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Der Kirche und Religionen Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

im übrigen kann eine abtreibung auch ein uwürdiges leben verhindern, wenn z.b. eine behinderung früh ersichtlich ist, die für ein kurzes (quallvolles) leben sorg
Diese Problematik hatte ich gerade gar nicht bedacht. Danke dafür.
Da bin ich tatsächlich hin und her gerissen. Wenn es kaum lebensfähig und es einfach dahinwegetiert ist es vllt das beste. Aber es gibt genügend Krankheiten, die feststellbar sind, aber trotzdem ein Leben ermöglichen. Was ist mit Trisomie 21? Abtreiben weil behindert? Oder nicht?
 
Meine Moralvorstellung stellt aber weder den Mann noch die Frau in den Vordergrund.
Grundsätzlich ist Leben schützenswert und niemand hat das Recht, dieses vorzeitig zu beenden, auch die Mutter nicht. Die Definitionsfrage ist da ja, ab wann beginnt das Leben? Ab der Zeugung, ab der Geburt? Wenn ja, warum keine Abtreibung mehr nach 12 Wochen?
Das BVerfG hat das leider offen gelassen. Für mich hat in einer aufgeklärten Gesellschaft die Mutter aber das Recht zu entscheiden, was mit dem ungeborenen Leben geschieht. Das ungeborene Leben mag vielleicht "Mensch" sein, aber keine Person.

Wie gesagt bei Vergewaltigungen als Beispiel würde ich ja sogar von meiner Moralvorstellung abrücken, da die Frau dort Opfer ist und nichts für die Situation kann.
Sie kann auch nichts dafür, wenn Verhütungsmittel versagen.

Und selbst wenn sie einen Fehler begeht und ungewollt schwanger wird. Auf Gedeih und Verderb Mutter werden? Wenn man nicht will? Cool. Mittelalter.
 
Diese Problematik hatte ich gerade gar nicht bedacht. Danke dafür.
Da bin ich tatsächlich hin und her gerissen. Wenn es kaum lebensfähig und es einfach dahinwegetiert ist es vllt das beste. Aber es gibt genügend Krankheiten, die feststellbar sind, aber trotzdem ein Leben ermöglichen. Was ist mit Trisomie 21? Abtreiben weil behindert? Oder nicht?
imo sollten die eltern dieses für sich selbst entscheiden können. ich verstehe jeden, der sagt, dass auch derart (oder auch anders) behinderte kinder/menschen ein glückliches leben führen können. nur wenn die eltern sich damit nicht abfinden können. wenn sie dem nicht gewachsen sind (ist ja oft auch eine finanzielle belastung), dann sollte man davor nicht die augen verschließen. einem kind tut man imo jedenfalls keinen gefallen, wenn es ins heim kommt, weil die eltern es auf grund der behinderung ablehnen.
 
Dein Argument war, dass man Leben nicht einfach beenden darf. Das finde ich an sich in Ordnung aber in Anbetracht meines Einwands für ziemlich fragwürdig. Mit Äpfel und Birnen hat das nichts zu tun.
Ich glaube, dass ist so ein Thema bei dem man schwierig auf einen Nenner kommt.
 
Und nachdem ich sowohl kath. als auch staatl. Einrichtungen erfahren durfte, muss ich sagen, dass das Niveau und das Umfeld auf den kath. Schulen um den Faktor 10(0) besser waren. Mindestens. Daher würde ich meine Kinder auch lieber dahin schicken.

Du musst nicht in der Kirche sein, um deine Kinder auf kirchl. Schulen schicken zu können. Und dass die immer besser sind, halte ich für ein Gerücht. Das ist doch stark von jeder einzelnen Einrichtung abhängig.

@Trayal @CandleWaltz @Bautinho

Ich finde, dass ist ein sehr schwieriges Thema. Ich war in Sachen Abtreibung immer sehr liberal eingestellt, bis ich zum ersten Mal den Ultraschall meines wenige Wochen alten Kindes gesehen habe. Als ich sah, wie sich dieses kleine Würmchen hin und her bewegt, hat sich meine Meinung zum Thema Abtreibung um 180 Grad gedreht. Ich bin daher ein klarer Gegner der Abtreibung, ABER ich würde daraus auch nie eine politische Agenda machen. Das ist meine Meinung, die ich für mich habe, die ich aber niemandem aufzwinge. Ich würde da auch niemals in die Selbstbestimmungsrechte der Frau eingreifen wollen.
Trayal hat dann auch einen sehr interessanten Punkt angesprochen. Ich möchte bessere Zellhaufen vor der Tötung bewahren, pfeife mir dann aber mittags ein Steak rein. Ja, da ist auch was Wahres dran - ich finde den Vergleich tatsächlich sehr passend.
 
