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Der Politikthread

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Na, jetzt schon zweimal. Mit dem Deckel werden die jetzt aus dem Neubau alles rausholen, was drin ist. Fluktuation wird es kaum noch geben, deswegen kann man da die Mieten ordentlich anziehen. Nachfrage ist ja genug vorhanden. Weswegen dann die Bestandsmieter noch weniger Grund haben, auszuziehen. Die haben ja jetzt erstmal ein paar Jahre staatlich verordnete niedrige Mieten.

Was viele nicht sehen, ist, daß auch teurere Wohnungen dem Wohnungsmarkt helfen. Jeder der aus einer kleineren Wohnung in eine bessere Bleibe umzieht (weil er es sich leisten kann), hinterläßt eine günstige(re) Wohnung für einen anderen Suchenden. Das zieht sich vom Luxuspenthouse runter bis zu Mini-Bude. Mit garantierten Niedrigmieten macht das keiner mehr, wenn er nicht wirklich in Geld schwimmt. Da hält man es doch eher noch eine Weile aus, auch wenn man gerne was größeres in besserer Lage hätte und steckt die Kohle lieber in andere Dinge.
 
Bin ja der Meinung, dass uns nochmal alles um die Ohren fliegen wird und uns der Börsencrash von 2008 wie der erste vorsichtigen Vorbote vorkommen wird:


Negativzinsen von mindestens minus 4 Prozent werden kommen - Telepolis

Gastkommentar: Wir befinden uns in einer Zeitenwende - auch bei den Anleihen

Schneller als befürchtet ist jetzt schon eine Prognose eingetroffen, die wir hier machen. Die Volksbank Raiffeisenbank Fürstenfeldbruck erhebt als erste Bank in Deutschland Strafzinsen in Höhe von 0,5 Prozent auf das Guthaben von Tagesgeldkonten. Und das bereits ab dem ersten Cent. Dies ist leider erst der Anfang. In Zukunft werden uns Strafzinsen von minus vier bis minus fünf Prozent blühen, wenn wir weiterhin an dem zum Scheitern verurteilten Währungsexperiment Euro festhalten.

Als wir vor vielen Jahren vor Negativzinsen gewarnt haben, wurden wir belächelt. Heute ist den meisten das Lachen vergangen, denn unsere Prognose ist bittere Realität geworden. Obendrein hatten bereits 2016 - vor der Zinsabsenkung der EZB auf 0 Prozent - in unserem dritten Buch "Kapitalfehler" geschrieben, dass die Eurozone, um zu überleben, langfristig Negativzinsen zwischen minus 4 und minus 7 Prozent benötigt. Heute sind wir auf dem besten Weg dahin. Hierzu waren wir auch zu Gast in einem Beitrag von Report München in der ARD. Die mühsamen verbalen Verrenkungen des EZB-Vertreters sprechen Bände.

Keine Ahnung wie seriös Marc Friedrich und Matthias Weik sind die diesen Gastkommentar schrieben, lese hin und wieder aber gerne Beiträge von Telepolis. Klingt jetzt alles sehr nach Panik mache, aber angesichts der zunehmenden Probleme des Turbokapitalismus finde ich das ein oder andere nicht unbedingt abwegig. Auch wenn ich das Problem nicht unbedingt dem Euro und der Währungsunion in die Schuhe schieben will (halte den Euro und die Währungsunion für ne gute Sache). Sehe das Problem eher im globalen Wirtschaftssystem. Bin mir sicher, dass es irgendwann nochmal richtig knallen wird.
 
Ich sage es nochmal: Das Bauen, bauen, bauen wird nicht gegen das Problem der zu hohen Mietpreise in Berlin helfen, wenn ...
- in Berlin gerade mal Platz für 100.000 weitere Wohnungen bis 2030 da ist.
- in Berlin heute schon 100.000 Wohnungen fehlen und bis 2025 Jährlich mit einem weitreren Zuwachs von 25.000 Personen gerechnet wird.
- man diese hohe Nachfrage (das eigentliche Problem der explodierten Mietpreise) für das nächste Jahrzehnt nicht geregelt bekommt, völlig egal wie viel man jetzt baut oder nicht.
- Das Umland schon seit Jahrzehnten zu teuer, da attraktiv für neureiche und besser verdienende ist.

Die Mieten in Berlin im vergleich zum letzten Jahrzehnt um knapp 104% angestiegen und die Belastung heute schon ein Kritisches Maß angenommen hat. Berlin hat halt 2 große Probleme zu wuppen. Wohnungsknappheit und viel zu hohe Mieten die zu ganz realen sozialen Problemen führen (ein Problem die einige einfach gerne total ignorieren und nur die Wohnungsknappheit als Problem vorschieben. Was ist mit den zu hohen Mieten? Das Problem wird von einigen einfach so übergangen, als gäbe es dieses Problem nicht oder man behauptet ernsthaft, dass bauen die Lösung für die zu hohe Mieten ist).

