Ich kann deinen Standpunkt nachvollziehen, und gebe dir sogar im Grundgedanken recht. Nur leider ist da für mich viel Wunschdenken bei. Nach deiner Theorie klingt es so, als wäre es möglich alle auf den Pfad der Erkenntnis zurück zu bringen. Man müsse nur Alternativen aufzeigen.
Diese Leute haben keine Zweifel das richtige zu tun. Denen wurde das jahrelang/lebenslang indoktriniert. Da kannst du reden wie du möchtest, das nützt nichts. Diese Leute sind größtenteils mit wenig Bildung, sonst würden sie den Kram ja niemals glauben. Mit nem AfDler würdest du auch nicht über Breitbart diskutieren, weil deine Infos eh alle linksversifft und gelogen sind.
Man muss sich auch mal der Realität stellen und nicht nur hinter Gutglauben verstecken.
Sicher gibt es auch unter den Terrorverdächtigen welche die zweifeln und diese sind bestimmt auch integrierbar, aber ich befürchte, dass dieser Teil ziemlich gering ist.
Belastbare Zahlen zu Islamisten, welche nun gemäßigt sind, scheint es ja weltweit keine zu geben.
Nö, es ist überhaupt nicht möglich, alle Personen zu rechtschaffenen und ungefährlichen Personen zu machen.
Das ist faktisch unmöglich, so wie z.B. auch jederzeit von eigentlich jeder Person Gefahr ausgehen kann.
Nun finde ich es durchaus richtig, dass man Gefährder ermittelt und diese auch, sofern möglich, überwacht.
Betrifft ja nicht nur Islamisten, sondern auch Nazis und deren Organisationen.
Mehr kann man jetzt erstmal nicht tun, außer natürlich zu versuchen, die meist Jugendlichen dort zu erreichen und eine Alternative aufzuzeigen.
Mit Wunschdenken hat das erstmal überhaupt nichts zu tun.
Und du liegst auch nicht ganz richtig, dass das vielen jahrelang/lebenslang indoktriniert wurde.
Die meisten radikalisieren sich erst hier und finden Halt in extremen Ideologien.
Die Programme z.B. brauchen oft nichtmal Dolmetscher, weil sehr viele Gefährder Deutsche (mit und ohne Migrationshintergrund) sind.
Klar, einen Pierre Vogel oder Sven Lau wirst du damit nicht erreichen.
Aber wie sieht es mit dem 17-jährigen Muhammad Riyad aus, der in Würzburg Menschen mit Axt und Messer angegriffen hat? Ich bin mir sicher, dass das kein überzeugter islamistischer Attentäter war, sondern ein verzweifelter Jugendlicher, der keinen Ausweg mehr gesehen hat.
Ähnlich wie der 18-jährige David S., der in München neun Menschen erschossen hat.
Es bleibt aber auch weiterhin müßig, darüber zu diskutieren, 100%ige Sicherheit kann und wird es nie geben.
Es wird immer Menschen geben, die Menschen aufgrund ihrer Religion, Hautfarbe oder Nationalität/Ethnie töten wollen.
Es wird immer Menschen geben, die Babynahrung vergiften, Anschläge auf Mannschaftsbusse verüben und DHL erpressen wollen mit angeblichem Sprengstoff.
Das Einzige, was man tun kann, ist nicht in Panik zu verfallen, keine Grundrechte einschränken und trotzdem alles mögliche versuchen, präventiv dagegen zu arbeiten mit Programmen und Strategien.