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1. Bundesliga 2019/2020

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Das Geld bekommt dann aber doch nicht der Verein. Die Fernsehgelder sind doch im vorhinein fix ausgehandelt und nicht davon abhängig wieviel Abos Sky jetzt verkauft. Die Vereine werden ja weniger Kohle machen, weil die Ticketkäufe ausbleiben, die Bratwurst nicht verkauft wird und das Bier nicht fliesst. Dazu noch die spontanen Käufe von Schals, Trikots etc vor Ort, die wegfallen.
 
Insbesondere für Spielergehälter. Und den Apparat am laufen zu halten ist halt schwierig ohne Umsatz. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass Vereine dann schwitzen unter der Belastung.

Das ist übrigens einer der Faktoren, die ich sehr an der ganzen Sache kritisiere.

Die Spieler in der ersten Liga verdienen zwischen mehreren zehntausend Euro bis zu mehrere hundertausend Euro. Pro Monat. Plus Boni. Plus Werbeeinnahmen.

Natürlich gibt es Gehaltsverzichte, die aber anscheinend eher im Bereich 10 bis 15% liegen. Die Spielergehälter machen 60% der Kosten der Vereine aus. Sehr viele Spieler hätten kurzfristig ganz auf ihr Gehalt verzichten können, ohne auch nur einen Porsche verkaufen zu müssen. Und man hätte die Gehälter später aufaddieren können, wenn der Laden wieder läuft. Somit hätte man die Clubs aktuell so entlasten können, dass man (laut eigener Aussage) bei fehlenden TV-Geldern nicht sofort in Existenzangst verfallen muss.

Wobei das anscheinend kein rein deutsches Problem ist. In anderen Ligen sind die Spieler auch teils nicht auf Gehaltsverzicht eingegangen.

Übrigens können die Profi-Spieler auch kein Kurzarbeitergeld beantragen. Der maximale Lohn darf nämlich knappe 7.000 Euro nicht übersteigen...

Und da wundern sich einige, dass die Liga derzeit stark kritisiert wird?
 
Du kannst aber doch auch den Fußball dafür nicht kritisieren, dass sich die Spieler nicht mit der Welt solidarisieren.
Und auch den Spielern selbst kann man ja nur bedingt einen Vorwurf machen.
Die haben einen gültigen Arbeitsvertrag, der ihnen eine entsprechende Summe garantiert.
Warum sollten die denn freiwillig darauf verzichten? Das machen ja nun viele, viele schon zu einem gewissen Prozentsatz weil sie halt wissen dass sie da priviligiert sind. Aber eigentlich müsste das ja vom Grundsatz her keiner machen. Ich weiß jetzt nicht wie es bei allen Vereinen aussieht, aber soweit ich weiß gibts auch keine Kurzarbeit bei den Fußballvereinen, zumindest weiß ich es 100% vom BVB. Das wäre dann natürlich in der Tat eine moralisch ziemlich heikele Angelegenheit die Schreibkraft mit 50% nach Hause zu schicken, den Profi aber voll zu bezahlen.
Die Bundesliga will keinen Pfennig Staatsgeld, sie wollen halt nur die Möglichkeit sich selbst aus der Misere zu ziehen und spielen zu dürfen.
Zugegebenermaßen ist das mehr Recht als jeder Clubbesitzer momentan hat, da ist dann aber auch das Risiko für die Allgemeinheit etwas größer.
 
Du kannst aber doch auch den Fußball dafür nicht kritisieren, dass sich die Spieler nicht mit der Welt solidarisieren.
Und auch den Spielern selbst kann man ja nur bedingt einen Vorwurf machen.
Die haben einen gültigen Arbeitsvertrag, der ihnen eine entsprechende Summe garantiert.

Doch, kann ich. Sowohl die Liga, als auch die Spieler.

Die meisten Menschen haben gültige Arbeitsverträge und wurden trotzdem von heute auf morgen mit mindestens 33% Verlust in Kurzarbeit geschickt.

Diese Arschloch-Mentalität gilt es genauso zu missbilligen wie bei Managern, die sich trotz Corona und Wirtschaftsflaute ihr Boni auszahlen.
 
Ah ok hier wird jetzt keiner in Kurzarbeit geschickt, es sollen aber trotzdem welche auf Gehalt verzichten.
Hmm. Gut, so kommen wir natürlich eher nicht überein, denn das ist halt eine imho realitätsfremde Robin-Hood-Mentalität, wenn man den Maßstab ansetzt dass alle reichen einfach einen Teil abgeben und dann geht es der Welt wieder gut. Sollen die Fußballspieler jetzt die Ford-Mitarbeiter bezahlen?
 
