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https://m.spiegel.de/wirtschaft/soz...er-drastische-zollsenkung-nach-a-1278282.html

Unser Peter, der wurde ja quasi als Arschkriecher geboren. Hoffe sie holen sich beim Bücken keinen Hexenschuss.
im zusammenhang mit einem abkommen die zölle zu senken ist ja das eine. viel geiler finde ich aber das andere:

Europa sei im Zuge eines Industriezollabkommens auch bereit, die Zölle für Pkw-Exporte nach Europa zu senken – "und zwar auf null". Gleichzeitig würde man den US-Exporteuren entgegenkommen, indem sie ihre Erzeugnisse in vielen Fällen nicht mehr nach europäischem Recht zertifizieren müssten. Das bringe Vorteile in Milliardenhöhe für beide Seiten.
https://www.zeit.de/wirtschaft/2019...sche-union-usa-industriezoelle-peter-altmaier
 
im zusammenhang mit einem abkommen die zölle zu senken ist ja das eine. viel geiler finde ich aber das andere:

Ich verstehe dein Problem damit nicht: Das ist einfach die Beseitigung nicht-tarifärer Handelshemmnisse. Ein völlig normaler Vorgang im Rahmen von Freihandelsverträgen.

Achtung: Das bedeutet nicht, dass die amerikanischen Autos bzw. anderen Erzeugnisse nicht mehr europäischen Standards entsprechen müssen. Es bedeutet, dass sich die EU und die USA im Freihandelsvertrag auf gemeinsame Standards für gewisse Produktgruppen einigen, sodass ein Produkt das bereits in den USA zugelassen wurde nicht einen erneuten kostspieligen Zulassungsprozess in der EU durchlaufen muss und natürlich umgekehrt.

Dass es bei solchen Zulassungen auch immer wieder zu Problemen kommen kann, hat nicht zuletzt der Dieselskandal gezeigt, allerdings gebe ich zu bedenken, dass die getrennten Zulassungsprozesse in den USA und der EU in dem Fall gar nichts gebracht haben: VW hat einfach bei beiden Zulassungsprozessen erfolgreich geschummelt.
 
Ich verstehe dein Problem damit nicht: Das ist einfach die Beseitigung nicht-tarifärer Handelshemmnisse. Ein völlig normaler Vorgang im Rahmen von Freihandelsverträgen.

Achtung: Das bedeutet nicht, dass die amerikanischen Autos bzw. anderen Erzeugnisse nicht mehr europäischen Standards entsprechen müssen. Es bedeutet, dass sich die EU und die USA im Freihandelsvertrag auf gemeinsame Standards für gewisse Produktgruppen einigen, sodass ein Produkt das bereits in den USA zugelassen wurde nicht einen erneuten kostspieligen Zulassungsprozess in der EU durchlaufen muss und natürlich umgekehrt.

Dass es bei solchen Zulassungen auch immer wieder zu Problemen kommen kann, hat nicht zuletzt der Dieselskandal gezeigt, allerdings gebe ich zu bedenken, dass die getrennten Zulassungsprozesse in den USA und der EU in dem Fall gar nichts gebracht haben: VW hat einfach bei beiden Zulassungsprozessen erfolgreich geschummelt.
exakt das ist mein problem. "harte" europäische standards werden gegen "laschere" amerikansiche getauscht.
 
exakt das ist mein problem. "harte" europäische standards werden gegen "laschere" amerikansiche getauscht.

Nein, eben nicht zwangsläufig. Teilweise sind die Standards sogar bereits jetzt effektiv gleich aber mangels Abkommen welches eine gegenseitige Anerkennung rechtlich verankert, müssen Produkte dennoch für beide Märkte kostspielig jeweils extra zugelassen werden.

Das ist eben ein nicht-tarifäres Handelshemmnis, weil es effektiv einen Import von gleichwertigen Gütern erschwert und damit das Produkt aus den USA in der EU verteuert. Gut für die Hersteller in der EU, die weniger Konkurrenz fürchten müssen, schlecht für den Konsumenten, der höhere Preise bezahlen muss.

Und noch einmal: Ja auch ich sehe die Schattenseiten und die Gefahr der "Absenkung" von Standards muss immer im Auge behalten werden. Aber das ist, wie gesagt, keinesfalls zwangsläufig der Fall.
 
Also gerade bei Autos seh ich keine Gefahr, da sind die Amis strenger als die Europäer, gerade auch was Sicherheit angeht.

Wenn dort durch Produktionsfehler Menschen sterben, wirds für die Konzerne richtig teuer, das ist hier nicht so.
 
ein anderer schluss ist für mich aber nicht möglich. bereits bei ttip hat man europäische standards aufgegeben. warum sollte das jetzt anders sein? trump poltert und die welt tut allen ernstes das, was er gerne hätte. so auch die EU, die hier zuerst einknickt. das macht mich nicht besonders zuversichtlich.
 
