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Der Politikthread

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Seh ich anders.

Ein verbindliches Ausstiegsdatum würde nicht nur der Industrie (und dem Konsumenten) ein verbindliches Signal geben, es würde auch den elektrifizierten Gebrauchtwagenmarkt beschleunigen.

Inwiefern würde das den Gebrauchtwagenmarkt beschleunigen? Das Signal haben die Autobauer m.E. schon bekommen. Die wissen ganz genau, dass sie den Verbrenner nicht mehr lange verkaufen können.
 
Inwiefern würde das den Gebrauchtwagenmarkt beschleunigen? Das Signal haben die Autobauer m.E. schon bekommen. Die wissen ganz genau, dass sie den Verbrenner nicht mehr lange verkaufen können.
Das ist Wunschdenken. Die Realität sieht leider anders aus. Als Beispiel sind zur Zeit etliche Verbrennungsmotoren in Entwicklung.
 
Das ist Wunschdenken. Die Realität sieht leider anders aus. Als Beispiel sind zur Zeit etliche Verbrennungsmotoren in Entwicklung.

Und weiter? Verbrenner werden noch mindestens die nächsten ~10 Jahre verkauft werden, selbst wenn die Politik plötzlich tatsächlich ein Enddatum setzen würde (vor 2030 ist unvorstellbar, und selbst 2030 halte ich in Deutschland für politisch nicht durchsetzbar).

Welche Autokonzerne? Die Autokonzerne die beim beim Diesel lieber getrickst haben, als saubere Technologien zu entwickeln. Diese Autokonzerne?

Worauf genau möchtest du hinaus?
 
Verbrenner wird noch in 30 Jahren verkauft werden. Die schaffen es nicht in 10 Jahren einen Flughafen zum laufen zu bringen, die schaffen es erst recht nicht innerhalb von 10 Jahren hundertausende Zapfsäulen zu bauen. Seit 8 Jahren glaub ich werkeln die an einem einzigen Bahnhof rum an der Warschauer, ich hab so etwas trauriges noch nie gesehen. Die brauchen teils 2 Jahre um einen spielplatz zu bauen. Und jetzt soll es innerhalb von 10 Jahren das Wunder passieren? Mit welchen Fachkräften denn? Versklaven wir jetzt die Harz4ler zum Bau von Zapfsäulen? Wer soll denn das bitte bauen? Wer soll das planen? Ist doch absurd, in 4 Jahren wird vermutlich die erste neue Zapfsäule fertig beantragt sein.
 
Wobei man hier auch sagen muss, dass die Weichen hin zur Elektromobilität gestellt sind.
Wer hier nicht investiert wird im Markt von seiner Konkurrenz abgehängt, dass sich da bei den Auto-Herstellern nichts bis wenig tuen wird ist auch nicht ganz so richtig. Ob das aber ausreicht steht zur Frage.
 
nee, der einfachste weg ist genauso weiterzumachen wie jetzt und kein geld in die kostenintensive erforschung einer "neuen" technologie zu stecken, solange es sich vermeiden lässt. das ist in den vergangenen 20 jahren so praktiziert worden und wird sich imo auch nicht ändern.

Nein, das geht eben nicht. Es gibt CO² Grenzen, die alle Hersteller früher oder später reißen werden und damit riesige Zahlungen fällig werden - es sei denn sie setzen massiv auf E-Mobilität.

Mal davon abgesehen, dass die Kosten für die Erforschung schon längst getätigt werden. Der Zug ist abgefahren, VW und Co. investieren Milliarden und Abermilliarden in die Elektromobilität.
 
Verbrenner wird noch in 30 Jahren verkauft werden. Die schaffen es nicht in 10 Jahren einen Flughafen zum laufen zu bringen, die schaffen es erst recht nicht innerhalb von 10 Jahren hundertausende Zapfsäulen zu bauen. Seit 8 Jahren glaub ich werkeln die an einem einzigen Bahnhof rum an der Warschauer, ich hab so etwas trauriges noch nie gesehen. Die brauchen teils 2 Jahre um einen spielplatz zu bauen. Und jetzt soll es innerhalb von 10 Jahren das Wunder passieren? Mit welchen Fachkräften denn? Versklaven wir jetzt die Harz4ler zum Bau von Zapfsäulen? Wer soll denn das bitte bauen? Wer soll das planen? Ist doch absurd, in 4 Jahren wird vermutlich die erste neue Zapfsäule fertig beantragt sein.

