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Wenn ich so über die neue Star Wars Trilogie nachdenke, dann fällt mir auf, was für ein "Genie" George Lucas noch im Vergleich zu Disneys Dilettanten war. Ich meine schaut euch nur mal seine viel verspottete "neue" Trilogie an und dann Disneys neue Trilogie. Disney lieferte zufällig zusammengewürfelte Rollercoaster Action ab, während George da wirklich noch versuchte Worldbuilding zu betreiben und so was wie eine Geschichte zu erzählen. Im Vergleich zu dem was Disney da abgesetzt hat, ist die neue-alte Trilogie (Ep 1-3) geradezu pures Platin.
Ich frage mich, was Kathleen Kennedy die ganzen Jahre als Producerin der neuen Trilogie und Chefin bei Lucasfilm getrieben hat? Wäre es nicht ihre Aufgabe zumindest ein bisschen die Zügel in der Hand zu halten und das große Ganze im Auge zu haben? Ich habe das Gefühl, dass sie die Leute einfach machen lassen hat und mit dem Erfolg von VII einfach so weitergemacht hat.
Wenn ich so über die neue Star Wars Trilogie nachdenke, dann fällt mir auf, was für ein "Genie" George Lucas noch im Vergleich zu Disneys Dilettanten war. Ich meine schaut euch nur mal seine viel verspottete "neue" Trilogie an und dann Disneys neue Trilogie. Disney lieferte zufällig zusammengewürfelte Rollercoaster Action ab, während George da wirklich noch versuchte Worldbuilding zu betreiben und so was wie eine Geschichte zu erzählen. Im Vergleich zu dem was Disney da abgesetzt hat, ist die neue-alte Trilogie (Ep 1-3) geradezu pures Platin.
Und das nicht nur beim Worldbuilding und dem Plot. Das Podracer-Rennen war z.B. auch eine sehr originelle Actionszene, während wir in der neuen Trilogie nur Kopien der Ur-Trilogie bekommen.
Ich frage mich, was Kathleen Kennedy die ganzen Jahre als Producerin der neuen Trilogie und Chefin bei Lucasfilm getrieben hat? Wäre es nicht ihre Aufgabe zumindest ein bisschen die Zügel in der Hand zu halten und das große Ganze im Auge zu haben? Ich habe das Gefühl, dass sie die Leute einfach machen lassen hat und mit dem Erfolg von VII einfach so weitergemacht hat.
Ich glaube du hast da als Produzentin einen gänzlich anderen Blick auf das ganze. Lucas war emotional mit der Marke verbunden. Der wusste alles über sein eigenes Kind (wie er es ja auch nennt). Für sie ist das einfach Koordinierung einer großen Marke. Bei marvel läuft es ja auch wenn jeder sein Ding macht und man in den after credits mal 30 Sekunden Story vermittelt.
Ich denke Disney musste mit der Trilogie einfach sehr sehr viel Lehrgeld bezahlen. Bleibt nur zu hoffen das sie so langsam verstehen worum es bei Star wars geht. Mandalorian lässt ja anscheinend hoffen was man so liest.
Schön wärs, sind ja trotz teils unterirdischer Qualität Kassenschlager. Sone Milliarde Verlust wäre das einzige was die Knallköpfe bei Disney wachrüttelt.
Natürlich hat es sie wachgerüttelt, sonst würden nächstes Jahr schon die nächsten beiden Filme in den Startlöchern stehen. Bisher haben sich wahrscheinlich mit ach und Krach den Kauf von SW und die Produktionskosten der Filme raus. Hat man sich dort sicher anders vorgestellt.
Über die letzten Stunden steht für mich auch fest dass ich demnächst nochmal reingehe. Hab Bock auf ein 2. Screening.
Was mir an der neuen Trilogie nicht gefällt ist der Übercharakter von Rey. Sie kann fast alles gleich perfekt, ist vielen überlegen und das ganze ohne Training.
Da finde ich Kylo Ren interessanter.
...wäre eine tolle Gelegenheit gewesen, Rey statt Kylo zu opfern und ihn zum letzten Skywalker zu erklären.
