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MOVIE The Asylum - Kult in einer anderen Dimension? Oder einfach nur Müll?

Benutzer, welche sich diesen Thread anschauen:

Kollege von mir hat mal ein Special dazu geschrieben. Asylum ist da recht gewieft und sich auch durchaus der prekären Situation bewusst bzw. weiß, was sie produzieren. Der Erfolg gibt ihnen aber letztlich recht. Weder hat man sie bis dato rechtlich belangen können, noch ist klar erkennbar, dass das Studio sich durch Fehlkäufe finanziert. Die Blockbuster-Kette in den USA hat mal angegeben, dass nur 1% der der Leiher, ihr Geld für den Film zurück haben möchten. Weniger, als es bei "normalen" Filmen der Fall ist. Darauf allein ist der Erfolg also nicht zurückzuführen.

Ich hab meinen Anteil an Asylum-Filmen gesehen und werde da einen großen Bogen drum machen, aber ich muss trotzdem meinen imaginären Hut ziehen. Asylum-Filme schreiben nie Miese. Die Filme kosten grundsätzlich wenig Geld (ab 100.000 $) und sind innerhalb kürzester Zeit im Kasten (selten mehr als 12 Drehtage). Zirka 15 Filme pro Jahr und von Konzept bis Release knapp 4 Monate. Über die Qualität brauchen wir da nicht sprechen, aber die Jungs und Mädels haben sich da eine "Nische" ausgesucht, in der sie gut Geld machen können. Dass die großen Studios da teilweise mit ihren eigenen kleinen Studios mitmischen, zeigt nur, dass der Markt nicht uninteressant ist.
 
Bei ein paar Titeln mag das verwechseln durchaus kalkuliert sein-
aber Filme wie eben zuletzt Mercenaries, oder diese ganzen Tierhorror- Filmchen sind da wohl aussen vor.
Oder kenne ich nur das Hollywood-Vorbild zu Sharknado nicht? :O_o:

Noch dazu darf man nicht vergessen, dass das zumindest teilweise nicht mal auf dem Mist von Asylum gewachsen ist.
Einige der Filme haben einen komplett anderen Originaltitel.
Da wurde teils auch nur vom Deutschen Vertrieb nachgeholfen. ;)
 
Das ist ja nicht ausschließlich so, aber es gibt genügend "Tie Ins" (so nennt sie Asylum selber), die existieren und sowohl vom Titel, als auch vom Cover optisch stark an die großen Blockbuster angelehnt sind. Auch völlig gezielt, das geben ja selbst die Asylum-Herren schamlos zu:

„Wir sind ein kleines Studio mit sehr begrenzten Mitteln, können nicht viel Geld für Werbung ausgeben. Ich will, dass man meine Filme sieht. Welche Möglichkeiten bleiben uns? Wir müssen auffallen und alle Möglichkeiten nutzen, die uns zur Verfügung stehen.“

Hast du mal Beispiele für komplett andere Originaltitel?
 
Ich persönlich finde das alles auch gar nicht so schlimm. Wer sich vorher nicht informiert und davon in die Irre führen lässt, hat halt Pech gehabt. Wie gesagt, scheint die Zahl derer, die so einen Film fälschlicherweise kaufen/leihen ohnehin nicht so gigantisch groß zu sein. Es sei denn, sie schämen sich dafür, den Fehler begangen zu haben. :ugly: Es ist klares Kalkül von den kleinen Labels, allen voran Asylum und der Markt gibt es her. Sollen sie halt machen. Dass die deutschen Publisher dann auch noch einmal einen eigenen Kuchen anschneiden, ist ja an sich auch nichts neues, man denke nur an die ganzen alten King Kong, Godzilla und Frankenstein Filme.
 
Ich persönlich finde das alles auch gar nicht so schlimm. Wer sich vorher nicht informiert und davon in die Irre führen lässt, hat halt Pech gehabt. Wie gesagt, scheint die Zahl derer, die so einen Film fälschlicherweise kaufen/leihen ohnehin nicht so gigantisch groß zu sein. Es sei denn, sie schämen sich dafür, den Fehler begangen zu haben. :ugly: Es ist klares Kalkül von den kleinen Labels, allen voran Asylum und der Markt gibt es her. Sollen sie halt machen. Dass die deutschen Publisher dann auch noch einmal einen eigenen Kuchen anschneiden, ist ja an sich auch nichts neues, man denke nur an die ganzen alten King Kong, Godzilla und Frankenstein Filme.

