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Duzen oder siezen - Wie möchtet ihr adressiert werden?

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Duzen oder siezen?


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Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Als radikaler Duzer musste ich feststellen, dass die allermeisten Menschen, mit denen ich bisher in Kontakt getreten bin, damit kein Problem zu haben scheinen. Der Großteil meiner Gesprächspartner reagierte darauf nicht abweisend und insgesamt war die Reaktion deutlich öfter positiver als empörter Natur, sodass ich mich aufgrund der dadurch entstandenen Gesprächsqualität doch sehr bestätigt fühle in dieser Angelegenheit. Wenn sich allerdings mal wieder jemand daran stößt, dann meist leider so richtig, inklusive pampiger Kommentare aber meine Zunge sitzt dann auch recht locker und ich weiß darauf leger zu kontern. Gibt etliche Menschen da draußen und ich muss auch nicht mit jedem auskommen bzw. dessen Meinungen teilen. Die paar Leute die da also durch den Raser fallen kümmern mich in der Regel weniger.

Liegt aber vielleicht auch daran wie man in den Wald hinein schreit. Ich unterlasse das Gesieze zwar aber lasse dennoch jedem ein grundsätzlich hohes Maß an Respekt und höflicher Distanz zukommen. Mir wird auch nachgesagt immer einen gut gelaunten Eindruck zu machen. Das spüren die meisten glaube ich auch und stoßen sich dann nicht am Fehlen dieser artifiziellen Anrede, da was diese Anrede ursprünglich verkörpern sollte auch ohne jener gegeben ist und das doch viel mehr wert ist als dieses Wort alleine, welches ohnehin gerne inhaltsleer geführt wird.

Hat aber sicherlich auch stark demografische Faktoren, wie hoch die Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz dessen (bereits) ist.
 
Ja gut, sowas ist natürlich Quatsch. :D Das finde ich auch derbe peinlich. So etwas habe ich bisher nur bei Menschen erlebt, die ihren Hochschulabschluss gerade eine Woche hatten und stolz auf ihre Leistung waren. Nach einer Woche ist der Zusatz dann meistens wieder verschwunden :D

Das kenne ich, nur sind das bei uns in der IT-Branche dann häufig gekaufte akademische Grade aus irgendeiner Ostblockklitsche, und sie verschwinden auch erst, wenn man ihnen dezent klar macht, dass es dafür einen eigenen Straftatbestand im StGB gibt.

Besonders peinlich sind die Typen, die dann tatsächlich noch meinen, man hätte sie mit ihrem Pseudodoktor"titel" anzusprechen, obwohl eine Verpflichtung dazu noch nicht mal bei echten akademisch erarbeiteten Doktorgraden besteht (von arbeitsrechtlichen Beurteilungen durch den Vorgesetzten mal abgesehen)... aber klar, die Möchtegerns wollen natürlich aus ihrem investierten Geld möglichst viel Profit schlagen.
 
Als radikaler Duzer musste ich feststellen, dass die allermeisten Menschen, mit denen ich bisher in Kontakt getreten bin, damit kein Problem zu haben scheinen. Der Großteil meiner Gesprächspartner reagierte darauf nicht abweisend und insgesamt war die Reaktion deutlich öfter positiver als empörter Natur, sodass ich mich aufgrund der dadurch entstandenen Gesprächsqualität doch sehr bestätigt fühle in dieser Angelegenheit. Wenn sich allerdings mal wieder jemand daran stößt, dann meist leider so richtig, inklusive pampiger Kommentare aber meine Zunge sitzt dann auch recht locker und ich weiß darauf leger zu kontern. Gibt etliche Menschen da draußen und ich muss auch nicht mit jedem auskommen bzw. dessen Meinungen teilen. Die paar Leute die da also durch den Raser fallen kümmern mich in der Regel weniger.

Liegt aber vielleicht auch daran wie man in den Wald hinein schreit. Ich unterlasse das Gesieze zwar aber lasse dennoch jedem ein grundsätzlich hohes Maß an Respekt und höflicher Distanz zukommen. Mir wird auch nachgesagt immer einen gut gelaunten Eindruck zu machen. Das spüren die meisten glaube ich auch und stoßen sich dann nicht am Fehlen dieser artifiziellen Anrede, da was diese Anrede ursprünglich verkörpern sollte auch ohne jener gegeben ist und das doch viel mehr wert ist als dieses Wort alleine, welches ohnehin gerne inhaltsleer geführt wird.

Hat aber sicherlich auch stark demografische Faktoren, wie hoch die Akzeptanz oder Nicht-Akzeptanz dessen (bereits) ist.
ich glaube, dass die "positive resonanz" unter anderem daher rührt, dass viele es als unangenehm empfinden, dich darauf hinzuweisen, gesiezt werden zu wollen. sie nehmen es dann hin, begeisterung muss es aber nicht unbedingt bedeuten.
 
ich glaube, dass die "positive resonanz" unter anderem daher rührt, dass viele es als unangenehm empfinden, dich darauf hinzuweisen, gesiezt werden zu wollen. sie nehmen es dann hin, begeisterung muss es aber nicht unbedingt bedeuten.

Ist auch möglich, halte ich aber für wenig wahrscheinlich. Denen kennt man normalerweise eine gewisse Irritation bzw. ein Unbehagen an oder sie bleiben selbst beim Sie, statt mir gegenüber ebenso auf das Du umzuschwenken. Von Begeisterung war auch nicht die Rede.
 