Sollen die Fußballspieler jetzt die Ford-Mitarbeiter bezahlen?

Ähm ja? Üblicherweise läuft das so über die Umverteilung der Steuergelder. Vorausgesetzt natürlich der unterbezahlte Fußballprofi zahlt überhaupt Steuern und schickt nich sein ganzes Geld in die Steueroase. Nennt sich übrigens Solidargemeinschaft. Und das kann auch zwischen Arbeitnehmer (in diesem Fall Fußballprofi) und Arbeitgeber funktionieren. Denn auch der Fußballprofi sollte hoffentlich wenig Interesse daran haben, dass sein Arbeitgeber pleite geht.

Aber grundsätzlich muss man schon auch die Vereine kritisieren. Den Finanzplan so eng gestrickt zu gestalten, dass man ein paar Wochen/Monate ohne Fernsehgelder gleich pleite geht...Das ist schon etwas dürftig.
 
Ich meinte damit, dass die jetzt auf 15% Gehalt verzichten und dann dem Kurzarbeiter dass direkt auszahlt.
Nicht über das soziale System der Steuern. Sollte aus dem Kontext heraus eigentlich klar sein.
 
Ähm ja? Üblicherweise läuft das so über die Umverteilung der Steuergelder. Vorausgesetzt natürlich der unterbezahlte Fußballprofi zahlt überhaupt Steuern und schickt nich sein ganzes Geld in die Steueroase. Nennt sich übrigens Solidargemeinschaft. Und das kann auch zwischen Arbeitnehmer (in diesem Fall Fußballprofi) und Arbeitgeber funktionieren. Denn auch der Fußballprofi sollte hoffentlich wenig Interesse daran haben, dass sein Arbeitgeber pleite geht.

Aber grundsätzlich muss man schon auch die Vereine kritisieren. Den Finanzplan so eng gestrickt zu gestalten, dass man ein paar Wochen/Monate ohne Fernsehgelder gleich pleite geht...Das ist schon etwas dürftig.
das ist eine ganz schwierige argumentation, denn: der fußballer, der auf kein oder nur wenig gehalt verzichtet zahlt aktuell mehr in unser sozialsystem ein, als ein AN in kurzarbeit.
 
Ah ok hier wird jetzt keiner in Kurzarbeit geschickt, es sollen aber trotzdem welche auf Gehalt verzichten.
Hmm. Gut, so kommen wir natürlich eher nicht überein, denn das ist halt eine imho realitätsfremde Robin-Hood-Mentalität, wenn man den Maßstab ansetzt dass alle reichen einfach einen Teil abgeben und dann geht es der Welt wieder gut. Sollen die Fußballspieler jetzt die Ford-Mitarbeiter bezahlen?

Nein, du hast mich absolut nicht verstanden.

Das Hauptargument für den zwingend erforderlichen Wiederbeginn der Saison ist die Existenzangst der Clubs, wenn die TV-Gelder nicht fliessen. So, 60% der Kosten der Clubs sind die Spielergehälter. Würden die z.B. auch nur zeitlich begrenzt auf ihre Gehälter verzichten (Nachzahlung dann, wenn die Gelder wieder fliessen und sich alles stabilisiert hat), dann wäre es sogar nur eine "Stundung", aber die Clubs hätten jetzt das Geld nicht zahlen müssen, wären nicht sofort bankrott, wenn es nicht weiter geht.

Wenn Millionäre und Multimillionäre dazu nicht in der Lage sind, dann ist das keine Robin Hood-Mentalität, dann ist es eine Arschloch-Mentalität.

Jeder von uns muss wegen Corona auch mit finanziellen Einschränkungen rechnen, die oftmals wirklich existenzbedrohend sind. Und für einen Marco Reus* ist bei 700.000€ statt 830.000€ pro Monat die Robin Hood-Mentalität erreicht?

*einfach nur als wahlloses Beispiel, wenn er auf 15% seines Gehaltes verzichten würde
 
