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Ich lebe in NRW und bin als popeliger Büromensch mit 3 Jahren Berufserfahrung schon deutlich über 30 k und weiß von eigentlich allen Kollegen in meinem Alter als Geselle oder mit anerkannter 3/4 jähriger Ausbildung etc, dass da keiner drunter kommt.... Die geografischen Unterschiede habe ich aber tatsächlich nicht bedacht..

Dazu ist im KT das Durchschnittseinkommen eh sehr hoch, da wir kein klassicher Spiegel der Gesellschaft sind..,
https://www.konsolentreff.de/themen/wie-viel-verdient-ihr-netto-2016.26400/
genauso ist es. und das verzerrt die eigentliche Wahrnehmung natürlich erheblich.
ich sag ja immer wieder: kt ist kein Maß! ;)
 
die 43K dürften aber auch nicht stimmen...

edit: tun sie auch nicht. "knapp" drunter

Marius hatte aber Vollzeit erwähnt und da liegen wir bei über 43K.

Brutto_durchschnitt.png
 
Wobei Reichensteuer doch auch so ein bescheuertes Ding ist... du reißt dir den Arsch auf, machst Abi, studierst, schreibst ne Doktorarbeit und kletterst langsam die Leiter hoch, nur um am Ende wie doof Steuern zu bezahlen :ugly: tolles System und voll motivierend
grundsätzlich ja, aber irgendwann ist es auch einfach egal, wieviel ich verdiene. ob ich von meinen mios 40%, 50% oder 60% abgebe ist einfach wumpe. zumal leute mit viel geld, viel bessere möglichkeiten haben, sich legal(!) vor steuern zu drücken.
aber: ich halte die oft besprochen reichensteuern nicht für das allheilmittel. so viel wird da auch wieder nicht bei rumkommen.
 
Wobei Reichensteuer doch auch so ein bescheuertes Ding ist... du reißt dir den Arsch auf, machst Abi, studierst, schreibst ne Doktorarbeit und kletterst langsam die Leiter hoch, nur um am Ende wie doof Steuern zu bezahlen :ugly: tolles System und voll motivierend

Diese beschriebene Gruppe ist aber nicht so recht die Zielgruppe so einer Steuer. Diese ganzen Reichensteuern zielen viel mehr darauf ab die Ungleichheit, entstanden durch die Generationen, wieder etwas auszugleichen - sprich ungleicher Startvorteil was finanzielles, kulturelles und soziales Kapital angeht und diese Gleichheit der Startvoraussetzungen, mit anschließend möglichst freier Selbstverwirklichung, ist ja eigentlich immer das Kredo der Liberalen bzw. des Kapitalismus gewesen (und der klassisch amerikanische Traum, der einfach nicht mehr aufgeht), während die Sozis, im anderen Extrem, für die allgemeine Gleichheit standen.
 
grundsätzlich ja, aber irgendwann ist es auch einfach egal, wieviel ich verdiene. ob ich von meinen mios 40%, 50% oder 60% abgebe ist einfach wumpe. zumal leute mit viel geld, viel bessere möglichkeiten haben, sich legal(!) vor steuern zu drücken.
aber: ich halte die oft besprochen reichensteuern nicht für das allheilmittel. so viel wird da auch wieder nicht bei rumkommen.
Aber würde die Reichensteuer nicht schon eher greifen als bei einem Millionär?

Diese beschriebene Gruppe ist aber nicht so recht die Zielgruppe so einer Steuer. Diese ganzen Reichensteuern zielen viel mehr darauf ab die Ungleichheit, entstanden durch die Generationen, wieder etwas auszugleichen - sprich ungleicher Startvorteil was finanzielles, kulturelles und soziales Kapital angeht und diese Gleichheit der Startvoraussetzungen, mit anschließend möglichst freier Selbstverwirklichung, ist ja eigentlich immer das Kredo der Liberalen bzw. des Kapitalismus gewesen (und der klassisch amerikanische Traum, der einfach nicht mehr aufgeht), während die Sozis, im anderen Extrem, für die allgemeine Gleichheit standen.
Aber auch das ist doch ziemlich daneben... warum sollen meine Kinder und meine Kindeskinder nichts davon haben, wenn ich mich anstrenge? BTW fänd ich das ziemlich übel... ist ja so, als würde jedes Kind bei "New Game" statt "New Game +" starten :lol:
 
Aber würde die Reichensteuer nicht schon eher greifen als bei einem Millionär?
ja, aber die extremen formen, die oft genannt werden afaik erst ab wirklich ordentlich kohle und auch erst über einer bestimmten schwelle (sowas wie: alles über 100k wird extrem besteuert, alles darunter normal). aber ist ja auch pure spekulation, bis das nicht irgendwer irgendwann umsetzt.
 
Aber würde die Reichensteuer nicht schon eher greifen als bei einem Millionär?