Das ist so, leider. Man hat die rechtzeitige Entwicklung verschlafen. 2030 ist Utopie, um die Verbrennungsmotoren abschaffen zu wollen. Mindestens 20, eher 30 Jahre wird es dauern.
Die E-Auto-Technologie ist noch in einem relativ frühen Stadium für den Massenmarkt. Es braucht noch viel Forschung und Entwicklung, um ernsthaft den Verbrennungsmotor ablösen zu können. Solange man nicht in höchstens 10 Minuten die Akkus aufladen kann und reale Reichweiten von mindestens 500 km erreicht werden, sind E-Autos „Spielerei“ für Technologiebegeisterte und Prestigeobjekte für Leute mit höherem Einkommen. Allein die Hochpreisigkeit der E-Auto verhindert schon den Erfolg. Und ohne passende Infrastruktur läuft nichts, das wird auch noch dauern, bis die geschaffen wird.

Wo die Bundesregierung versagt, ist bei der fehlenden Regulierung der SUV-Verkäufe. Dieser Trend ist unglaublich kontraproduktiv für die CO2-Bilanz. SUV-Käufe und die Nebenkosten müssten durch Steuern extrem erhöht werden, um den Absatzmarkt zu zerschlagen.
Über eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer würden auch die bewussten Verbraucher getroffen werden und müssten so die Konsequenzen der egoistische Haltung der SUV-Käufer mittragen.
 
@Steffko
Und trotzdem investieren sie weiterhin Milliarden in den Verbrenner. Niemand hat die Eier für einen ganz oder gar nicht approach in Deutschland.

Die Chinesen sind diesbezüglich auf einem guten Weg. Bin gespannt wie weit hinten wir in 10 Jahren liegen werden.
 
Mich würde mal interessieren wie viele E-Autos eigentlich in der Stadt von Leuten die nur zu Miete wohnen und keine eigene Garage besitzen gefahren werden. Momentan hab ich das Gefühl, dass die meisten die ein E-Auto besitzen Hausbesitzer sind, weil man sein E-Auto bequem in seiner eigenen Garage über Nacht volltanken kann. Der Otto-Normalo in der Stadt wird sich das wohl noch nicht antun wollen. Herrscht ja eh schon Parkplatzmangel und dann noch Abends "flott" ne Ladestation finden? Hier muss auch erstmal groß in die passende Infrastruktur investiert werden.
 
Verbrenner wird noch in 30 Jahren verkauft werden. Die schaffen es nicht in 10 Jahren einen Flughafen zum laufen zu bringen, die schaffen es erst recht nicht innerhalb von 10 Jahren hundertausende Zapfsäulen zu bauen. Seit 8 Jahren glaub ich werkeln die an einem einzigen Bahnhof rum an der Warschauer, ich hab so etwas trauriges noch nie gesehen. Die brauchen teils 2 Jahre um einen spielplatz zu bauen. Und jetzt soll es innerhalb von 10 Jahren das Wunder passieren? Mit welchen Fachkräften denn? Versklaven wir jetzt die Harz4ler zum Bau von Zapfsäulen? Wer soll denn das bitte bauen? Wer soll das planen? Ist doch absurd, in 4 Jahren wird vermutlich die erste neue Zapfsäule fertig beantragt sein.

Die Ladesäulen werden schon gebaut, die wachsen wie Pilze aus dem Boden.


Das ist so, leider. Man hat die rechtzeitige Entwicklung verschlafen. 2030 ist Utopie, um die Verbrennungsmotoren abschaffen zu wollen. Mindestens 20, eher 30 Jahre wird es dauern.
Die E-Auto-Technologie ist noch in einem relativ frühen Stadium für den Massenmarkt. Es braucht noch viel Forschung und Entwicklung, um ernsthaft den Verbrennungsmotor ablösen zu können. Solange man nicht in höchstens 10 Minuten die Akkus aufladen kann und reale Reichweiten von mindestens 500 km erreicht wetden, sind E-Autos „Spielerei“ für Technologiebegeisterte und Prestigeobjekte für Leute mit höherem Einkommen. Allein die Hochpreisigkeit der E-Auto verhindert schon den Erfolg. Und ohne passende Infrastruktur läuft nichts, das wird auch noch dauern, bis die geschaffen wird.

Wo die Bundesregierung versagt, ist bei der fehlenden Regulierung der SUV-Verkäufe. Dieser Trend ist unglaublich kontraproduktiv für die CO2-Bilanz. SUV-Käufe und die Nebenkosten müssten durch Steuern extrem erhöht werden, um den Absatzmarkt zu zerschlagen.
Über eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer würden auch die bewussten Verbraucher getroffen werden und müssten so die Konsequenzen der egoistische Haltung der SUV-Käufer mittragen.