Rey tötet den Imperator und wird dadurch, so wie er es ihr androht, zur Imperatorin bzw. "Dark Rey" aus ihrer Machtvision (die nun auch Sinn ergibt). Kylo opfert Reys Leben um ultimativ "gut" zu werden und die Sith zu besiegen. Dieses Opfer fehlt mir in seiner Redemption-Story leider total...
Kein Happy Ending. Kein Kuss! Keine Ep. VI Plagiat. Das wäre wesentlich cooler gewesen und hätte gleichzeitig auch Reys Entwicklung spannender gemacht. Ja, sie war mächtig. Ja, sie lernte schneller als Luke. Aber letztlich war sie doch sterblich und ist ihrem Schicksal erlegen. Kylo bleibt als grauer Jedi übrig. Ein bittersüßes Finale.
Finds auch schade, dass man sich storymäßig da nicht mehr traut. Ich denke, die Leute lieben komplexe Geschichten. Man siehe nur wie erfolgreich das Harry Potter-Universum seit vielen Jahren ist. Das zeigt, dass auch im Mainstream sowas funktionieren kann.
Bittersüße Enden mögen für manche toll sein, aber Popcornfilme wie dieser rufen nach einem befriedigenden Ende. Kann das so schon verstehen. Und bei SW brauchts doch nicht plötzlich Anspruch. Gut dass es damals bei der original Trilogie noch kein Internet gab. Das wäre kein Spaß gewesen. Episode 5 löste damals ja auch Kontroversen unter den Fans aus. Gerade weil er so war wie er war. Hatte von den drei Teilen das schlechteste Einspielergebnis. Ich glaube mich hätte der damals auch frustriert. Rückblickend war er gut, weil man weiß was kommt und alles sein gutes Ende nimmt. Die Helden erleben hier halt starke Rückschläge, so dass sie später mehr triumphieren können.
Finds auch schade, dass man sich storymäßig da nicht mehr traut. Ich denke, die Leute lieben komplexe Geschichten. Man siehe nur wie erfolgreich das Harry Potter-Universum seit vielen Jahren ist. Das zeigt, dass auch im Mainstream sowas funktionieren kann.
Komplex muss ja nicht immer bedeuten schwer zu verstehen. Das Geflecht aus unzähligen Figuren die über 7 Bände hinweg stets miteinander interagieren und sich in ihrer Persönlichkeit weiterentwickeln während sich im Hintergrund eine Geschichte entfaltet, kann man schon mal als komplex beschreiben.
So, nach zwei Nächten darüber schlafen haben sich meine Gedanken zum Film sortiert. Hatte ich auch selten bei einem Film. Direkt nach dem Kino waren die Gedanken noch konfus und ich konnte das Gesehene noch nicht richtig für mich einsortieren. Inzwischen ist es klarer und ich bin glücklich mich zu denen zählen zu können denen der Film gefallen hat. Werde auch demnächst nochmal ins Kino gehen. Bin gespannt wie er mir beim zweiten Mal wirkt.
Denn alle Kritikpunkte sind absolut berechtigt. Er hat ein zu hohes Tempo, springt viel zu viel, Gespräche und Handlung sind stellenweise diffus und umgekehrt oft auch nichtssagend bis hin zu sinnlos. Es gibt seltsame Zufälle und Plotholes gab es wohl auch. Das Pacing des Films ist nicht das Beste und für seinen tolle Moment die er eben auch hat, nimmt er sich manchmal zu wenig Zeit um diese wirken zu lassen. Wirkt also absolut katastrophal.
Dagegen steht für mich aber im Gegensatz zum Vorgänger, dass er einfach wieder SW Atmosphäre atmet. Jede Trilogie hatte ihre ganz eigene Atmosphäre. Die Urtrilogie hatte etwas märchenhaftes und fantastisches, an das ich mich natürlich auch noch mit den Augen und Gefühlen eines Jugendlichen erinnere. Die Prequeltrilogie hatte dieses Gefühl in keinster Weise mehr. Aber auch mit ihr habe ich meinen Frieden geschlossen. Die war schon nicht mehr "mein" Star Wars, aber ist dennoch Teil von meinem SW. Dafür hatte sie die Jedi auf dem Höhepunkt ihrer Macht und auch die Republik die im Gegensatz zur OT und jetzigen Trilogie auch mal ein Universum/Planeten hatte, die wie echte SciFi wirken.
