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MUSIC Der Konzerte-Thread

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Ich hab die in München gesehen und fand's im Großen und Ganzen schon ganz cool. Die haben 3 Stunden lang gerockt und sehr viele alte Nummern gespielt. Ist halt auch eine rechte Slash-Solo-Arie. Aber Axl ist einfach nicht in Würde gealtert, der sieht aus wie ein Axl-Rose-Imitator. Und gesanglich (v.a. oben rum) hat er auch schon ordentlich abgebaut, deswegen war ja auch diese Background-Sängerin an Board.

Ich finde, dieser Kommentar fasst es (für München) ganz gut zusammen:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/g...n-laecherlich-nicht-in-diesem-leben-1.3545021
 
Den Kommentar der SZ habe ich nach dem Konzert in München gelesen. Und er trifft es für mich nicht.

Axl's Stimme hat mit dem Alter natürlich gelitten (sie ist ja auch sehr, sehr speziell), aber die entscheidenden Stellen krächzt er heute raus wie vor 25 Jahren. Man merkte aber natürlich, dass er einige Passagen anders singen musste wie damals.

Slash zelebriert keinen Virtuosen-Zirkus, der Mann ist ein Virtuose. Und das demonstrierte er heuer auch wieder.

Und November Rain ist lächerlich? Rly?
 
So, noch ein paar Eindrücke von mir.

Ich bin Guns 'n' Roses-Fan der frühen Stunde, habe den Aufstieg und den Fall der Band miterlebt. Ich hab die Bilder gesehen, wo sie die halbtoten Bandmitglieder nach Drogenexzessen wieder ins Leben geholt haben. Und ich kenne die Eskapaden um die früheren Konzerte. Und ich finde Chinese Democracy ein gutes Album, auch wenn es nicht die alte Besetzung war.

Als Fan der Band konnte ich damals kein Konzert gucken gehen und als Ende 2016 die Tickets bestellbar waren, hat meine Frau zum Glück zugeschlagen. Und dafür danke ich ihr (ich danke ihr auch, dass sie gestern mitgekommen ist, obwohl sie kein Fan der Musik ist!).

Die Anreise war beschwerlich. Die angekündigten Unwetter haben wir bereits auf der Fahrt auf den Autobahnen erlebt, dazu ein Mega-Stau auf der A5. Nach über 7 Stunden kamen wir in Hannover an, da war die Autobahn bereits voll von wartenden Autos. Da es auf dem Gelände der Expo war, waren aber genügend Parkplätze vorhanden.

Das Konzert begann mit nur 15 Minuten Verspätung um 20:30 Uhr, wurde dann aber nach drei Liedern aufgrund des Unwetters wieder unterbrochen. Das hat geschüttet wie aus Eimern, alles stand unter Wasser. :ugly: Obwohl die Gewitter noch nicht ganz abgezogen waren, ging das Konzert aber nach über einer Stunde wieder los. Ich sagte noch scherzhaft zu meiner Frau, dass wir Glück hätten. Vor 25 Jahren hätte es uns passieren können, dass die Band entweder noch später angefangen hätte, oder garnicht aufgetreten wäre, oder nach einer Unterbrechung einfach nicht mehr gekommen wäre. Sie, als Kind der 90er, verstand das nicht... :D :ugly:

75.000 Fans waren dort, davon mindestens die Hälfte (eher mehr) in Guns 'n' Roses-T-Shirts. Das war schon cool anzuschauen.

Musikalisch war das TOP!!! Wie ich bereits angedeutet habe, finde ich garnicht, dass Axl wie ein gealteter Erpel auf der Bühne gesungen hat. Über seine Outfits spreche ich nicht (IMO ziemlich normal im Vergleich zu früher, aber mit Wiedererkennungswert). 2011 hat er in Rio gesungen und keinen Ton getroffen. Gestern hat er gut gesungen! Ja, er musste einige Passagen abändern, weil er heute nicht mehr so hoch kommt. Aber das hat er auch getan. Er hat nicht einfach scheisse gesungen. Und ja, da waren auch misslungene Töne dabei... Und?

Slash beim Spielen zuzuhören und zuzusehen ist ein Traum. Der Kerl ist ein Tier und meine Frau als Musikerin hat den Mund teilweise nicht mehr zubekommen.

Duff hatte nicht so viele Solos und agierte mehr im Hintergrund, aber das war vor 25 Jahren auch schon so.

Und so hat die Band Hannover gerockt! Die Angst, dass das Konzert aufgrund der langen Unterbrechung heruntergekürzt wird, bestätigte sich nicht. Mit einer Sondergenehmigung des OB von Hannover durften die Gunners ihre Show bis zum Ende durchziehen. Mit Paradise City endete der Gig erst um 1:10 Uhr! Slash twitterte dann auch noch:

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Meine Ohren haben heute Morgen noch geklingelt... :ugly: :headbang:

Als Special-Guest war übrigens Angus Young von AC/DC da, der spielte zwei Lieder mit. Ohne Uniform, einfach nur Shirt und Jeans.