Duzen kann ja v. a. im Job sehr gut sein, bestimmt auch unter Kollegen, mit denen man zusammenarbeitet. Ansonsten sollte man sich das aber, besonders bei Vorgesetzten und/oder Angestellten gut überlegen. Professionell bleibt man besser beim Sie.
 
Privat duze ich eigentlich jeden.

Beruflich duze ich lieber aber solang mir von den älteren / ranghöheren nicht das du angeboten wird bleibst beim sie
 

Leidet die Arbeit, die Qualität, das menschliche Miteinander, wenn man sich im Büro duzt? Ich hab eine gänzlich andere Erfahrung gemacht. Ich gehe nicht soweit und sage, dass es besser wird, aber ich sehe halt nicht, wie man so eine pauschale Aussage treffen kann.
 
Ich kann halt nur für meine bisherigen Erfahrungen sprechen, kommt sicher auf die Branche an. Aber ich halte tatsächlich nichts davon, alles und jeden zu duzen.
Zur Professionalität kann ich sagen, dass es einen Unterschied gibt zwischen duzen und siezen, bspw. im Klienten oder Patienten Verhältnis. Ein Arzt, der seinen Patienten duzt, ist für mich bspw. nicht professionell.
Ich würde nicht sagen, dass man kein guten Verhältnis zum Chef haben kann, wenn man per du ist, aber bei Problemen kann das sicher schwieriger sein, wenn die sprachliche Distanz fehlt.
 
Ich kann halt nur für meine bisherigen Erfahrungen sprechen, kommt sicher auf die Branche an. Aber ich halte tatsächlich nichts davon, alles und jeden zu duzen.
Zur Professionalität kann ich sagen, dass es einen Unterschied gibt zwischen duzen und siezen, bspw. im Klienten oder Patienten Verhältnis. Ein Arzt, der seinen Patienten duzt, ist für mich bspw. nicht professionell.
Ich würde nicht sagen, dass man kein guten Verhältnis zum Chef haben kann, wenn man per du ist, aber bei Problemen kann das sicher schwieriger sein, wenn die sprachliche Distanz fehlt.

Dass es Situationen und Branchen gibt, in denen siezen verpflichtend ist, da bin ich ja ganz bei dir. Nur gibt es eben auch Bereiche, in denen es keineswegs schadet. Ich würde meinen Chef auch nie sofort mit Du adressieren, das fände ich ebenfalls unprofessionell. Aber das Du, wenn es dann mal etabliert wurde, hat mich bis dato nicht vor irgendwelche Hindernisse im professionellen Umgang gestellt.
 
Dass es Situationen und Branchen gibt, in denen siezen verpflichtend ist, da bin ich ja ganz bei dir. Nur gibt es eben auch Bereiche, in denen es keineswegs schadet. Ich würde meinen Chef auch nie sofort mit Du adressieren, das fände ich ebenfalls unprofessionell. Aber das Du, wenn es dann mal etabliert wurde, hat mich bis dato nicht vor irgendwelche Hindernisse im professionellen Umgang gestellt.

Spätestens in Konfliktsituationen glaube ich, ist man mit dem Sie besser aufgehoben, weil eben doch eine Distanz zwischen Privat und Arbeit da ist. Beruf ist eben nicht Privat und der Chef ist nicht (immer) mein Kumpel. Also gibt es (sprachlich) einen Unterschied, wie ich kommuniziere. Wer das nicht glaubt, glaubt auch nicht, dass man verschiedene Rollen einnimmt.
 
Nur weil man jemanden duzt, ist man doch nicht gleich sein Kumpel. Ich habe wie schon geschrieben für ein paar Jahr in einer Unternehmensberatung gearbeitet, in der sich alle geduzt haben. Von der Putzfrau bis zum Geschäftsführer. Und trotzdem gab es eine ganz klare Hierarchie und auch eine dem Kreis der Anwesenden gerechte Kommunikation. Dafür benötigt man kein "Sie" sondern einfach nur gesunden Menschenverstand.
 
Ist sicher nicht die Regel, aber gut für dich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass das Siezen der Mensch zwangsläufig distanzierter im Umgang ist. Gibt natürlich auch Chefs, die trotzallem Ars..lö... sind. Aber darum gings mir nicht.

Aber das ist ja genau der Punkt, an den ich mich gestoßen hatte. Ich finde es einfach falsch pauschal zu behaupten, es wäre unprofessionell. Durch das jahrelange duzen im Unternehmen, ist für mich aber auch klar, dass ich trotz dieser "Nähe" mit meinen Vorgesetzten anders rede. Das hat für mich einfach nichts mit der Anrede an sich zu tun. Der respektvolle Umgang bleibt weiterhin bestehen und Konflikte können ebenso professionell abgewickelt werden.
 
Ich denke aber, dass man diesen respektvollen Umgang auch und vor allem durch die Sprache erlernt. Also die Sozialisation und den Respekt voreinander lernst du über Sprache. Jmd. fremdes, der mir auf der Straße begegnet und mich duzt, ist für mich sprachlich nicht sozialisiert. Das klingt jetzt irgendwie hart, aber würdest du den Polizisten bei der Verkehrskontrolle per Du anreden?
 
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