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Der Politikthread

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Naja, der viele Zucker und Fett im Essen und die damit einhergehenden Volkskrankheiten sind tatsächlich ein Problem welches man angehen könnte.
Ob jetzt durch ne Steuer, ein Ampelsystem oder durch Vorgaben/Richtlinen an die Industrie ... muss man halt mal sehen was sinnvoller wäre.
 
Es ist ein Unterschied ob der Staat die Industrie lenkt oder das mit dem mündigen Bürger macht.

Daher wären mir verbindliche Vorgaben/Richtlinen und ein gestaffeler Fahrplan mit Ziel an die Industrie lieber, als diese freiwillige Ampel oder hier durch eine Steuer zu lenken. Wenn da etwas preislich gesteuert/gefördert werden sollte dann vielleicht eher das "gesunde" Essen.
 
Wenn ich n labbriges Weißmehltoast essen will, das Vollkornbrot aber gesundheitlich besser ist, soll ich dann auch extra zahlen?
Dann die Fragen oben....die gehen in ähnliche Richtungen, wenn auch jeweils unterschiedlich weit.


Die ganzen mit Fett, Zucker usw gestreckten Lebensmittel sind zu billig, daher werden Sie ja gekauft.
Und darum gibt es auch dieses Mythos das gesunde Ernährung " so teuer" wäre...

Ergo, Lebensmittel mit Viel Zucker sollten auch entsprechend teuerer werden.
 
Die ganzen mit Fett, Zucker usw gestreckten Lebensmittel sind zu billig, daher werden Sie ja gekauft.
Und darum gibt es auch dieses Mythos das gesunde Ernährung " so teuer" wäre...

Ergo, Lebensmittel mit Viel Zucker sollten auch entsprechend teuerer werden.
Und darum geht es ja auch, ich bevorzuge auch eine fleischsteuer die bei abartiger haltung gezahlt werden muss.
 
Und jetzt bitte nicht nur hinweisen auf das, was schon da ist (Kaffee, Schaumwein, Bier, usw usf)

Mir ist klar, dass es sowas schon gibt und dass auch die Welt nicht untergehen würde (vermutlich eher im Gegenteil), wenn die Zuckersteuer da ist.

Mir geht es allein um das Prinzip dahinter in derartigen Lagen den Staat zu fordern. Und vor allem wann und warum dann die Grenze gezogen zu anderen Bereichen werden soll.
Da spielen ja viele Faktoren mit ein. Wichtig ist ja erst mal der Punkt, das so eine Regelung auch ein gewisses Leitbild in Kultur und bei Unternehmen erzeugt. Dadurch wird grundsätzlich eine andere gesundheitswahrnehmung gefördert.

Dann sagst du, das man bitte Alkohol etc. Nicht anführen soll aber, sorry, das geht leider nicht weil man ohne die Diskussion nicht führen kann. Wir leben in einer Gemeinschaft und müssen aufeinander achten. Auch auf die, welche es nicht können oder temporär vielleicht nicht wollen. Daher sind gewisse Begrenzungen welche sonst gesundheitsschädigend sein können sehr sinnvoll. Sonst hat man im Alter viele pflege Fälle oder belastet das gesundheitssystem viel früher als nötig.

Außerdem führst du dort viele Verbote in deinen Beispielen an und darum geht es ja nicht. Es geht aber sehr wohl darum, den Menschen bewusst zu machen welches Risiko sie eingehen. Das fängt beim Tabak an aber auch bei kleinigkeiten wie dem Risiko für schwangere bei energydrinks. Dementsprechend wäre ein nutri score an sich schon sehr wertvoll weil es die Anbieter dazu zwingen würde aktiv über ihre Inhaltsstoffe nachzudenken.

Wenn das nämlich kein Problem wäre und die hersteller nichts zu befürchten hätten weil eh alles toppi in der Nahrung ist, warum wehren sie sich dann dagegen?

Es gibt sehr viele Gründe warum es durchaus sinnvoll wäre staatlich etwas Verantwortung vorzuleben. Keiner redet von krassen verboten oder starken eingreifen.
 
Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.

Die Leute die aktuell versuchen sich während der Krise zu bereichern [sei es im kleinen, der Typ der Desinfektionsmittel hortet und teuer weiter verkauft oder der Spekulant an der Börse, aber vor allem die Großen] sind mit Abstand die größen HuSo's dieser Welt.

Edit: Sorry mein Hass-o-meter schlägt die letzten Tage ganz schön heftig aus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Wann immer es um Staatsbeteiligungen geht stellt man sich hier in Deutschland aber auch einfach zu dämlich an. Während man im angelsächsischen Raum weiß, dass der Staat nicht als Unternehmer taugt, denkt man hier direkt "Oh, wir haben Anteile, also treffen wir dann auch geschäftliche Entscheidungen". Während sich USA und UK aber sehr umfangreich gegen Risiken absichern wird genau das hier dann gern vernachlässigt. Wohin das führt kann man dann bei Commerzbank & Co. sehen während man in UK und den USA als Staat oftmals sogar mit Gewinn aus solchen Sachen rausgeht...
 
Die Leute die aktuell versuchen sich während der Krise zu bereichern [sei es im kleinen, der Typ der Desinfektionsmittel hortet und teuer weiter verkauft oder der Spekulant an der Börse, aber vor allem die Großen] sind mit Abstand die größen HuSo's dieser Welt.

Was genau ist an einem Spekulanten der während der Corona Krise spekuliert denn schlimmer als an einem Spekulanten, der in nicht Corona Zeiten spekuliert?
 