Und in Gedenken spielte die Band noch Black Hole Sun von Soundgarden. Da fand ich, dass Axl eine wirklich gute Performance hingelegt hat! :dhoch:

Ich bin dankbar, dass ich dieses Konzert miterleben durfte. Das sind damit lebende Legenden geworden!

Hier noch ein Artikel, der es IMO gut trifft, was das gestrige Konzert angeht.

23.06.2017 | 07:55 Uhr
Konzert
So heiß waren Guns N’ Roses
Hannover rockt gegen das Unwetter. 75 000 Fans lassen Slash und Co nicht im Stich.
Hannover. Guns N‘ Roses, Waffen und Rosen, Zuckerbrot und Peitsche – und eben auch drückende Hitze und ein Unwetter wie beim Weltuntergang (Text unten). 75 000 Menschen erlebten gestern auf dem Hermesplatz ein Open-Air der Extreme: das heißeste und zugleich auch das nasseste Konzert des Jahres. Nach nur drei Liedern wird unterbrochen, für lange eineinhalb Stunden.

Dabei hatte es doch so gut angefangen, wenn auch mit einer Viertelstunde Verspätung. Viel Bühnenzauber, Animationen mit Schädeln, Rosen, Pistolen und Geknall, eine Einleitung wie ein Cartoon. Und dann, endlich, um 20.30 Uhr kommen sie auf die Bühne: Axl Rose, Slash, Duff McKagan und der Rest der Bande, gealtert ja, Rose mit ein wenig Schwamm auf den einst so markanten Wangenknochen, Slash zerfurchter denn je, McFagan noch ein wenig schlaksiger. Aber: alle sofort wiederzuerkennen.

Dass sie überhaupt da sind, ist eine Sensation. „Not in this Lifetime“ – niemals im Leben – würde man noch mal gemeinsam touren, hatten jahrzehntelang die notorisch zerstrittenen Urmitglieder Axl Rose, Slash und Duff McKagan Comeback-Anfragen beantwortet. Nun sind sie da, alle drei auf „Not in this Lifetime“-Tour und grinsen sich einen. Und die Fans, darunter auch prominente wie die ganze Band Revolverheld oder Klaus Meine von den Scorpions, sind ausgehungert.

Guns N’ Roses rocken gegen das Unwetter




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7
Riesenjubel, als es losgeht, mit „It’s so easy“ und „Mr. Brownstone“. Gut, „Chinese Democracy“ von Roses Solo-Versuchen will hier niemand so recht hören. Das T-Shirt unter der Lederjacke und der Cameo-Kutte spannt. Seine Stimme, dieser knödelig-kreischige Bastard aus Wut und Wehmut, war auch schon mal stärker, die höchsten Höhen schafft er nicht mehr. Aber markant ist sie immer noch. Und noch immer scharwenzelt er über die Bühne mit ihren Auslegern, Treppen und Laufstegen, und wenn er steht, wackelt er mindestens mit dem linken Bein und streichelt den Mikrofonständer, als wolle er mit ihm schlafen. Dieser Mann ist für die Bühne gemacht, ist für diese Band gemacht. Nur mit Slash an seiner Seite wirkt er vollkommen.

Und der feuert seine einzigartigen Soli ab, nur flitzende Finger, Zylinder und Sonnenbrille, ein Urvieh. Und vor allem die vielen Fans im Publikum, die sich wie er verkleidet haben, sind ganz außer sich. Zwei Lieblingsfeinde haben sich arrangiert. Ohne einander geht es sowieso nicht. Und die anderen Musiker bilden das gutgelaunte Fundament für die beiden Frontmänner – Schlagzeuger Frank Ferrer hatte sich ja schon am Tag vorher eine schöne Zeit gemacht . Die Bühne ist eher zweckmäßig als spektakulär: rechteckig, praktisch, gut, links, rechts, hinten LED-Wände. Dafür Pyro und Feuerbälle vom ersten Lied an. Insgesamt geht es hier aber tatsächlich um die Musik.

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Die Fans ließen sich vom Regen nicht beeindrucken.

Dann die Unterbrechung, ein Killer für die Stimmung. Es ist 20.45 Uhr, Slash hat gerade die ersten Akkorde von „Welcome to the Jungle“ angespielt, als die Show unterbrochen wird. Die Unwetterfront hat das Konzertgelände erreicht, erst dicke Tropfen, dann sturzartiger Regen, Donner.