Oder wie ich schonmal schrieb - Django :) Da gibt es UNENDLICH alte Western mit Django im deutschem Titel die eigentlich gar nicht so heissen. Bei einem wurde hierzulande das Pferd (!) des Cowboys im Film einfach Django genannt und schon war es im deutschem Filmtitel :-)

Und die Masche an sich - man denke an diverse Italofilme der 70er/80er Jahre. Von Alien über Barbaren, alles wurde nachgenudelt. Aber oft genug auch richtig unterhaltsam.
 
Ja, die Draculas von zB Jess Franco etc. :-) Wobei es da nichtmal sooo viele gibt und es ja ein Sinnbild einfach für ein Horrormonster ist. Due Bruce Lees sind natürlich was anderes - aber auch oft genug unterhaltsam :-)

clones_of_bruce_lee_1979_2.jpg


Ziehe ich einfach dem neustem Hollywoodkino meistens vor :-)
 
Ja klar, das ist nicht wirklich das selbe, aber durchaus vergleichbar. Man nutzt die Zugkraft eines Stars/einer Vorlage, um davon zu profitieren. Eine Mogelpackung ist das in jedem Fall.
 
Warum packst du die Texte eigentlich nie in das neue Posting? Dafür die andere Seite aufrufen und dann suchen, ist mir zuviel Aufwand. Und es ist doch eh nur Copy und Paste für dich.
 
Update 2007:

- Freakshow



Ein paar Betrüger, unter anderem eine hübsche Blondine, lassen sich als Helfer und Arbeiter in einer Freakshow anstellen.
Die Darsteller dort sind allesamt körperlich behindert, verunstaltet oder geistig gestört- halten jedoch zusammen wie eine Familie.
Als die Blondine sich an den Direktor der Freakshow heranmacht, werden die Freaks misstrauisch.
Eine von ihnen findet heraus, dass die neuen Arbeiter nur hinter dem Geld des Direktors her sind- und wird daraufhin getötet.
Als die anderen Freaks das herausfinden, planen sie grausame Rache...

Tod Browning's Originial "Freaks" von 1932 gilt zurecht als Kultfilm, und hat auch heute noch eine durchaus verstörende Wirkung.
Das Asylum-Remake mag sogar halbwegs gut gemeint sein, zumindest hält man sich weitgehend an das große Vorbild-
und 75 Jahre später kann man durchaus auch mal ein Remake eines Klassikers drehen.
Zumindest wenn man entweder einen verdammt großen (und guten) Namen im Filmgeschäft hat-
oder vollkommen Größenwahnsinnig ist.
Ratet mal, welcher Punkt bei Asylum zutrifft...
Die deutsche Version hat wie so oft bei Asylum das große Problem einer miserablen Synchronisation,
was in Verbindung mit den bestenfalls mittelmäßigen Schauspielern von der ersten Minute an störend wirkt.
Wie schon damals im Original spielen auch hier einige wirklich missgebildete Laiendarsteller mit-
allerdings kommen diese im Film nur selten vor.
Und wenn doch, dann (zumindest im späteren Verlauf des Filmes) nur als Mittel zum Zweck.
Die größeren Rollen (auch bei den Freaks) sind hier,
im Gegensatz zum Original nicht von wirklich behinderten gespielt- sondern von Schauspielern mit Make-Up.
So verkommen die "Freaks" zu Nebendarstellern, und die Sozialkritische Komponente des Originals kommt hier
trotz vielen (sinnlosen, langweiligen) Dialogen in den ersten 70 von 77 Minuten des Films nicht zum tragen.
Dafür wird zum Ende hin durchaus brutal hingeklotzt- was in der deutschen Version des Films aber nicht zu sehen ist.
Uncut gibt es ihn in Österreich.
War das Original ein Drama, welches zum Ende hin zu einem düsteren und spannenden Horror/Thriller wurde,
so ist das Remake ein Langweiler, der am Ende mit ein paar brutalen Szenen schocken will.
Diese sind dann immerhin recht gut gemacht und wirklich fies anzusehen,
aber welcher Splatterfreak will schon 70 Minuten warten, bis etwas passiert?
Vor allem, wenn der komplette Rest des Films kein bisschen überzeugt...

2/10
 
Update 2011:

- Born Bad (Cut)



Rebellierende Tochter aus gutem Hause zieht mit Vater und dessen neuer Frau in ein abgelegenes Haus fernab der Großstadt.
Da Tochter nicht mit Mutter klarkommt, setzt sie sich ins Auto und verzieht sich.
Sie lernt schon bald einen jungen Mann kennen, welcher sich aber als Psychopath entpuppt...