Da spielen ja viele Faktoren mit ein. Wichtig ist ja erst mal der Punkt, das so eine Regelung auch ein gewisses Leitbild in Kultur und bei Unternehmen erzeugt. Dadurch wird grundsätzlich eine andere gesundheitswahrnehmung gefördert.

Dann sagst du, das man bitte Alkohol etc. Nicht anführen soll aber, sorry, das geht leider nicht weil man ohne die Diskussion nicht führen kann. Wir leben in einer Gemeinschaft und müssen aufeinander achten. Auch auf die, welche es nicht können oder temporär vielleicht nicht wollen. Daher sind gewisse Begrenzungen welche sonst gesundheitsschädigend sein können sehr sinnvoll. Sonst hat man im Alter viele pflege Fälle oder belastet das gesundheitssystem viel früher als nötig.

Außerdem führst du dort viele Verbote in deinen Beispielen an und darum geht es ja nicht. Es geht aber sehr wohl darum, den Menschen bewusst zu machen welches Risiko sie eingehen. Das fängt beim Tabak an aber auch bei kleinigkeiten wie dem Risiko für schwangere bei energydrinks. Dementsprechend wäre ein nutri score an sich schon sehr wertvoll weil es die Anbieter dazu zwingen würde aktiv über ihre Inhaltsstoffe nachzudenken.

Wenn das nämlich kein Problem wäre und die hersteller nichts zu befürchten hätten weil eh alles toppi in der Nahrung ist, warum wehren sie sich dann dagegen?

Es gibt sehr viele Gründe warum es durchaus sinnvoll wäre staatlich etwas Verantwortung vorzuleben. Keiner redet von krassen verboten oder starken eingreifen.

1. Die Entwicklung ist schon total auf dem Vormarsch. Die Gesellschaft isst aktuell schon ca 1000 mal bewusster als vor 25 Jahren. Und es obliegt mMn auch der Zivilgesellschaft selbst dort die Schritte zu machen. Das Angebot der Industrie wird ja durch die Nachfrage bestimmt. Guck dir an wie die vegetarischen/veganen Ersatzprodukte durch die Decke gegangen sind die letzten 5 Jahre.

2. Wieso dann nicht das Fettsein Geld kosten lassen?

3. Ich habe glaube ich nur ein einziges Verbot angeführt und zwar das vom Alkohol. Bei allem anderen ist das Argument dasselbe wie bei dir: es ist weiterhin möglich nur teurer (Bauchumfangsgebühr, Fleischaufpreis, Bewegungsverweigerung, etc.)

4. Dass aufmerksam gemacht werden darf/soll, da sind wir uns ja auch einig, aber die Diskussion geht ja jetzt gerade spezifisch nicht ums ledigliche Informieren, sondern Lenken und Bestimmen durch Steuer.
 
Und es obliegt mMn auch der Zivilgesellschaft selbst dort die Schritte zu machen. Das Angebot der Industrie wird ja durch die Nachfrage bestimmt.


Arbeitest du zufällig für Nestle und bist für die Lobbyarbeit zuständig?
Dieses ständige "die Verantwortung" von sich auf die Kunden abwälzen, da krieg ich Corona!
 
1. Die Entwicklung ist schon total auf dem Vormarsch. Die Gesellschaft isst aktuell schon ca 1000 mal bewusster als vor 25 Jahren. Und es obliegt mMn auch der Zivilgesellschaft selbst dort die Schritte zu machen. Das Angebot der Industrie wird ja durch die Nachfrage bestimmt. Guck dir an wie die vegetarischen/veganen Ersatzprodukte durch die Decke gegangen sind die letzten 5 Jahre.

2. Wieso dann nicht das Fettsein Geld kosten lassen?

3. Ich habe glaube ich nur ein einziges Verbot angeführt und zwar das vom Alkohol. Bei allem anderen ist das Argument dasselbe wie bei dir: es ist weiterhin möglich nur teurer (Bauchumfangsgebühr, Fleischaufpreis, Bewegungsverweigerung, etc.)

4. Dass aufmerksam gemacht werden darf/soll, da sind wir uns ja auch einig, aber die Diskussion geht ja jetzt gerade spezifisch nicht ums ledigliche Informieren, sondern Lenken und Bestimmen durch Steuer.
Aber die Antwort liegt doch auf der Hand, dieses Stigmatisierende/bestrafende hilft doch keinem. Warum kriegt ein Kind nicht ne Ohrfeige sondern Nachhilfe?

Darüber hinaus sind vegane Produkte immer noch recht nieschig, wenn auch nicht mehr so extrem wie früher. Die Leute welche aber sowohl das Geld haben dazu zu greifen als auch das Interesse daran, sind aber auch oftmals nicht diejenigen die geführte Unterstützung seitens des Staates brauchen. Letztlich ist Zucker einfach ein sucht Mittel, da müssen wir gar nicht groß drumherum reden. Genau so wie man in Videospiel lootboxen eindämmen muss, sollte man darauf achten das hersteller nicht wahllos Zucker Fett und Salz in ihre Produkte pumpen oder es zumindest kennzeichnen sollten. Ich find das ehrlich gesagt so dermaßen sinnvoll, daß ich nicht wirklich verstehen kann wie man dagegen sein kann. :D also sorry wenn ich da sehr engstirnig wirke.
 
funfact: eine zuckersteuer verhindert nicht, dass jemand etwas voller zucker kauft.

edit: geneur ausgedrückt: zucker wird dadruch nicht verboten und man kann es ja immer noch kaufen, wenn man will.
 
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