75 000 Besucher müssen ihre Plätze verlassen, müssen in die für diesen Fall geräumten Hallen 24, 25 und 26. Die Enttäuschung ist groß, der Abmarsch diszipliniert. Nass geworden war man ja vorher schon, in den Bahnen, in der Asphaltwüste des Messegeländes, Über 30 Grad, extreme Luftfeuchtigkeit, nur der Wind, der ersten Regen ankündigte, brachte Abkühlung. Bei der Vorgruppe Killing Joke nahmen die Fans den ersten Schauer noch gelassen hin. Aber da schien das große Donnerwetter noch fern.

Als es um 22.25 Uhr endlich weiter geht, ist sie am Boden – und berappelt sich schnell. Wieder Slashs erste Akkorde von „Welcome to the Jungle“. Rose betritt strahlend die Bühne, singt „You‘re gonna die“, als sei es eine Verheißung, und trifft plötzlich auch die Höhen. In der Ferne, in tiefgrauen Wolken, gleißen die Blitze, und von der Bühne kommt ein Donnerwetter. Was Guns n‘ Roses nun abliefern (bis nach 1 Uhr und Redaktionsschluss, eine Sondererlaubnis des Oberbürgermeisters wegen höherer Gewalt) ist ein Jahrhundertkonzert.

Guns N’ Roses mögen nicht mehr die größte Band des Planeten sein wie in der zweiten Hälfte der 80er Jahre, als sie mit ihrem Debüt „Appetite for Destruction“ und dem nachfolgenden Doppelalbum „Use your Illusion“ den pudelköpfigen Hardrock der Zeit zugleich ad absurdum führten und zur Perfektion brachten. Sie sind aber auch nicht mehr die Witzfiguren der Folgejahre, als sie bei der ständigen Gratwanderung zwischen Grandezza und Größenwahn strauchelten und tief fielen und in Hannovers Niedersachsenstadion ihr legendär mieses 1992er-Konzert gaben.

Jetzt machen sie es wett und mehr als das. Als Belohnung, weil die Fans so geduldig waren, kündigt Rose „einen guten Freund“ an, und dann kommt tatsächlich, „Whole lotta Rosie“ rausrotzend, Angus Young von AC/DC auf die Bühne, ohne Schuluniform, in Jeans und Shirt und bester Dinge.

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Kampf gegen das Unwetter

Sie spielen bis nach 1 Uhr ein Best-of-Programm, mit „You could be mine“, „Sweet Child o‘ mine“, „Don’t cry“, „Paradise City“ und „November Rain“. Sie klopfen mit Bob Dylan an die Himmelstür („Knockin‘ on Heaven‘s Door“), lassen Paul McCartney hochleben und sterben („Live and let die“) und bringen schließlich sogar „Black Hole Sun“, die Hymne von Chris Cornells Soundgarden an das strahlende Gestirn, das frisst, was ihm zu nahe kommt. Es ist ein Fest für Nostalgiker, ein großes Feiern des „Als ob“ und der Vergänglichkeit des Ruhms. Es wird Legende werden, dieses Konzert wird man nicht vergessen. Niemals im Leben.

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Nicht unterkriegen lassen.
 
Ende des Jahres geht es einen Tag nach Five Finger Death Punch und In Flames zu einem Hip Hop Konzert, der Unterschied könnte kaum größer sein. Aber hey, Fünf Sterne Deluxe sind zurück :gerri:

Moin Bumm Tschack
 
Letzte Woche habe ich Sting live gesehen+gehört. Ein Traum! Viele Police Songs und ein super Drummer (Josh Freese). Und der erste Song war auch noch mein Lieblingssong von The Police:

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Bin kein großer Wertungsschreiber, also kurz: Wacken Open Air war auch im Jahre 2017 wieder geil! :dhoch:

Gehört habe ich: Versengold, Pampatut, Fuchsteufelswild, Thundermother, Europe, Volbeat, The Amity Affliction, Architects, Lacuna Coil, Evil Scarecrow, Apocalyptica, Megadeth, Beyond the Black, Max & Igor Cavalera, Emil Bulls, Heaven Shall Burn, Powerwolf, Alice Cooper und sicher ein paar die ich vergessen habe... hach, das Alter :?

EDIT: tuXXedoo und Wolfchant waren noch dabei.
EDIT2: und Sub Dub Micromachine
 
Joah, das stimmt. Ärzte und Hosen sind da z.b. noch mal ne ganz andere Hausnummer. Beste deutsche Liveband mMn aber Rammstein. Das Konzert letztes Jahr in Berlin auf der Waldbühne war der Wahnsinn, bestes Konzerterlebnis bisher.

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Nächste Woche Mittwoch erstmal Karten für Sunrise Avenue sichern, die kommen am 08.03.18 wieder nach Hannover. Sehe ich dann auch schon zum dritten Mal live.

Wird nur übertroffen von Limp Bizkit, schon 7 mal live gesehen. Linkin Park durfte ich auch drei Mal live sehen.
 
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