Du kannst aber doch auch den Fußball dafür nicht kritisieren, dass sich die Spieler nicht mit der Welt solidarisieren.
Und auch den Spielern selbst kann man ja nur bedingt einen Vorwurf machen.
Die haben einen gültigen Arbeitsvertrag, der ihnen eine entsprechende Summe garantiert.
Warum sollten die denn freiwillig darauf verzichten?
Das machen ja nun viele, viele schon zu einem gewissen Prozentsatz weil sie halt wissen dass sie da priviligiert sind. Aber eigentlich müsste das ja vom Grundsatz her keiner machen. Ich weiß jetzt nicht wie es bei allen Vereinen aussieht, aber soweit ich weiß gibts auch keine Kurzarbeit bei den Fußballvereinen, zumindest weiß ich es 100% vom BVB. Das wäre dann natürlich in der Tat eine moralisch ziemlich heikele Angelegenheit die Schreibkraft mit 50% nach Hause zu schicken, den Profi aber voll zu bezahlen.
Die Bundesliga will keinen Pfennig Staatsgeld, sie wollen halt nur die Möglichkeit sich selbst aus der Misere zu ziehen und spielen zu dürfen.
Zugegebenermaßen ist das mehr Recht als jeder Clubbesitzer momentan hat, da ist dann aber auch das Risiko für die Allgemeinheit etwas größer.
Ich habe auch einen gültigen Arbeitsvertrag und keine Lust auf Geld zu verzichten. Muss es aber trotzdem. Ich kann mir das nicht aussuchen. Und hier ist 20-30 Prozent Gehaltsverzicht angesagt. Da sieht das schon viel kritischer aus.

Ich habe jedenfalls auch die Schnauze gestrichen voll vom Fußball. Habe eh schon nur noch Gladbach geguckt und der Rest hat mich null interessiert. Aber für mich ist das Thema jetzt erst mal ganz durch.

Edit kamen schon paar Beiträge zum Thema kurzarbeit
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Nein, du hast mich absolut nicht verstanden.

Das Hauptargument für den zwingend erforderlichen Wiederbeginn der Saison ist die Existenzangst der Clubs, wenn die TV-Gelder nicht fliessen. So, 60% der Kosten der Clubs sind die Spielergehälter. Würden die z.B. auch nur zeitlich begrenzt auf ihre Gehälter verzichten (Nachzahlung dann, wenn die Gelder wieder fliessen und sich alles stabilisiert hat), dann wäre es sogar nur eine "Stundung", aber die Clubs hätten jetzt das Geld nicht zahlen müssen, wären nicht sofort bankrott, wenn es nicht weiter geht.

Wenn Millionäre und Multimillionäre dazu nicht in der Lage sind, dann ist das keine Robin Hood-Mentalität, dann ist es eine Arschloch-Mentalität.

Jeder von uns muss wegen Corona auch mit finanziellen Einschränkungen rechnen, die oftmals wirklich existenzbedrohend sind. Und für einen Marco Reus* ist bei 700.000€ statt 830.000€ pro Monat die Robin Hood-Mentalität erreicht?

*einfach nur als wahlloses Beispiel, wenn er auf 15% seines Gehaltes verzichten würde
Ist sicher alles richtig. Aber ich krieg auch mehr als das 10fache eines ALG II Empfängers. Könnte ich mit 15 % weniger für einen Zeitraum auskommen, um Kurzarbeiter zu unterstützen, ohne mich groß einschränken zu müssen? Ja. Würde ich es freiwillig tun? Was meint ihr? Da kann es von jemandem, der das 10 oder sogar 100fache von mir verdient auch nicht verlangen.
 
Ich habe auch einen gültigen Arbeitsvertrag und keine Lust auf Geld zu verzichten. Muss es aber trotzdem. Ich kann mir das nicht aussuchen. Und hier ist 20-30 Prozent Gehaltsverzicht angesagt. Da sieht das schon viel kritischer aus.

Ich habe jeden falls auch die Schnauze gestrichen voll vom Fußball. Habe eh schon nur noch Gladbach geguckt und der Rest hat mich null interessiert. Aber für mich ist das Thema jetzt erst mal ganz durch.

Edit kamen schon paar Beiträge zum Thema kurzarbeit
das hast du entweder mit dem arbeitsvertrag unterschrieben oder im nachhinein zugestimmt. ohne deine zustimmung (bzw die des betriebsrats) kann dich der AG nicht in kurzarbeit schicken. darüber jetzt zu schimpfen ist zum einen quatsch und zum anderen wenig zielführend. mit dem finger auf fußballer zu zeigen auch nicht.
 
Ist sicher alles richtig. Aber ich krieg auch mehr als das 10fache eines ALG II Empfängers. Könnte ich mit 15 % weniger für einen Zeitraum auskommen, um Kurzarbeiter zu unterstützen, ohne mich groß einschränken zu müssen? Ja. Würde ich es freiwillig tun? Was meint ihr? Da kann es von jemandem, der das 10 oder sogar 100fache von mir verdient auch nicht verlangen.
Ich sag mal so, ich bekomme mehrerer Hundertausend Euro die Woche/Monat, wäre es glaub ich deutlich leichter zu sagen ich verzichte auf Geld als wenn ich 10k € im Monat bekomme. Zumal das Geld ja nachgezahlt wird. Außer man verzichtet halt freiwillig drauf. Würde vielen Vereinen wohl deutlich helfen erstmal.
 