Die aktuelle Trilogie ist für mich gedanklich auch nochmal losgelöst von den beiden anderen. Heißt Star Wars aber ist nun auch nicht ganz passend zu dem vorher gesehenen. Insofern hat der Abschluss jetzt den Vorteil, dass ich mich gedanklich einfach an das chaotische und für mich nach wie vor nicht passende Setting nach den Ereignissen von Endor gewöhnt habe. Und dennoch hat auch diese Trilogie - oder eher Teil 7 und 9 eine gewisse Stimmung aufgebaut die mir gefällt und ein wohliges Gefühl gibt.
Was für mich den letzten Film getragen hat, war nun wirklich die in den beiden Vorfilmen aufgebaute Beziehung zwischen Kylo und Rey. Während alles andere - insbesondere die Schnitzeljagd - sich irgendwie wie Filmfüllendes Beiwerk angefühlt hat, haben mich die beiden bei der Stange gehalten. Ähnlich wie die Snokesache im Vorgänger, habe ich geschluckt bei der Shuttleszene mit Rey. Da bin ich das erste Mal im meinem Sitz hochgerückt. Letztlich geht es bei beiden um ein altes SW Thema aber mal von der anderen Seite betrachtet. Hat mir sehr gut gefallen. Und auch die Auflösung.
Was mich besonders beeindruckt hat war Adam Driver als Kylo/Ben. Fand ich den in Teil 7 noch ziemlich lächerlich, so war er ein absolut tragender und interessanter Charakter in Teil 9.
Insbesondere die Verwandlung zu Ben war mega geil von ihm gespielt. Wie man wirklich in seinem Gesicht und Schauspiel ablesen konnte wie er sich in Ben zurück verwandelt hat. Hammer. So eine Schauspiel hätte ich mir in Teil 3 von Anakin gewünscht als er zur dunklen Seite gewechselt ist. Aber naja. Dazu die für mich komplett überraschende Kameo von Han Solo. Da hatte ich echt Tränen in den Augen. So ein perfekter Moment. Wiedermal bin ich anfällig für Eltern/Kind Beziehungen in Filmen. Wie sich das bei mir geändert hat seitdem ich selbst Vater bin.
Das war mit eine meiner Lieblingsstellen im gesamten Film. Aber auch Reys Entwicklung fand ich halt interessant. Die Auflösung wer sie ist, fand ich absolut passend und interessant. Und ja, ich hab das so lieber, wie das "Niemand" Gelaber aus dem Vorgänger. Das gibt dem ganzen erst die nötige Schwere. Auch die Jedistimmen Szene mit ihr fand ich Klasse und hat dazu geführt, dass der Film sich dann wirklich ein wenig anfühlt wie das Ende einer Saga. Sehr schöne Verknüpfung zu den ganzen Vorfilmen. Und ja, das ist letztlich der total Overflow.
Palpatine mit der Kraft aller Sith in sich und Rey mit der Kraft aller Jedi dagegen.
Mag man übertrieben finden, aber ich fands geil und vom Aufbau her letztlich auch irgendwo logisch. Ich hatte es schon mal geschrieben - da der Film mich tierisch an den Comic Dark Empire erinnert - passt das halt auch irgendwie in den Star Wars Kanon. Überhaupt hab ich das Gefühl, dass man sich sehr am EU von Star Wars bedient hat. Und die Story ist für mich so wirklich 1:1 Themaumsetzung von Dark Empire. Auch dort kehrt der Imperator ähnlich zurück, hat Kräft aus der Hölle und ne Armeeausstattung zum Zunge schnalzen. Nur das er dort eben Luke versucht zu beeinflussen.
