Man muss doch nicht immer gleich "tausende" von Euro in die Hand nehmen, nur weil man in Aktien investieren will....Immer diese Extreme...

Ich habe seit Jahren einen ETF Sparplan, da werden jeden Monat 50€ abgebucht, und alle drei Monate werden automatisch Anteile gekauft. Die Einrichtung hat vielleicht eine halbe Stunde gekostet, und nun läuft das ganz von alleine.
Mit Mitte 50 fang ich dann an, das (hoffentlich vorhandene) Geld umzuschichten, und bis dahin muss ich mich nicht damit beschäftigen.
Und natürlich gibts Menschen, die keine 50€ im Monat für sowas übrig haben (und selbst die könnten mit sehr wenig EK mit Riester in ETF investieren, aber das ist tatsächlich relativ kompliziert), aber das ist ganz sicher nicht die Mehrheit.
Aber alle anderen können 50€/Monat für die eigene Altervorsorge ganz sicher entbehren, wenn sie mal ehrlich sind. Das sind 1,66/Tag.
Ich sag jetzt nicht, Aktien sind der Heilige Gral, und die 50€ alleine reichen eigentlich auch nicht. Aber mir stößt es immer auf, wenn es heißt, man habe keine 50€ übrig, kauft sich dann aber jeden tag sein Frühstück beim Bäcker oder lässt sich von Lieferando beliefern. Muss man sich halt morgens hinstellen und sich Brote schmieren. Kostet halt Zeit und ist unbequem, aber ganz sicher günstiger. Oder man kauft sich halt nicht alle 2 Jahre das neueste handy und spart dann auch wieder monatlich am Vertrag usw.
Aber manche Leute haben merkwürdige Prioritäten....Dann sollen sie aber auch nicht jammern.

(der letzte Absatz ist jetzt rein subjektiv, geprägt von Erfahrungen aus meinem Umfeld)
Es wäre aber grundsätzlich begrüssenswert, würde der dt. Staat eine Art Staatsfond einrichten, bei dem jeder Bürger unkompliziert mitmachen könnte. Ähnlich wie es die Norweger machen. Damit dann die ganzen Geier der Banken und Vermögensgesellschaften endlich ausbluten. Die verkaufen den Leuten meistens irgendwelchen Scheiß an dem sie viel verdienen, der Sparer dann aber nicht viel von hat.