Der Philosoph und Soziologe
Jürgen Habermas warnte 1967 vor einem „linken Faschismus“ der
APO, der eine Gewalteskalation fördern und rechtfertigen könne. Obwohl er dieses Urteil später zurückzog, diente der Begriff in der
Bundesrepublik Deutschland meist zur
Diffamierung linksgerichteter Gruppen und Parteien.
[1] Er soll die von ihnen vertretene Politik, die sich oft als
Antifaschismus legitimiert, ihrerseits als faschistisch, also antidemokratisch und gewaltorientiert, angreifen und delegitimieren. Er hat sich dabei zu einem beliebig eingesetzten
Stereotyp entwickelt.
[2] Das Wort wird ähnlich wie die Begriffe
Anarchismus und
Linksextremismus von Politikern, Behörden und Medien häufig mit Chaos, Gewalt,
Terror und Kriminalität assoziiert. „Linksfaschisten“ werden als Gefahr für die
innere Sicherheit dargestellt und so diffamiert.
[3]