Kennt ihr "Fear - Wenn Liebe Angst macht"?
Da haben Mark Wahlberg und Reese Witherspoon einen unglaublich spannenden, toll gespielten Thriller abgeliefert.
"Born Bad" ist exakt das gleiche. Nur in gaaaanz schlecht.
Mies gespielt, unglaubwürdig, schlecht synchronisiert, mit peinlichsten Dialogen ausgestattet-
und in der deutschen Fassung auch noch geschnitten.
Nicht nur Gewalt, auch jede Szene mit Alkohol oder Drogen- und sogar Schimpfwörter hat man hier gekürzt oder ganz entfernt.
Trotzdem pappt eine FSK 18 Siegel drauf. Einfach nur lächerlich, dieser Vollmüll.

0/10
 
...in der deutschen Fassung auch noch geschnitten.
Nicht nur Gewalt, auch jede Szene mit Alkohol oder Drogen- und sogar Schimpfwörter hat man hier gekürzt oder ganz entfernt.
Trotzdem pappt eine FSK 18 Siegel drauf. Einfach nur lächerlich, dieser Vollmüll.

Absolut typisch für dieses deutsche Label. Film zusammenkürzen und dann durch Trailer auf FSK ab 18 machen. Diese Zensurfassung hier ist vom Hauptfilm her eigentlich nur FSK 16.
 
Update 2012:

- Alien Predator



Im Dschungel wurden von Archäologen einige Artefakte entdeckt, dummerweise sind kurz darauf die Entdecker verschwunden.
Eine Journalisten samt TV-Team begleitet eine Einheit Special Forces bei der Suche.
Schon bald stößt man auf vermutlich ausserirdisches Leben, und ballert sinnlos herum ohne etwas zu sehen.

Der Originaltitel lautet "Alien Origin", der "Predator" wurde nur bei uns in Deutschland in den Titel gesetzt.
Vermutlich weil es um ausserirdische im Dschungel geht.
Hier handelt es sich um einen Found Footage Film, in dem man 80 Minuten lang sinnlose Dialoge anhören darf.
"Habt ihr das gehört?" - "Ja, ich habe das gehört" - "Ich habe auch etwas gehört" - "Ich auch" - "Da muss etwas sein" usw...
Es passiert einfach nichts, man lauscht blöden Dialogen, und erfreut sich an der wackelnden Kamera.
Manchmal wird auf irgendetwas geschossen was man nie sieht. Ab 18 ist der Müll auch noch. Warum? Sauspannend. Nicht.

0/10

Update 2013:

- Battle Dogs



Ein Flugzeug landet am New York Airport.
Naturfotografin Donna Vorhees, einer der Passagiere, trägt wegen eines Wolfsbisses einen Virus in sich.
Schon kurz nach der Landung verwandelt sie sich in einen Werwolf, und metzelt sich durch das Flughafengelände.
Jeder gebissene der den Angriff überlebt, verwandelt sich kurz darauf ebenfalls in einen Werwolf.
Nach der Rückverwandlung gelingt es dem Militär die meisten infizierten unter Quarantäne zu stellen,
und man sucht offiziell nach einem Gegenmittel.
In Wahrheit planen die oberen Militärs allerdings etwas anderes- so ein Werwolf könnte ja eine perfekte Kampfmaschine darstellen...

Gar nicht mal so übel, was Asylum aus der Werwolf-Thematik hier gemacht hat.
An bekannten Gesichtern sind Wes Studi und Ernie Hudson dabei, leider nur in etwas größeren Nebenrollen.
Immerhin sind die meisten anderen Darsteller nicht komplett unbegabt, die Synchro geht klar, die Dialoge sind erträglich,
die 18er Freigabe dank einiger saftiger Szenen nachvollziehbar-
und sogar die CGI Szenen rund um die Wölfe sind, für Asylum-Verhältnisse, gelungen.
Für den Rest gilt das leider mal wieder weniger,
so manche Flugzeug-oder Hubschrauber-Szene wirkt arg billig, ist aber verschmerzbar.
Der Film startet flott, und schafft es durchgehend die Balance zwischen Story und Actionszenen zu halten.
Der größte Schwachpunkt des Filmes ist, dass nie erklärt wird, wann, warum und wie lange sich die infizierten verwandeln.
Davon abgesehen liegt hier definitiv eines der besseren Asylum-Machwerke vor.