Ich sehe ein, daß es nach einem "einknicken" der EU aussieht, aber wenn ich das richtig übersehe, ist eine Abschaffung der Zölle und der gesonderten Zertifizierung für die EU günstiger, als für die USA. Das Absatzproblem der Amerikaner liegt ja nicht in den hohen Zöllen, sondern schlicht an der Qualität. Zudem würden dann auch die hohen Zölle für europäische Lieferwagen in den USA wegfallen und für die SUVs, die deutsche Hersteller drüben produzieren und wieder in die EU einführen. Die Standards sind dort eh gleich oder strenger, da sollten keine Probleme auftreten.

Man sehen, ob Donald Duck dem zustimmt, oder ob er es durchblickt, daß er sich damit selbst ins Knie schießt.
 
Naja, wenn die Steuer Lenkungswirkung entfalten soll, wird es Jeden treffen. Muß es Jeden treffen, nur dann erreicht man eine Verhaltensänderung. Bei jedem, der davon ausgenommen wird oder der es sich ohnehin ohne nachzudenken leisten kann, verpufft dann der Effekt. Bis auf die höheren Steuereinnahmen von den Reichen natürlich.
 
Naja, wenn die Steuer Lenkungswirkung entfalten soll, wird es Jeden treffen. Muß es Jeden treffen, nur dann erreicht man eine Verhaltensänderung. Bei jedem, der davon ausgenommen wird oder der es sich ohnehin ohne nachzudenken leisten kann, verpufft dann der Effekt. Bis auf die höheren Steuereinnahmen von den Reichen natürlich.

Das ist schon korrekt. Die "Freibeträge" durch die Pauschalerstattungen deckeln im Prinzip ja auch nur ein halbwegs umweltfreundliches Verhalten.

Leicht wird das alles nicht, das ist klar. Es ist für einen Mieter nur schwer, seinem Vermieter eine bessere Heizung "vorzuschreiben". Gerade in Städten mit Wohnraumnot.

Aber beim PKW ginge das z.B. wunderbar. Du willst einen dicken X5 fahren? Kein Problem, 5.000 Euro Steuern.

Ein Kühlschrank mit A+ muss teurer sein als einer mit A+++, nicht umgekehrt.

Wenn ich mir hier im Forum den Stromverbrauch von einigen ansehe, ist Strom ganz definitiv immernoch viel zu billig.
 
Ich seh Stromverbrauch eigentlich garnicht so kritisch, kommt ja drauf an wie er erzeugt wird. Die Regierung sollte eher für mehr grünen Strom und v.a. dessen Speicherung sorgen.

Man kann nicht die Strompreise in die Höhe knallen lassen und dann erwarten dass die Leute E-Autos kaufen.
 
Natürlich ist Stromverbrauch kritisch. Jedes KW, welches verbraucht wird, muss vorher erzeugt werden. Für eine schnelle Energiewende wäre es leichter, wenn ein Land nicht 800TWh, sondern "nur" 600TWh verbraucht.

Und zumindest technisch/logistisch wäre Auto-Strom kein Problem.
 
Das ist schon korrekt. Die "Freibeträge" durch die Pauschalerstattungen deckeln im Prinzip ja auch nur ein halbwegs umweltfreundliches Verhalten.

Wenn es so kommt, wäre es ja halbwegs okay. Mehr darf es aber auch nicht sein. Einige Konzepte haben leider noch die Umverteilungskomponente, die den Umwelteffekt wieder konterkariert. Für die Umverteilung gibt es andere Instrumente.
Ich seh Stromverbrauch eigentlich garnicht so kritisch, kommt ja drauf an wie er erzeugt wird. Die Regierung sollte eher für mehr grünen Strom und v.a. dessen Speicherung sorgen.
Natürlich ist Stromverbrauch kritisch. Jedes KW, welches verbraucht wird, muss vorher erzeugt werden. Für eine schnelle Energiewende wäre es leichter, wenn ein Land nicht 800TWh, sondern "nur" 600TWh verbraucht.

Zumindest sollte grüner Strom nicht teurer sein, als Konventioneller. Ich habe inzwischen schon seit vielen, vielen Jahren originären Okö-Strom und zahle schon immer deutlich mehr, als wenn ich reinen Kohle- oder Atomstrom bezogen hätte. Das kann so nicht sein.
 
Man kann aus einer CO2-Steuer durchaus ein wirkungsvolles Werkzeug der Umverteilung machen, wenn man das möchte.


Produkte / Verhalten die weniger CO² verursachen fördern.
Luxus Güter + Reisen mit einer CO² Steuer bedecken.
Kleine Einkommen (an der Armutsgrenze) möglichst verschonen, gleichzeitig aber Anreize schaffen auf CO² Produkte/Lifestile für ein CO² neutraleres Leben umzusteigen (vielleicht darüber hinaus sogar langfristig etwas zu sparen). Im Gegenzug übermäßigen Konsum besteuern.
 
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