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Scheiß Liebe!

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

also, wir können natürlich alle nur löchrige Ferndiagnose machen und bekommen auch nur die eine Seite der Geschichte, aber.....

a) Zweithandys sind eins der Anzeichen fürs Hintergehen, vielleicht schnattert sie wirklich nur rum, kA

b) du bist (wie so oft, sorry, aber so liest du dich auffällig häufig) verunsichert, deswegen geht es dir nicht gut...unschön...aber sie könnte dir Last nehmen, macht sie nicht (und damit meine ich nicht Chatverläufe zeigen, sondern offen reden, als würde man sich zumindest n bisschen um das Wohl des Anderen kümmern/dazu beitragen)

c) wichtigste Frage, deren Antwort ich noch nicht gelesen habe: liebst du sie überhaupt? Willst du wirklich ausgerechnet sie als Partner für dein ganzes Leben an deiner Seite? Oder ist es einfach ganz ok so und man hat ne Beziehung, weil man ja ne Beziehung haben mag und du willst vielleicht einfach nur nicht, dass alles in die Brüche geht, mit all den negativen, unangenehmen Konsequenzen, die dann folgen müssen?

d) wie oft hast du auch hier im Forum schon üble Unzufriedenheit geäußert über euch? (ich hab dir vor Jahren schon gesagt, dass du es beenden sollst...klar, flappsig im Spamthread vielleicht, aber nicht ohne den Rat so zu meinen)

e) der aufmerksame Leser weiß, dass auch du mal das Thema offene Beziehung angesprochen hast....und lass mich raten: Der Vorschlag kam nicht von dir. (-> Kannst du das? Willst du das? Ist es [nur] das, was sie jetzt abschweifen lässt? Wenn ja, anbieten oder beenden)

Damit schließt sich für mich auch der Bogen im Thread und ich bewundere jede (auch gescheiterte) aufrichtige offene Beziehung mehr als die x-hundertste klassische Beziehung, in der es dann (nach Jahren) doch wieder zur versteckten, hintergehenden Affäre kommt

Und ja, fang bloß nicht wirklich an zu spionieren. Auch mal gehabt, musste kickbannen.

Außerdem: Die Leute gehen dann meistens erst, wenn sie die nächste Sache klargemacht haben. Und wenn es nicht mehr cool ist, wird die Recherche betrieben fürs Upgrade. Auch mal gehabt, war das neue Rechercheobjekt, tiefergehende Recherche neben Stammpersonal (ich dachte auch das steht vor dem Aus), Recherche hat nicht ganz hingehauen, aber das Stammpersonal ist jetzt verheiratet.
 
Meine 2 Cents zu dem Fanatic Thema:

Ich würde den aktuellen Umzug zum Anlass nehmen um sich mit ihr mal in Ruhe über ein paar grundlegende Dinge zu unterhalten.

Ist Sie noch glücklich mit dir und eurer Beziehung? Falls nicht, woran liegt es und kann man daran noch etwas ändern? Wie stellt Sie sich eure Zukunft vor?

Und dann erkläre Ihr deine Sicht der Dinge. Wie geht es dir und warum? Wie stellst DU dir eure gemeinsame Zukunft vor? Was sind deine aktuellen Sorgen und Ängste?

Vom Verlauf dieses Gesprächs würde ich alles weitere Abhängig machen.

Neue Wandfarbe würde ich jetzt grade wohl erstmal nicht kaufen.
 
Ich muss sagen, dass ich mich in der beschriebenen Situation von @Fanatic auch irgendwie wiederfinde. Das erinnert mich alles sehr an meine erste längere Beziehung, ich weiß gar nicht so recht warum.

