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Der Politikthread (1 Betrachter)

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Aber deswegen sollte man dieses Jahr keine einfliegen.
Oder man macht halt den Spargel entsprechend teuer. Aber dann beschweren sich die Leute wieder. Aber gut so funktioniert nun mal das System.
 
Im Zweifelsfall niemand. So what?

Ja, würde ich auch sagen.

Faire Bezahlung für das, was da geleistet wird, dann würde man vielleicht auch Deutsche auf's Feld bekommen. Ansonsten faire Bezahlung und guter Umgang mit ausländischen Helfern.

Bei uns stopfen sich die Bauern und Agrarfirmen die Taschen voll, weil sie Menschen quasi ausbeuten. Das kann's ja auch nicht sein.

Wenn Spargel und Erdbeeren dann nicht mehr lukrativ sind, dann wäre Verzicht wohl angebracht.

Wenn es mindestens den Mindestlohn gäbe, dann würden sich welche finden ... Es gibt dutzend „erniedrigernde“ und eckligere Arbeiten, die für diesen Mindestlohn verrichtet werden.
Wenn damit dann das Produkt nicht verkauft werden kann, dann ist das das Problem des Produkts (oder der Käufer)

Das schlimmste ist ja, dass uns der Spargel wohl so wichtig scheint, dass man einfach mal so in kauf nimmt, dass sich hunderte Rumänen durch den undurchdachten Massentransport einer Gefahr ausliefern. Es geht ja nicht mal darum, dass diesen Job - aufgrund der scheiß Bezahlung - nur noch Rumänen händeringend erledigen sondern, dass man diese auch noch unnötig in Gefahr bringt. Wie Asozial kann man sein?

Ich bezweifle halt, dass sich irgendein Deutscher “herablassen“ würde, selbst bei besserer Bezahlung, als Saison-Spargelstecher zu arbeiten. Nicht mal Studenten würden das noch machen.
Ich wünsche den Rumänen oder Menschen anderer Nationen auch eine bessere Bezahlung dafür, denn das ist mega anstrengend. Nur muss man halt auch mal sehen, würden sie diesen Job jetzt nicht bekommen, fehlt ihnen das Geld und sie werden nicht von einem Sozialstaat aufgefangen, wie die Menschen in Deutschland. Jeder Mensch hat es verdient, angemessen bezahlt zu werden.
Es ist ein Teufelskreis, der natürlich durch unsere Regierung besser reguliert werden müsste. Zudem es beim Beispiel Spargel kaum internationalen Wettbewerb gibt, soweit ich weiß, an dem man sich wie bei anderen Produkten orientieren muss.

Was mich hier aber etwas irritiert, ist diese übertriebene Kritik am (deutschen) Kapitalismus. Das es eine Schere zwischen arm und reich in unserem Land gibt, die man, oder besser unsere Regierung, mehr schließen muss, ist absolut klar. Jeder Mensch verdient Respekt und faire Lebensbedingungen. Wir sind aber weit entfernt vom z.B. US-amerikanischen Kapitalismus. Deutschland muss sich durch die Globalisierung dem internationalen Wettbewerb stellen, dem kann man sich als Industrienation nicht entziehen.
Man sollte nicht vergessen, was man in dieser Zeit auch besonders sieht, dass unser Sozialsystem nur durch den wirtschaftlichen Erfolg gut gefüttert ist.

Wer den Sozialismus kennengelernt hat, wird bestätigen können, dass man das nie wieder haben möchte. Ich werfe auch die These in den Raum, dass Sozialismus mit dem jetzigen Entwicklungsstand der Menschheit nicht machbar ist.
Ich finde, wir stehen im weltweiten Vergleich relativ gut da, was die (soziale) Lebensqualität angeht. Und das, obwohl ich mehrfach vom rauen Teil des Kapitalismus in meinem Berufsleben betroffen war. Natürlich ist es wichtig, dass man nie damit aufhört, für soziale Gerechtigkeit und gegen übermässigen Einfluss der Wirtschaft auf die Regierung zu kämpfen. Trotzdem ist etwas mehr Wertschätzung für die Situation in Deutschland in meinen Augen durchaus angebracht.
 
"Es geht ja nicht mal darum, dass diesen Job - aufgrund der scheiß Bezahlung - nur noch Rumänen händeringend erledigen sondern, dass man diese auch noch unnötig in Gefahr bringt. Wie Asozial kann man sein?" Edit: ... ,dies auch noch ohne jede Kritik zu Unterstützen und für Richtig zu erklären.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Was für ein System möchtest denn haben?

