War ein grandioses Jahr, das es mit der Witcher 3/Bloodborne-Combo von 2015 aufnehmen kann.
RDR2 ist imo die größte Leistung in der Videospielbranche seit jeher. Das Spiel, das man videospielfremden Leuten zeigen kann ohne belächelt zu werden. Und das auch heute schon von der non-Fachpresse als Meisterwerk anerkannt wird. Da stecken auch so unglaublich viele Ressourcen drin, das wir so ein Spiel wahrscheinlich in naher Zukunft nicht wieder bekommen werden. Weder in der Detailfülle, noch in der Technik oder den Production Values. Absoluter Ausnahmetitel.
Dann gleich drei VR-Titel in der Liste, obwohl ich in den vergangenen Jahren bestimmt keinen einzigen VR-Titel in meinen Top 10 hatte. Und wenn doch, dann eher aus Mitleid. Astro Bot wurde dann auch die Überraschung des Jahres, obwohl ich mit Beat Saber noch einmal deutlich mehr Spaß hatte. Tetris Effect war auf gleichem Niveau und ein sehr geiler Rausch. Dafür war Déraciné meine größte Enttäuschung. Ich habe mir für das Spiel eine PSVR ein weiteres Mal gekauft, ich liebe From Software und dann entsteht da so ein billiger Mist daraus.
Besseres AAA-Gameplay als Monster Hunter World gab es dieses Jahr nicht und wird in der Generation auch allenfalls von den Souls-Spielen getoppt. Capcom stellvertretend für Japan läuft wieder auf Hochtouren. Das Spiel hat massig Mechaniken, ein geniales Actionkampfsystem und alles führt zu einem sehr spaßigen Anspruch. Mein erstes Monster Hunter und hätte es direkt fast auf die 1 geschafft.
Mit Return of the Obra Dinn und GRIS dann direkt zwei Indies auf den oberen Plätzen. Obra Dinn als Gameplay- und GRIS- als Kunstrevolution. Jeder, der sich für das Medium über AAA hinaus interessiert, muss beide Titel spielen.
Black Ops IIII-Blackout ist genial und für mich das beste Battle Royale-Spiel mit all den überraschenden, spannenden, dynamischen Szenen, die den Modus so beliebt machen. Hätte es auch fast in die Top 10 geschafft, aber da ich noch nicht so viel spielen konnte, nimmt den Multiplayerplatz in der Liste Gwent ein. Sehr faires F2P-System, sehr interessante Matches und das Feintuning des Decks hat mich richtig gepackt. Und das obwohl das eigentlich gar nicht mein Genre ist.
VA-11 Hall-A ist dann pure VN- und Vita-Liebe und The MISSING zeigt, dass Swery wahrscheinlich auch komplett ohne Budget auf einem Taschenrechner die krankeste (und irgendwie auch schönste) Erfahrung kreieren könnte.
Viele Titel haben es dann auch leider nicht in die Liste geschafft. God of War hatte seine Momente, aber war mir dann doch zu openworldy und repetitiv und hinsichtlich seiner Mythologie zu albern. Hätte es aber trotzdem fast in die Liste geschafft. Dead Cells ist auch knapp an den GotYs vorbeiegschrammt. Geniales Roguelike, aber vielleicht doch etwas zu wenig skill-fokussiert und setzt mehr auf Wiederholung und Glück. Divinity: Original Sin 2 hat mich komischerweise gar nicht abholen können. Tolles Kampfsystem eigentlich, aber entwickelt sich oft zum Feuer- und Giftchaos und die Story fand ich ziemlich überbewertet.
Gibt noch etliche sehr gute Spiele dieses Jahr, die in der Masse etwas untergegangen sind. An die 80 Titel dieses Jahr gespielt und bestimmt über 60 durchgespielt und dabei selten enttäuscht gewesen. Tolles Jahr.