Aber auch das ist doch ziemlich daneben... warum sollen meine Kinder und meine Kindeskinder nichts davon haben, wenn ich mich anstrenge? BTW fänd ich das ziemlich übel... ist ja so, als würde jedes Kind bei "New Game" statt "New Game +" starten :lol:

Haben Sie doch dennoch. Das "Problem" gibt es doch auch bei der Erbschaftssteuer. Da wird dann die Vermögensübertragung besteuert. Wenn da jetzt jemand 35mio Euro erbt bekommt er eine schöne Gutschrift ohne etwas dafür geleistet zu haben. Auf der anderen Seite erbt derjenige, dessen Eltern nicht so viel Glück/Erfolg/Tatkraft hatten, womöglich sogar Schulden ohne das er etwas dafür könnte. Bsp. es gibt ein Haus, aber andere Schulden i. H. v. 50.000 €. Wenn der Erbe von 35 mio dann auch noch der einzig lebende entfernte Verwandte ist, sind die beiden Extreme unter sozialen Gesichtspunkten halt irgendwie schief.
 
Die haben noch genug davon. Ein Thema ist auch, das das weitervererben auch irgendwie Steuerfrei passieren kann. Da wollen die Linke auch dran.
Das heißt nicht, das das ganze Geld weg ist.
 
Aber auch das ist doch ziemlich daneben... warum sollen meine Kinder und meine Kindeskinder nichts davon haben, wenn ich mich anstrenge? BTW fänd ich das ziemlich übel... ist ja so, als würde jedes Kind bei "New Game" statt "New Game +" starten :lol:

Weil unser Sozialsystem darauf beruht, dass möglichst JEDER seinen Teil dazu beiträgt. Dazu gehören auch deine Kinder und Kindeskinder.

Ausserdem haben sie ja etwas davon. Wenn du studiert hast, deinen Doktortitel hast und dementsprechend später 70k im Jahr verdienst, wirst du trotz höherer Besteuerung deutlich (!) besser leben als jemand, der mit nur 30k im Jahr heim geht.
 
Haben Sie doch dennoch. Das "Problem" gibt es doch auch bei der Erbschaftssteuer. Da wird dann die Vermögensübertragung besteuert. Wenn da jetzt jemand 35mio Euro erbt bekommt er eine schöne Gutschrift ohne etwas dafür geleistet zu haben. Auf der anderen Seite erbt derjenige, dessen Eltern nicht so viel Glück/Erfolg/Tatkraft hatten, womöglich sogar Schulden ohne das er etwas dafür könnte. Bsp. es gibt ein Haus, aber andere Schulden i. H. v. 50.000 €. Wenn der Erbe von 35 mio dann auch noch der einzig lebende entfernte Verwandte ist, sind die beiden Extreme unter sozialen Gesichtspunkten halt irgendwie schief.
aber auch da kann man gut diskutieren, wie oft vermögen eigentlich besteuert werden muss/soll/kann. im falle einer erbschaft ja doppelt und dreifach.
 
Weil unser Sozialsystem darauf beruht, dass möglichst JEDER seinen Teil dazu beiträgt. Dazu gehören auch deine Kinder und Kindeskinder.

Ausserdem haben sie ja etwas davon. Wenn du studiert hast, deinen Doktortitel hast und dementsprechend später 70k im Jahr verdienst, wirst du trotz höherer Besteuerung deutlich (!) besser leben als jemand, der mit nur 30k im Jahr heim geht.

Eben, derjenige der mehr Verdient hat in der Regel auch ganz andere steuerrechtliche Möglichkeiten. Bin ich selbstständiger Unternehmer, schreibe ich meinen PKW jahrelang ab. Die Möglichkeit besteht für die angestellte Friseuse ja eher nicht so richtig.
 
aber auch da kann man gut diskutieren, wie oft vermögen eigentlich besteuert werden muss/soll/kann. im falle einer erbschaft ja doppelt und dreifach.

Schon. Wobei die Einkommenssteuer bei demjenigen anfällt der die Werte erwirtschaftet hat. Womöglich zahlt er auch Kapitalertragssteuern auf das Vermögen. Die Erbschaftssteuer betrifft ihn aber nicht mehr. Es wird ja nicht das Vermögen besteuert, sondern ein bestimmter Vorgang. Im Fall der Erbschaftssteuer der Vorgang der Vermögensübertragung. Quasi die Gebühr für die Gutschrift :D
 
Schon. Wobei die Einkommenssteuer bei demjenigen anfällt der die Werte erwirtschaftet hat. Womöglich zahlt er auch Kapitalertragssteuern auf das Vermögen. Die Erbschaftssteuer betrifft ihn aber nicht mehr. Es wird ja nicht das Vermögen besteuert, sondern ein bestimmter Vorgang. Im Fall der Erbschaftssteuer der Vorgang der Vermögensübertragung. Quasi die Gebühr für die Gutschrift :D
schon klar, aber du verstehst meinen punkt. und egal wie man es nennt: das ergennis ist das gleiche.
 
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