, sie bleibt nur für all diejenigen im Verborgenen, gegen die sie nicht gerichtet ist. Der Frieden existiert nur in der Akzeptanz der bestehenden Ungerechtigkeit.
Und daher wusste auch schon derselbe MLK, der ohne Gewaltanwendung für die Rechte von Schwarzen Menschen gekämpft hat:
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Von daher: auch du bestimmst, wann Gewalt gut ist und wann nicht. Für dich ist gute Gewalt die, unter der du nicht leidest und von der du nichts mitbekommst.
Du verurteilst nur die Gewalt, die für dich augenscheinlich wird.
Und dann kommst du mit sowas Verhöhnendem an wie "man muss nur Ausdauer zeigen dann kann man viel erreichen" und präsentierst auch noch Greta als Vorbild für Penetranz - so als würden Schwarze Menschen nicht ausdauernder für ihre Freiheit und für ihre Gerechtigkeit kämpfen als irgendeine andere Gruppe. So als würde es nicht einen ausdauernden, friedlichen Protest seit Jahrhunderten geben - und trotzdem ist man noch immer nicht am Ziel. So als würden Friedensbewegungen nicht schon vor 50 Jahren niedergeknüppelt worden sein und ihre Anführer ermordet werden.

Vielleicht hast du recht und man muss sich nicht über die Personen lächerlich machen, die in Gewalt keine Lösung sehen. Aber deine Position, die du hier in den vergangenen Tagen verdeutlicht hast, die finde ich weltfremd und naiv. Und in ihrer Ignoranz bestehender Gewalt halte ich sie für selbstgerecht.


Natürlich gibt es im Zuge der Proteste Menschen, die illegitime Gewalt ausüben, die man möglicherweise als 'Krawalltouristen' bezeichnen kann.

Aber wer sind "sie"?
Hier wird teilweise so getan, als würden "sie" nicht genau das machen. Als würden sie nicht Straßen blockieren, als würden sie nicht für Gerechtigkeit streiken. Und als würden sie nicht auch versuchen Leute genau davon abzuhalten: von blinder Zerstörungswut, von stumpfer Gewaltanwendung.
Aber es gibt eben kein homogenes "sie". Und dass ihr diese Positionen vereinheitlicht - also legitimen Protest mit illegitimen Gewaltexzessen in einen Topf werft und zu einer einzelnen Kraft werden lasst - zeigt wie sehr ihr an einer Delegitimierung des Protestes per se interessiert seid.
Aber es ist eben nicht in allen Fällen ziellose und wahllose Zerstörung. Es wird auch und im Wesentlichen zerstört, was für das repressive rassistische System steht. Z.b. Polizeistationen und Polizeiautos, z.B. Kolonialgebäude etc.
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Zerstörung ist also nicht gleich Zerstörung.


Glückwunsch zum dümmsten Vergleich des bisherigen Threads.

Erstens, Deutschland wurde nach dem ersten Weltkrieg nicht "unterdrückt". Deutschland musste Reparationszahlungen leisten für einen WELTKRIEG, den Deutschland maßgeblich zu verantworten hatte. Es war also keine Unterdrückung sondern die gerechte Strafe für die eigenen Verbrechen.
Zweitens fällst du damit auf DIE zentrale Propaganda der Nationalsozialisten herein, die überhaupt erst ihren politischen Aufschwung ermöglicht hat (Stichwort Dolchstoßlegende).
Drittens solltest du vielleicht zukünftig auf solche aberwitzigen historischen Analogien verzichten, wenn du offensichtlich so wenig Ahnung von der deutschen Geschichte hast.

Wow ... dieser Post hat meinen Standpunkt zu dieser Thematik gerade massiv erweitert und verändert. Danke!
 
Ich habe hier nicht wirklich reingeschaut, weil ich eh nichts ändern kann.

Ich bin der Meinung, dass der jahrzehntelange friedliche Protest nichts gebracht hat. Ich möchte gewaltsamen Protest nicht generell gutheißen, aber vielleicht bringt der ja wenigstens etwas. Kommt auf nen Versuch an.