Hochpreisigkeit: hier verweise ich wie so oft auf die Total Cost of Ownership, die bereits jetzt bei einigen Modellen gut für das E-Auto aussehen. Das wird mit steigender Menge naturgemäß nur besser werden.

Reichweite: 500km bekommst du ab Mitte 2020 bei VW. Frühes Stadium? Sorry, Blödsinn. 10 Minuten ist eine absurde Anforderung und für 90% der Autofahrer vollkommen unwichtig. Wenn du jeden Tag 20, 30, 50, 100km weit fährst, ist es schlicht vollkommen wurscht, wie lang der Akku zum Laden braucht, weil 23 Stunden des Tages zum Laden zur Verfügung stehen.
Unabhängig davon geht es in dem Bereich ja auch ordentlich voran. ID.3 wieder als Beispiel (~100kw Laden bis ~80%).
 
Das problem der deutschen ist der trend zum suv, wenn du emobilität umsetzen willst dann kannst du keinen 2,5 tonner als das must have anbieten, emobilität bedeutet fast 100% wirkungsgrad, man muss von riesenautos abkehren, alles muss klein werden um effizient sein zu können nachdem batterien nun mal ihren platz benötigen, umso effektiver muss man am gewicht arbeiten um die batterie effizienter zu machen, da seh ich das größte problem, direkt im kopf des unzufriedenen deutschen, der sein mieses selbstbewusstsein mit einer fetten karre kompensieren muss.

Sorry dass ich das sage aber es wird alles scheitern. Es scheitert am menschen selbst, nicht an der technik.
 
Ich denke leider auch, dass es am Mensch scheitern wird. Ohne verbot des Verbrenners werden sich viele Menschen eher für die Bequemlichkeit entschieden. Und ich kann es denen nicht mal übel nehmen. Bist kaputt von der Arbeit willst eigentlich nur so schnell es geht in deinen Feierabend starten, musst eventuell noch dein Kind von der Kita abholen oder noch wichtige Einkäufe erledigen. Zuhause türmt sich auch noch ein Berg an Arbeit. Die Leute wollen möglichst auf dem direktesten Weg nach Hause und das Auto natürlich so nah wie möglich vor der eigenen Haustür abstellen (weil sie es gewohnt sind).

So lange nicht an jeder Straße mehrere Ladestationen stehen sehe ich es noch nicht dass die Masse den Mehraufwand aufbringen will.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Toll wäre es natürlich, wenn Arbeitgeber (einige tuen es ja schon) für Parkplätze und E-Stationen (für Angestellte) sorgen.

Edit: Ich denke da muss sich (leider) noch viel tun, bevor das Massen tauglich wird.
 
Mich würde mal interessieren wie viele E-Autos eigentlich in der Stadt von Leuten die nur zu Miete wohnen und keine eigene Garage besitzen gefahren werden. Momentan hab ich das Gefühl, dass die meisten die ein E-Auto besitzen Hausbesitzer sind, weil man sein E-Auto bequem in seiner eigenen Garage über Nacht volltanken kann. Der Otto-Normalo in der Stadt wird sich das wohl noch nicht antun wollen. Herrscht ja eh schon Parkplatzmangel und dann noch Abends "flott" ne Ladestation finden? Hier muss auch erstmal groß in die passende Infrastruktur investiert werden.
Aber ganz ehrlich. Ich lebe bei Frankfurt. Und da braucht man einfach kein Auto. Ein absolutes Vorbild für deutsche Städte sollte das Niederländische Mobilitätskonzept sein. Autos als Luxusgut. In den Innenstädten brauchen wir keine PKWs, es gibt eh keine Parkplätze. Sie sind laut, dreckig und gefährlich für Radfahrer.

Ich finde es auch falsch wenn man denkt, man müsse jeden Verbrenner gegen ein E-Auto ersetzen. ÖV fördern, ausbauen, wenn nicht sogar kostenlos machen.
 
Aber ganz ehrlich. Ich lebe bei Frankfurt. Und da braucht man einfach kein Auto. Ein absolutes Vorbild für deutsche Städte sollte das Niederländische Mobilitätskonzept sein. Autos als Luxusgut. In den Innenstädten brauchen wir keine PKWs, es gibt eh keine Parkplätze. Sie sind laut, dreckig und gefährlich für Radfahrer.

Ich finde es auch falsch wenn man denkt, man müsse jeden Verbrenner gegen ein E-Auto ersetzen. ÖV fördern, ausbauen, wenn nicht sogar kostenlos machen.


Dito same hier in Berlin. Trotzdem ist die Stadt voll von diesen Autos. :/
 
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