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Ich glaube so ziemlich jeder fand das Foto Banane bzw das Trikot mit mein präsident. Erst das war Wahlkampf und ging nicht von Özil aus. Aber schon vor dem Foto war Özil das Feindbild der Fans weil Özil nicht die Hymne mitsingt, um Leistung ging’s doch in Wirklichkeit nie, vorgeschobener Mist, vor allem weil die Statistiken ja nicht lügen.

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Oder ist das Fake? :d
 
Zeigt nur dass man nicht die
Hymne singen muss. Ich würde die niemals singen, mag aber generell deinen Nationalstolz. Auf was soll man da stolz sein? Auf die Vorfahren? :gerri:
 
Um es mit den Worten meines türkischen Freundes auszudrücken: Wer auch nur irgendwie mit Erdogan sympathisiert oder sich mit ihm in irgendeiner Weise assoziiert, soll sich zurück in die Türkei “schleichen“.
 
Die Quelle ist natprlich blöde und man kann von der Frau halten was man will, aber in diesem Fall hat sies ganz treffend auf den Punkt gebracht:

"Sophia Thomalla

✔@ThomallaSophia


Die Rassimus-Karte zu ziehen, wenn man Fotos mit einem Diktator macht, dessen Werte weder für die Deutschen noch für das Heimatland der Eltern steht, der ist entweder am schlechtesten beraten oder einfach nur stockenblöde. #Özil"

Denn genau das ist der Punkt, den Özil nicht verstanden hat.

Die fatale Botschaft der Causa Özil (sueddeutsche.de; Meinungsstück)
"Es ist bezeichnend, dass in den ersten Reaktionen vor allem der erste Teil von Özils Erklärung attackiert wurde - den zweiten ignorierten viele Kritiker oder warfen dem Gelsenkirchener sogar vor, er stilisiere sich zum Rassismus-Opfer. Die Botschaft an die deutschtürkische Minderheit liest sich aber so: In Deutschland ist es immer noch die nicht-betroffene Mehrheit, die definiert, wer Rassismus ausgesetzt ist und wer nicht."
 
Es gibt - oder sagen wir besser: gab - durchaus eine Ebene, auf der man kritisieren kann, was Özil und Gündogan gemacht haben.
Die sachliche Kritik hat sich imo verunmöglicht ab dem Zeitpunkt, als Gündogan trotz Entschuldigung von den "eigenen" Fans ausgepfiffen wurde.
Ab diesem Zeitpunkt hat man sich als Kritiker*in der Aktion immer auch mitschuldig gemacht, wenn man sich nicht im selben Zuge vor die Spieler gestellt hat um sie gegen die rassistischen Anfeindungen in Schutz zu nehmen.
Wie heißt es so passend: in einer rassistischen Gesellschaft reicht es nicht, keine Rassistin zu sein; man muss Antirassistin sein (Männer mitgemeint).

Gleichzeitig halte ich es für gefährlich auch nur im Subtext zu suggerieren, Özil müsse rassistische Beleidigungen oder "Kritik" in diesem Falle nunmal aushalten, weil der Auslöser für diese "Kritik" in gewisser Weise in seiner Hand lag.
Das verkennt aber natürlich, dass die Aktion eben nur (im fast wahrsten Wortsinne) Auslöser war für einen schon immer da gewesenen und zuvor nicht-äußerbaren Rassismus.
Im Gegenteil hat es ja auf eine tragische Art und Weise sogar etwas gutes, dass durch die Foto-Aktion dieser Rassismus an die Oberfläche getreten ist.
Zumindest wenn wir als Gesellschaft die richtigen Lehren daraus ziehen, was ich im Moment leider nicht wirklich erkennen kann.

Ich glaube, du hast mich da falsch verstanden (trotzdem gebe ich dir bei deiner Ausführung natürlich Recht).

In dem Post von AMW über die Erlebnisse von Memo Jeftic geht es um das Erleben von Alltagsrassismus gegen einen ganz "normalen" Menschen. Da geht es aber selten vom Opfer aus, sondern von den Rassisten.

Beim Auspfeifen von Spielern bin ich mir noch nicht sicher, ob das rassistisch ist. Erstmal ist Auspfeifen der Ausdruck einer Meinung, ein Statement. Der "Fan" hat nicht die Möglichkeit, einem Spieler seine Meinung sachlich und fundiert darzulegen. Aber er kann seiner Meinung durch Pfiffe Gehör schaffen. Das Pfeifkonzert gegen Gündogan war wahrscheinlich sogar wichtig, denn erst da hatte man das Gefühl beim DFB, dass die Sache wirklich ernst genommen wird. Gut, gebracht hat es danach auch nichts, aber so ist das halt bei Idioten...
 
Und weil es hier auch schon geschrieben wurde. Ich finde, im Profisport kann man Sport und Politik nicht mehr pauschal getrennt betrachten. Mir geht es in erster Linie hier echt um das Bild und seine Message. Wenn ein Thomas Müller sich mit Seehofer und einem Trikot mit "Mein Vater" ablichten lassen würde, wäre er für mich auch unten durch. Oder mit Beatrix von Storch... Sich mit solchen Menschen ablichten zu lassen ist einfach falsch.
 
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https://www.facebook.com/QuarksundCo/videos/10160589508525564/

:dhoch:

Ich glaube so schlimm steht es dann doch nicht um Deutschland, die extremen Minderheiten sind halt nur am Lautesten....

Naja, steht schon schlimm um Deutschland, wenn der durchschnittliche Busfahrer offensichtliche Fakes nicht erkennt. Wobei sich auch die wenigsten Menschen hier über Rassentrennung beschweren, sondern eher um tolerierten Alltagsrassismus. Dass wir aber keine Verhältnisse wie 1939 haben, ist schon mal ein guter Anfang.
 
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