Und ich weiß, dass jetzt viele mit ihrem Eigentum dafür bezahlen müssen, wofür sie überhaupt nichts können. Die USA (und andere Länder ebenso) brauchten in der Vergangenheit oft extreme Gewalteinwirkung um Grundlegend etwas zu ändern. Ich fänds auch besser, wenn man es friedlich lösen könnte, aber wenn alle friedlichen Mittel ausgereizt sind, bleibt nicht mehr viel anderes übrig.

Wenn die Politiker merken, dass das Fass bereits überläuft und bei jedem rassistischen Übergriff eines weißen Cops viele Großstädte lange brennen, dann ist dies ein großer ökonomischer Schaden. Vielleicht müssen es diese Entscheider stärker monetär zu spüren bekommen, bis sich wirklich etwas ändert und keine Rassisten in der Polizei geduldet werden.
 
Weil man das was im 1. Weltkrieg von Deutschland getan wurde nicht mit dem was im 2. Weltkrieg von Deutschland getan wurde vergleichen kann? :?
Die Wirtschaftshilfe nach dem 2. Weltkrieg war doch immens grösser (Unterstützung statt Reparationszahlungen) als nach dem 1. Weltkrieg. Und ich denke der zweite Weltkrieg war noch ein wenig mehr Menschenverachtend als der erste (klingt zynisch, aber du weisst sicher was ich meine).

Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Probiere in Zukunft in diesem Thread nur als Leser beizuwohnen. Denn diese vergleiche bringen den Leuten nicht wirklich was.
 
Die Wirtschaftshilfe nach dem 2. Weltkrieg war doch immens grösser (Unterstützung statt Reparationszahlungen) als nach dem 1. Weltkrieg. Und ich denke der zweite Weltkrieg war noch ein wenig mehr Menschenverachtend als der erste (klingt zynisch, aber du weisst sicher was ich meine).

Aber wie gesagt, ich lasse mich gerne eines besseren belehren. Probiere in Zukunft in diesem Thread nur als Leser beizuwohnen. Denn diese vergleiche bringen den Leuten nicht wirklich was.
Also ich weiß nicht was du meinst. Das würde mich doch jetzt echt interessieren wie es etwas Menschenverachtenderes geben kann als die industrielle Massenvernichtung von diversen Bevölkerungsgruppen.
 
Also ich weiß nicht was du meinst. Das würde mich doch jetzt echt interessieren wie es etwas Menschenverachtenderes geben kann als die industrielle Massenvernichtung von diversen Bevölkerungsgruppen.
Im zweiten Weltkrieg wurde doch ein Rassen-, Weltanschauungs-und Vernichtungskrieg geführt (zumindest im Osten). Das Völkerrecht kannte man vielleicht vom Hörensagen. Dazu der ganze Genozid an den Juden. Kindersoldaten, Vernichtungslager, etc. Das ist doch nochmals eine andere Stufe.
 
Man sollte diese Dinge gerade echt nicht miteinander vergleichen. Wir reden hier immer noch irgendwo von jahrhundertelanger Unterdrückung vs. einem Volk dass schlichtweg die Rechnung dafür kassiert hat weil es paar Jahre zuvor noch freudestrahlend in den Krieg gegen unbeteiligte gezogen ist.

Auch wenn man die Abwicklung nach dem 1. WK sicherlich kritisch beäugen und hinterfragen kann. Gab ja auch mehr als genug Kritik aus den Reihen der siegermächte dafür. Und einige sollten da leider recht behalten.
 
So alles gelesen. Hier mein einziger Kommentar.
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Die Forderung, die auch jetzt wieder überall auf Amerikas Straßen zu hören ist, lautet "No Justice, No Peace". Es gibt hier eine kausale Richtung: zuerst die Gerechtigkeit, dann der Frieden. Ohne Gerechtigkeit kann es keinen Frieden geben. Den vermeintlichen Frieden, den wir erleben solange es keinen Protest gibt, kein Aufbegehren, kein Sich-zur-Wehr-Setzen, das ist ein durch Ungerechtigkeit erzwungener Frieden. Und das ist der Frieden, den du gerne wieder hergestellt hättest, ganz gleich ob damit die ihm vorausgehende Ungerechtigkeit beseitigt wird oder nicht.