Schade war wirklich dass der Film sich eben für viele dieser besonderen Momente nicht immer die Zeit nahm. Gerade den Anfang - die ersten Kylo Szenen hätte ich mit mehr Zeit gewünscht um sie wirken so lassen. So wurde das doch eigentlich überraschende, neue Setting, in 5 Minuten abgefrühstückt. Aber man war halt bemüht 8 ungeschehen zu machen. Das wurde dann auch in mehr als genug Szenen getan. Die Kritik am Vorgänger wurde ja dann auch in mehrere Szenen gepackt "So geht man mit einem Lichtschwert nicht um!" Auch den Umgang mit Leia fand ich sehr passend. Da hatte ich etwas Sorge. Genauso wie der Humor eingesetzt wurde hat mir sehr gefallen. Ansich halt schön C3PO wieder mehr zu sehen. Er und R2 verbinden ja doch irgendwie alle Filme miteinander. War für mich dann auch mit der beste Gag im Film "Er ist mein ältester Freund"
Die Effekte waren ohnehin alle Top. Der Soundtrack ist dabei imho aber sehr unauffällig gewesen für Star Wars Verhältnisse. Ging mir nicht so ins Ohr - bis eben auf die bekannten Themes. Ansonsten gab es viele schöne Setpieces die mir gefallen haben.
Ich freue mich daher riesig auf das 2. Mal in der Hoffnung dass viele Szenen noch mehr auf mich wirken können und es mir nicht mehr ganz so hektisch erscheint und etwas fluider. Ich bin froh, dass ich für den Film nochmal mein 16 Jähriges Ich auspacken konnte und mich wie an den ganzen Vorgängern nicht an unlogischen Handlungen und Dialogen stoße - die waren halt auch immer Teil von SW - sondern mich komplett auf das Positive und bezaubernde einlassen kann. Und da hat JJ wirklich sein bestes getan und die alte Magie eingefangen für mich. Schade bleibt am Ende nur der Gedanke, was aus der Trilogie wohl geworden wäre wenn JJ sie von anfang an komplett gefilmt und geplant hätte. Die Möglichkeiten wurden leider nicht ausgeschöpft, aber ich bin überraschend zufrieden mit dem Ende der Saga. Das fühlt sich besser an als ich nach Teil 8 erwartet hätte. Am Liebsten würde ich schon heute wieder rein gehen. Das ist dann doch komplett anders wie nach Teil 8.
Ich hoffe, es wird Bücher geben, die einiges erklären
So wünsche ich mir nähere Erläuterungen zu den Geschehnissen in der Republik nach VI, wie das mit Palpatine vonstatten ging und woher die ganzen Sternzerstörer kommen. Es passt immer noch nicht zusammen, wenn man sich das Ende von VI mit der "Zerstörung" des Imperiums vor Augen führt, und plötzlich die FO in VII so stark und die Republik so schwach ist und es Widerstandstruppen gibt. D.h. zeitgleich wurden die FO und Palpatines Armee aufgebaut - das muss doch auffallen, zumal es ja in VIII plötzlich Waffenhändler gab etc.
@ChriZ das ist was ich meine. Finde das immer noch absolut unpassend und störend wie die neue Galaxisordnung sich hier in den neuen Filmen darstellt. Und es kann auch nicht sein dass man zig Sekundärliteratur dazu lesen muss um es logischer erscheinen zu lassen. Aber wie gesagt, damit habe ich mich jetzt abgefunden und kann es für mich so stehen lassen.
Schade bleibt am Ende nur der Gedanke, was aus der Trilogie wohl geworden wäre wenn JJ sie von anfang an komplett gefilmt und geplant hätte. Die Möglichkeiten wurden leider nicht ausgeschöpft, aber ich bin überraschend zufrieden mit dem Ende der Saga. Das fühlt sich besser an als ich nach Teil 8 erwartet hätte. Am Liebsten würde ich schon heute wieder rein gehen. Das ist dann doch komplett anders wie nach Teil 8.
Jetzt brauchen wir nur noch nen Fan Cut von 8, wo die ganzen Casino, Meuterei, Melk und diverse andere Szenen raus geschnitten sind. Sonst kann man diese gequirlte Scheiße nie wieder gucken. Was ich schade fände weil ich die Beziehung und Entwicklung von Kylo & Ren mochte. Konnte den Hate gegenüber Kylo eh nie nachvollziehen, Adam Driver hat ne gute Präsenz auf dem Schirm und sein Schauspiel hat mich schon in Teil 7 überzeugt.