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Tut mir natürlich Leid, dass meine Erfahrungen in der Hinsicht eher negativ sind und ich alle paar Monate mal etwas dazu schreibe. Jeden Tag bin ich mit Alltagsrassismus konfrontiert. Selten gegen mich, aber häufiger gegen meine Mitmenschen oder ich darf mir allgemeines rassistisches Gesabbel anhören. Die Erfahrungen poste ich hier eigentlich ganz gerne und ich hätte sie selbst nicht einem Deutschland-Hate zugeordnet. Ich kann dann nur halt nicht ernstnehmen, wenn dann zur Beschönigung der Situation ein Video gezeigt wird, bei dem sich Leute gegen Rassentrennung im Bus aussprechen. Was ist das für ein Standard?
 
das problem ist, dass laute minderheit den weg für die allgemeinheit vorgeben können. dazu braucht es nicht mal eine sonderlich große minderheit
 
Tut mir natürlich Leid, dass meine Erfahrungen in der Hinsicht eher negativ sind und ich alle paar Monate mal etwas dazu schreibe. Jeden Tag bin ich mit Alltagsrassismus konfrontiert. Selten gegen mich, aber häufiger gegen meine Mitmenschen oder ich darf mir allgemeines rassistisches Gesabbel anhören. Die Erfahrungen poste ich hier eigentlich ganz gerne und ich hätte sie selbst nicht einem Deutschland-Hate zugeordnet. Ich kann dann nur halt nicht ernstnehmen, wenn dann zur Beschönigung der Situation ein Video gezeigt wird, bei dem sich Leute gegen Rassentrennung im Bus aussprechen. Was ist das für ein Standard?

Deine Erfahrungen mögen überwiegend negativ sein, daß ist aber noch kein Grund, jeden positiven Beitrag in Frage zu stellen. Und sicherlich schreibst du nicht nur alle paar Monate was dazu sondern eher alle paar Tage. Mein Eindruck mag verfälscht sein aber mir kommt es so vor als wenn du in der Hinsicht nur am kritisieren bist. Das klingt oft als wenn du in einem bayrischen Dorf wohnen würdest und nicht im weltoffenen Berlin. Mich verwundert das, weil ich hier im Pott selten solche Erfahrungen mache, vielleicht liegt es aber auch an der Uni Nähe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weiß echt nicht, was du von mir willst. Ich schreibe nicht alle paar Tage etwas zu dem Thema. Ich stelle auch nicht jeden positiven Beitrag in Frage. Manchmal lasse ich bestimmt einen provokanten Einzeiler stehen, aber meistens schreibe ich sehr ausführlich über meine Erfahrungen mit Rassismus. Dass das bei dir als Jammern ankommt, Gott, weiß dann echt nicht mehr weiter.
 
Jammern war das falsche Wort, ich meinte eher kritisieren und kleinreden von positiven Nachrichten. Vielleicht täusche ich mich und es liegt an den 1000 Grad im Laden, dass ich nicht klar denken kann und etwas übertreibe. :D
 