Ich sage mal ganz provokant, unsere Freiheit in Deutschland gibt dir die Möglichkeit, in ein anderes Land zu ziehen, in welchem dein Wunschsystem existiert.
Das jetzt bitte nicht so ernst nehmen. ;)
Dieses "Zieh doch woanders hin wenn es dir nicht passt"-Argument ist so ziemlich das Dümmste was man in solchen Diskussionen bringen kann. Es dient meist dazu berechtigte Systemktitik abzukanzeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Was für ein System möchtest denn haben?

Ich sage mal ganz provokant, unsere Freiheit in Deutschland gibt dir die Möglichkeit, in ein anderes Land zu ziehen, in welchem dein Wunschsystem existiert.
Das jetzt bitte nicht so ernst nehmen. ;)
Der Kapitalismus ist in einer Form globalisiert und institutionalisiert, dass ich das eben nicht könnte, selbst wenn ich es wollte.

edit: ganz abgesehen davon, dass es überhaupt nicht den Punkt trifft.
 
Ich sage mal ganz provokant, unsere Freiheit in Deutschland gibt dir die Möglichkeit, in ein anderes Land zu ziehen, in welchem dein Wunschsystem existiert.
Das jetzt bitte nicht so ernst nehmen. ;)


Kapitalismus ist auch:
Du kannst froh sein in Deutschland statt in Rumänien zu leben.
Ohne Verlierer (Rumänien) keine Gewinner aka "Supa-Dupa-System" Deutschland.

Dieses gefördete Ungleichgewicht darf man zurecht kacke finden.
 
Das ist auf jeden Fall die linke Art, Menschen zu retten. Wir verhindern einfach, daß sie für nen subjektiv schlechten Lohn arbeiten. Dass der weitaus besser ist als alles, was ihr Heimatland ihnen bieten kann und dass sie dadurch erst recht in der Scheiße sitzen? Egal, Hauptsache man hat wieder die Welt gerettet :D.

Dann lassen wir doch einfach nur noch Ausländer für 'nen scheiss Lohn für uns arbeiten. Dann geht es denen ja vermeintlich gut.

Maßstäbe definiert man nicht nur für das eigene Volk, wenn, dann für alle.
 
Was mich hier aber etwas irritiert, ist diese übertriebene Kritik am (deutschen) Kapitalismus. Das es eine Schere zwischen arm und reich in unserem Land gibt, die man, oder besser unsere Regierung, mehr schließen muss, ist absolut klar. Jeder Mensch verdient Respekt und faire Lebensbedingungen. Wir sind aber weit entfernt vom z.B. US-amerikanischen Kapitalismus. Deutschland muss sich durch die Globalisierung dem internationalen Wettbewerb stellen, dem kann man sich als Industrienation nicht entziehen.
Man sollte nicht vergessen, was man in dieser Zeit auch besonders sieht, dass unser Sozialsystem nur durch den wirtschaftlichen Erfolg gut gefüttert ist.

QFT

Wer den Sozialismus kennengelernt hat, wird bestätigen können, dass man das nie wieder haben möchte. Ich werfe auch die These in den Raum, dass Sozialismus mit dem jetzigen Entwicklungsstand der Menschheit nicht machbar ist.

Schon zweimal QFT!
 
Es geht immer noch um die Verantwortungslosigkeit der Bilder die man - WÄHREND EINER PANDEMIE - an Rumänens Flughäfen provoziert hat, weil man unbedingt noch den fucking deutschen Spargel aus dem Boden gepflückt haben möchte. Und natürlich ist das ein Sinnbild für den Kapitalismus, weil man hier - mal wieder - die Not der Schwächsten, der Schwächsten für deutsche Interessen ausnutzt.

Und natürlich ist es eine pervertierte Sichtweise, wenn man so Argumentiert, als würde man hier doch auch im Interesse der Rumänen handeln.
Alter, das ist schon auf so vielen Ebenen normalerweise (und Angesichts der Bilder doppelt) falsch, dass ich doch glatt nen Würgereiz krieg.
 
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Empörung hin oder her. Ich fand es als sehr befremdlich, dass Spargel als systemrelevant deklariert wurde. Spargel! SPARGEL! Die Grenzen sind dicht, alle sollen zuhause bleiben, aber für Spargel macht man eine Ausnahme. Nicht falsch verstehen, ich esse den auch gern, aber Verständnis erntet die Aktion bei mir nicht. Allerdings eignet es sich aus meiner Sicht auch nicht besonders, um jetzt die große Kapitalismuskritik daran aufzuhängen. Da gibt es doch bessere Beispiele.
 
Mir ist Spargel auch völlig egal, aber es geht ja um mehr, als um die weißen Wurzeln. Erntehelfer werden überall in der Landwirtschaft benötigt, egal ob das Äpfel, Birnen, Trauben oder eben Spargel ist. Und das ist etwas, was man halt nicht auf irgendwann verschieben kann. Das Zeug muß jetzt geerntet werden, sonst ist es zu spät.
 
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