Der Vergleich passt auch nur dann, wenn man für sich entschieden hat, dass ein menschlicher Embryo und ein Embryo eines Zuchttieres in allen Belangen auf einer Ebene co-existieren.
Das halte ich generell zwar für eine romantische Idee, aber aus sich der Evolution wird das nicht passieren. Nicht weil ich das cool finde, sondern weil ich am Ist-Zustand nix ändern kann und auch in Teilbereichen gar nicht will.
Ich werde aber niemandem absprechen, Steine in den Weg legen oder denunzieren, der für sich da einen Weg gefunden hat.
Nur dummerweise muss ich mich ständig rechtfertigen warum ich Fleisch esse.
 
Diese Problematik hatte ich gerade gar nicht bedacht. Danke dafür.
Da bin ich tatsächlich hin und her gerissen. Wenn es kaum lebensfähig und es einfach dahinwegetiert ist es vllt das beste. Aber es gibt genügend Krankheiten, die feststellbar sind, aber trotzdem ein Leben ermöglichen. Was ist mit Trisomie 21? Abtreiben weil behindert? Oder nicht?

imo sollten die eltern dieses für sich selbst entscheiden können. ich verstehe jeden, der sagt, dass auch derart (oder auch anders) behinderte kinder/menschen ein glückliches leben führen können. nur wenn die eltern sich damit nicht abfinden können. wenn sie dem nicht gewachsen sind (ist ja oft auch eine finanzielle belastung), dann sollte man davor nicht die augen verschließen. einem kind tut man imo jedenfalls keinen gefallen, wenn es ins heim kommt, weil die eltern es auf grund der behinderung ablehnen.

Ich habe da in jüngster Vergangenheit zwei vollkommen gegenläufige Beobachtungen machen können. Zum einen ist die Überzeugung, das eigene Kind auf jedenfall auszutragen auch wenn schön in den ersten Wochen bekannt wäre, dass es schwerbehindert auf die Welt käme bzw. der Verzicht von entsprechenden Screenings von vorneherein weit verbreiterter, als ich dachte.

Und zum anderen habe ich im näheren Umfeld nun drei Leute, die unabhängig voneinander in den letzten Jahren mal als Betreuer auf nem Ponyhof o.ä. für geistig behinderte Kinder und Jugendliche bis hoch zu Mittzwanzigern ausgeholfen haben. Betreuungsschlüssel 1:1. Und dennoch, auch wenn alle wirlich froh waren diese Erfahrung gemacht zu haben, waren alle einfach nur noch fertig nach einer Woche und obwohl sie auch vorher sozial sehr engagiert waren, hat es auch sie doch sehr stark überrascht, was es heißt, sich 24/7 wirklich kümmern zu müssen.

Ich will im Endeffekt darauf hinaus, dass mMn 99% der Leute nicht im Ansatz auch nur einen Hauch von einer Vorstellung haben, was das heißt (vor allem dann ein Leben lang bis zum eigenen Tod oder zur eigenen Gebrechlichkeit, wenn der schwerbehinderte Mensch dann spätestens in andere Obhut gebracht werden muss).
 
Nur dummerweise muss ich mich ständig rechtfertigen warum ich Fleisch esse.
Was in unserer heutigen Zeit (Klimawandel, großer Ressourcenverbrauch, Biodiversitätsverlust etc. durch Fleischkonsum) eigentlich auch nur verständlich sein sollte. Und da hab ich die moralische Komponente mal außen vor gelassen, die tatsächlich jeder für sich entscheiden muss.

Aber Fleischkonsum, der absolut verzichtbar wäre, ist durchaus anprangerbar, wenn er negative Folgen für alles und jeden hat.
 
Ich habe da in jüngster Vergangenheit zwei vollkommen gegenläufige Beobachtungen machen können. Zum einen ist die Überzeugung, das eigene Kind auf jedenfall auszutragen auch wenn schön in den ersten Wochen bekannt wäre, dass es schwerbehindert auf die Welt käme bzw. der Verzicht von entsprechenden Screenings von vorneherein weit verbreiterter, als ich dachte.

Und zum anderen habe ich im näheren Umfeld nun drei Leute, die unabhängig voneinander in den letzten Jahren mal als Betreuer auf nem Ponyhof o.ä. für geistig behinderte Kinder und Jugendliche bis hoch zu Mittzwanzigern ausgeholfen haben. Betreuungsschlüssel 1:1. Und dennoch, auch wenn alle wirlich froh waren diese Erfahrung gemacht zu haben, waren alle einfach nur noch fertig nach einer Woche und obwohl sie auch vorher sozial sehr engagiert waren, hat es auch sie doch sehr stark überrascht, was es heißt, sich 24/7 wirklich kümmern zu müssen.

Ich will im Endeffekt darauf hinaus, dass mMn 99% der Leute nicht im Ansatz auch nur einen Hauch von einer Vorstellung haben, was das heißt (vor allem dann ein Leben lang bis zum eigenen Tod oder zur eigenen Gebrechlichkeit, wenn der schwerbehinderte Mensch dann spätestens in andere Obhut gebracht werden muss).
sehe ich ähnlich. es muss einem klar sein, dass das eigene leben dann praktisch vorbei ist. ob man das kann oder es einem das (hart ausgedrückt) wert ist, muss jeder selbst entscheiden.
 
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