Ist sicher alles richtig. Aber ich krieg auch mehr als das 10fache eines ALG II Empfängers. Könnte ich mit 15 % weniger für einen Zeitraum auskommen, um Kurzarbeiter zu unterstützen, ohne mich groß einschränken zu müssen? Ja. Würde ich es freiwillig tun? Was meint ihr? Da kann es von jemandem, der das 10 oder sogar 100fache von mir verdient auch nicht verlangen.

NICHT UM KURZARBEITER ZU UNTERSTÜTZEN!!!

UM DEINEN EIGENEN ARBEITGEBER ZU UNTERSTÜTZEN, der laut eigener Aussage sonst die Schotten dicht machen muss und dich ggfls. entlassen muss.

Ein Spieler soll nicht den Ford-Mitarbeiter das Kug zahlen, das war nie die Aussage.
 
Nein, du hast mich absolut nicht verstanden.

Das Hauptargument für den zwingend erforderlichen Wiederbeginn der Saison ist die Existenzangst der Clubs, wenn die TV-Gelder nicht fliessen. So, 60% der Kosten der Clubs sind die Spielergehälter. Würden die z.B. auch nur zeitlich begrenzt auf ihre Gehälter verzichten (Nachzahlung dann, wenn die Gelder wieder fliessen und sich alles stabilisiert hat), dann wäre es sogar nur eine "Stundung", aber die Clubs hätten jetzt das Geld nicht zahlen müssen, wären nicht sofort bankrott, wenn es nicht weiter geht.

Wenn Millionäre und Multimillionäre dazu nicht in der Lage sind, dann ist das keine Robin Hood-Mentalität, dann ist es eine Arschloch-Mentalität.

Jeder von uns muss wegen Corona auch mit finanziellen Einschränkungen rechnen, die oftmals wirklich existenzbedrohend sind. Und für einen Marco Reus* ist bei 700.000€ statt 830.000€ pro Monat die Robin Hood-Mentalität erreicht?

*einfach nur als wahlloses Beispiel, wenn er auf 15% seines Gehaltes verzichten würde

Ich will mich bestimmt nicht mit dem armen Fußballspieler solidarisieren, aber dann verlang doch mal von einem normalen Arbeitnehmer einfach erstmal 2,3,4,5 Monate auf das Gehalt zu verzichten. Mal sehen was die dazu sagen. Und wie groß der Aufschrei dann ist. Mensch ist Mensch und Vertrag ist Vertrag und Recht ist eben Recht. Ich finde es da problematisch wenn wir anfangen zwischen super reich und reich und überdurchschnittlich und normal und arm da dann anfangen dort Unterschiede machen und die für ihr geltendes Recht zu kritisieren. Der Vorstand und die Profis haben doch freiwillig auf Gehalt verzichtet. Der normale Angestellte hat sein volles Gehalt bekommen. Finde ich schon solidarisch und ok.
Verstehe echt nicht was es daran nun zu kritisieren gibt. Dass es anderen Menschen schlechter geht als Profifußballern?
Dass Profifussballer auf ihr Recht bestehen? Dass Fußballvereine zuviel Gehalt bezahlen? Dass das Risiko für Corona jetzt größer wird?
Ich sehe da eine sehr unterschiedliche Verzwirbelung von Themen in deiner Aussage und verstehe jetzt nicht wirklich den springenden Punkt.
 
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das ist eine ganz schwierige argumentation, denn: der fußballer, der auf kein oder nur wenig gehalt verzichtet zahlt aktuell mehr in unser sozialsystem ein, als ein AN in kurzarbeit.
Na ja, die meisten können wohl auf 99% Ihres Gehalts verzichten und zahlen immer noch den gleichen (niedrigen) Beitrag in unser Sozialsystem ein wie vorher. So viel macht das durch die Beitragsbemessungsgrenze jetzt auch nicht aus. Das steht zumindest in keinerlei Relation zu den Gehältsunterschieden.
 
Na ja, die meisten können wohl auf 99% Ihres Gehalts verzichten und zahlen immer noch den gleichen (niedrigen) Beitrag in unser Sozialsystem ein wie vorher. So viel macht das durch die Beitragsbemessungsgrenze jetzt auch nicht aus. Das steht zumindest in keinerlei Relation zu den Gehältsunterschieden.
ich hab die steuern jetzt gedanklich mit dazugezählt.
 
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