Martin Luther King hat im Jahr 1963 aus dem Gefängnis einen Brief geschrieben, indem u.a. folgendes steht:
"First, I must confess that over the past few years I have been gravely disappointed with the white moderate. I have almost reached the regrettable conclusion that the Negro's great stumbling block in his stride toward freedom is not the White Citizen's Counciler or the Ku Klux Klanner, but the white moderate, who is more devoted to 'order' than to justice ..."

Besagter Martin Luther King ist bekanntlich das prominenteste Gesicht des friedlichen Protestes der Bürgerrechtsbewegung der 1960er Jahre. Und guess what: selbst sein gewaltloser Protest mündete in seinem gewaltsam herbeigeführten Tod. Die Gewalt ist also immer da, sie bleibt nur für all diejenigen im Verborgenen, gegen die sie nicht gerichtet ist. Der Frieden existiert nur in der Akzeptanz der bestehenden Ungerechtigkeit.
Und daher wusste auch schon derselbe MLK, der ohne Gewaltanwendung für die Rechte von Schwarzen Menschen gekämpft hat:
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Von daher: auch du bestimmst, wann Gewalt gut ist und wann nicht. Für dich ist gute Gewalt die, unter der du nicht leidest und von der du nichts mitbekommst.
Du verurteilst nur die Gewalt, die für dich augenscheinlich wird.
Und dann kommst du mit sowas Verhöhnendem an wie "man muss nur Ausdauer zeigen dann kann man viel erreichen" und präsentierst auch noch Greta als Vorbild für Penetranz - so als würden Schwarze Menschen nicht ausdauernder für ihre Freiheit und für ihre Gerechtigkeit kämpfen als irgendeine andere Gruppe. So als würde es nicht einen ausdauernden, friedlichen Protest seit Jahrhunderten geben - und trotzdem ist man noch immer nicht am Ziel. So als würden Friedensbewegungen nicht schon vor 50 Jahren niedergeknüppelt worden sein und ihre Anführer ermordet werden.

Vielleicht hast du recht und man muss sich nicht über die Personen lächerlich machen, die in Gewalt keine Lösung sehen. Aber deine Position, die du hier in den vergangenen Tagen verdeutlicht hast, die finde ich weltfremd und naiv. Und in ihrer Ignoranz bestehender Gewalt halte ich sie für selbstgerecht.


Natürlich gibt es im Zuge der Proteste Menschen, die illegitime Gewalt ausüben, die man möglicherweise als 'Krawalltouristen' bezeichnen kann.

Aber wer sind "sie"?
Hier wird teilweise so getan, als würden "sie" nicht genau das machen. Als würden sie nicht Straßen blockieren, als würden sie nicht für Gerechtigkeit streiken. Und als würden sie nicht auch versuchen Leute genau davon abzuhalten: von blinder Zerstörungswut, von stumpfer Gewaltanwendung.
Aber es gibt eben kein homogenes "sie". Und dass ihr diese Positionen vereinheitlicht - also legitimen Protest mit illegitimen Gewaltexzessen in einen Topf werft und zu einer einzelnen Kraft werden lasst - zeigt wie sehr ihr an einer Delegitimierung des Protestes per se interessiert seid.
Aber es ist eben nicht in allen Fällen ziellose und wahllose Zerstörung. Es wird auch und im Wesentlichen zerstört, was für das repressive rassistische System steht. Z.b. Polizeistationen und Polizeiautos, z.B. Kolonialgebäude etc.
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Zerstörung ist also nicht gleich Zerstörung.


Glückwunsch zum dümmsten Vergleich des bisherigen Threads.

Erstens, Deutschland wurde nach dem ersten Weltkrieg nicht "unterdrückt". Deutschland musste Reparationszahlungen leisten für einen WELTKRIEG, den Deutschland maßgeblich zu verantworten hatte. Es war also keine Unterdrückung sondern die gerechte Strafe für die eigenen Verbrechen.
Zweitens fällst du damit auf DIE zentrale Propaganda der Nationalsozialisten herein, die überhaupt erst ihren politischen Aufschwung ermöglicht hat (Stichwort Dolchstoßlegende).
Drittens solltest du vielleicht zukünftig auf solche aberwitzigen historischen Analogien verzichten, wenn du offensichtlich so wenig Ahnung von der deutschen Geschichte hast.

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