Das Problem damals war, dass wir eine extrem asynchrone Beziehung geführt haben: sie war sexuell erfahren, offen und direkt im Umgang mit (anderen) Menschen, risikofreudig (z.B. im Umgang mit Drogen) und spontan; für mich war sie die erste Frau mit der ich geschlafen habe, ich war (bzw. bin es immer noch ein wenig) eher verschlossen und zögerlich was den Kontakt mit fremden Menschen angeht, bedacht auf Sicherheit und eher weniger spontan.
Ich erinnere mich noch, dass es zu Anfang unserer Beziehung sogar ein großes Problem war dass es mir schwer fiel zu äußern, was meine Wünsche und Vorstellungen waren. Wenn sie mich bspw. gefragt hat, was wir denn heute Abend machen wollten habe ich immer nach dem Motto geantwortet "Weiß nicht, was willst du denn machen?"
Das hat sich zwar im Laufe der Jahre gebessert, aber insgesamt habe ich während unserer gesamten gemeinsamen Zeit das Gefühl gehabt, dass ich ihr nicht genügen würde und dass ich mich anstrengen müsste, um mit ihr mitzuhalten. Gerade auch weil ich wusste, dass sie meine Verunsicherung natürlich auch in gewisser Weise immer gestört hat und sie sich gewünscht hätte, dass ich selbstsicherer wäre. Auch fiel es mir nie wirklich leicht meine Ängste und Sorgen offen und direkt zu kommunizieren; auch dies aus der Angst und der Unsicherheit, dass ich damit erst zu erkennen geben würde, dass ich ihr eigentlich nicht genügen kann.
In manchen Bereichen habe ich meine Verunsicherung und Zweifel aber nie verloren, bspw. was unsere bzw. meine Sexualität betraf. Ich hatte immer das Gefühl, dass ich ihr sexuell nicht genügen würde und habe mich stets mit ihren vorherigen Sexualpartnern verglichen bzw. hatte das Gefühl, dass ich sexuell auf einem bestimmten Level "performen" muss, damit sie mich nicht verlässt oder fremd geht.

Paradoxerweise stand mir die Angst, sie sexuell nicht "ausreichend" zu befriedigen, natürlich immer im Weg darin eine gefestigte Sexualität und ein eigenes sexuelles Begehren zu entwickeln, dass nicht im negativen von ihrer Sexualität und ihrer Befriedigung abhing.
Die bittere Ironie des Ganzen war dann, dass meine größte Sorge dann tatsächlich zur Realität wurde und ich eines Tages rausgefunden habe, dass sie mich mit jemand anderem betrügt.
Erfahren habe ich dies, als ich durch ihr Handy geschaut habe (etwas, das ich heute niemals machen würde, was damals aber einfach auch Ausdruck meiner Verunsicherung war) und den SMS-Verkehr mit ihr und dem Anderen entdeckt habe.
Wenn ich heute an diesen Moment zurückdenke geht mir das immer noch durch Mark und Bein, mir wurde noch nie so sehr der Boden unter den Füßen weggezogen.
Noch eine bittere Ironie: sie hat mir damals erzählt, dass sie natürlich das schlechte Gewissen geplagt hätte und sie es mir eigentlich irgendwann beichten wollte, aber sie hat sich nicht getraut, weil ich ja ohnehin schon so ein schwaches (sexuelles) Ego gehabt hätte.

In der Folge habe ich einen der größten Fehler meines Lebens begangen und anstatt die Beziehung zu beenden haben wir es nochmal probiert. Ein halbes Jahr später hat sie mich dann verlassen und mir hat es ein zweites Mal den Boden unter den Füßen weggezogen.
Sie hatte zwei Monate später einen neuen Freund, mit dem sie dann auch über fünf Jahre zusammen war, während ich Jahre gebraucht habe, um über sie und die Beziehung hinwegzukommen.

Ich habe damals immer den Fehler gemacht, dass ich die Schuld für alles, was in der Beziehung falsch lief bei mir gesucht habe. Schließlich war ich es in meiner Vorstellung ja, der sich anstrengen müsste um mit ihr mitzuhalten. In gewisser Weise war es das Hochstapler-Symptom, dass mich so handeln ließ: sie darf ja nicht bemerken, dass ich eigentlich gar nicht der richtige für sie bin und ich muss alles dafür tun, damit ich nicht auffliege.