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Ich kann diese scheiße nicht mehr hören, das einfach bauen die Lösung für das Problem sein soll.
Wie soll den jetzt bauen dabei helfen das Problem der heute schon zu hohen Mietbelastung zu bremsen?
Arbeiter und Dienstleister raus aus der Stadt? Ist das tatsächlich sinnvoll für eine Flächenmäßig so große Stadt wie Berlin?


Edit: @Cale hab vergessen du sprichst ja nicht mehr mit mir.


Zwei Sachen dazu:

1.) Den Vergleich zwischen Stadt- und Flächenstaaten halte ich für unsinnig. Großstädte haben grundsätzlich viel höhere Mieten, als die Fläche. Wenn du da nur Großstädte reinpackst (Berlin, München, Hamburg [wie zu sehen], Köln etc.) sieht die Sache ganz anders aus.

2.) Wenn nicht genug Platz da ist, um genug Wohnraum zu schaffen... dann ist das äußerst unschön. Aber letztlich nicht zu ändern. Was mit einer Mietpreisbremse passiert, ist doch ganz klar:

2.1) Für potenzielle Investoren wird Berlin im Vergleich zu anderen potenziellen Investitionen unattraktiver, d.h. die Bauaktivität dort nimmt ab. Ist das eine Lösung für hohe Mieten oder fehlende Wohnungen? Nein, ganz im Gegenteil, das macht es noch schlimmer. Das ist natürlich in der Kombination mit dem fehlenden sozialen Wohnungsbau erst recht problematisch. Der Staat müsste einspringen, macht es aber nicht.

2.2) Für Eigentümer von Wohnraum wird es attraktiver den Wohnraum zu verkaufen im Vergleich zum vermieten, weil es keine "Verkaufspreisbremse" gibt. Ist das eine Lösung für hohe Mieten oder fehlende Wohnungen? Nein, ganz im Gegenteil, das macht es noch schlimmer, weil sich tendenziell nur relativ wohlhabende den Kauf leisten können und die Anzahl der Mietwohnungen sinkt.
 
Für Eigentümer von Wohnraum wird es attraktiver den Wohnraum zu verkaufen im Vergleich zum vermieten, weil es keine "Verkaufspreisbremse" gibt.

Insbesondere in einem überhitzten Immobilienmarkt, in einer Stadt, in der immer noch heftiger Zuzug herrscht. Vermutlich kannst Du in 1-2 Jahren Immobilien vergolden, die man heute noch abreißen würde.
 
Und wenn es nur für den Baugrund ist...

@Steffko

Die Investoren wandern ja schon ins Umland ab. Brandenburg "blüht" ja anscheinend gerade. Dummerweise will der Berliner wohl auf Biegen und Brechen in seiner Stadt wohnen bleiben...

Ich persönlich kann das garnicht nachvollziehen. Ich wollte mir irgendwann die städtischen Mieten nicht mehr antun. Ich bezahle jetzt auf mein Haus nicht mehr als für eine mittelgrosse Wohnung in Trier an Miete. Klar, ich muss 20km zur Arbeit fahren, ich kann auch nicht um die Ecke einkaufen gehen, aber das war's mir allemal wert.

In aller Regel kann sich der Mensch auch Alternativen suchen.
 
Ich hoffe dass die alle mal auffliegen. Friedrichshain ist echt schlimm geworden was touris angeht, keine ahnung obs hier noch berliner gibt, ich höre ausschließlich englisch auf der straße. Nix gegen touris aber die wohnen alle einfach nicht in hostels und hotels, der markt der illegalen vermietung ist zu attraktiv.

In Berlin wohnen fast 50.000 Expats, die auch kein Deutsch sprechen. Sicher, dass es Touristen sind?
 


Hast du vielleicht auch letztes Jahr mitbekommen: :D
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Reaktionen: pil
Witzig... erst die Tage gedacht was denn eigentlich mit dem Vermummungsverbot ist wenn es kalt ist...
Auslöser war eine Gruppe in der Innenstadt bei denen einige den Schal komplett im Gesicht hatten.

Und schon isses hier Thema... :ugly:
 
Natürlich darfst du dich nicht vermummen, bums aus. Ich muss aber zugeben, ich habs Gesetz nicht gelesen dazu, würde mich aber wundern., ist ja schließlich kein Betriebsrat darin involviert. :D Da wäre das Gesetz komplett anders.
 
guck an.. nazi-demo in hannover, nazis/faschos vermummen sich. polizei geht hin und stellt fest:
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ich erinner mich an meine letzte demo, wo wegen vermummung sofort gekesselt wurde.


Man will sich gar nicht vermummen, man will einfach nur nicht erkannt werden.
Das ist ein wichtiger Unterschied, dies sollte doch jedem klar sein.

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Niemand war überraschter, dass das funktioniert hat als die Nazis selbst.
 
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