5/10
 
Zuletzt bearbeitet:
Update 2017

- Sharknado 5



Während Fin Shepard und seine Freunde in einem Höhlensystem unter Stonehenge Beweise finden,
dass Sharknados schon unsere Vorfahren terrorisierten,
welche allerdings wussten, wie man diese mit einem magischen Artefakt bekämpft, tauchen überall auf der Erde Sharknados auf.
Doch es kommt noch schlimmer:
Der Sohn von Fin und April wird in einen Sharknado gesaugt- und so rund um den Planeten gewirbelt.
Zum Glück hat er zuvor einen speziellen Helm gekriegt, welcher ihn vor dem Sturm und den Haien darin schützt-
und der ausserdem regelmäßig Signale aussendet, wo er sich gerade befindet.
Denn das magische Artefakt schickt nicht nur den Sharknado, sondern auch alle die ihn bekämpfen über den gesamten Planeten.
Mit Hilfe des Papstes und diversen geheimen Waffen wie dem Opernkampfhaus von Sydney
wird die Schlacht gegen die Haie erneut aufgenommen,
während die Nachrichten-Sondersendungen im TV der Bevölkerung empfehlen, die Haie weder zu füttern noch zu streicheln...

Nach dem wirklich schwachen vierten Teil geht es im fünften wieder deutlich aufwärts.
Von Start weg gibt der Film Vollgas,
und trumpft mit unzähligen, meist wirklich witzigen Film-Anspielungen und noch mehr Gaststars auf.
Die Tricks sind natürlich immer noch mies, und Tara Reid sieht von Film zu Film beschissener aus-
aber das hohe Tempo in Verbindung mit den massenhaft vorhandenen aberwitzigen Ideen
und verschiedenen Locations machen den fünften Film zum bisher besten.

9/10
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin froh, dass es The Asylum gibt!
Von den Mockbustern kenn (->besitze) ich einige, den guten alten Megapiranha möchte ich hier besonders hervorheben aber natürlich sind die Sharknados mittlerweile das Aushängeschild des Studios. Einen extrem wichtigen Asylum Kracher habt ihr hier jedoch vergessen, ich bin ganz entsetzt!
*Spannungsaufbau*
...
...
...
Sex Pot - Sex, Gras und Zombies!
Von den Typen, die euch Sharknado brachten

Gras steigert hier nicht nur die Libido sondern hilft auch gegen Zombies. Diese Idee, Zombies mit Gras zu beruhigen, verwurstet The Asylum dann auch noch ein zweites Mal in Z Nation, als Doc denkt dass er sterben muss als er in einem Lüftungsschacht mit einem Zombie eingeklemmt ist. Kann man so machen.
Sex Pot ist noch primitiver als Ferris macht blau, die Mädels sind oft oben ohne (sehr authentisch: Die müssen nicht toll aussehen, dick, dünn, mittel - alles dabei) und echte Schauspieler gibts auch nicht. Muss auch nicht, gibt ja Titten. Aber eine Art Drehbuch, ich fasse zusammen:
Chrissy braucht dringend einen Freund, um nicht aus ihrer Studentinnenverbindung zu fliegen. Ihr Prof. versteckt einen Zombie (Unfall, Zombiemaschine...) und somit droht dem Campus die Zombie Apocalypse. Alle brauchen Gras: Chrissy für ihre Forschung, die Studenten für ihren Alltag und die Zombies, um nicht völlig durchzudrehen. Die Zombies lassen sich nämlich lediglich durch Gras und nackte Brüste beruhigen.
Viel mehr an Inhalt gibts hier nicht.
Die Synchro ist, naja, passt schon. Schauspieler, wie gesagt eigentlich keine, aber dennoch irgendwo charmant, bemüht und witzig. Mit Sex hat der Film aber nichts zu tun, es geht eher um Gras - "Titten, Gras und Zombies wäre der passendere Titel gewesen".
Eine unterhaltsame, dämliche Zombie-Kiffer-Komödie.

9/10

Ich will jetzt hier nicht zum Drogenkonsum aufrufen, aber wenn man sich diesen Film anschaut kann es absolut nicht schaden, wenn... also wenigstens Bier trinken sollte man dabei!
 
Hört sich definitiv so an, als ob ich rein gar nichts verpassen würde vor meinem Ableben, wenn ich das Teil nicht gesehen habe oder irgend etwas aus diesem Thread.
 
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