Ich kenne kein Volk, das sich so um „Ausländer“ kümmert, ihnen Versucht alles recht zu machen, fast alles von ihnen „Toleriert“, da andere Kultur, Religion, Sitte, Gebrauch oder was weiss ich noch alles, wie die Deutschen.
Wirft dann einer wie Özil das Wort „Rassismus“ in den Raum, zucken unglaublch viele Deutsche zusammen, und geben ihm Recht und suchen die Fehler hauptsächlich an den eigenen Landsleuten, sprich den Deutschen.
Das was unter Hitler passiert ist, ist in Worten absolut nicht Wiederzugeben, und da gibt es auch nicht das allerkleinste daran gutzureden, aber wie lange will der Deutsche/Deutschland deswegen weiter so zusammenzucken und den Schwanz einziehen, wenn einer den Rassismus-Vorwurf in den Raum stellt ?
Ich will damit ganz sicher Rassismus nicht schönreden, aber irgendwann muss doch mal gut sein, und Özil ist doch ganz bestimmt alles, aber nicht Rassistisch behandelt worden.
Das er, ungerechter weise, zum Sündenbock abgestempelt wurde, hat alleine mit seinem Bild/Treffen mit Erdogan zu tun, hätte es dieses nie gegeben, wäre es auch nie soweit gekommen.
Einem Land, dem er und seine Eltern viel zu Verdanken haben, jetzt Rassismus vorzuwerfen, ist einfach nur Erbärmlich, und zeigt mir persönlich, das ihm Erdogan viel wichtiger ist, als alles was er als Kind/Jugendlicher in Deutschland geniessen durfte.
Mich persönlich kotzen diese ganzen Deutsch-Türken sowas von an, die jetzt in den sozialen Medien „ihren Özil“ (den sie vor ein paar Jahren noch selbst ausgepfiffen haben) und „ihren Erdogan“ feiern, und man sowas liesst wie „sie scheissen auf den deutschen Pass, das ist nur ein stück Papier“, „Wir sind stolze Türken und lieben Erdogan“ usw., warum sind die dann eigentlich noch hier verdammt nochmal ?
Zum Glück gibt es natürlich auch genügend Türken, die das nicht so sehen und auch gegen Erdogan sind, da kenne ich selbst einige, da sind sogar etliche dabei, die deutscher wie manch ein deutscher sind :ugly:
 
Ich bin ja eher vom Gegenteil überzeugt. Gerade aufgrund unserer Geschichte tun sich viele schwer, offen über Rassismus zu sprechen und zu diskutieren.
Eine Gesellschaft komplett ohne Rassismus oder Vorurteile? Utopie.

Zum Anderen kommt natürlich immer: "Wir haben ja von Hitler gelernt, dass Rassismus scheiße ist. Bei uns gibt's sowas also nicht."

Rassismus definiert immer noch der, der davon betroffen ist.
 
Unbenannt.JPG
Irgendwie passt es nicht zur Diskussion, aber sowas passt eigentlich immer.
 
Wobei ich damit immer auch ein Problem habe. Nicht alles, was jemand als Rassismus empfindet, ist auch einer. Bei Sexismus und anderen -ismen das selbe. Damit macht man es sich zu einfach, imho.
Dass tatsächlich Rassismus vorliegen muss, ist natürlich die Voraussetzung. Ich kann mich nicht auf Rassismus berufen, wenn meine Noten schlecht sind und ich deswegen z.B. keinen Studienplatz bekomme. Logisch.
 
Ich kenne kein Volk, das sich so um „Ausländer“ kümmert, ihnen Versucht alles recht zu machen, fast alles von ihnen „Toleriert“, da andere Kultur, Religion, Sitte, Gebrauch oder was weiss ich noch alles, wie die Deutschen.
Wirft dann einer wie Özil das Wort „Rassismus“ in den Raum, zucken unglaublch viele Deutsche zusammen, und geben ihm Recht und suchen die Fehler hauptsächlich an den eigenen Landsleuten, sprich den Deutschen.
Das was unter Hitler passiert ist, ist in Worten absolut nicht Wiederzugeben, und da gibt es auch nicht das allerkleinste daran gutzureden, aber wie lange will der Deutsche/Deutschland deswegen weiter so zusammenzucken und den Schwanz einziehen, wenn einer den Rassismus-Vorwurf in den Raum stellt ?
Ich will damit ganz sicher Rassismus nicht schönreden, aber irgendwann muss doch mal gut sein, und Özil ist doch ganz bestimmt alles, aber nicht Rassistisch behandelt worden.
Das er, ungerechter weise, zum Sündenbock abgestempelt wurde, hat alleine mit seinem Bild/Treffen mit Erdogan zu tun, hätte es dieses nie gegeben, wäre es auch nie soweit gekommen.
Einem Land, dem er und seine Eltern viel zu Verdanken haben, jetzt Rassismus vorzuwerfen, ist einfach nur Erbärmlich, und zeigt mir persönlich, das ihm Erdogan viel wichtiger ist, als alles was er als Kind/Jugendlicher in Deutschland geniessen durfte.
Mich persönlich kotzen diese ganzen Deutsch-Türken sowas von an, die jetzt in den sozialen Medien „ihren Özil“ (den sie vor ein paar Jahren noch selbst ausgepfiffen haben) und „ihren Erdogan“ feiern, und man sowas liesst wie „sie scheissen auf den deutschen Pass, das ist nur ein stück Papier“, „Wir sind stolze Türken und lieben Erdogan“ usw., warum sind die dann eigentlich noch hier verdammt nochmal ?
Zum Glück gibt es natürlich auch genügend Türken, die das nicht so sehen und auch gegen Erdogan sind, da kenne ich selbst einige, da sind sogar etliche dabei, die deutscher wie manch ein deutscher sind :ugly:

Ohne mich großartig mit dem Thema zu beschäftigen, habe ich allein im vorbeigehen z.B. bei spiegel online mindestens ein Dutzend Kommentare über die verschiedenen Artikel hinweg gelesen, die entweder offen oder verdeckt die "Der scheiß Türke" Karte ausgespielt haben. Wenn das kein Rassismus ist, dann scheine ich die Definition von Rassismus etwas falsch verstanden zu haben.
 
Dann definiert es aber noch lange nicht der Empfänger, der könnte ja alles Mögliche als Rassismus empfinden. Auch völligen Blödsinn. In der Totalität ("nur der Empfänger definiert") ist es ein Totschlagargument. Damit habe ich ein wenig Schwierigkeiten. Verstehst Du, was ich meine?
 
Dann definiert es aber noch lange nicht der Empfänger, der könnte ja alles Mögliche als Rassismus empfinden. Auch völligen Blödsinn. In der Totalität ("nur der Empfänger definiert") ist es ein Totschlagargument. Damit habe ich ein wenig Schwierigkeiten. Verstehst Du, was ich meine?
Ja, verstehe ich. Da liegt die Verantwortung natürlich beim Empfänger, das richtig einzuordnen.

Runtergebrochen obliegt es trotzdem beim Empfänger zu exakt zu definieren, was Rassismus ist.

Aber ich verstehe dich absolut und finde es selbst kompliziert. Ich weiß auch nicht, ob das als Empfänger "einfach" ist, das zu dekodieren, da ich persönlich an mir noch nie Rassismus erfahren habe.
 
Rassismus definiert immer noch der, der davon betroffen ist.
Die tatsächliche Betroffenheit kann man heutzutage nur leider nicht oder sehr schlecht finden. Wieviele Ausländer kritisieren in Deutschland „den Rassismus“, wenn sie einen Job o. ä. trotz schlechterer Qualifikation nicht bekommen ? Das sind populistische Aussagen, die nur den derzeitigen Nerv in Deutschland treffen sollen und auch genauso zu den Stammtischparolen zählen wie die „Ausländer raus-Rufe“ nach dem 6ten Bier. Das macht die Suche nach tatsächlicher Betroffenheit leider nicht leichter.....
 
Wie man nach der Erfahrung der letzten 3-4 Jahre allen Ernstes glauben kann, dass soetwas wie das dritte Reich nie wieder passieren kann ist mir ein einziges Rätsel...
aus meiner Sicht fehlt nur ein zünftige Wirtschaftskrise und es ist wieder soweit.
Wenn ich dann noch lese das die Länder auf die nächste Finanzkrise schlechter vorbereitet sind als 2008, fehlt da nicht mehr viel Fantasie.
Kann sein das ich das zu schwarz sehe, aber das kann auch daran liegen das ich ein Kind der 80er bin :D
Bei uns hiess es immer dass der nächste Atomkrieg um die Ecke steht :D
 
Die tatsächliche Betroffenheit kann man heutzutage nur leider nicht oder sehr schlecht finden. Wieviele Ausländer kritisieren in Deutschland „den Rassismus“, wenn sie einen Job o. ä. trotz schlechterer Qualifikation nicht bekommen ? Das sind populistische Aussagen, die nur den derzeitigen Nerv in Deutschland treffen sollen und auch genauso zu den Stammtischparolen zählen wie die „Ausländer raus-Rufe“ nach dem 6ten Bier. Das macht die Suche nach tatsächlicher Betroffenheit leider nicht leichter.....
Ist das so? Es ist doch längst bewiesen, dass Herkunft und Name ein deutlicher Nachteil (oder auch Vorteil) bei der Arbeitssuche oder auch Wohnungssuche sein kann.
 
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