In dem Kontext fällt mir immer das Zitat aus Harry und Sally ein:
"Die meisten Ehen zerbrechen nicht an Untreue. Sie ist nur das Symptom, dass irgend etwas nicht in Ordnung ist..." - "Was Du nicht sagst. Dieses Symptom vögelt gerade meine Frau!"
Sobald es in einer Beziehung nicht (mehr) möglich ist, offen und ehrlich zu kommunizieren, wenn man das Gefühl hat man kann gewisse Dinge nicht aus- oder ansprechen aus Angst vor der Reaktion des Partners oder der Partnerin, dann wird es ungesund für die Beziehung. Zumindest ist das meine Erfahrung und meine Lehre aus meiner eigenen verkorksten Beziehung. Und das war eine Lektion, die ich wirklich, wirklich hart lernen musste.

@Fanatic Ich weiß nicht, ob du daraus irgendwas ziehen kannst und ich will auch gar nicht suggerieren, dass deine Freundin dich betrügt; das will ich mir gar nicht anmaßen aus der Ferne, ohne euch beide zu kennen.
Aber deine Verunsicherung, auch das Gefühl gewisse Dinge der Freundin gegenüber einfach nicht ansprechen zu können, kenne ich nur sehr gut.

Edit: Ich muss dazu sagen, dass ich damals zwischen 19 und 21 war.
 
Zuletzt bearbeitet:
das hab ich gesehen, aber dein "schlimmer ist dann" hat dem für mich irgendwie ne wendung gegeben...

Dann warst du wohl "süß", weil ich da ja gar nicht mehr von Ex-Freundinnen spreche. Ich habe durchaus Freundinnen mit denen ich irgendwann im Leben mal was hatte, die aber nie meine Partnerinnen waren, die treffe ich heute aber nicht unbedingt zufällig ^^
 
Das hab ich mehr oder weniger verkackt. Ich kann sowas nicht und mir fehlt hierfür auch das selbstbewusstsein..bin in vielen Situationen einfach unsicher. Das merkt sie auch und nervt sie. Genauso wie mich. Aber was ich? Ich tu nichts dagegen ..

Frauen mögen keine Männer die unsicher sind. Hört sich alles verdächtigt nach fremd gehen an, bzw nach einen anderen Typen am kennen lernen. Vermutlich hast dich in der langen Zeit mit deiner Unsicherheit und co. uninteressant gemacht. Wenn sie oft von dir genervt ist, dann ist es auch ein Anzeichen.
 
Ich würde mich einfach in Luft auflösen. Geh zu deiner Familie, chill bisschen.

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Ist halt auch irgendwie ein gewisses Klischee, was da immer wieder bedient wird (hatte ich auch schon) - dass noch schön umgezogen wird und die neue Wohnung eingerichtet / auf Vordermann gebracht wird und dann "ganz plötzlich" gemerkt wird, dass es nicht mehr so gut klappt und man Abstand braucht, um dann eine Woche später in einer neuen Beziehung zu stecken, am besten natürlich auch gleich zusammenziehen in die frisch renovierte Wohnung.

So wie es sich liest, ist es wirklich super auffällig, ist halt aber auch gefährlich von dieser Perspektive aus zu urteilen, weil man ja nicht weiß, wie sehr die Ansicht verzerrt ist.
 
Ich und meine Ex hatten damals auch grad ne neue gemeinsame Bude gesucht und gefunden. Alte Bude war gekündigt, neuer Vertrag stand. Und im Nachhinein kam dann auch raus, dass sie schon längst ein Abhauen zu meinem bis dahin besten Freund nach Den Haag geplant hatte (der war beruflich dort) und am Tag der Schlüsselübergabe kam sie dann damit heraus.

Ungefährer Dialog:

"Juhu, ich hab den Schlüssel!" - "Ich werde da nicht mit einziehen."

Kein Scherz. Keine Dramatisierung.
 
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